N' Abend, ich kann die ganzen Befürchtungen nicht nachvollziehen. Oder doch, meine Theorie: linksgrüne Kreise haben uns seit mindestens 50 Jahren einer Gehirnwäsche unterzogen, wie erschröcklich und tödlich Radioaktivität doch sei. Beispiel 1: Zu der Zeit, als Tschernobyl hochging, wohnte ich gegenüber einem Zeitungskiosk in Köln. Der Kölner "Express" hatte eine Balkenüberschrift: "1.300 Tote in Tschernobyl", die "Bild-Zeitung" glänzte mit "13.000 Toten". In Wirklichkeit waren dreizehn Soldaten oder Feuerwehrleute für je eine Minute in die nukleare Hölle eines brennenden Graphitkerns geschickt worden, wissend, daß sie sterben würden, wissend, daß sie mit ihrem Opfer die weitere Umgebung vor praktisch dem Weltuntergang retteten. Die Medien haben noch ein paar Nullen angehängt, um mehr Zeitungen zu verkaufen. Alles andere sind Hochrechnungen a la "Wir sagen jetzt, ein Prozent der Menschen in xx Kilometer Umkreis sind bestimmt daran gestorben, macht (= sechsstellige Summen)". Beispiel 2: Am Tage der Katastrophe von Fukushima berichteten große Zeitungen unisono: "GAU im Atomkraftwerk Fukushima - Tausende von Toten". Das war auch keine Lüge. Es sind durch den vom Tōhoku-Erdbebenam 11. März 2011 ausgelösten Tsunami 22.325 Menschen ertrunken. Das AKW wurde überkritisch, gottseidank ohne daß ein einziger Mensch zu Schaden kam. Kann fortgesetzt werden.
Eine Kerzenflamme verströmt 100x so viel Energie wie ein radioaktives Zifferblatt. Ich habe hier die Junghans-Uhr, die mein Vater, geb. 1908, sein ganzes Leben lang an hatte, zusammengerechnet Jahrzehnte nahe an den Gonaden. Er wurde 86 Jahre alt. Marie Curie fing 1896 an, mit Radium und sonstigen hochradioaktiven Substanzen zu arbeiten - ahnungslos, mit bloßen Händen. Sie lebte bis 1934. Man muss radioaktive Substanzen schon runterschlucken (die Arbeiterinnen, die bei der Herstellung von Leuchtzeigern die Pinsel mit der Zunge anfeuchteten) oder einatmen (Plutonium). Ich kann Euch versichern, daß besagte Uhr, wenn ich sie einem Zählrohr nahebringe, weniger stark strahlt als ein noch vor wenigen Jahren frei käuflicher Glühstrumpf für Campinglampen.
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Was die Gefahren der Radioaktivität im allgemeinen angeht, bin ich anderer Meinung als Du, Hannes, obwohl ich mich eher nicht als von linksgrünen Kreisen gehirngewaschen verstehe. Deine Beispiele beziehen sich ausschließlich auf Alpha-Strahler (Radium, Plutonium), die praktisch nicht "von alleine" in den Körper gelangen können; das ist unstrittig. Nun zerfallen Alpha-Strahler wie Radium leider mit der Zeit auch in Gamma-Strahler, die das Eindringen in den Körper durchaus ohne Zutun schaffen. Diese Gamma-Strahlung kann ich auch bei allen meinen Radium-Uhren messen. Was Gamma-Strahlung im Körper anrichten kann, folgt stochastischen Prozessen (vulgo: Zufall), kann also auf längere Zeiträume von "nichts passiert" bis "Exitus" reichen.
Ich wollte hier auch definitiv keine Panikmache betreiben. Mir ging es lediglich darum, daß sich bei Sammlern durchaus eine größere Anzahl solcher Uhren ansammeln kann, die dann in Summe doch eine nicht unerhebliche Menge Radioaktivität, meist in Form von Radon, freisetzen. Das sollte man zumindest im Auge behalten, genau wie das Radon, das sich in manchen Gegenden in Kellern ansammelt.
