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Werkzeug
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18.12.19 10:18
Lupo 

BZF-Nutzer Stufe 1

18.12.19 10:18
Lupo 

BZF-Nutzer Stufe 1

Werkzeug

Hallo bin neu hier. Gut das es solche Foren gibt. Ich wollte einige meiner Kameras restaurieren. Dabei bemerkte ich man findet keine direkten Werkzeuge zur Fotoapparatereparatur. Ich kenne von den Armbanduhrenbereich spezielle Werkzeuge wie Bodenaufdreher oder Ausrücker für Metallarmbänder. Habe ich solche Spezialwerkzeuge einfach nur übersehen?


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18.12.19 15:44
Michael-J. 

BZF-Meister

18.12.19 15:44
Michael-J. 

BZF-Meister

Re: Werkzeug

Hallo,
Microtools bietet sowas an, einfach mal Googeln. Allerdings habe ich da noch nix bestellt, habe mir immer irgentwie anders geholfen :-). Ich hab dem Link nur im deutschen Kameramuseum gesehen.

18.12.19 16:40
Rainer 

Administrator

18.12.19 16:40
Rainer 

Administrator

Re: Werkzeug

Hallo zusammen,

Auf der "Interessante Links" - Seite des Forums gibt es auch einen Hinweis auf Micro Tools Europe:

https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...amp;thread=46#2

In Grenzen kann auch Uhrmacherwerkzeug weiterhelfen (Schraubenzieher, Pinzetten usw).

Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
Ein Leben ohne Facebook ist möglich.

18.12.19 19:23
Laufboden 

BZF-Meister

18.12.19 19:23
Laufboden 

BZF-Meister

Re: Werkzeug

Hallo miteinander,

Michael-J.:
Microtools bietet sowas an, einfach mal Googeln. Allerdings habe ich da noch nix bestellt, habe mir immer irgentwie anders geholfen :-). Ich hab dem Link nur im deutschen Kameramuseum gesehen.
ich versuch' mich mal an einer Antwort - und konstatiere schlußendlich alles ist relativ.

ich habe eine Weile auf der Microtools-Website gekugelt - da mag es einiges an Brauchbarem geben, aber ...
... die Angaben sind für mich - und vermutlich all die, die diese Sachen nicht bereits kennen - derart unpräzis und nichtssagend, daß völlig unklar bleibt, was davon für meine Zwecke - also historische Kameras - auch nur annähernd brauchbar ist.
In jedem Fall aber sind sie teuer - was andererseits aber kein Wunder ist. Professionelles Werkzeug kostet.
Ich habe mal kurz überschlagen und komme für eine unvollständige Grundausstattung locker auf einen Tausender. Was davon sich bereits auf den ersten Blick als völlig unbrauchbar, für einen selbst als wenig nötig, oder als ausgezeichnetes, unverzichtbares Gerät herausstellt - das bleibt völlig im Dunkel.
So möchte ich beispielsweise keine Wundermittel zum Reinigen kaufen - ich möchte wissen, was das Zeug chemisch gesehen ist, und wenigstens ganz grob abschätzen können, ob ich allergisch darauf regieren werde. Je teurer es wird, desto wichtiger.

Sehr viel hängt im Übrigen davon ab, welche Geräte man reparieren möchte.
Mein erster Eindruck ist, daß Vieles nur für moderne Kameras geeignet ist, dafür jedoch unverzichtbar sein dürfte. In vielem kann ich mich täuschen - aber die alten Schätzchen, um die ich mich kümmere, verlangen oftmals schon rein mechanisch anderes.

