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Der Klassiker: Asahi-Pentax K1000
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14.02.20 10:41
Scannerhannes 

BZF-Meister

14.02.20 10:41
Scannerhannes 

BZF-Meister

Der Klassiker: Asahi-Pentax K1000

Als ich meine erste DSLR, eine Pentax, kaufte und aus Kostengründen eine Erstausstattung an rein mechanischen (nicht-Autofocus) Objektiven für fast kein Geld, erwarb ich eine vollmechanische, unverwüstliche K1000 dazu.
Für meine Generation war die K1000 eine höchst fortgeschrittene Kamera mit ihrer TTL-Belichtungsmessung, Verschlußzeiten bis 1/1000 Sekunde, Mikroprismen im Sucher und automatischer Blendenauslösung. Sie war und ist beliebt, z.B. auch unter Kursteilnehmern, aufgrund ihrer Robustheit und ihrer Reduzierung auf das Notwendige. Drei Millionen Exemplare wurden von ihr verkauft. Der Kritiker Ken Rockwell schreibt darüber, es sei wesentlich einfacher und schneller, mit ihr auf ein Objekt zu fokussieren, als sich mit den vielfältigen Einstellmöglichkeiten eines Autofocus auseinanderzusetzen.

Daten:


    Hersteller, Modell: Asahi-Pentax K1000
    Baujahr: 1975 Asahi Pentax, Ganzmetall, Japan,
    1978-1990 unverändert "Assembled in Hongkong",
    1990-1997 aus China, kein Ganzmetall, Aufschrift nur "Pentax". Filmtransport und Rückspulung sind bei den letzteren China-Modellen konstruktiv schwächer und damit anfälliger ausgeführt.
    Objektiv: K-Mount Anschluß (nur Blendenübertragung an die Kamera und Abblendung auf den Wert, der am Objektiv eingestellt its, beim Druck auf den Kamera-Auslöser), nicht geeignet für spätere Pentax-Objektive ohne Blendenring. Die K1000 bietet keine Abblendfunktion zur Tiefenschärfen-Beurteilung.
    Verschluss: Tuchschlitzverschluß, waagerecht ablaufend, 1-1000 Sekunde
    Belichtungssystem: Mittenbetonte Offenblendmessung, TTL mit CDS-Belichtungsmesszelle, Nachführung im Sucher über wahlweise Blende oder Zeit. Empfindlichkeitseinstellung bei hochgezogenem Zeitenring
    Blitz: Hotshoe und verdeckter Kabelanschluß links unten an der Objektivfassung, kürzeste Synchronisationszeit 1/60sec
    Sucher: Spiegelreflex-Dachkantsucher, fest eingebaut
    Filmtransport: Schwenkhebel rechts, Rückspulkurbel links (entriegelt auch die Rückwand)
    Entfernungsmesser: Mikroprismen und Mattscheibenring im Sucherbild (Fresnelscheibe, matt)
    Selbstauslöser: ohne
    Bildzählwerk: aufwärtszählend
    Film-Typ: Kleinbild 135
    Stromquelle: wird nur für den Belichtungsmesser benötigt, Formfaktor LR44. Nicht abschaltbar, Objektivdeckel daher unerläßlich
    Größe: 143x91.4x48mm
    Gewicht Body: 620gr, ab China-Version 525gr.
    Besonderheiten, Sonstiges: Halteösen für Trageriemen
    Baugeschichte: die K-Typen waren die Nachfolger der Spotmatic, jedoch mit Bajonett. Sie wurden, grob gesagt, durch die M...-Reihen abgelöst.
    Clones:
    - Mingka K1000. Die Qualität dieser Kopie scheint keinen Anklang gefunden zu haben.
    - Die Centon K100, eine Hausmarke der englischen Firma Jessops, wird bisweilen als solche beschrieben, weil ihre Features offensichtlich an der K1000 ausgerichtet sind. Sie baut aber, wie andere Haus- und Handelsmarken (Vivitar), auf dem Chassis der Cosina CT-1 auf. Unterschieds-Merkmale sind z.B. ein vertikal ablaufender Schlitzverschluß, zwei Batterien LR44, die auch die Verschlußzeiten steuern, und der Bildzähler sitzt in einem Gehäusefenster, nicht in der Mitte des hier klobig-scharfkantig-hohlen Filmtransporthebels.
    Aktuelle Gebrauchtpreise der K1000 in 2020: 30-80 Euro und mehr, ziemlich unabhängig vom Erhaltungszustand oder ob ein Objektiv dabei ist. Prüfen und abwarten lohnt sich.


Die K1000 war ein preiswertes Modell, das sich an ernsthafte Fotografen richtete. Dem Trend zum Leichtbau und zu mehr Automatiken hat sie sich über zwei Jahrzehnte lang widersetzt.



Hineinschauen, fokussieren, Belichtung im Sucher kontrollieren, auslösen - keine Knöpfe, keine ein bis zwei LCD lenken von der Bildgestaltung ab:



Kameraseitig sind alle Bedienelemente rechts oben:





Der Aufkleber "Body assembled in Hong Kong" klassifiziert dieses Exemplar als zwischen 1978 und 1990 mit den von Asahi in Japan gefertigten Teilen produziert.



Die Konstruktion ist bewährt und herkömmlich.



Wer so eine Kamera kauft, lernt schnell, sie für Schnappschüsse voreingestellt und auslösebereit zu tragen! (Alpaka-Gehege unweit Ramersbach in der Eifel)



Aktuell ist an der Kamera ein super flaches Industar 50-2 3.5/50 per M42 Adapter montiert:



Zuletzt bearbeitet am 14.02.20 11:59

Datei-Anhänge
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