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[iIa] Minolta Dynax 7
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06.05.13 15:26
gewa13 

BZF-Meister

06.05.13 15:26
gewa13 

BZF-Meister

[ iIa ] Minolta Dynax 7

Die Dynax 7 ist eine der modernsten und letzten analogen Spiegelreflexkameras von Minolta. Sie sieht wie eine digitale SLR aus. Wenn man sie zum ersten Mal in der Hand hat staunt man ob der vielen Schalter und des großen Displays auf der Rückseite. Die ersten beiden Filme, die ich mit der Kamera gemacht habe waren mißlungen: da der Vorbesitzer selbst Filme entwickelt hatte, war die Dynax so programmiert, daß der Film beim Rückspulen nicht ganz eingezogen wurde. Beim Filmwechsel habe ich den alten und neuen Film verwechselt, so daß ein Film doppelbelichtet und einer leer war. Sie kam 2 Jahre nach der Profikamera Dynax 9 auf den Markt. Sie unterstützt im Gegensatz zur Dynax 9 (die Dynax 9 konnte vom Minoltaservice angepaßt werden) auch moderne Sony/Minolta SAM-Objektive.


  • Hersteller: Minolta Camera Co., Osaka, Japan
  • Baujahr: 2000 bis ?
  • Typ: Einäugige Spiegelreflexkamera
  • Verschluss: elektronisch gesteuerter vertikal verlaufender Lamellenschlitzverschluß
  • Zeiten: B (7 Std.), 30 - – 1/8000s, X-Synchr. 1/200s oder länger, mit dem Programm-Blitz 5400 HS war eine Synchrnisation von 1/8000 s möglich!
  • Objektivanschluss: Minolta-A-Bajonett, unterstützt auch moderne Sony/Minolta SAM-Objektive
  • Entfernungseinstellung: Autofokus mit großem AF-Feld, AF-Feld wählbar, DualkreuzSensor, Automatische Scharfstellfunktion, Nachführautofokus, manuelle Scharfstllfunktion, DMF-Funktion (erlaubt die Manuelle Scharfstellung ohne auf MF umschalten zu müssen), eye-start-Funktion
  • Sucher: Festes Pentaprisma mit Zeit, Blenden, Bellichtungskorrektur und Autofokusanzeige, Mattscheiben von Minoltaservice wechselbar
  • Selbstauslöser 10 s Vorlauf
  • Stativgewinde
  • Filmtransport mit Motor, 3 Bilder / s, Merhfachbelichtung (beliebig oft), Teilbelichtung von Filmen möglich
  • 3 Offenblendbelichtungsmessungsmethoden (Spot-, Integral- und 14-Feldmessung)
  • Belichtunssteuerung: Programmautomatik P (brennweitenabhängig), Zeitautomatik A, Blendenautomatik S und manuelle Nachführmessung M, 3 frei programmierbare, Bracketingfunktion mit 3, 5 oder 7 verschiedenen Belichtungen in 1/3, 1/2, 2/3, 1/1 Stufen
  • Filmempfindlichkeit: manuell ASA 6 bis 6400 (1/3-Stufen), bei DX-kodierten Filmen automatisch 25 bis 5000 ASA
  • Belichtungskorrektur (-3 bis +3 in 1/2-Schritten, 1/3 Stufen programmierbar)
  • eingebauter Blitz (LZ 12) mit Rote-Augen-Reduktion, Blitzkorrektur +/- 2 in 1/2-Schritten
  • fototechnische Daten von bis zu 7 36er Filmen speicherbar
  • Batterien: 2× CR123A Batterien






Gruß Gerhard

Zuletzt bearbeitet am 06.05.13 16:03

Datei-Anhänge
D7_1.JPG D7_1.JPG (484x)

Mime-Type: image/jpeg, 151 kB

D7_2.JPG D7_2.JPG (422x)

Mime-Type: image/jpeg, 159 kB


Hinweise:

  • Urheberrechte 1: Keine Scans von Prospekten, Bedienungs-Anleitungen, Prominentenfotos, Kunstobjekten oder Buch/Zeitschriften-Artikeln.

  • Urheberrechte 2: Nur selbst aufgenommene Fotos. Keine Fotos auf und in fremden Grundstücken / Gebäuden / Museen, Ausstellungen, Theatern, usw.

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  • Fotos: Für beste Darstellung die Fotos (Thumbnails) unter den Textbeiträgen anklicken.