Ein paar kleine Beispiele. Was sagt mir z.B.
  • "Pinzette #3 Dumont HI-TECH antimagnet." zu schlappen 26,29? Hauptsächlich, daß ich sie wg. antimagnetisch zu vielen alltäglichen Arbeiten nicht geeignet ist, zu manchen aber gut.
  • "Pinzette: Schraubenhalter" für nur 16,47 verrät immerhin, daß sie die wenigen sehr kleinen Schrauben, mit denen ich zu tun habe, gut halten kann - ob sie auch dazu dienen kann, die ersten Drehungen beim Einschrauben zu machen, soweit, bis ein Schraubendreher ansetzbar ist, bleibt im Dunkel.
    Na gut, ich habe einen Satz Pinzetten, zusammen deutlich billiger als diese eine - gebrauchte aus dem medizinischen Bereich - und eine davon habe ich gestern zum erstenmal gebraucht (für feinmechanische Arbeiten, aber nicht für Kamerazwecke)
  • Gewindeschneidplatte, hier 34,75, habe ich zwei billige antike - für manches kann man sie außerhalb des Uhrmacherbereichs zweifellos gut brauchen, für neue Gewinde aus härteren Metallen, gar Stahl, sind sie weniger geeignet - allzuleicht verstopft ein abgerissener Rest hartnäckig bis dauerhaft eines der Löcher. Also eher zum Nacharbeiten. Die beiliegenden Gewindebohrer sehen interessant aus, ich habe nur einen deutlich teureren 2mm-Gewindebohrer (und einen gebrochenen. Sind viiiel empfindlicher als 3mm-Gewindebohrer ... was da die insgesamt doch billigen wohl taugen?)
  • Schraubenlehre, 51 Blätter von 4-84, 107,99, für zöllige Schrauben - zweifellos deutlich besser gearbeitet als meine Gewindelehre für weniger als 5.-, dafür mit metrischer Einteilung - bei deutschen historischen Kameras überwiegen metrische Gewinde deutlich
  • Schraubendreher - da wären gute schon recht wichtig. Hochwertige (vermute ich wenigstens) sehe ich hier zum erstenmal. Z.B.9-teiliger Schlitzschraubendreher-Satz für schlappe 77,99. Mag sein, daß das genau das ist, was man bräuchte - weiß ich aber nicht. Bisher begnüge ich mich mit krüppeliger Baumarktware (so nur genannte Uhrmacherschraubendreher). Klar ist aber, daß man bei alten festsitzenden Gewinden auch damit nicht nur Schraubenköpfe vernudeln und Schrauben umbringen, sondern auch teure Schraubendreher umbringen kann
  • die Spannschlüssel hier - z.B. der willkürlich herausgegriffene Kamera Reparatur Kit B, 91,99 - decken schon viele Fälle ab, in denen es gilt, Gewinde auch sehr alter Kameras zu lösen - aber beileibe nicht alle. An vieles wird man mit allem zusammen nicht oder nicht richtig herankommen. Ich persönlich möchte dann kein teures Spezialwerkzeug durch falschen Einsatz massakrieren


Fazit: Wer derart teures Werkzeug einsetzt, sollte zuerst einmal gelernt haben, wie man es behandelt, das genau passende auswählen können - also auch für alles das richtige Werkzeug haben! - und wissen, was man von diesem erwarten kann und was nicht. Insofern mag die Microtools-Website völlig ausreichende Informationen bieten - für die Profis. Deren Werkzeugkoffer möchte ich aber nicht bezahlen, und wenn ich ihn hätte, nichts falsch einsetzen.
Die Kameras, an denen ich schaffe, sind für Profis Bastlergeräte - an die gehen sie nicht heran, kommerziell gesehen viel zu teuer.

Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 18.12.19 19:44

19.12.19 09:57
Sony-Fan 

BZF-Meister

19.12.19 09:57
Sony-Fan 

BZF-Meister

Re: Werkzeug

Hallo Laufboden

Deine Auflistung ist sicher richtig. Man sollte aber nicht vergessen, was die Frage vom Lupo bezweckte. Er wollte einfach wissen was es überhaupt gibt. Über Preisgestaltung kann man geteilter Meinung sein aber das ist doch in allen Gebieten und Themen so. Eine Einarbeitung in die Feinmechanik und Optik ist unabhängig davon nötig. Das beste Werkzeug taugt nichts wenn der Reparierer nicht sinnvoll damit umgehen kann. Ich habe vor Jahren für eine Eigenreparatur ein einem Auto oldtimer auch beachtliche Summen für Spezial werkzeug ausgegeben, das hat mit trotz der Kosten weiter geholfen.

