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[iIa] Vom Meister konstruiert: die Voigtländer Vitoret 110EL
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20.07.17 06:52
Tengor

nicht registriert

20.07.17 06:52
Tengor

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[ iIa ] Vom Meister konstruiert: die Voigtländer Vitoret 110EL

Liebe Foristen,

der Foto-Markt ließ sich nicht unbegrenzt lange einreden, daß es sich bei den Pocket-Kameras um Miniaturkameras handelt, hatte doch z.B. die Pocketkamera Minolta Autopak 430EX einen Rauminhalt von 260 Kubikzentimeter, eine Rollei 35 Kleinbildkamera nur 180 Kubikzentimeter. Warum, fragte sich die Käuferschaft, sollte man den Herstellern ihre Pocket-Kameras abkaufen, wenn es eine zunehmende Zahl von taschengängigen 35mm-Kleinbildkameras gab?
Weil wir gerade von der Rollei 35 sprechen: ihr genialer Konstrukteur Heinz Waaske, der sie in seiner Zeit bei den Gebrüdern Wirgin entwickelt und wegen deren Desinteresse in die Firma Rollei mitgebracht hatte, war es, der auch die Voigtländer (zu der Zeit schon Zweitmarke von Rollei) Vitoret 110 konstruiert hat: 114 Kubikzentimeter Rauminhalt, und statt der "Einheitstiefe" von 56-60 Millimeter wie die meisten Pockets betrug ihre Tiefe gerade mal 36 Millimeter. Damit war der Begriff "Pocketkamera" wieder glaubwürdig geworden. Die Vitoret 110 kam 1976, die Vitoret 110EL 1978 als preiswertere Alternative (149 Mark) zur Rollei A110 auf den Markt.

Die Kamera verfügt über ein dreilinsiges Fixfocus-Objektiv "Lanthar" von 24mm Brennweite und Lichtstärke 5,6.
Sie hat eine mit "Wolke" oder "Innenraum" markierte Blendenvorwahl von 5.6 bis 11 und einen elektronisch gesteuerten Verschluß mit Zeiten von 4 bis 1/300 Sekunde. Bei längeren Zeiten als 1/30 Sekunde leuchtet eine Warnlampe im Sucher auf. Zwischen 1/40 und 1/300 Sekunde berücksichtigte die Belichtungssteuerung einen Aufhellblitz.
Der Taster für die Erkennung codierter 400-ASA-Kassetten ist ab der "EL" vorhanden. Sie hat einen Leuchtrahmensucher mit Parallaxenmarken, ein Stativgewinde aus Kunststoff in der Längsachse der Kamera, einen versenkten Auslöser mit ziemlich kurzem Weg und einen Hotshoe.
Eine Öse für eine Handschlaufe fehlt, dafür gab es einen Clip wie beim Kugelschreiber, der in den Zubehörschuh eingeschoben werden konnte. Zur Kamera konnte man einen gut passenden Elektronenblitz kaufen.
Ihre Größe beträgt 122x36x26 Millimeter, ihr Gewicht 121 Gramm. Sie benötigte zwei Knopfzellen mit 1,55 V Typ IEC SR44, z.B. V76PXS.
Das vorgestellte Exemplax ist mit "Singapore" und der Fabriknummer 7737116 gekennzeichnet.


Blendenvorwahl, Auslöser. Den Rest macht sie automatisch.


Der weiße Schieber für den Filmtransport spannt, ähnlich wie die alten Box-Verschlüsse, den Schutz für Objektiv- und Sucherlinse. Auf der Mitte des Weges wird dieser, zick!, blitzschnell geöffnet. So wird der Weg für den Filmtransport, der durch den wachsenden Filmwickel variabel ist, von der Bewegung des Objektivschutzes entkoppelt.


Dreilinser mit der Lichtstärke früherer Jugendkameras waren der Stand der Technik für gehobene Pocketkameras, die Vier- und Fünflinser oder gar Wechselobjektive der Spitzenklasse vorbehalten. Die billigsten Pockets für den Massenmarkt prahlten schon, wenn ihre einfachen Linsen aus Glas waren und nicht aus Plastik. Links ist das Stativgewinde zu sehen. Bei Hochformat eine sehr sichere Konstruktion, bei Querformat wirkt das Gewicht der Kamera mit dem denkbar größten Hebelarm. Aber was soll bei einem Gewicht von 121 Gramm schon passieren? Unten der kombinierte Schieber in "Geschlossen" Stellung.

Viele Grüße,

Hannes

Zuletzt bearbeitet am 20.07.17 07:13

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