  • Der Zähler der Vorschaubilder zeigt NICHT die echte Zugriffszahl, die Bild-Anklicke direkt im Text werden nicht gezählt!


06.05.13 16:23
Rainer 

Administrator

06.05.13 16:23
Rainer 

Administrator

Re: Minolta Dynax 7

Hallo Gerhard,
was wurde auf dem Display dargestellt?





Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

06.05.13 23:34
gewa13 

BZF-Meister

06.05.13 23:34
gewa13 

BZF-Meister

Re: Minolta Dynax 7

Hallo Rainer,

der große Display auf der Rückseite nennt sich Navigationsdisplay. Man kann sich z.B. die wichtigsten Belichtungsdaten der letzen 5 Aufnahmen ansehen. Beim Fotografieren zeigt er alle Grundeinstellungen der Kamera an wie das Bleichtungsprogramm, die Belichtungkorrektur, Blende, Zeit, Belichtungmessung, Filmtransport und den Batteriestatus. Schriftgröße und Kontrast können angepaßt werden. Dort kann auch der Schärfentiefenbereich in Form eines Balkendiagramms angezeigt werden. Die Dynax 7 besitzt neben dem Navigationsdisplay oben rechts neben dem Prisma noch einen Datenmonitor, der Blende und Zeit anzeigt. Bis ich alle Funktionen der Kamera ergründet habe wird wohl noch viel Wasser die Elbe runterfließen.

Gruß Gerhard

07.05.13 09:12
Willi 

BZF-Meister

07.05.13 09:12
Willi 

BZF-Meister

Re: Minolta Dynax 7

Hallo Gerhard!

Diese Perfektion von Minolta, der Versuch, alles was irgendwie technisch möglich ist in die Kameras zu packen war meiner Meinung nach auch ein Hauptgrund für den Niedergang der Marke im Photosektor. Wer konnte und wollte das alles nutzen? Einfach nur gute analoge Bilder machen ohne viel in den Menüs zu spielen ist und war gefragt!
Meine 7000 AF, mit der ich nie wirklich photographiert habe (ich war damals nur auf Nikon eingestellt denn da gab es diesen übertriebenen Menükult nicht), sondern die ich nur als Bereicherung meiner Sammlung sehe, ist auch ein Beispiel dieser übertriebenen "Elektronisierung" einer analogen KB SLR.

Rainer hat dazu am 6.12.2012 geschrieben: "Da sieht man, was Minolta konnte, schade. Alles Vergangenheit...."
http://www.blende-und-zeit.sirutor-und-c...8&thread=44

Nikon (und natürlich Canon) gibts noch immer.

Liebe Grüße
Willi

Zuletzt bearbeitet am 07.05.13 09:17

16.07.13 21:02
StraDi

nicht registriert

16.07.13 21:02
StraDi

nicht registriert

Re: Minolta Dynax 7

Hallo Willi,

diese Meinung kann ich leider so nicht teilen. Minolta war sicherlich in Sachen neuer Entwicklungen und das Umsetzen solcher in ihren Produkten ab 1985 führend. Die 7000 AF entsprach dem Zeitgeist der 80ziger Jahre hinsichtlich Haptik und Ergonomie. Dennoch führte gerade Canon zu dieser Zeit mit der T70 und T90 einen deutlichen Menükult ein. Diesem erlagen aber ab 1986 alle Hersteller, ebenso Nikon.

Mit der xi-Serie hat Minolta dieses Spiel - wie auch die anderen Hersteller, insbesondere Canon - auf die Spitze getrieben. Die 9xi war eine hervorragende Kamera, die rein technisch gesehen den anderen Konkurrenzmodellen im Profilager weit voraus war. Nur leider war die Bedienung ein Graus.

Die 7000 AF ist als Prosumerkamera der Maßstab des technischen Know Hows von Minolta in seiner Zeit. Die grandiose 9000 AF zeigt, daß Minolta sehr wohl in der Lage war, moderne Technologie und intuitive Bedienung miteinander zu kombinieren. Von Menükult keine Spur.