Sony-Fan

Zuletzt bearbeitet am 19.12.19 09:59

19.12.19 11:18
Laufboden 

BZF-Meister

19.12.19 11:18
Laufboden 

BZF-Meister

Re: Werkzeug

Hallo Sony-Fan,

Sony-Fan:
Hallo Laufboden
Deine Auflistung ist sicher richtig. Man sollte aber nicht vergessen, was die Frage vom Lupo bezweckte. Er wollte einfach wissen was es überhaupt gibt. Über Preisgestaltung kann man geteilter Meinung sein aber ... Eine Einarbeitung in die Feinmechanik und Optik ist unabhängig davon nötig. Das beste Werkzeug taugt nichts wenn der Reparierer nicht sinnvoll damit umgehen kann. ...
... alles, was Du aufführst, ist richtig und gibt zusätzliche Aspekte.
Ich hoffe, daß wir mit all dem Lupo nicht verschrecken.

Selbst habe ich zuerst gar nichts an Werkzeug gekauft - ein gewisses Repertoire an nicht Spezialisiertem für den Hausgebrauch hatte ich.
Einfach abgewartet habe ich, und später geschaut, was in der Bucht gerade vorbeischwimmt: gebrauchte Klinikpinzetten, einfachstes Zahnarztbesteck, etwas an alten Uhrmacherutensilien - das meiste davon ist jedoch für deutlich Kleineres und will gelernt sein! - Verbrauchsmaterialien (Isopropylalkohol, ..).
Kleine Schrauben sind bei mir bis heute Mangelware - Uhrmacherschrauben sind fast durchgängig deutlich zu klein, und von den am meisten benötigten zwischen M1 und M2 gibt's wenig, und dann keinerlei sinnvolle Sortimente, sondern quasi Riesenpackungen mit ewig dem Gleichen, schon optisch mäßig passendem oder teure, quasi Apothekenware, die meist nicht wirklich das bringt, was man bräuchte. Kauft man all das, von dem man vielleicht mal 1-4 Schrauben braucht, hat man ein teures Riesenrestelager, in dem das allermeiste doch nicht zu finden ist.
Die kleinen und kleinsten Holzschrauben, die man erst recht nirgendwo findet außer in alten Kameras, sind das nächste leidige Problem.
Es gibt zuwenig wirklich sinnvoll und mit gutem Gewissen verschrottbare alte Kameras, und die liefern bedenklich wenig von dem, was tatsächlich gebraucht wird ..
Beim Baumarkt fängt die Auswahl quasi beim Zubehör für Hausbau und Grobmaschinenbau an - sieht man von Feinbohrschleifern ab.
Insgesamt schätze ich meine Ausgaben für einfaches Werkzeug und - überwiegend! - Verbrauchsmaterial (Kleber, Reinigung, Lederpflege, Materialien ...) in den letzten 12 Jahren auf irgendwo zwischen 100.- und 200.-. Das zehnfache davon würde sich in einer gewissen, aber merklichen Verbesserung meiner Möglichkeiten ausdrücken (kombinierte Präzisions-Klein-Dreh-Fräsbank mit Leitspindel zum Gewindedrehen, ...).

Gewiss, man kann auch ganz anders einsteigen - aber es sollte m.E. auch in Relation stehen zu dem, was man damit tatsächlich anfängt.
5.000.- investieren, um 3 Kameras zu reparieren, die der Fachmann für je 100.- richten würde und die dann etwa 30.- Marktwert hätten - selbst das kann sich für manchen wegen der Erfahrung dabei lohnen ...

Grüße, Laufboden

19.12.19 12:03
Lupo 

BZF-Nutzer Stufe 1

19.12.19 12:03
Lupo 

BZF-Nutzer Stufe 1

Re: Werkzeug

Danke an euch. Habe mir alles durchgelesen. Ich habe ein Zeiss-Ikon Nettar 518 16 so wie die Reiner im Forum zeigt. Die ist bei 25 tel Sekunde deutlich zu langsam. Ich scheitere schon an dem erkennen wie man man an die Objektiveinheit ran kann um das Öl zu erneuern. Ich erkenne nicht wie ich das auf bekomme. Habe im Forum gelesen man soll nicht einfach was rein sprüen.

