Re: Walter Kunik Petietux (mit Firmengeschichte und Herstellernennung)
Hall
Es wurde hier die Kamera mit einem Objektiv mit der Beschriftung "Kratz Optik" vorgestellt. Ich kann nirgendwo etwas über eine Firma Kratz finden und daher meine Frage kann jemand daüber was mitteilen??
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Re: Walter Kunik Petietux (mit Firmengeschichte und Herstellernennung)
Sammler:Es wurde hier die Kamera mit einem Objektiv mit der Beschriftung "Kratz Optik" vorgestellt. Ich kann nirgendwo etwas über eine Firma Kratz finden und daher meine Frage kann jemand daüber was mitteilen??
N' Abend, wer war denn "Optische Fabrik Karl-Heinz Kratz Inhaber Norbert Halbleib e.K." laut https://www.optik.org/muecke/optische-fa...ek-360243.html? Der dortige Link ist "Not found", den haben wir wohl verpasst - für einen Norbert Halbleib gibt es eine Todesanzeige mit Datum 15.6.2026. Die Domain existiert noch, der Nameservereintrag ist wohl gelöscht (" Verbindungsaufbau zu kratz-optik.de (kratz-optik.de)|217.160.0.240|:80 … verbunden. HTTP-Anforderung gesendet, auf Antwort wird gewartet … 404 Not Found) und Webseiten gibt's keine.
Mit dem 28.9.2015 wird die Firma mit einer Spende erwähnt: https://www.giessener-allgemeine.de/voge...n-12068128.html. An anderen Stellen wird zu dem Suchbegriff noch "Amtsgericht Gießen HRA 3077" angegeben, der übliche Firmendatenbank-scam. Neben Umsatzangaben findet sich in dieser Datenbank auch eine Telefonnummer: 06400 5268 und eine E-Mail: "info@kratz-optik.de".
Ich habe es noch über die Genios-Datenbank der Stadtbücherei Ulm versucht, aber die war im Gegensatz zu früherer Nutzung ein Flop, nur noch KI-Mist.
Ein Eintrag auf https://biashara.cybo.com/DE-biz/optisch...z-kratz-inhaber deutet auf einen Augenoptiker hin: "Optische Fabrik Karl-Heinz Kratz Inhaber Norbert Halbleib e.K., Vorstadt 14, 35325 Mücke, Germany, Lehnheim, Hesse, Ujerumani Daktari wa macho na eyewear". Vielleicht ein Enkel oder so, und inzwischen auch verstorben. Und die Rubrizierungen in dubiosen Adressdatenbanken sind sowieso selten zutreffend.
Es ufert noch mehr aus. Es gab einen Widerstandskämpfer namens Kratz und einen Fabrikanten in Frankfurt, verstorben 1945, mit Produkten (Nadeln) aus nichtrostendem Stahl, der eine Fayence-Sammlung besaß.
Bleibt uns nur, weiter über jemanden zu schmunzeln, der vor vielen Jahrzehnten seine optische Fabrik ausgerechnet "Kratz" nannte.
Scannerhannes:N' Abend, wer war denn "Optische Fabrik Karl-Heinz Kratz Inhaber Norbert Halbleib e.K." laut https://www.optik.org/muecke/optische-fa...ek-360243.html? Der dortige Link ist "Not found", den haben wir wohl verpasst - für einen Norbert Halbleib gibt es eine Todesanzeige mit Datum 15.6.2026. Die Domain existiert noch, der Nameservereintrag ist wohl gelöscht (" Verbindungsaufbau zu kratz-optik.de (kratz-optik.de)|217.160.0.240|:80 … verbunden. HTTP-Anforderung gesendet, auf Antwort wird gewartet … 404 Not Found) und Webseiten gibt's keine.
Die Seite bringt aber nur wenige Erkenntnisse, am ehesten noch im Abschnitt 'Wer wir sind': "Karl Heinz Kratz gründet das Unternehmen am 1. Mai 1950 im damaligen Elternhaus. 1955 erfolgte der Bau auf dem neuen Firmengelände. 1960 bereits erfolgte der Anbau auf die heutige Größe des Werksgebäudes. Norbert Halbleib stößt 1973 zum Unternehmen hinzu und übernimmt den Betrieb 1991."
Der letzte Sitz der Firma war in 35325 Mücke (liegt in Hessen nördlich von Frankfurt, 9000 EInwohner).
