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Canon ConoScan LIDE 700 F (Lide 700F)
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03.08.10 11:08
Rainer 

Administrator

03.08.10 11:08
Rainer 

Administrator

Canon ConoScan LIDE 700 F (Lide 700F)

Hallo zusammen,
ein Scanner, der eine recht eigenwillige Scan-Möglichkeit für Kleinbild-Negative und DIA-Streifen aufweist. Bei DIAS können nur Filmstreifen, nicht aber gerahmte Einzel-DIAS gescannt werden.

Die Hardware ist umständlich und unkomfortabel zu benutzen. Jedes Negativ (oder DIA) muss einzeln mit der Durchsicht-Einheit von Hand beleuchtet werden. Diese muß dazu elektrisch mit dem Scanner verbunden werden. Der Pass-Aufsatz auf der Scannerfläche und das jeweilige Einklemmen der Beleuchtungseinheit ist ein Gefummle und unstabil und unpräzise, das gilt auch für die Filmstreifen-Lage. Wenn man den Lide 700F - wie optional vorgesehen - hochkant aufstellt, fällt die gesamte Aufsetzeinheit leicht herunter. Eine - so meine ich - unmögliche Strategie. Jedes Bild MUSS vorgescannt werden, da man nie sicher sein kann, daß das nächste Negativ oder Dia genau so liegt, wie das vorige. Ein Scan bei 1200 DPI von 6 Negativen dauert in der Praxis ca. 20 - 25 Minuten.

Die Scans selber sind von der erreichbaren effektiven Schärfe teilweise besser als bei eiigen Konkurrenz-Modellen. Erstaunlich ist die brauchbare Auflösung schon bei 1200 - 1800 dpi bei noch ertrglicher Scan-Zeit.

Höhere DPI-Einstellungen führen zu unerträglichen Scan-Zeiten (bis zu 9 Minuten pro Scan) bei RIESIGEN Speicherplatzgrößen. 50 MB sind da garnichts.

Leider wird die eigentlich recht gute Scan-Schärfe - auch bei 1200 DPI - durch unerträgliche Streifenbildung fast wieder "versaut". Im WEB gibt es Hinweise, dass diese Streifen wohl nicht nur bei mir auftreten. Das Gerät geht wieder zurück zum Händler.


Die Bedienungsanleitung ist eine Zumutung. Der gesamte Kleinbild-Scan wird mit ein paar Sätzen "beschrieben", die Zeichnungen von der beteiligten Hardware sind ein Witz !

MFG Rainer (Admin)

Möge die Belichtung immer kürzer als 1/30 Sekunde sein.
Aus Negativ wird Positiv.


Hinweise:
---> Urheberrechte 1: Keine Scans von Prospekten, Bedienungsanleitungen oder Buch/Zeitschriften-Artikeln hochladen.
---> Urheberrechte 2: Nur selbst aufgenommene Photos hochladen. Keine Fotos auf und in fremden Grundstücken.
---> Urheberrechte 3: Textpassagen von fremden Quellen vermeiden, höchstens einige Zeilen mit genauerQuellenangabe.
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---> Der Zähler der Vorschaubilder zeigt NICHT die echte Zugriffzahl, die Bild-Anklicke direkt im Text werden nicht gewertet


03.08.10 17:42
Willi 

BZF-Meister

03.08.10 17:42
Willi 

BZF-Meister

Re: Canon CanoScan LIDE 700 F

Hallo Rainer!

Der Scanner scheint ja wirklich nicht sehr benutzerfreundlich zu sein.
Das man keine gerahmten Dias scannen kann liegt sicher am verwendeten preiswerten CIS- Element (Contact Image Sensor), das nur eine ganz geringe Tiefenschärfe aufweist, gegenüber den sonst üblichen CCD-Sensoren. Ist halt eher ein Büro-Dokumentenscanner, der auch notfalls Durchsichtvorlagen für eine Präsentation verarbeiten kann. Mehr darf man für den Preis von € 100.- nicht erwarten.
Die Scanauflösungen von 1500 dpi aufwärts sind bei einem Gerät dieser Preisklasse völlig sinnlos.

Zur Bedienungsanleitung: Im WEB gibts bei Canon ein ausführliches Manual (muß installiert werden - exe-file!) in dem der "Advanced Modus" mit Helligkeits- und Farbanpassung beim Durchlichtscan genau beschrieben ist.

Anm. Ich hab früher meine Dias mit einem professionellen Heidelberg Linoscan 1800 digitalisiert, das war perfekte Qualität bis 3000 dpi (reicht für A4 Druck vom KB Dia), hat aber 50x soviel gekostet wie der LIDE 700 F.



Nicht ärgern - nur wundern!

Liebe Grüße
Willi

"Altes bewahren - Neues prüfen"

Zuletzt bearbeitet am 03.08.10 17:45

04.08.10 08:07
Rainer 

Administrator

04.08.10 08:07
Rainer 

Administrator

Re: Canon ConoScan LIDE 700 F (Lide 700F)

Hallo Willi,
da hastDu völlig Recht, für die paar EUROS kann man sicher nicht viel verlangen. Mir ist bei den Scannern (ich habe in den letzten Jahren ca. 5 Modelle gehabt) aufgefallen: Es fehlt zwischen billig und teuer irgendwie die Mittelklasse.

Die wenigen Scanner, die auch 6 x 6 oder gar 6 x 7 cm scannen können, im Consumer-Bereich sind auch kein Hit. Hatte mal einen von Plustek, der konnte so richtig verwendbar Scans auch nicht erreichen.

Ich werde in den nächsten Tagen auch einen meiner Low Cost -Stand alone Scannern hier vorstellen. Die Dinger - sie werden unter verschiedenen Namen angeboten - mit einem Photographiersystem - sind auch eher ein Witz.

Gestern ist mir nach der Rückgabe des Lide 700F ein Epson V300 zugepflogen: Erster Eindruck: Scannt ohne Streifen und Bilder von den Negativen brauchbar, auch bei 1200 - 2400 dpi.

Noch ein Nachtrag zur OCR-Software vom Kide 700F: Unbrauchbar, verstümmelt jeden Text!

Generell sind dpi's von 9600 (optisch oder hoch-gelogen) sowieso kein Weg. Einzelbild-Größen von 500 MB !!!!

Deshalb bin ich der Meinung: Entscheidend für einen guten 35 mm - Film-Scanner ist die Qualität bei 1200 - 2400 dpi. Da trennt sich Spreu von Weizen.

MFG Rainer (Admin)

Möge die Belichtung immer kürzer als 1/30 Sekunde sein.
Aus Negativ wird Positiv.

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