Die Dynax 7 ist m.E. eine - trotz der fortschrittlichen Elektronik - intuitiv zu bedienende Kamera. Die klassischen Bedienelemente lassen keinen Zweifel an der Funktion aufkommen und alle wichtigen Funktionen sind direkt, d.h. ohne Menüführung, aufzurufen. Mit einer Menübedienung hat man es lediglich bei der Einstellung der Customfunktionen und der Speicherung der Belichtungsdaten zu tun. Und dies sogar wesentlich komfortabler, als es Canon oder Nikon boten. Hinsichtlich Bedienerführung waren die Dynax 9 und ganz besonders die Dynax 7 einer Nikon F6 z.B. weit überlegen.

Das Schöne an der Dynax 7 ist, daß sie nicht mit ihrer Technik "nervt" ... und dennoch sind alle bildwichtigen Funktionen direkt verfügbar.

Das war definitiv nicht der Niedergang von Minolta. Im Gegenteil, gerade in den frühen 80zigern bis hin gegen Ende der 80ziger war Minolta bei den Verkaufszahlen in Deutschland und Mitteleuropa nach Canon sogar zweiter ... dicht gefolgt von Nikon.

Canon und Minolta haben sich sogar dank der neuen Elektronisierung der Kleinbildfotografie als Hersteller an die Spitze befördert. Denn zu dieser Zeit herrschte eine Stagnation auf dem Markt, da es lange Zeit keine Neuentwicklungen gab. Nikon profitierte da von der Ablehnung von Technologie und Fortschritt bei den Profis, was ihnen ihren - teils unbegründeten - Ruf bis heute geprägt hat und konnten auch einige Jahre nach Minolta und Canon ihre Position behaupten.

Canon hat im Laufe der Jahre kontinuierlich an seinem Konzept und Design/Ergonomie der EOS-Serie festgehalten udn weitergearbeitet. Minolta hat dahingehend leider kaum eine kontinuierliche Entwicklung hingelegt. Nach der 9000 AF kam im Profibereich lange nichts mehr. Die i-Serie führte neue Merkmale und ein neues Bedienkonzept ein ... dies wurde mit der xi-Serie wieder geändert (wie gesagt, 9xi und 7xi sind großartig, aber die Bedienung ist fürchterlich). Die si-Serie zeigte dann erstmals Ansätze der folgenden Dynax-Kameras (insbesondere der 7).

Im Bereich der KB AF-SLR sehe ich die Dynax 7 und die Dynax 9 als die wirklich sinnvollsten Systeme in Ausstattung und Ergonomie an. Nikon kam jedoch kurze Zeit später mit der D1 und eröffnete den Markt für die digitale Fotografie. Leider hat Minolta hier - trotz der guten Dynax 7D udn Dynax 5D - nicht mehr an die Erfolge der Vergangenheit anschließen können.

Viele Grüße
Dirk

17.07.13 07:25
Rainer 

Administrator

17.07.13 07:25
Rainer 

Administrator

Re: Minolta Dynax 7

Hallo zusammen,

in den Jahren um 1985 suchte ich nach einer neuen Spiegelreflexkamera, die zum einen noch preiswert war, zum anderen gute Bildqualität lieferte. Bei dieser Suche fiel mir auf, daß ich die meisten Kameras als technisch zu überladen empfand. Als Jemand, der mit Blende, Zeit, Tiefenschärfe und Belichtungsmesser aufgewachsen war, war mir diese Funktionsvielfalt schon fast zuviel. Diese vielen Knöpfe und Tasten bei den SLRs.

Will damit sagen. Ich bin mir auch heute bei den Digitalkameras nicht mehr wirklich sicher, was mir als Photograph wirklich gut tut. Eine Kamera mit schlanker Tasten/Knopf-Vielfalt oder eine Kamera mit großer Menü-Tiefe oder eine Kamera mit wenig Tasten/Menü-Theater.

Ich will nur als Beispiel die digitale Nikon P7100 nehmen: 16 Tasten/Knöpfe. Ich dachte, das erleichtert den Umgang und spart die Menü-Durchklickerei. Aber schon die Bezeichnungen Fn1, Fn2, Qual, ISO, WB, BKT, My, U1, U2, U3, Szene, usw, usw, beginnt mich eher zu verwirren.

Insbesondere wenn man mehre Kameras nutzt, verschwimmen nach den Monaten die Begriffe und Funktionen. So erwische ich mich dabei, schon mal vergessen zu haben, was nun BKT gerade bei dieser Kamera bedeutet.

Ich denke, die Menü-Tiefen sind Segen und Fluch gleichzeitig.

