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Goerz: Kameras und Objektive
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12.05.18 22:22
Laufboden

nicht registriert

12.05.18 22:22
Laufboden

nicht registriert

Goerz: Kameras und Objektive

Hallo miteinander,

ganz interessant fände ich herstellerspezifische Beiträge.
Als Beispiel nehme ich hier als einen der interessantesten Hersteller Goerz.
Ersteinmal stelle ich zwei Übersichtsbilder ein, eines mit Kameras, eines mit Objektiven.

Zum einen erhoffe ich mir Beiträge von anderen speziell zu Kameras und Objektiven, die nicht dabei sind.
Von den dargestellten ist sicher nicht alles gleich interessant, manches habe ich hier auch schon porträtiert.
Ich halte mich deshalb zurück und warte darauf, was interessiert.


oben: Goerz-Box 756 ( 6x9 )
v.l.: Westentaschen-Tenax(Dogmar, 4.5/75); Taschen-Rolltenax; 3.+5.+7.:Taro-Tenax; 4.: Taro Tenax B; 6.: Manufok-Tenax
Die anderen Objektive sind alle Tenastigmat 1:6.3 oder 1:6.8; Verschlüsse Compur bzw. Compound.
Zeiss-Kameras mit Goerz-Objektiven habe ich nicht abgebildet (die meisten Box-Kameras mit Frontar).


v.l.: Syntor; Serie III/0 + III/3 + III/1(Dagor) + III/2
Ab 1903 hat Goerz Objektive der Serie III als Dagor bezeichnet, da Goerz die Bezeichnung "Doppel-Anastigmat" nicht geschützt hatte und sie zum Gattungsbegriff geworden war. Das älteste, das III/3, ist von 1895.

Grüße, Laufboden

P.S.: es gibt eine ganze Reihe an Dagor-Kopien anderer Hersteller, auch die wären als Ahnväter u.a. der meisten Fachobjektive interessant.

Zuletzt bearbeitet am 12.05.18 22:32

Datei-Anhänge
IMG_1757_Goerz-Kameras.jpg IMG_1757_Goerz-Kameras.jpg (176x)

Mime-Type: image/jpeg, 325 kB

Goerz-Objektive.jpg Goerz-Objektive.jpg (215x)

Mime-Type: image/jpeg, 241 kB


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15.09.23 18:25
Jan_S 

BZF-Meister

15.09.23 18:25
Jan_S 

BZF-Meister

Re: Goerz: Kameras und Objektive

Hallo zusammen,

auch wenn dieser Thread schon uralt und der Nutzer "Laufboden" leider nicht mehr im Forum aktiv ist, möchte ich ihn noch einmal aufgreifen. Die fehlende Resonanz scheint mir auch bezeichnend zu sein; nach meiner Wahrnehmung sind Goerz-Kameras (vielleicht mit Ausnahme der Taschen-Tenax und der Ango) vergleichsweise selten, es existiert nur wenig einschlägige Literatur, und die Bestimmung von Modellen/Varianten ist nicht ganz trivial.

Zu den Laufboden-Plattenkameras:
Es gab mindestens die vier Modelle
– Autofok-Tenax (mit automatisch vorschnellendem Schlitten; nicht weiterentwickelt; s. hier: https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...amp;thread=70#5)
– Manufok-Tenax (https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...&thread=242)
– Taro-Tenax
– Platten-Tengor;

und zwar in den Formaten 6,5x9, 9x12, 10x15 und 13x18; angeboten wurde zumindest die letzte Version der Manufok-Tenax auch im internationalen Format 4x5'' (s. Katalog Matthias 1931, S. 58). Die einfach ausgestattete Platten-Tengor war auf das kleine Format beschränkt.

Bei der Manufok gab es verschiedene Entwicklungsstufen mit Detailänderungen. Eine größere Änderung führte zur letzten Variante, die 1924 auf den Markt kam und ins Zeiss Ikon-Programm übernommen wurde; hier die Ausführung in 6,x5x9: https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...&thread=239
Diese Kamera wird im Carl Zeiss Kamera-Register von Otto beschrieben. Gleiches gilt für die einfache Platten-Tengor.

Eine Übersicht über Modellvarianten und ihre Merkmale kenne ich nicht; auch keine systematische Unterscheidung zwischen Manufok- und Taro-Tenax.

Nach meiner Wahrnehmung sind die Goerz-Plattenkameras hochwertig und präzise verarbeitet; mindestens so gut wie Ernemann-Kameras. Dazu passen Details wie die Belederung der Einzelkassetten, die es m.W. nur bei diesem Hersteller gab. Alleinstellungsmerkmall ist auch der aufwendige Goerz-Schriftzug auf dem Laufboden der Manufok-Tenax. Nach der Zeiss Ikon-Fusion wurden die Goerz-Kameras mit Zeiss Ikon-Zeichen versehen und abverkauft; aus dem Goerz-Werk kamen dann hauptsächlich die Tengor-Boxen. Plattenkameras wurden größtenteils aus dem Ica-und zu kleinen Teilen aus dem Contessa Nettel-Programm übernommen.

Rollfilm-Laufbodenkameras wurden diversen Größen von 4x6,5 bis 8x14 angeboten. Die Roll-Tenax haben ein interessantes technisches Detail, nämlich Fokussierung über ein längs angeordnetes Rändelrad an der Vorderseite des Laufbodens (https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...&thread=308). Das scheint den besseren Modellen vorbehalten zu sein; die einfachere Variante läuft als Roll-Tengor. Ansonsten sind diese Kameras vergleichbar mit den Bob-Modellen von Ernemann, den Icaretten und ähnlichen Modellen anderer Hersteller.

Daneben gibt es Spreizenkameras in unterschiedlichen Formaten, auch als Stereokamera:

https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...0&page=2#14
https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...5&thread=35

Natürlich sind etliche dieser Kameras in den einschlägigen Katalogen wie Abring, Auer, Kadlubek, Kerkmann und McKeown verzeichnet, aber nicht vollständig und nicht so ausführlich. Internetquellen wie camera-wiki und collection-appareils zeigen im Bereich der Goerz-Kameras auch gewisse Lücken. Auch das hiesige Museum ist im Bereich Goerz nicht so üppig bestückt wie bei anderen Fabrikaten. Man ist in stärkerem Maße auf zeitgenössische Händlerkataloge, Werbeanzeigen angewiesen usw. Insgesamt ein lohnenswertes, noch zu erschließendes Sammelgebiet, wie mir scheint.


--
Beste Grüße
Jan

Zuletzt bearbeitet am 16.09.23 13:21

15.09.23 22:32
Rainer 

Administrator

15.09.23 22:32
Rainer 

Administrator

Re: Goerz: Kameras und Objektive

Hallo Jan,

eine gute Idee, die Goerz-Kameras mal in den Fokus zu nehmen. Vielleicht nimmt der eine oder andere Forumbesucher das zum Anlass seine Goerz Kamera abzulichten und ins Forum hochzuladen.

Wie Du es schon angesprochen hast, dieser Schriftzug auf dem Laufboden, der hat schon was ...



Beste Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

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