heute möchte ich euch eine sehr seltene kleine Kamera der Firma Walter Kunik vorstellen.
Die Petietux, nicht zu verwechseln mit der Petitux IV, ist eine Miniaturkamera für das Format 14x14mm. Die Ausstattung ist im Vergleich zu anderen Kameras etwas gehobener. Es wurde ein Belichtungsmesser eingebaut, eine Blitzbuchse ist vorhanden, der Fokus ist von Unendlich bis 0,5m einstellbar und das Objektiv ist auch besser. In diesem Fall ist eine „Kratz Optik“ verbaut. Ob dies von Kunik selbst hergestellt worden ist, kann ich leider nicht sagen. Der Name „Kratz Optik“ ist meiner Meinung nach nicht sonderlich geeignet für ein Objektiv :).
Die Kamera ist leider mittelmäßigem Zustand. An manchen Stellen hat sich Rost gebildet, der Verschluss und die Belichtungsmessung sind leider ohne Funktion. Außerdem fehlen einige Schrauben und (wahrscheinlich) ein Teil des Verschlusses. Ich habe so leider nur die Verschlusszeit „B“. Die Blende war auch nicht mehr funktionsfähig, aber ich konnte es wieder gangbar machen. Eine rote Plakette auf dem Deckel fehlt leider, die wurde damals nur geklebt. Der Zustand ist für mich verschmerzbar, da es ein günstiger Flohmarktfund war. Ich war zuhause sehr überrascht, was ich da gekauft habe.
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Glückwunsch zu dieser wirklich seltenen Kamera. Ich war schon hin und wieder mal auf der Suche zu diesem Modell. Ja der Objektivname hat es in sich. Das wäre wie bei einem Radio der Modellname "Zerrt"
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
Analog: Aus Negativ wird Positiv. Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
Weiß jemand von Euch etwas zum verwendeten Film? 14x14mm ist ja schon etwas exotisch, es gab wohl einige "Spionagekameras" mit diesem Format. War dieser Spezialfilm damals problemlos verfügbar?
Moin, klar, der Film war gängig und problemlos zu kaufen. Einfach ein miniaturisierter Rollfilm auf schwarzer Plastikspule mit Schutzstreifen aus Papier. Fotobeispiel ist auf https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...amp;thread=25#4 und noch eins auf https://kapplertal.de/Kappel-Galerie/Kap...ergstr.jpg.html . Freigabe zur Veröffentlichung für beide hat mir vor wenigen Jahren als Nachfahre der Stöpsel erteilt, der an der linken Hand des Erwachsenen geht. In meinen Dateien gibt es noch ein paar Fotos aus der Schule. Die Lehrer, die drauf sind, hatten nicht die geringste Ahnung, was für Kleinstkameras es gab, die in die geschlossene Hand ihrer Schüler passten .
Im Versteigerungshaus mit Suchbegriff: "14mm film" fand ich keine Filme, aber es wurden ein paar interessante weitere Minis angezeigt. Sorry an die Nachwelt, die Links sind ja nur wenige Tage oder Wochen aufrufbar. Da erscheinen derzeit Showa Kogaku GemFlex miniature SLR camera 14x14mm on Midget rollfilm (Nicht zu fassen: eine doppeläugige) GOLDECK 16 vers 1959, «GOLDAMMER Gerhard» Franckfort, Allemagne. Pour 30 vues 10 x 14 mm sur rollfilm 16 mm. Das ist eine mit Wechselobjektiv Color Ennit 2,8/20 mm und Teleobjektiv 50mm dabei. Ist wie viele andere in Rainers Film-Liste auf https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...4&thread=88 enthalten, getagget mit "UPER", d.h. unperforiert und daher ggfl. mit beschnittenem Film zu nutzen. PETIE WALTER KUNIK K.G Frankfurt Deutschland um 1958 Ansichten 14 x 14 mm Film 16 mm- in der Puderdose und einige in Spielzeugqualität.