Kann natürlich jeder anders sehen und wahrscheinlich ist ein Kamera-Sammler-Forum auch nicht der richtige Ort, um das auszudiskutieren.
LumoStoria:Was die Gefahren der Radioaktivität im allgemeinen angeht, bin ich anderer Meinung als Du, Hannes, obwohl ich mich eher nicht als von linksgrünen Kreisen gehirngewaschen verstehe. Deine Beispiele beziehen sich ausschließlich auf Alpha-Strahler (Radium, Plutonium), die praktisch nicht "von alleine" in den Körper gelangen können; das ist unstrittig. Nun zerfallen Alpha-Strahler wie Radium leider mit der Zeit auch in Gamma-Strahler, die das Eindringen in den Körper durchaus ohne Zutun schaffen. Diese Gamma-Strahlung kann ich auch bei allen meinen Radium-Uhren messen. Was Gamma-Strahlung im Körper anrichten kann, folgt stochastischen Prozessen (vulgo: Zufall), kann also auf längere Zeiträume von "nichts passiert" bis "Exitus" reichen.
Ich wollte hier auch definitiv keine Panikmache betreiben. Mir ging es lediglich darum, daß sich bei Sammlern durchaus eine größere Anzahl solcher Uhren ansammeln kann, die dann in Summe doch eine nicht unerhebliche Menge Radioaktivität, meist in Form von Radon, freisetzen. Das sollte man zumindest im Auge behalten, genau wie das Radon, das sich in manchen Gegenden in Kellern ansammelt.
Kann natürlich jeder anders sehen und wahrscheinlich ist ein Kamera-Sammler-Forum auch nicht der richtige Ort, um das auszudiskutieren.
Viele Grüße, Sven
Ausdiskutieren muß man das nicht weil es wie man sieht schnell Politisch oder zu einer Weltanschauenug führt. Die Hinweise auf die Gefahren sind aber durchaus berechtigt und auch richtig. Genau wie es im WGF Forum Gefahrenhinweise auf Quecksilber und ähnlich giftige Substanzen in Radios und anderen Geräten gibt.
Da wir hier aber in Sachen Foto unterwegs sind mal was anderes. Ich hab in letzter Zeit einige Fotoaparate bekommen und hab mich da natürlich wegen der Objektive etwas schlau gemacht. Die meisten ahnen schon was kommt, Thorium. Das war wohl das Zaubermittel zur Herstellung lichtstarker Optiken. Wenn man in einschlägigen Fotoforen liest ist die Strahlung aber so gering das sie keine Probleme bereiten und gefahrlos genutzt werden können. Es gab allerdings auch Seiten von Leuten die vermutlich nie ohne Geigerzähler aus dem Haus gehen. Dort waren die Optiken der Teufel persöhnlich und einige nutzten und empfahlen sie zur justierung ihrer Messgeräte.
Noch mal zum Radium. Die Schweiz hat es zunächst für Taschenuhren verboten und kurz später auch für normale Uhren. Das Hauptproblem waren oder sind nicht die Uhren als solche sondern die Verarbeitung des Materials.
das Thema Strahlung (alpha, beta, gamma) ist stark interpretierbar. Man kann schnell über- oder untervorsichtig das Strahlenrisiko einschätzen. Es gibt die These "jede Strahlung ist schädlich, alles eine Frage der Dosis" oder "alles übertrieben, mein Opa ist 120 Jahre alt und der Arm, wo die Armbanduhr getragen wird, ist noch dran"
Will sagen, die Tragegefahren werden unterschiedlich bewertet. Ich selbst gehöre der Gruppe der Vorsichtigen an. Meine Geigerzähler belegen durch Knattern, dass meine Vorkriegs-Leuchtzifferuhr mit Radon doch deutlich Gamma-Strahlung abgibt.
