[ iIa+iIa ] Ica Atom 51 (Hochformat) und 53 (Querformat). 4,5 x 6 cm
Die ältesten Miniatur-Plattenkameras der Ica sind die Atom-Modelle, die aus dem Programm von Hüttig übernommen wurden. Es sind Kameras mit Springkonstruktion, d.h., die Standarte richtete sich beim Aufklappen selbststätig auf. (Ica hatte eine Reihe weiterer derartiger Kameras im Programm, es sind die Cupido-Modelle.) Die Atom-Modelle gab es im Hoch- und im Querformat, sich unterscheiden sich auch in der Brennweite: Das Querformatmodell hatte Objektive mit 6,5 cm Brennweite, das Hochformatmodell eine etwas längere von 9 cm, vielleicht den jeweiligen Einsatzzwecken (Landschaft vs. Portrait?) geschuldet. Raffiniert sind die Konstruktionen des Brillantsuchers; beim Querformat-Modell 53 klappt er nach unten aus (im Foto nicht gut zu sehen). Beide Kameras sind mit Anlegerückteilen ausgestattet. Gebaut wurden sie im Zeitraum 1909–1926.
Diese sehr frühe Atom 51 ist mit einem lichtschwachen Helios 8 / 9cm in einfachem MBZ-Einzeitenverschluss ausgestattet; sie ist anhand der Seriennummer in das Jahr 1909 zu datieren:
Dieses Exemplar der Atom 53 besitzt ein Tessar 6,3/6,5 in Compound 1–250, sie lässt sich ins Jahr 1912 datieren.
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Re: Ica Atom 51 (Hochformat) und 53 (Querformat). 4,5 x 6 cm
Hallo Jan,
mit welchem Material ist die Laufbodeninnenfläche deiner ICA Atom 51 beschichtet? Bei meiner neu erworbenen ICA Atom 51 ist die Innenfläche mit einem "rubbeligen " Belag - wirkt wie Asphalt ausgekleidet. Wenn sich die Belederung gelöst hätte, wäre dies nicht auf der ganzen Fläche gleichmäßig erfolgt.
Re: Ica Atom 51 (Hochformat) und 53 (Querformat). 4,5 x 6 cm
Hallo Ingrid ich denke du meinst eine Beschichtung die nicht mit Leder bedeckt ist. Da kommen verschiedene Lacke infrage: Kräusellack Hammerschlaglack dieser hatte in den anfängen tatsächlich grobteile im Lack Schrumpflack ich habe auch eine Boxkamera (Jota Box) im Regal stehen dessen Name vom Lack mit unbekannt ist Fühlt sich an wie Samt
Re: Ica Atom 51 (Hochformat) und 53 (Querformat). 4,5 x 6 cm
Hallo Wolfgang,
auf dich ist Verlass, du hast so viel Erfahrung. Ich habe mal ein Foto mitgeschickt. Es fühlt sich an, als wären Sandpartikel eingeschlossen. In der Mitte ist ein kleines Stück abgekratzt und das darunger liegende Metall sichtbar. Der Belag ist richtig grau durch den anhaftenden Staub. Kann ich da mit Wattestäbchen und Spülmittellösung dran gehen? Da meine Kamera wohl vor den Kriegsjahren oder in den Kriegsjahren gefertigt wurde, fehlte es wohl an Lacken.
Re: Ica Atom 51 (Hochformat) und 53 (Querformat). 4,5 x 6 cm
Hallo Ingrid
die Lacke für Metalloberflächen waren bis in die Kriegsjahre hinein waren alle sehr robust und mit Haushaltsübelichen Mitteln nicht oder nur shwer anlösbar. Erst nach dem Krieg hergestellte Farben und Lacke wurden mit Kunstharzen hegestellt und dann auch leichter löslich/entfernbar.
Meiner Meinung nach sollte Wasser Spiritus Testbenzin oder gar heutige Universalverdünnung keinen Schaden anrichten.