Re: Walter Kunik Petietux. Die Filme für Kunik-Kameras
LumoStoria:Coole Kamera.
Weiß jemand von Euch etwas zum verwendeten Film? 14x14mm ist ja schon etwas exotisch, es gab wohl einige "Spionagekameras" mit diesem Format. War dieser Spezialfilm damals problemlos verfügbar?
Gruß, Sven
Servus Sven, im Gegensatz zum "Hit-Film", der ebenfalls eine Breite von 17 mm (und nicht wie oft angenommen 16 mm) hat, hat der Kunik-Film eine andere Spule und kann durch einen größeren Durchmesser mehr Film aufnehmen.
Es gab mit der Zeit eine größere Anzahl von Filmtypen, auch Farbfilm, welche wohl eher für die besseren Kunik Kameras (Petietux, Petitux IV) gedacht waren. Kunik hat nie seine Kameras und Filme selbst hergestellt, sondern herstellen lassen und nur vertrieben. Die letzten Filme wurde von Seeadler-Optik in Nürnberg konfektioniert. Das Photogeschäft gibt es heute noch.
Es gab zwei Varianten der Petietux, wobei die eine eher ein Versuchsmodell war, da ich es bis jetzt nur ein mal entdeckt hatte.
Links das Vormodell (?) mit einem anderen Auslöser und eine andere Stelle des Blitzanschlusses. Rechts das Serienmodell.
Es gab auch verschiedene Verriegelungsvarianten zum Öffnen der Kamera:
Neben der Kratz-Optik wurde die Kamera auch mit einem Wilon Objektiv von Will Wetzlar bestückt:
In einem Prospekt wurde die Petietux, noch als Petitux (beachte die Schreibweise) angeboten, jedoch mit Schnellschalthebel und Wechselfassung für ein Teleobjektiv. Sehr große Pläne, aus denen wohl nichts wurde. Zumindest ist mir solch ein Modell in echt noch nie untergekommen.
Als Zubehör gab es eine Sonnenblende und verschiedene Filter zum Aufschrauben:
Vielen Dank, Herbert, für die zusätzlichen Informationen. Dieses Filmformat war bisher komplett an mir vorbeigegangen. Umso schöner, daß Du dazu eine solch beeindruckende Sammlung aufgebaut hast. Da ist, wie immer, Verlaß auf das Blende-und-Zeit-Forum. Irgendwer weiß immer was 😉.
submini: In einem Prospekt wurde die Petietux, noch als Petitux (beachte die Schreibweise) angeboten, jedoch mit Schnellschalthebel und Wechselfassung für ein Teleobjektiv. Sehr große Pläne, aus denen wohl nichts wurde. Zumindest ist mir solch ein Modell in echt noch nie untergekommen.
Beachte aber https://www.ebay.co.uk/itm/306973764329, 30 Bilder 10x14 Millimeter, eine Goldeck mit Wechselobjektiven. Lag wohl im Trend der Zeit? Sorry an zukünftige Forumsleser, der Link wird natürlich irgendwann ungültig sein. Warum es das Angebot zwar aus Frankreich, als auch hier auf Ebay UK gibt, aber nicht in deutsch, weiß ich nicht.
Hier kann alles stimmen oder nur wenig und vieieicht auch garnichts.
ich kann mir nicht denken Denken das Kunik tatsächlich ein Hersteller war meinen Erinnerungen zu folge hat Kunik nur die Optik an die Gehäuse geschraubt und damit stand dann auf Kamera Made in Germany,
In irgendeiner Info habe ich mal gelesen da Kunik in Frankfurt in einer Geinschaft mit seiner Frau die einen Papiergroßhandel betrieben hat eine Bürogemeinschaft hatte. Daraus meine Ableitung Wohnhaus = Fertigungstätte und Papiergroßhandel das geht wohl nicht.
Hier abr keine Garantie zu meiner Aussage da alles nur us dem Gedächtniss