Re: Walter Kunik Petietux (mit Firmengeschichte und Herstellernennung)
Moin, gut gemacht!
Deren Seite "Produkte" dürfte bestätigen, daß wir den Richtigen erwischt haben: "Konvexlinsen Konkavlinsen Menisken Achromate & Triplet Objektive Laseroptik Endoskopieoptik". Schade, daß so ein Betrieb mit dem Tod des Inhabers auch zumachen musste.
Re: Walter Kunik Petietux (mit Firmengeschichte und Herstellernennung)
Sammler:Hallo
Hier kann alles stimmen oder nur wenig und vieieicht auch garnichts.
ich kann mir nicht denken Denken das Kunik tatsächlich ein Hersteller war meinen Erinnerungen zu folge hat Kunik nur die Optik an die Gehäuse geschraubt und damit stand dann auf Kamera Made in Germany,
In irgendeiner Info habe ich mal gelesen da Kunik in Frankfurt in einer Geinschaft mit seiner Frau die einen Papiergroßhandel betrieben hat eine Bürogemeinschaft hatte. Daraus meine Ableitung Wohnhaus = Fertigungstätte und Papiergroßhandel das geht wohl nicht.
Hier abr keine Garantie zu meiner Aussage da alles nur us dem Gedächtniss
Gruß Wolfgang der Sammler
Hier ein paar Informationen zu Walter Kunik: 1949 stieg er in den Lebenmittelgroßhandel seine Schwiegervaters Arthur Spielmann ein und gründete die Firma "Arthur Spielmann Nachf." als Großhandel mit Drogen und Lebensmittel. Geschäftsführer war er mit seiner Frau Gertrud. Unter anderm vermarktete er die ersten Negerküsse und Sardinen in Dosen. Am 01.04.1953 gründete er die Firma Arthut Spielmann Nachf. OHG mit dem Titel "Plasic-Verpackungsmittel". Seine Idee war, anstelle der Verpackungsdosen aus Blech Kunststoffverpackungen für Vollkonserve zu verwenden. Dazu gibt es auch ein Patent. Am 01.03.54 änderte er den Firmanname in "Arthur Spielmann Nachf. / Otto-Erich Filius". Von einer Reise in den USA brachte er die Idee für eine Kunststoffkamera mit, konstruierte 1953 die bekannte Filius-Kamera (benannt wohl nach seinem Partner Otto-Erich Filius, und liess die Kamera bei Isoplast GmbH in Bad Godesberg fertigen. Das Besondere ist hier, dass auch die Linse aus Kunststoff gefertigt wurde.
Die Filius-Kamera:
Zu diesem Zeitpunkt entwickelte er auch seine PETITAX - PETIE - TUXI - TUXIMAT - PETIETUX Reihe und lies diese bei der Firma Teuber Langenselbold bei Frankfurt fertigen. Die Zweitnutzengehäuse, wie Schminketui oder Feuerzeug wurden von dem Feuerzeughersteller Kremer & Bayer in Offenbach hergestellt.
Anfangs vermarkte er die Kameras selbst unter seinem Namen, wobei sein Namen nur auf Prospekten und Schachteln aufgedruckt war und niemals auf den Kameras selbst. Dazu gründete er am 01.10.59 die Fa. Walter Kunik Vertrieb Grosshandel mit Fotogeräten und Zubehör. Immer mehr wurde im Inland und Ausland weitere Vertriebswege erschlossen, wie Seeadler-Optik in Nürnberg und verschiedene Händler in England, Italien, Frankreich etc.
Auch in Versandkatalogen wurden die Kameras angeboten und zu guter letzt nach der Auflöung seines Grosshandels mit Fotoartikeln am 24.06.66, wurde die Petie als Version "x 2 RJ OMPEX" von z.B. der Firma D.M.B. Gesellschaft für Internationale Spezialitäten Düsseldorf angeboten. Wie es zu dem seltsamen Namen kam konnte bisher nicht herausgefunden werden.
Re: Walter Kunik Petietux (mit Firmengeschichte und Herstellernennung)
Hallo Herbert,
alle Achtung, da hast Du so nebenbei lange gesuchte Informationen zu Walter Kunik und seine Firmierungen dargelegt. Das ist ein profundes Wissen! Respekt. Danke dafür.
Das Kunik-Rätsel ist nun keines mehr. Die Kunik-Freunde werden erfreut sein, ich auch.
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
Analog: Aus Negativ wird Positiv. Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.