ich hoffe auf euren Rat, um meine Goerz Tenax von 1915 wieder in Betrieb zu nehmen, und könnte etwas von eurem gesammelten Wissen gebrauchen.
Ich besitze diese Taschen Tenax, ein wunderbares Stück Technik, und ich möchte sie unbedingt wieder nutzen.
Meine aktuelle Hürde ist es, den richtigen Rollfilm-Adapter zu finden. Das derzeit installierte Filmpack-Rückteil ist genau 8 cm breit und gleitet perfekt in die Führungsschienen. Die Standard 6,5x9 Rollex-Adapter, die ich mir angesehen habe, scheinen jedoch 7,5 cm breit zu sein und lassen sich wohl so einfach nicht einschieben (getestet habe ich es jedoch nicht).
Mich würde interessieren, ob jemand schon einmal ein ähnliches Problem mit Goerz-Plattenkameras hatte:
Goerz-spezifische Adapter: Gibt es Rollex- oder Rada-Rollfilmkassetten, die speziell für diese breiteren 8-cm-Goerz-Schienen entwickelt wurden?
Wechselplatten: Da Rada-Kassetten oft austauschbare Montageplatten (Anlegebleche) hatten, ist eine Goerz-spezifische Platte etwas, das man realistischerweise noch auf dem Gebrauchtmarkt finden kann?
Modifikationen: Hat jemand schon einmal erfolgreich ein 7,5-cm-Standardrückteil unterfüttert oder modifiziert, damit es sicher und ohne Lichteinfall in eine 8-cm-Führung passt?
Für Ratschläge, Empfehlungen oder Hinweise auf die passende Hardware wäre ich sehr dankbar. Ich würde wirklich gerne modernen Film durch dieses klassische Objektiv jagen!
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ob es überhaupt eine passende Rada-Kassette gibt, kann ich leider nicht sagen. Zur Tenax wurden ursprünglich Neusilber-Doppelkassetten (zur Verwendung von Platten) geliefert, mir ist allerdings nicht klar, welchen Falz die Kamera besitzt. Ich habe an meinem Expl. schon einige Kassetten probiert, bislang allerdings erfolglos. Das Modell wurde 1926 noch kurz ins Zeiss Ikon-Programm übernommen, im Katalog 1927 sind diese Doppelkassetten mit der Bestell-Nr. 60 aufgeführt. Evtl. ist ist es möglich, auf einer Fotobörse passende Kassetten aufzutreiben. Die Verwendung von Planfilm erfordert allerdings wiederum Planfilmeinlagen.
Von Austausch-Platten bei den Rada- bzw. Rollex-Kassetten ist mir nichts bekannt; m.W. kaufte man die passende Ausführung, dazu gab es eine Übersicht, welche Hersteller welchen Falz anboten (Goerz ist leider nicht aufgeführt). Von Bastellösungen würde ich Abstand nehmen, da es hier doch auf die exakte Lage der Filmebene ankommt.
Vielen Dank fuer die freundlichen und schnellen Antworten.
@Rainer: Ja, das Ziel ist es 120er Rollfilm zu nutzen. Ich nutze bereits eine Ernemann Mignon mit einem 127er Rollex Rollfilm Adapter und hatte mir als neues 'Projekt' nun die Taschen-Tenax vorgenommen.
@Jan_S: In der Tenax Tasche sind eine Kasetten. Ich schaue mal ob ich davon Morgen ein Bild machen kann. Der Rollex 6x9 Adapter wuerde wohl auch exakt liegen, ist nur leider einen halben Zentimeter zu schmal.
alternativ könnte ich es noch mit der Filmpack-Kassette versuchen. Ich muss jedoch gestehen, dass ich nicht genau weiß, wie diese funktioniert – ich kann online leider auch kein Handbuch als PDF finden. Fotos vom Glasplattenhalter (nehme ich an) und vom Filmpack hänge ich an.
Ich erarbeite mir das alles noch, bisher habe ich ausschliesslich Erfahrungen mit Rollfilm Kameras.
Gilgenbach:alternativ könnte ich es noch mit der Filmpack-Kassette versuchen. Ich muss jedoch gestehen, dass ich nicht genau weiß, wie diese funktioniert
Die Kassette enthält aber noch 6 Blatt Film – die könntest Du probeweise belichten und entwickeln!
Gilgenbach:Fotos vom Glasplattenhalter (nehme ich an) und vom Filmpack hänge ich an.
Links auf dem Foto sieht man zwei Doppelkassetten – das ist doch eine gute Voraussetzung, um die Kamera in Betrieb zu nehmen. Jede dieser Kassetten wird mit 2 Blatt Planfilm 6,5x9 bestückt. Das Material gibt es beispielsweise immer mal wieder beim einschlägig bekannten Berliner Versandhändler, allerdings nicht regelmäßig (6,5x9 ist mittlerweile ein exotisches Format). Das Problem ist nur, dass diese Kassetten ursprünglich für Glasplatten bestimmt waren. Schau doch mal, ob noch welche drin sind. Planfilm ist dünner; wenn man solche Plattenkassetten mit Planfilm bestücken will, braucht man sog. Planfilmeinlagen, die den Film stabilisieren und in die richtige Lage bringen. Manche nutzen vorh. Glasplatten als Unterlage. Vielleicht sind sogar Planfilmeinlagen vorhanden? Ein Großteil meiner Planfilmeinlagen war Beifang und steckte in mitgelieferten Kassetten.
Die Dinger sehen so aus:
Die Benutzung der vorh. Kassetten wäre gewissermaßen die ursprüngliche Methode, um die Kamera auf authentische Weise in Betrieb zu nehmen.