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
Analog: Aus Negativ wird Positiv. Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
Das Problem unserer Zeit ist nicht ein Informationsmangel, aber die Kompetenz, Medieninformationen zu verarbeiten (und die Intentionen derjenigen, die sie geben, herauszufinden). Und fünfzig Prozent dieser notwendigen Kompetenz wäre, zu quantifizieren und abzuwägen. Da wird, mit Vorliebe an der Wirtshaustheke, eine Anekdote zur Verhaltensgrundlage gemacht, da wird eine maßlos aufgeblasene Meldung, jemand sei an einer allergischen Reaktion auf ein Medikament zu Schaden gekommen (und eine Million Menschen sind davon gerettet worden ...), und da heisst es eben auch, Uhrzeiger seien radioaktiv und Radioaktivität tötet, also darf man keine alten Uhren im Haus dulden. Jeder "Knax", den Dein Zählrohr von sich gibt, bedeutet den Einschlag eines (!) submolekularen Teilchens in die Fläche des Zählrohrfensters. Wie viele Millionen Jahre muß man wohl alt werden, damit die Menge eines Staubkorns zusammenkommt? Ich kann nur dringend raten: esst weniger Leuchtfarbe .
[hüstel] Du wolltest schreiben "mit Radium", nach Deinen kenntnisreichen Beiträgen sicher ein purer Tippfehler. Anlass für mich, doch noch auf den Wandel der Wertschätzung radioaktiver Stoffe einzugehen (habe ich mir vorher verkniffen). Radon ist das Gas, für das früher die Leute Eintritt in Stollen bezahlt haben, um es einatmen zu dürfen. Heute ist es, wenn es in undichten Kellern oder in Naturkellern aus früheren Zeiten eindringt, höchst unwillkommen. Nun, ich wohne seit 40 Jahren im Tiefparterre und habe alle möglichen Beschwerden, von bröckeligen Zähnen über periodisch auftretenden Hexenschuß bis zu Grauem Star, aber keine, die ich auf eine Strahlenkrankheit zurückführen könnte.
Ich gehe mal davon aus das ein Schweizer Bundesamt das Radium aus den Verkehr zieht oder das BfS das Radon als gefälrlich einstuft weder eine Wirtshaus noch eine Toilettenparole von sich gibt. Und zwischen Vorsichtig und Paranoid gibt es einen großen Unterschied.
zunächst will ich mal artig um Nachsicht bitten, weil der Armbanduhren-Thread im Photographica-Forum garnicht enden will. Fing so harmlos an vor Jahren mit ein paar Uhrchen im Bereich "Unsere Fotos". Dann wurde es immer mehr ....
Immerhin sind Fotos von Armbanduhren auch fotografisch eine gewisse Herausforderung, es sind durchweg Nahaufnahmen, teilweise auch schon Makroaufnahmen. Beleuchtung ohne Schlagschatten und Reflexe gelingen nicht immer.
Auch ich bin immer noch dabei, herum zu tüffteln, wie man die Uhren am besten ausleuchtet, zumal ich die Aufnahmen solcher kleinen Motive nicht an der lichtgünstigsten Stelle im Zimmer mache und dort fast ausschließlich Kunstlicht verwende.
Zunehmend achte ich dabei auch auf die Farbtemperatur meiner LED Leuchten.
Weiter nerven mich manchmal die scheinbar (zuvor sorgsam abgewischten und staub-bepinselten) sauberen Objekte. Wie schaffen es die Fussel immer wieder ins Bild hinein.
Wer also mit Armbanduhren "nichts am Hut hat", bitte solche Beiträge einfach ignorieren, so nun kommt auch schon das nächste Foto:
Eine ca. 12 Jahre alte Regent Funkuhr ohne Solar ohne Einstellkrone, nur zwei Mircotaster an den Seiten. Immerhin zeigt sie auf einem kleinen Display wahlweise Tag und Monat oder aber Sekunden und Funkempfang an.
Sie kann auch manuell gestellt werden für Regionen ohne DCF Empfang auf 77 kHz
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
Analog: Aus Negativ wird Positiv. Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.