Bei dieser Kamera hat Mamiya keine exakt passende Beschriftung angebracht, sondern nur "Mamiya 16". Auf dem Karton und in der Anleitung gibt es aber den richtigen Modellhinweis. Dieses Modell war das letzte der Serie.
Ungefähre Konkurrenzmodelle waren in etwa die Minolta 16QT und 16 MG-S und Franke & Heidecke Rollei 16.
Die Mamiya 16 EE de luxe hat eine Blendenautomatik mittels Belichtungsmesser, dass heißt in Abhängigkeit der eingestellten ASA-Zahl wird eine Belichtungszeit vorgeben und die Kamera wählt selbst die passende Blende. Bei zu hellem Motiv, kann ein Graufilter eingeblendet werden. Bei zu dunklen Motiv kann die Belichtungszeit verstellt werden. Wenn vor der Aufnahme der Belichtungszeiger innerhalb der Markierungen war, konnte die Aufnahme einfach vollzogen werden.
Das EE in der Modellbezeichnung steht für "Electric Eye", also für Belichtungsmesser-Kontrolle.
Technische Daten:
Hersteller, Modell: Mamiya 16 EE de luxe
Baujahr: 1962
Format: 16 mm Film, perforiert oder unperforiert, Doppel-Patrone oder Einzelpatronen. 10x14 mm.
Objektiv: Mamiya lens. 25mm F2.8 vergütet. 0,3 Meter bis unendlich. Mit Fixfokus-Marke.
DIN / ASA: 10 -100
Bildzahl: 20
Sucher: Ausschwenktyp mit Parallaxen-Markierungen
Blende:F2.8-F16
Zeiten: B und 1/5 - 1/200 Sek.
Belichtung: Vom Selen-Belichtungsmesser gesteuerte Blendenautomatik. Funktioniert ohne zusätzliche Batterie.
Blitz: Schuh und Kontakt für Blitzbirnen-Zubehör.
Sonstiges: Stativgewinde, Öse für Trageschlaufe. Drahtauslöser-Anschluß. ND (Grau) - Filter bei zu hellen Motiven einschwenkbar. Doppelbelichtungssperre. Vorschiebbare Objektivabdeckung. Filmtransport mit Auzugsrad.
Abmessungen: Size 12x5,4x3,4 cm
Gewicht: 385 Gr. (Für die Größe eine recht schwere Kamera)
Serien-Nr. 4001139
ND-Filer vorgeschoben, deshalb Selenfläche stark abgedeckt
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
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eine Ergänzung zur Mamiya 16 EE de luxe. Zuerst die Schreibweise: Siehe der Satz davor, so steht es in der englischen Bedienungsanleitung.
Nun zur Blendenautomatik der Kamera. Die ist nicht ganz unkompliziert und etwas unübersichtlich. Die ASA-Tabelle reicht von 10 - 100 ASA, einige dieser Skalenwerte werden aber nur als Punkt dargestellt, so z.B. die 100 ASA.
Dabei empfinde ich die maximale ASA-Zahl von 100 als befremdlich. Hat doch z.B. die Mamiya 16 automatic von 1959 eine maximale ASA-Zahl von 1600 !
Zur Bedienung:
Nach Einlegen eines 100 ASA Filmes stellt man diesen Wert auf der Skala (Punkt neben 80 ASA) ein und dreht nun die Korrekturskala auf die Dreieckmarke. Soweit, so gut. Will man Fotos aufnehmen, wo der Belichtungsmesser-Zeiger sich innerhalb der Markierungen N und A befindet, kann man nun auslösen.
Schlägt der Belichtungszeiger über die rechte Marke N hinaus, muß das Graufilter eingeschwenkt werden, das zwingt die Anzeigenadel wieder in den gewünschten Bereich.
Befindet sich allerdings der Zeiger auf oder links von der Marke A muß die Korrektirskala (Zeitenrad) gegen den Uhrzeigersinn um eine oder mehre Stufen gedreht werden (in Bezug auf die Dreicksmarke). So wird die Belichtungszeit in Abhängigkeit von der ASA-Zahl verlängert.
Eine etwas umständliche Prozedur ...
Der Punkt FL (Flash) wird beim Korrekturrad (Zeitenrad) für Blitzbetrieb eingestellt.
Die Belichtungszeitverknüpfung mit dem ASA-Wert:
Das Messwerk:
Die Kameraoberseite mit Messwerk und ASA / Zeiten - Einstell-Rad
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
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leider habe ich keine zeitgenössische Preise gefunden. Preise sind wohl generell gerade bei nicht-deutschen Kameras ein Problem, weil damalige Kataloge noch gern japanische Kameras ignorierten.
Die Mamiya 16ee de luxe kam 1962 heraus und wird im Katalog des Großhandels noch einfach ignoriert.
Im Großhandelskatalog von 1963 finde ich nur ...
Rollei 16: 425 DM Edixa 16: 186 DM (Den Preis finde ich im Vergleich ausgesprochen und unverständlich niedrig) Minox B: 429 DM
Im Quelle-Katalog von 1960:
Mamiya 16 automatic: 149 DM Minolta 16: 89 DM
Gooooogle-Suchen wollen gern aktuelle Sammlerpreise nennen, auch wenn man nach damaligen Preisen sucht, auch KI-Suchen brachten kein Ergebnis.
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
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sie wird dann vermutlich preislich zwischen Mamiya 16 automatic und Minolta 16 gelegen haben.
Tja, die Edixa hat Waaske ziemlich konsequent auf den Markt hin konstruiert. Vor allem hat er durch die verschiedenen Objektivvarianten und den hinzukaufbaren Belichtungsmesser (auch in zwei Varianten) den Grundpreis klein gehalten. so kam er auf Preise zwischen 138 DM (Edixa 16) und über 300 DM (Edixa 16 MB mit Schneider-Xenar).
ja, das mit der Wirgin Edixa und den zukaufbaren Belichtungsmesser ist ein Argument. Ich habe deshalb nochmal diesbezüglich in den Großhandelskatalogen geblättert:
In der Saison 1965 (also zwei Jahre später) wird die Edixa mit nicht benannten Objektiv für für 165 DM angeboten, mit Xenar für 219 DM. Der Belichtungsmesser kostete 57 DM, zusammen also 222 DM.
Im gleichen Jahr kostete die Franke & Heidecke Rollei 16 mit Tessar und Belichtungsmesser 442 DM, also fast doppelt so viel, hatte aber auch eine Belichtungsautomatik. Man bekam also mehr Leistung für den Preisunterschied.
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
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