Bei den damaligen Spiegelreflexkameras war das mit der Funktionsvielfalt auch irgendwie problematisch. Ich bin der Meinung, daß "normale" Nutzer vielleicht von den vielen Möglichkeiten eher abgeschreckt wurden, zumal auch die Preise vieler Kameras ziemlich weit oben lagen.

Der Niedergang von Minolta-Konica im digitalen Consumer-Bereich ist mir auch nicht so ganz klar. Ich hatte mir die Dimage F300 gekauft und war recht zufrieden damit. Fragt man 10 Photographen, erhält man dazu 10 Meinungen?

Jedenfalls habe ich festgestellt, daß ich von den meisten Funktionen nur die wenigsten wirklich nutze. Programmautomatik, Belichtung-Matrix-Messung, Autofokus mittenbetont, fertig.

Manchmal sehne ich mich nach einer Kamera, wo ich mit einem "Zeiger" die Belichtung einstelle, an Einstellrad des Objektiv die Entfernung manuell einstelle, auslöse. Und das alles, ohne in Menüs herumfummeln zu müssen. Gleichzeitig beeindrucken mich natürlich die vielen Möglichkeiten. Irgendwie ein Widerspruch.



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

17.07.13 12:24
StraDi

nicht registriert

17.07.13 12:24
StraDi

nicht registriert

Re: Minolta Dynax 7

Hallo,

die Problematik kenne ich zu gut. Ich sehe es ähnlich, wenngleich mich Kameras mit morderner Technik und guter Ergonomie ebenso faszinieren. Ein schönes Beispiel klassischen Kamerabaus mit "sinnvoller" und moderner Elektronik ist die immernoch legendäre Contax RTS III.

Gerade die Tatsache, daß sich im Kamerabau bis 1985 technologisch nicht viel bewegt hat, führte letztlich zu den Absatzeinbrüchen im Fotomarkt. Es gab kaum Innovationen oder Verbesserungen in der Ergonomie. Ab 1985 sollte sich das grundlegend ändern, nicht zuletzt, weil auch sinnvolle Funktionen dank Elektronik automatisiert werden konnten ... so gab es bei Contax die automatische Belichtungsreihe, welche mit der tollen Contax 167MT eingeführt wurde. Die Belichtungsmessung wurde ausgeklügelter mit Multispot, Mehrfeld (von der ich persönlich nichts halte) und TTL-Blitzbelichtungsmessung. Die Kameras wurden universeller.

Dies wurde aber dann auch besonders in den 90zigern auf die Spitze getrieben: Motivprogramme hielten Einzug in jede Kameraklasse! Zu dieser Zeit weigerte ich mich beharrlich auch nur eine Kamera zu kaufen, da es nichts wirklich ohne solche sinnlosen Gimmicks gab.

Mir ist lediglich Contax/Yashica als einziger Hersteller über diese Jahre bekannt, welcher klassische Ergonomie mit sinnvoller Elektronik verband. Allerdings verpasste man den AF-Zug. Kameras, wie die Aria, ST oder RTS III sind jedoch auch heute noch begehrt. Insofern wären 1985 Leica und Contax die Hersteller der Wahl gewesen.

Viele Grüße
Dirk

20.07.13 08:25
Rainer 

Administrator

20.07.13 08:25
Rainer 

Administrator

Re: Minolta Dynax 7

Hallo Dirk,

mir fällt gerade ein, dass zumindest Mitte der neunziger Jahre die Industrie noch versucht mit dem APS-Filmformat einen Entwicklungsprung bei der chemischen Photographie zu erreichen. Wäre nicht die Digitalphotographie so schnell weiterentwickelt worden, hätte APS durchaus eine Chance gehabt. Leider war das APS-Filmangebot etwas zu gering und aufgrund des kleineren Formats (in Bezug auf KLeinbild) ließ wohl die Auflösung auch etwas nach.

Mir gefiel zumindest die Format-Auswahl, die Daten-Mitspeicherung, die Index-Photos, die Bestellinfos, die Texte-Auswahl (obwohl das zu wenig waren) bei APS.

Hier eine typische APS Kamera:

http://www.blende-und-zeit.sirutor-und-c...37&thema=13

Ich überlege, ob es auch APS-Spiegelreflexkameras gegeben hat, glaube aber nicht ....

Nachtrag: Die Nikon Pronea S war eine APS-Spiegelreflexkamera, kam aber in Tests nicht besonders gut weg.

Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

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