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[iIa] Nimslo 3D
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12.09.08 16:01
Rainer 

Administrator

12.09.08 16:01
Rainer 

Administrator

[ iIa ] Nimslo 3D

Hallo zusammen,

eine ungewöhnliche aber pfiffige Stereokamera die Nimslo 3D. Sie war dafür konzipiert, Stereobilder ohne Spezialbrille betrachtbar zu machen.

Das wurde mit speziellen Rasterfolien erreicht, die auf das fertige Nimslophoto gelegt - oder bei den zur Entwicklung eingesandten Photo - geklebt wurden. Ja richtig: Die Auflegefolien gab es auch einzeln.

Das Papierbild hatte also ein Streifenraster von jeweils 4 Streifen pro Bildzeile. Da die Augen von verschiedenen Positionen auf die Rasterfolie blickten, entstand auch ohne Brille ein räumliches Bild.

Man konnte aber auch die beiden jeweils äußeren Teilphotos zu einem üblichen Doppelbild nebeneinander platzieren und mit einem Doppelbetrachter ansehen. (z.B. dem Pentax-Betrachter):
http://www.blende-und-zeit.sirutor-und-c...29&thema=18
Dazu schnitt man sorgfältig die äußeren DIA-Segmente heraus und legte sie direkt nebeneinander in einen DIA-Rahmen ein. Zu bedenken ist dabei aber, dass die äußeren Teil-DIAs nur eine Basisbreite von 5,7 cm haben (Europäer haben aber durchschnittliche Pupillenabstände von 6,5 cm. Dadurch kann etwas "Gigantismus" empfunden werden.) Dieses Betrachter-Hilfsverfahren ließe sich also auch noch heute erfolgreich anwenden. Ich habe auch zwei einfache DIA-Guckis nebeneinander auf einem Brettchen gut als Stereobetrachter nutzen können.

Das interessante Verfahren konnte sich auch wegen der hohen Papierbildkosten nicht am Markt halten.

Das Filmformat war immer hochkant (also Höhe mehr als Breite). Dadurch schränkte sie etwas die Freiheit der Motivauswahl ein.

  • Hersteller, Modell: Nimslo 3D
  • Baujahr: 1980
  • Format: Kleinbildfilm. 4 Aufnahmen a 24 x 18 pro Aufnahme (auf dem Platz von zwei "normalen" KB-DIAs)
  • Objektiv: 4 gleiche Objektive, f=30mm. 3 Linsen. 2 Meter - unendlich. Fix Focus
  • Aufnahmen: 18
  • Blenden: 5,6 - 22
  • Verschluss: 1/30 - 1/500 Sek
  • Belichtungssystem: Automatic
  • Blitz: Blitzschuh . Synchronkontakt . Mit Blitzerkennung
  • Belichtungsmesser: ja, batteriegesteuert
  • Filmzählwerk: ja, mit Ende-Erkennung und Rückstellung
  • Sucher: Durchsichtsucher.
  • Filmtransport: Drehknauf
  • Entfernungsmesser: nein
  • Selbstauslöser: nein
  • Film-Empfindlichkeiten: 100 und 400 ASA
  • Film-Typ: Kleinbild 135
  • Filmtyp-Merkscheibe: nein
  • Stromversorgung: 3 x 386
  • Gewicht: 385 Gramm
  • Abmessungen: 14,5 x 7,4 x 4,2 cm
  • Besonderheiten, Sonstiges: Stativgewinde, Doppelbelichtungssperre, Drahtauslöser, Auslösesperre, Stereokamera.







So sah (aus meiner Erinnerung) der Seiten-Schnitt des Nimslo-Papiers stark vergrößert aus.
In den 4 "Kammern" lagen die Information der Vier-Segmente-Nimslo-Kamera-Aufnahme.
Es könnten Prismenflächen-"Linsen"-Streifen oder Linsenstreifen sein.


MFG Rainer

Möge die Belichtung immer kürzer als 1/30 Sekunde sein.
Aus Negativ wird Positiv.

Zuletzt bearbeitet am 16.05.19 23:19

Datei-Anhänge
nimslo.jpg nimslo.jpg (1152x)

Mime-Type: image/jpeg, 96 kB

nimslo-2.jpg nimslo-2.jpg (10x)

Mime-Type: image/jpeg, 161 kB

nimslo-3.jpg nimslo-3.jpg

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16.05.19 22:03
Rainer 

Administrator

16.05.19 22:03
Rainer 

Administrator

Re: Nimslo 3D

Hallo zusammen,

ein Nachtrag zu den 3D Prints, die von den Nimslo 4-Foto-Sequenzen gezogen wurden. Sieht man sich die Skizze zum Print-Seitenschnitt im Nimslo-Buch an, sind hier eigentlich nur 2 Streifen (links, rechts) vor einem Zylinderlinsen-Element platziert. Da frage ich mich, warum dann vier Einzelfotos pro Aufnahme generiert werden.

Deshalb habe ich oben im Startbeitrag dieses Threads eine Skizze nach meinem Verständnis mit 4 Bildstreifen pro Linsensegment vorläufig gezeigt.

Wer kann genaueres dazu sagen?





Nochmals genauer: Eine Nimslo-Aufnahme erzeugt 4 Einzelbilder 1,2,3,4, wovon aus meiner Sicht 1 und 2 den einen, 3 und 4 den anderen Stereo-Kanal bilden.

Das Format ist hochkant. Die 3D-Paperbilder erzeugen daraus entweder ein Zweikanal- Stereo-Bild oder ein Vierkanal-Stereobild?

Bei Brillenbetrachtung käme man mit zwei Fotos aus. Das Nimslobild funktioniert nach demLenticular-Prinzip, zeigt also ohne Brille dem Betrachter ein 3D-Bild.

Unklar ist: Die Skizze zeigt eine Zylinderlinse vor ZWEI Bildstreifen, wo sind die Informationen 1,2,3,4. Sind es nicht (nach der Skizze) nur 1,2 ?

Oder ist die Skizze nur unpräzise und auf der hell/dunkel-Streifenmarkierung sind es eigentlich 4 Streifen?

Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
Ein Leben ohne Facebook ist möglich.

Zuletzt bearbeitet am 16.05.19 23:12

Datei-Anhänge
nimslo-4.jpg nimslo-4.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 328 kB

nimslo-5.jpg nimslo-5.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 152 kB

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Print-Seitenschnitt   demLenticular-Prinzip   Film-Empfindlichkeiten   Entfernungsmesser   Belichtungsmesser   Belichtungssystem   Stereobetrachter   Vierkanal-Stereobild   Pentax-Betrachter   Vier-Segmente-Nimslo-Kamera-Aufnahme   Pupillenabstände   durchschnittliche   Durchsichtsucher   dunkel-Streifenmarkierung   Filmtyp-Merkscheibe   Betrachter-Hilfsverfahren   Zylinderlinsen-Element   Doppelbelichtungssperre   batteriegesteuert   Brillenbetrachtung