19.12.19 13:10
Rainer 

Administrator

19.12.19 13:10
Rainer 

Administrator

Re: Werkzeug

Hallo zusammen,

was Laufboden in Bezug zu Feinmechanik-Schrauben (für Holz und Metall) gesagt hat, kann ich (leider) nur bestätigen: Entweder zu klein oder zu groß oder zu lang, usw.

Ich habe über Jahrzehnte solche Schräubchen und Muttern und Scheiben zusammen gesammelt und habe zumindest so einen kleinen Fundus. Aber auch hier greife ich oft ins Leere. Überhaupt scheint mir das Verloren gehen von solchen Schräubchen während einer Reparatur oder beim Erwerb einer alten Kamera fehlende Schräubchen ein massives Problem zu sein.

Man sollte bei jeder Gelegenheit auch darauf verweisen, dass bei Demontagen UNBEDINGT sofort jedes entnommene Bauteil sicher abgelegt wird, am besten in durchsichtigen Plastik-Sortimentern.

Genauso mache ich mir Demontage-Skizzen und oder auch Fotos von der Demontage. Wie schnell vergisst man Demaontage-Reihenfolgen.

Zum Werkzeug: Zumeist werden wohl Schlitzschraubenzieher gebraucht, die stabil in schmale Schraubenschlitze eingreifen ohne herauszuscheren. Solche Schraubenzieher sind aber gut zu beschaffen.

Mit zur Werkzeugbeschaffung scheinen mir Lupen (kombiniert mit Leuchten) ein wichtiges Utensil zur Kamerareparatur zu sein.

Ja, das mit dem Sprühstoss Kriechöl ist risikoreich. Ich habe damit nicht selten guten Erfolg gehabt, in ganz wenigen Fällen aber Blenden-Lamellen "festgeklebt" oder Objektiv-Glasteile bekleckert. Andererseits traue ich mich auch nicht an jeder Kamera-Demontage der Umhüllung der Objektiv/Verschluß/Blende-Einheit heran und sprühe eben doch...


Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
Ein Leben ohne Facebook ist möglich.

19.12.19 18:25
Laufboden 

BZF-Meister

19.12.19 18:25
Laufboden 

BZF-Meister

Re: Werkzeug

Hallo Lupo,

Lupo:
Danke an euch. Habe mir alles durchgelesen. Ich habe ein Zeiss-Ikon Nettar 518 16 so wie die Reiner im Forum zeigt. Die ist bei 25 tel Sekunde deutlich zu langsam. Ich scheitere schon an dem erkennen wie man man an die Objektiveinheit ran kann um das Öl zu erneuern. Ich erkenne nicht wie ich das auf bekomme. Habe im Forum gelesen man soll nicht einfach was rein sprüen.
ich kümmere mich hauptsächlich um ältere Kameras, nicht um so "neumodisches Zeugs"
Das kommt ja noch so häufig in der Natur vor, daß einem auch gute Exemplare ungeprüft nachgeworfen werden - oder auch schlechte ...

Vielleicht hast Du Glück, und die 1/25 - ich nehme an, das ist die langsamste Zeit außer B und T - wird bereits bei mäßiger Erwärmung - max. 50°! - gängig. Das hält meist nicht lange an, ist also keine Reparatur im eigentlichen Sinn, aber wenn man beim Abkühlen öfter auslöst, kann das doch sein. Natürlich kann der Dreck anderswohin wandern, wo er noch mehr anrichtet.
Vielleicht hast Du Glück, und die Blende ist bereits aus Metall (das war wohl nur an den ganz neuen AGC's so). Dann könnte man etwas höher mit der Temperatur gehen, z.B. 60°. Wenn die Blendenblätter beginnen, sich zu verbiegen, war's aber definitiv zu warm ...
Eine Exa II habe ich durch Erwärmen im Backofen - 50° - wieder dauerhaft flottgekriegt. Naja, ein klein wenig langsamer ist der obere Verschlußvorhang noch ...
Eine zweite Exa II wartet noch zerlegt darauf, daß mir irgendwann ganz langweilig wird und ich nichts Interessanteres, also weit selteneres, zum richten habe. Möglicherweise ist das am St.Nimmerleinstag.