Das mit dem Sand in der Farbe ist garnicht so abwegig In den 60er gab es Fußbodenfarben mit Quarzsand um die Oberfläche rutschfester zu machen.
Re: Ica Atom 51 (Hochformat) und 53 (Querformat). 4,5 x 6 cm
Hallo Ingrid,
irifue:mit welchem Material ist die Laufbodeninnenfläche deiner ICA Atom 51 beschichtet? Bei meiner neu erworbenen ICA Atom 51 ist die Innenfläche mit einem "rubbeligen " Belag - wirkt wie Asphalt ausgekleidet. Wenn sich die Belederung gelöst hätte, wäre dies nicht auf der ganzen Fläche gleichmäßig erfolgt.
Das ist in der Tat eine Farbbeschichtung, mir scheint es eine Art von Kräusellack zu sein, ich kenne mich aber nicht näher damit aus. Eine Lederauflage gab es auf der Innnenfläche sicherlich nicht. Bei meiner Atom 53 (ca. 1912) ist die Beschichtung des Klappbodens ähnlich ausgeführt. Insgesamt wirkt das 'rustikaler' als bei den konstruktiv ähnlichen Cupido-Modellen (bei denen allerdings auch mehr vom Boden zu sehen ist).
Re: Ica Atom 51 (Hochformat) und 53 (Querformat). 4,5 x 6 cm
Hallo zusammen,
Sammler:die Lacke für Metalloberflächen waren bis in die Kriegsjahre hinein waren alle sehr robust und mit Haushaltsübelichen Mitteln nicht oder nur shwer anlösbar. Erst nach dem Krieg hergestellte Farben und Lacke wurden mit Kunstharzen hegestellt und dann auch leichter löslich/entfernbar.
Meiner Meinung nach sollte Wasser Spiritus Testbenzin oder gar heutige Universalverdünnung keinen Schaden anrichten.
Ich wäre trotzdem vorsichtig. Mit spiritushaltigem Glasreiniger, den ich für polierte Metalloberflächen benutze, habe ich schon einmal den schwarzen Lack auf einem Voigtländer-Laufboden angelöst, sodass die Oberfläche klebrig war.
Re: Ica Atom 51 (Hochformat) und 53 (Querformat). 4,5 x 6 cm
Hallo Jan
bei Haushaltsreinigern wie Glasreiniger wäre ich auch sehr vorsichtig da ich als Nichtchemiker nicht durch die teilweise verwendeten Gemische durchsteige, so steht z.b. auf meiner Flasche der Hinweis nicht für Acylglas
Allerdings ist Spiritus auch ein Lösemittel für Lacke. so gab es in den späten 50er Jahren ein Lack der in Drogerien extra angefertigt wurde Schellack mit Spiritus kenn ich noch aus meiner Kindheit damit wurden die Holztreppen gestrichen.
Ein Beispiel was passieren kann Ich habe mal 2 verschiedene Reste Glasreiniger zusammengeschüttet um nur noch eine Flasche zu haben aber was ist passiert die Flüssigkeit fing langsam an zu blubbern und leise zu Zischen das ging wohl so eine halbe Stunde so.
Re: Ica Atom 51 (Hochformat) und 53 (Querformat). 4,5 x 6 cm
Hallo Wolfgang,
kannst Du mal genau sagen, welche Lacke vor den Kriegsjahren sehr robust (und mit haushaltsüblichen Mitteln nicht oder nur schwer anlösbar) waren? Meines Wissens dominierten im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts Lacke wie Leinöllack, Schellack, Bernsteinlack oder Dammar den Markt. Die waren alle wenig robust (Schellack quillt schon bei Wasserbelastung) und größtenteils mit Spiritus anlösbar. Die etwa ab Anfang der 1920er Jahre sich durchsetzenden Nitrocelluloselacke (aus Baumwolle synthetisierte Kunstharze) sind mit Nitroverdünnung (oder Aceton als Nagellackentferner ein Haushaltsmittel) anlösbar und damit auch gut auszubessern.