Es ist wenig über die Cine Nizo 16C zu finden. Sie fällt aus dem Rahmen, Bedienelemente, Kurbel- und Aufzugsanschluss, entsprechen nicht dem Nizo-Design, ein Firmenschild fehlt, nur die Form des Suchers und die Beschriftung des Tragegriffs weisen auf die Firma hin.
Die Kamera, ca. 3kg schwer, im Alu-Gussgehäuse, mit grauem Kräusellack versehen, ist für 16mm Film auf 30m Tageslichtspulen ausgelegt.
Das Federwerk zieht noch 10m Film durch. Am Regler sind keine Bildfrequenzen angegeben, sondern nur die Bezeichnungen: half, normal, double und super (gemessen: 8,5, 16, 32, 55B/Sek). Die Auslösung erfolgt durch einen Hebel mit den Stellungen Lauf (K), Dauerlauf (D) und Sperre(A), ein Einzelbild lässt sich durch kurzes Antippen nicht erzwingen. Wie bei vielen zeitgenössischen Kameras fehlt ein Drahtauslöseranschluss. Neben dem Federwerksantrieb sind zwei Anschlüsse für einen Handkurbelbetrieb (1 und 8 Bilder/Umdrehung) vorhanden, die unabhängig vom Federwerk benutzt werden können.
Links verdeckt: Anschluss für Aufzugsschlüssel, rechts daneben: Auslösehebel, weiter rechts: Bildfrequenzeinstellung Unten rechts: Einzelbildantrieb mit Marke, darüber mit Abdeckung der 8er-Gang Oben rechts: Meterzähler
Bestückt ist die Nizo mit einem Schneider Kinoplan 3/2,5cm (Fixfokus). Obwohl der C-mount einen Wechsel des Objektivs ermöglicht, sind im Sucher keine Rahmen für andere Brennweiten vorhanden, vielleicht waren zwei überlackierte Schrauben neben der Sucherlinse für die Befestigung einschwenkbarer Suchermasken vorgesehen. Auf dem Gehäusedeckel hat ein Vorbesitzer zwei Halter für einen Zusatzsucher angebracht.
Ungewöhnlich ist die Start-Stoppeinrichtung, sie blockiert den Fliehkraftregler. Bei Stopp läuft das Werk, bedingt durch den Handkurbelanschluss, nach und bleibt undefiniert stehen, es kann also vorkommen, dass das Bildfenster bei Stillstand nicht durch die Umlaufblende verdeckt wird. Eine Kontrolle ist möglich: Wenn die pfeilförmige Kupplung des Antriebes vom Einergang auf eine nebenstehende Marke zeigt ist die Umlaufblende geschlossen. Der Umstand des undefinierten Auslaufs wird nicht zur Verbreitung der Kamera beigetragen haben, die Konkurrenz war da bedeutend kreativer.
Das Datenblatt: Falls mir jemand näheres über die Cine-Nizo 16C mitteilen kann, wäre ich sehr dankbar.
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vorweg ich kenne mich mit Filmkameras nicht aus und betone NICHT trotzdem ist mir in der Tabelle aufgefallen das die vorgestellte Kamera etwa 50 Jahre gebaut worden sein soll 1928 bis 1977 und das obwohl schon ein Herstellerwechsel stattgefunden hat.
Mir ist der eigendliche Fertigungszeitraum nicht bekannt, nur das Baujahr der Kamera ist mir genannt worden, deshalb steht im Datenblatt 1928-19??. Die beiden Fragezeichen können tatsächlich wie 77 gelesen werden, verständlich, wie auch die Tasten 0, O, und D auf meinem Laptop fast gleich aussehen.