Blendenblätter aus Metall sind auch nicht ganz so feuchtigkeitsempfindlich. Aber es ist nicht einfach, den Unterschied zu erkennen.
Dann kann man vorsichtig(!) und tropfenweise(!) ein möglichst schnell flüchtiges, nicht stark wirkendes Lösungsmittel zugeführt werden (z.B. Isopropylalkohol).
Vor Öl würde ich warnen - auch leichtflüssiges klebt entsetzlich, und man bekommt es nur durch Putzen aller betroffenen Teile wieder weg. Diese Verschlüsse laufen alle ölfrei - Öl verklebt sie, und schadet!! (Winzige Mengen Spezialöls als Rostschutz sind etwas anderes ... und Lösemittel greifen übrigens zuerst diese an ... winzig heißt, ein Tropfen bildet eine Sintflut. Von außen geht da gar nichts).

Welchen Verschluß hat die Kamera? Ich vermute mal AGC Vario, also einer von Alfred Gauthier in Calmbach. Dann müßte Vario auf dem Verschluß zu lesen sein.
Soweit ich weiß, waren Varios immer von hinten zu öffnen.
Von vorne kommt man da kaum 'ran, und das Schließen wird kompliziert.

Klassische AGC-Versclüsse waren jedenfalls die von hinten zu öffnen. (AGC-Verschluß ... Alfred Gauthier in Calmbach)
Im Prinzip ist das bei solchen Kameras noch einfach: Kamera hinten aufmachen, Anschraubring abschrauben. Dann hat man den Verschluß mit dem Objektiv in der Hand.
Der hat hinten am Rand 3 oder 4 Schrauben, die kann man - meistens - lösen, evtl. ist noch am Hebel zur Blendeneinstellung ein recht kleines, in einer Spitze endendes Schräubchen (Blendenzeiger), das gelöst werden sollte, sonst läßt sich das Gehäuse zumindest nicht ruhig und senkrecht öffnen (bzw. das Schließen geht schwer).
Oft geht das Öffnen ruckweise, und dann ist manches nicht mehr am richtigen Platz - da muß man dann wissen, wo es hingehört, und hat es zuvor nie gesehen .... wobei Verschlußblätter während des Öffnens leicht herumsauen.

Ein Objektiv mit Entfernungseinstellung durch Drehen der Vorderlinse ist, wenn man von vorne 'ran muß - z.B. zum Reinigen der vorderen Linsen von innen - schon ein Stück fummeliger beim Wiederzusammenbau.

Wenn das alles nur dazu dienen soll, z.B. eine funktionierende Zeiss-Ikon Nettar 518 16 zu nutzen, würde ich eher eine noch voll funktionierende kaufen ...
... wenn's auch um Erfahrungsgewinn geht, ist das etwas ganz anderes. Ein paar unschuldige Opfer hat wohl jeder Schrauber auf dem Gewissen - und das ist wenigstens nichts seltenes ...

Grüße, Laufboden

20.12.19 10:31
Lupo 

BZF-Nutzer Stufe 1

20.12.19 10:31
Lupo 

BZF-Nutzer Stufe 1

Re: Werkzeug

Hallo Laufboden. Das was ich habe ist genau die Nettar die Rainer gezeigt hat. https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...&thread=130 Hoffe das der Link funktionuckelt.Der Verschluss Pronto. Habe keinen Plan wie das Objektiv-Teil ab gemacht werden kann. Hinten wenn der Rück deckel offen ist sehe ich so eine Art Überwurf Mutter. Dafür brauchte man irgend so einen Schüssel um das zu lösen. Mir ist aber nicht klar ob man damit die Objektiv Einheit raus bekommt.

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