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[iIa] Ica Polyskop 605/1
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10.03.26 18:14
Jan_S 

Moderator

10.03.26 18:14
Jan_S 

Moderator

[ iIa ] Ica Polyskop 605/1

Hallo zusammen,

bei den Polyskop-Modellen der Ica gibt es bekanntlich eine große Modellvielfalt – die Varianten unterscheiden sich hinsichtlich des Formats, der Bauart und der technischen Ausstattung, wobei mit dem Übergang zu Deckel-Verschlüssen um 1920 auch eine Änderung des Frontdesigns verbunden war, zudem änderte sich die Schreibweise der Modellbezeichnung. Hier sei nun eins der selteneren Modelle gezeigt, das Polyskop 605/1 der späteren Bauform.



Es handelt sich gewissermaßen um die Spar-Version des an anderer Stelle gezeigten Polyskop 606 (--> https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...5&thread=32), verzichtet wurde hier auf die Möglichkeit der Entfernungseinstellung. Ansonsten sind die Kameras gleich: Starres Metallgehäuse mit eingelassenem Brillantsucher, Stereo-Compur 1–1/250, seitlicher Newtonsucher, Wechselmagazin für 12 Platten (daher die Bezeichnung 605/1; das Modell 605 war für Einzelkassetten vorgesehen). Bestückt ist dieses Exemplar mit zwei Tessaren 6,3/65.

Dass auf die Möglichkeit der Naheinstellung verzichtet wurde, war gerade bei preiswerten Stereokameras im Format 4,5x10,7 keine Seltenheit, angesichts der kurzen Brennweite und der üblichen Motiventfernungen in diesem Sujet war damit auch keine größere Einschränkung verbunden. Das Polyskop 605 steht damit auch preislich zwischen dem einfacheren Modell Stereofix 604 (--> https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...5&thread=50) und den ‚vollwertigen‘ Polyskopen 606 und 607 (letzteres Modell ermöglicht zusätzlich die vertikale Verstellung der Objektive).

Richtig erfolgreich scheint die Variante aber nicht gewesen zu sein: Das Modell 605 taucht eher selten auf, und die bekannten Seriennummernbereiche deuten auf geringe Stückzahlen hin. Wer schon den finanziellen Aufwand für ein Polyskop – gerade für eine Variante mit Tessaren – trieb, wollte dann vermutlich auch eine Kamera mit Fokussierungsmöglichkeit.

Das vorliegende Exemplar lässt sich aufgrund des Buchstabencodes H und der Objektiv-Seriennummern etwa in das Jahr 1922 datieren; lt. den Angaben in Ottos Carl Zeiss Kamera-Register ist es in diesem Jahr auch letztmals gelistet.


--
Beste Grüße
Jan

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10.04.26 00:19
Rainer 

Administrator

10.04.26 00:19
Rainer 

Administrator

Re: Ica Polyskop 605/1

Hallo Jan,

mich würde mal intessieren, ob Du bei den Stereokameras ein bevorzugtes Modell hast. Bei meinen Stereokameras ist es im Segment analog meine Stereo Colorist, zumal ich mit der doch so einige Filme aufgenommen habe. Du hast ja eine stattliche Sammlung, vielleicht fällt hier schon eine Wahl schwer.




Beste Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

Zuletzt bearbeitet am 10.04.26 00:20

10.04.26 09:18
Jan_S 

Moderator

10.04.26 09:18
Jan_S 

Moderator

Re: Ica Polyskop 605/1

Hallo Rainer,

schwer zu sagen. Die Polyskope haben es mir, wie man vielleicht merkt, besonders angetan (wie Ica-Kameras überhaupt). Sie sind technisch interessant und exzellent verarbeitet, und aus Sammlersicht ist die Zahl der Varianten besonders reizvoll (ich fahnde noch nach dem Polyskop 607/2 von 1925/26 mit Zahntriebeinstellung).

In technischer Hinsicht noch spannender sind zweifellos die dreiäugigen Kameras (Heidoscop, Citoskop und Stereflektoskop). Wenn ich passende Rollfilmmagazine hätte, würde ich sie auch benutzen. Nun benutze ich in der Mono-Fotografie am liebsten und am häufigsten meine Rolleiflexen – da müssten mir die Heidoscope am besten gefallen, aber tatsächlich nehme ich bei 'Trockenübungen' noch lieber die Voigtländer Stereflektoskope und besonders das CN/ZI Citoskop in die Hand.

In der Praxis hinge es davon ab, zu welcher Kamera ich ein funktionsfähiges 120er-Rückteil bekäme. Dann wäre vielleicht sogar die Ihagee 6x13 die Favoritin – eine Kamera, die mich angesichts einer eher klapprigen Mechanik momentan noch am wenigsten überzeugt.

--
Beste Grüße
Jan

10.04.26 18:23
Rainer 

Administrator

10.04.26 18:23
Rainer 

Administrator

Re: Ica Polyskop 605/1

Hallo Jan,

mir ist beim Betrachten Deiner feinen Stereo-Kameras aufgefallen, daß es vielleicht interessant wäre, die Stereo-Basis mit anzugeben.

Ja, die Dreiäugigen haben den Vorteil guter Bildbetrachtung per Spiegelreflex zu haben. Da kommt eben auch die Frage auf: Haben die Dreiäugigen eine größere Basis?

Ich werde das ein einem eigen Thread ansprechen.

Beste Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

10.04.26 19:57
Jan_S 

Moderator

10.04.26 19:57
Jan_S 

Moderator

Re: Ica Polyskop 605/1

Hallo Rainer,

die (wenigen) dreiäugigen Kameras unterscheiden sich von den anderen nur durch den echten Spiegelreflexsucher; die stereoskopische Basis ergibt sich durch den Abstand der beiden Aufnahmeobjektive. Hier hat sich ein Wert von 65 mm etabliert. Er entspricht dem durchschnittlichen Augenabstand von Erwachsenen. Individuelle Verstellungen des Abstands kenne ich nur von Stereobetrachtern, nicht von Kameras. Wie es bei den ganz großen Stereoformaten von 9x18 aussieht, habe ich nicht überprüfen können, für 4,5x7, 6x13 und 10x15 treffen die 65 mm zu.

--
Beste Grüße
Jan

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