jetzt folgt die letzte Vorstellung meiner Normal 8mm -Kameras, nämlich die Filmkamera Eumig C3.
Da ich diese Kamera auf einen schwedischen Flohmarkt erstanden habe (wie meine schon vorgestellte Bolex Paillard B8) besitze ich keine Bedienungsanleitung.
Die folgenden Daten habe ich weitgehendst aus dem Internet zusammen getragen (bis auf die Inaugenscheinnahme der Kamera selbst).
Hier sind die technischen Daten:
Baujahr: 1937 oder 1938 Format: 8mm Normalschmalfilm auf Filmrolle (Spulen) Objektiv: Eumig W ? 1:1,9 (mehr ist trotz Lupe und Licht nicht zu lesen -Beschriftung innen im Objektiv) Blenden: 1,9 bis 16 Aufnahmegeschwindigkeiten: 8, 10, 13, 16, 19 und 32 Bilder pro Sekunde und Einzelbildschaltung sonstiges: eingebauter Belichtungsmesser, aufsteckbarer Gelbfilter, Filmzählwerk, Sucher: Durchsichtsucher mit Parallaxe-Ausgleich Filmtransport: Mechanisches Aufziehfederwerk
Hier nun das Foto:
Die Einstellungsmöglichkeit auf der linken Seite der Kamera (kleines Stellrad mit drei Punkten) ist mir unbekannt.
MfG Peter
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Der obere Drehknopf an der C3 dient zur Auslösersteuerung.
Oberer Punkt: Normale Auslösung beim Drücken des Auslösers Vorderer Punkt: Dauerlauf ohne Auslöserbetätigung Hinterer Punkt: Einzelbildauslösung - nur mit Drahtaulöser, oder Auslöseknopf herausziehen!
Ich hatte selbst früher eine C3m - die mit dem 3-fach Objektivrevolver.
Hallo Peter! Etwas sehr spät eine Ergänzung zu Deiner Kamera, ein schönes Stück. Die graue C3 wurde zwischen 1954 und 1959 gefertigt, das Objektiv vielleicht ein Eumigon 1,9/12,5mm. Es war die erste Normal-8 Kamera von Eumig und ein voller Erfolg, es sollen über 300000 Stück mit unterschiedlicher Objektivbestückung gefertigte worden sein.
Eine davon liegt vor mir, eine schwarze C3 und gibt mir einige Rätsel auf, z.B. der Fertigungszeitpunkt. Die niedrige Fabrikationsnummer 6306 und die Gravur ´Made in Austria´ zeugen von einer frühen Fertigung, ca. 1927, dazu passt jedoch nicht die Sammellinse vor dem Belichtungsmesser. Ich kann nur vermuten, dass das Wabenfenster aus diesem Fertigungszeitraum im Rahmen einer Reparatur, z.B. Tausch der Selenzelle, durch die Linse ersetzt wurde, weil die Bohrung oberhalb des Objektivs Bearbeitungsspuren aufweist aber versiegelt ist. Das unvergütete Schneider Kinoplan 2,7/12,5mm ist nur bedingt eine Hilfe, die Fabriknummer wird sich auf der Rückseite des Objektivs befinden und ohne Demontage nicht zugänglich sein. Von 1938 bis Kriegsende wurden die Kameras mit der Gravur ´Made in Germany´ versehen, Österreich war zu dieser Zeit ´Heim ins Reich´ geholt worden. Ab 1948 bis 1953 wieder ´Made in Austria´ in schwarz mit lichtstärkeren Objektiven aufgewertet und danach bis 1959 in der grauer Ausführung gefertigt.
Die Kamera ist kein Leichtgewicht, sie hat ein Aluminium Gussgehäuse das mit schwarzem Eisblumenlack überzogen ist, die Frontabdeckung ist schwarz glänzend lackiert, die Bedienungselemente verchromt. An der Frontplatte dominiert die Selenzelle des Nachführbelichtungsmessers. Im Gegensatz zu vielen Kameras aus dieser Zeit ist sie mit einem Einergang, einem Drahtauslöseranschluss und mehreren Bildfrequenzen versehen.
Unten recchts: Einstellung Bildfrequenz am äußeren Ring, Einstellung der Filmempfindlichkeit mit innerem Ring Unten Mitte: Meterzähler Darüber: Einstellung Einergang mit Drahtauslöser, Lauf, Dauerlauf
Öffnet man die Kamera fällt einem eine Abdeckung mit einem kleinen Fenster auf, durch das man den Greiferantrieb und die Auslösesperre sehen kann. Die Befestigungsschrauben sind wie bei der Frontkappe versiegelt.
Rechts, etwas schlecht zu sehen, das zweite Bildfenster auf der Filmrückseite.
Weitere Besonderheiten kommen ans Tageslicht, wenn die Filmandruckplatte entfernt wird: Der Greifer arbeitet oberhalb des Bildfensters und es gibt zwei Bildfenster, eins in der Andruckplatte und eins in der festen Führung. Das rückseitige Fenster wird von dem Greiferantrieb verdeckt, für Einstellungen z.B. bei Nahaufnahmen unbrauchbar. Noch eins, die feste Führung und Anlage des Films befindet sich nicht auf der Seite des Objektivs. Eumig war für seine Innovationen bekannt und hat unzählige Patente im Bereich Schmalfilm angemeldet, wer weiß was hier einmal vorgesehen war.
ich glaube der Peter lebt nicht mehr. Interessant, dass die C3 in Varianten über recht lange Zeit gebaut wurde. Ich habe Dein Modell mit in das Inhaltsverzeichnis aufgenommen.
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
Analog: Aus Negativ wird Positiv. Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.