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Lichtdichtigkeit bei Plattenkameras
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01.03.14 06:44
Rainer 

Administrator

01.03.14 06:44
Rainer 

Administrator

Lichtdichtigkeit bei Plattenkameras

Hallo zusammen,

Plattenkameras gehören mit zu den ältesten Kameras. Das Prinzip war ja: Mittels Einstellung der Schärfe auf der Mattscheibe den Fokus ermitteln, dann die Mattscheibe entnehmen und stattdessen die Kassette mit der Photoglasplatte einlegen, Schutzplatte herausziehen, belichten.

Zum Einen muß die Kassette absolut lichtdicht sein, wenn man noch heute Photos machen will. Zum Anderen muß aber auch an der Kamera selbst die Einbettung der Kassette lichtdicht sein. Die Plattenkameras hatten deshalb üblicher Weise an der Einschiebeoberseite eine (zumeist) Samtschicht, die die Lichtdichtigkeit sicherstellte.

Heute sind die Samtschichten oft in einem desolaten Zustand. Man findet aber in entsprechenden Angeboten noch "langhaarigen" schwarzen Samt zum Austausch. Mit ein wenig handwerklichen Geschick kann man den Samt gut tauschen.

Der Plattenkamera-Lederbalgen ist im Allgemeinen unempfindlich gegen Licht-Durchtritt. Jedenfalls kann ich mich nicht an lichtdurchläßige Balgen erinnern?



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)


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02.03.14 23:04
Laufboden

nicht registriert

02.03.14 23:04
Laufboden

nicht registriert

Re: Lichtdichtigkeit bei Plattenkameras

Rainer:

Der Plattenkamera-Lederbalgen ist im Allgemeinen unempfindlich gegen Licht-Durchtritt. Jedenfalls kann ich mich nicht an lichtdurchläßige Balgen erinnern?

Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Im Prinzip ja.
So ein eigentlich zarter Balg hält unglaublich viel aus.

Aber die alten Schätzchen haben oft durch Krieg, nach WK II als alter Plunder, jahrzehntelange schlechte Lagerung hinter sich, oft sogar Keller (Feuchtigkeit: Balgen schlapp, hängt durch), oder Dachboden (Leder spröde, rissig).
Oft neigen Balgen von Kameras vor WK I deshalb nicht nur zu kleinen Löchlein, sondern zu kleineren oder größeren Rissen.

Schon manch fast noch jugendliche Balgen einer Opt.Bank-Kamera ist nicht mehr ganz dicht. Aber da ist Ersatz meist noch leicht.

Die ganz alten großen Kameras - ob Reise- oder Studiokamera, also die große Holzklasse ab 13x18 - haben zusammengeschoben auch mit diversen Flicken immer noch genügend Platz.
Bei den üblichen Laufbodenkameras wird der Platz im Gehäuse sehr schnell sehr, sehr eng.
Doch ist es anzustreben, den alten Balgen zu retten. Ein genau gleicher wird sowieso schwierig aufzutreiben sein.
Unbehandelt mag ein Riß einer Kamera in der Vitrine das Alter unterstreichen - aber schier jeder Windhauch kann das Loch schnell weit aufreissen.
Soll dann noch z.B. der Verschluß zu einer Reparatur abgenommen werden und klemmt die Schraubung ein wenig, kann es um den Balg geschehen sein.
Selbst das Herausschrauben eines Objektivglieds kann zuviel Belastung für einen rissigen Balg sein.
Ich tendiere deshalb dazu, zu flicken.
Auch wenn ich dabei kein Meister bin.
Erprobte Tips und Tricks dazu sind bei mir immer willkommen :-).

Meine erste Balgenkamera war die Kamera meines Vaters, eine Agfa 6x9 von 1936. Da habe ich erlebt, wie empfindlich ein Balg reagieren kann.
Gut, sie hatte im Donauhochwasser von 1975 gebadet ...
Daraufhin hatte der Verschluß gestreikt, die Kameratasche war Müll, doch das Objektiv war pilzfrei geblieben.
Doch schon vorher hing der Balgen.
Woher ich das weiß?
Die Negative hatten einen 'nicht ganz geraden' Rand.

Nicht jede der Kameras, die ich behandelt habe, war in solch gutem Zustand ;-)

Grüße
Laufboden

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