Dieses Gerät wurde von 'Photo-Plait' als eigenes verkauft, wie das seitliche Erkennungsschild nahelegt. Photo-Plait war bekanntlich ein Großhändler für den Verkauf von Fotomaterial, das dem gleichwertig war, was Porst in Deutschland oder Herlango in Österreich darstellen konnte. Natürlich stellte er das verkaufte Material nicht her und wandte sich daher an Dritte. In diesem Fall war der Lieferant Demaria Lapierre, einer der wichtigsten französischen Hersteller des 20. Jahrhunderts, das Ergebnis der Fusion von Demaria und Lapierre im Jahr 1908, zwei Familienunternehmen, die zum Zeitpunkt ihrer Fusion bereits eine Geschichte von einem halben Jahrhundert hatten.
Die bekannteste Serie von Roll-Film-Kameras von Photo-Plait war die 'Platos-Film'. Dieses Modell wäre jedoch eher eine Studio-Film 1A-Kamera, die wiederum in Wirklichkeit eine Demaria Lapierre Caleb-Kamera ist.Film S. Zwischen beiden Serien gibt es viele gemeinsame Merkmale, aber die vorgestellte wäre einfacher. Die Platos-Films waren von 1925 bis 1933 erhältlich und die Studio-Film von 1926 bis 1931. Auf der bekannten Webseite 'collection appareils' findet man problemlos genügend Katalogbilder dieser Geräte
Es handelt sich um eine 116-Film-Kamera, also für ein Format von 6,5x11cm. Sie war auch für das größere Format von 8x10,5 verfügbar. Es ist sehr solide gebaut. Es hat einen robusten Holzkörper und eine sehr stabile Metallbasis. Es handelt sich jedoch nicht um eine Kamera mit hohen technischen Leistungen. Das Gehäuse der Kamera ist nicht aus echtem Leder, sondern aus synthetischem Material. Der massive und schwer aussehende eiserne Objektivträger schützt im Inneren den Mechanismus, um das Ziel in die Höhe zu heben, jedoch nicht horizontal. Es fehlen Referenzen von ihrem Hersteller mit Ausnahme des versteckten Logos, das auf dem letzten Foto zu sehen ist.
Die Linse ist ein anastigmatisches Ziel Trylor f1:6,3/120mm H: Roussel. Aber der Verschluss ist etwas geheimnisvoller, er hat weder den Namen noch das Logo seines Herstellers, was die Tür zur Spekulation öffnet, obwohl er auf den ersten Blick ein Vario ist. Der DL-Katalog erwähnt den 'Typ II' von Verschluss, zu denen speziell der Vario gehört. Allerdings ist der Photo-Plait-Katalog mehrdeutig und spricht vom Verschluss 'Platos' ohne weitere Referenz, der über die B- und T-Modi sowie drei Geschwindigkeiten verfügt, sodass er als 'Typ Vario' klassifiziert werden könnte. Nun gut, da der französische Hersteller Gitzo zu dieser Zeit einige Stopfen produzierte, die den Vario äußerlich ähnlich waren, wäre es nicht völlig ausgeschlossen, dass es sich um einen Gitzo handelte. Und tatsächlich würde ich mich aufgrund der abgeflachten Form der Drucktaste für Gitzo entscheiden. Dennoch, Nur seine Öffnung, um die Anordnung der Maschinen zu überprüfen, würde diesen kleinen Zweifel beseitigen.
Das Seitenrad ermöglicht eine kleine Verlängerung der Baugruppe und das auffälligste an dem Rad ist, dass es in die Metallbasis eingebettet ist. Die Fokussierskala ist ebenfalls interessant, da sie eine manuelle Verlängerung ermöglicht, je nachdem, ob Platten oder Film verwendet werden sollen, und je nach P- oder F-Markierung vorbereitet wird. Diese Unterscheidung ist notwendig, weil die Verwendung von Platten oder Film eine Änderung der Brennweite bedingt, sodass die Skala Ansatz muss geändert werden. Das ist nicht nur clever, sondern vermeidet auch die Hinzufügung einer zweiten Skala von Ansätzen.
Wie üblich war die Kamera für den Einsatz mit Platten oder Film-Packs vorbereitet. Dazu muss das hintere Element entfernt werden, um die entsprechende Stütze einzubauen, die natürlich separat als Extra verkauft wurde. Außerdem muss das innere Blech entfernt werden, das den Durchgang der Folie schützt. Die Funktion des Verschlusses und der Blende sind korrekt. Allerdings weist der Balg Bohrungen und einige offensichtliche Materialverluste und Abnutzungen auf.
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