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Aaron hat ganz still gesessen, hauptsache Aufmerksamkeit vom Frauchen. Heute kommen Adapter auf 67 mm Objektivdurchmesser. Ich will versuchen, mit 100 mm, 200 mm, 300 mm die Marksbur zu fotografieren. Mit dem 50 mm Objektiv war sie zu weit weg, außterdem war es sehr dunstig.
1. Blick aus Badezimmer, im Hintergrund Weinberge
2. Marksburg
3. Nussbaum des Nachbarn
4. missglückt, aber interessant, die Stuhllehne wirkt extrem
Mir gefällt bei dem Strahlenvorsatz von Zeiss, dass das Doppelbild im Programm sofort zusammengefügt wird. Ich muss mich nur noch mit dem Programm näher befassen und meine Canon entsprechend einstellen.
Demnächst werde ich den Stereovorsatz genauer im Forum vorstellen.
ganz so einfach wird es nicht werden. Auch die Stereofotografie unterliegt mathematischen Gesetzmäßigkeiten. Stichwort Stereobasis. Mit Steigenden Abstand zum Objekt muß die Basisbreite mitwachsen d.h. nicht nur 5-6cm betragen sondern größer sein. Bei einem Abstand von mehreren km wie bei der Burg, müßte man einen Basisabstand von mehreren hundert Metern haben, um einen echten Stereoeindruck zu bekommen. Zudem läßt auch beim menschlichen Sehen der Stereoeindruck bei Weiten über 10m stark nach und ist praktisch 0. Oder siehst Du deine Burg "mit normalen Augen" räumlich vor dir? Der Adapter ist zwar laut Aufdruck von 2m- unendlich beschrieben, aber das war auch damals schon mehr oder weniger ein Werbegag. Optimal wird Dein Adapter auf Grund des festen Basiswertes nur bei etwa 2-5 m arbeiten.
Das ganze nennt sich in der Stereoskopie die 1/30 Regel
Basis = Aufnahmeabstand / 30 („1/30‑Regel“ für natürliche, nicht übertriebene Tiefenwirkung)
Warum die 1/30‑Regel? Sie entspricht ungefähr dem menschlichen Augenabstand (≈ 6,5 cm) bei typischen Betrachtungsbedingungen. Sie verhindert Überstereoskopie (zu starke Tiefenwirkung). Sie funktioniert für Landschaft, Architektur, Menschen und Objekte im mittleren Abstand.
Ausnahmen von der Regel gibt es natürlich immer. Von dem 1/30‑Wert abweichen kannst Du um : Mehr Tiefenwirkung zu erzielen: Basis bis 1/20 des Aufnahmeabstands Sehr natürliche Darstellung zu bekommen: Basis 1/50 Zur Berechnung gibt es im Netz auch Tabellen.
Makro: völlig andere Regeln (Basis oft nur wenige Millimeter). Deshalb gab es auch eine Erweiterung zum Adapter für die Distanz von 0,5-2m.
Zuletzt kommt noch dazu, das der Vorsatz halt für ein 50mm Objektiv konstruiert wurde. Andere Brennweiten würden andere Winkel der Spiegel im Inneren verlangen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Aber probieren kannst Du es ja auf jeden Fall mal mit den anderen Brennweiten. Hierbei ist allerdings das Cha-Cha Verfahren nach meiner Meinung deutlich im Vorteil.
Ein Tip noch zum Stereofotomaker: Die automatische Ausrichtung schafft nur Anfangswerte, eine bessere Wirkung erzielt man mit der manuelle Justage ( Taste "J". Am oberen Regler dieses Fensters kann man die Tiefenwirkung besser regulieren.
Viel Spaß aber weiterhin mit der Stereofotografie. Beste Grüße Karl
Im Kopf entsteht das Bild, danach erst in der Kamera.
ich werde mich da noch reinarbeiten. Im Moment ist Nähen dran, mein Enkel hat sich zum 12. Geburtstag Nickypullover - von Oma genäht - gewünscht, Maßanfertigung.
Zwei habe ich fertig, muss er anprobieren, dann kommt die nächste Ladung.