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[iIa] Der Blitz-Blender: Minolta Autopak 430EX
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19.07.17 12:27
Tengor

nicht registriert

19.07.17 12:27
Tengor

nicht registriert

[ iIa ] Der Blitz-Blender: Minolta Autopak 430EX

Liebe Foristen,

die Minolta Autopak 430EX von 1982 hat ein dreilinsiges Objektiv "Rokkor" mit einer Brennweite von 28mm und einer Lichtstärke von 5.6. Ihre Entfernung ist stufenlos über einen Schieber verstellbar, der in drei Stellungen (1.5, 3 und 10 Meter) einrastet. Einen Hotshoe, ein Stativgewinde oder einen Drahtauslöser gibt es nicht, der Sucher ist ein einfacher sog. Fernrohrsucher ohne Leuchtrahmen oder Parallaxenmarken.

Die eingebaute CDS-Meßzelle hat nur die Funktion, eine akustische Warnung für zuwenig Licht auszulösen; die Kamera hat keine Belichtungseinstellung oder gar Automatik, sondern eine einzige Verschlußzeit von 1/200 Sekunde und eine feste Blende von 5.6. Dies entspricht der alten Faustregel aus Vorkriegszeiten: "Für Mittagssonne im Sommer Acht/hundertstel bei siebzehn Grad DIN". Sie hat den Taster rechts unten im Kassettenschacht für die Erkennung codierter 400-ASA-Kassetten. Ihre Größe beträgt 160x56x29 Millimeter, sie wiegt leer 228 Gramm.
Kraftquelle für Blitz und Unterbelichtungswarnung ist eine AA-Batterie, die übrigens schräg eingebaut ist, weil das *Außenmaß* des Gehäuses exakt die Länge der Batterie mit 56 Millimeter hat.

Die Minolta Autopak 430EX ist solide gebaut mit Metallzahnrädern und einem hochwertigen Rokkor-Objektiv, aber ausser durch die Filmwahl nicht an die Situation anpassbar (feste Blende und Zeit). Zwar nicht die Zielgruppe unbeschwerter Knipser, aber erfahrene Fotografen mit genügend Wissen über Blende und Zeit konnten zweifellos die Situationen und Motive erkennen, in denen selbst mit ihr gute Bilder zu machen sind.


Die Elemente von links nach rechts (das Objektiv steht jetzt dem Betrachter zugewendet - die Symbole unter den Schiebern stehen, verglichen mit der Kameratype, auf dem Kopf): Auslöser, davor Lautsprecher für die Unterbelichtungswarnung, Entfernungsschieber, Schieber mit "Sonne" oder "Blitz".


Sucher, Meßzelle, Objektiv, Schutz-Schieber (in geschlossenem Zustand wird der Sucher mit Ausnahme einer runden Öffnung, sowie das Objektiv abgedeckt), Blitz in inaktivem Zustand.


Der Blitz springt beim Einschalten zwölf Millimeter heraus, was rote Augen im Bild vermeiden soll. Zum Ausschalten ist er an anderer Stelle (direkt am Blitzgehäuse) wieder zurückzuschieben, als zum Einschalten notwendig war.


Für Blitzaufnahmen ist, in Abhängigkeit von dem eingelegten Film, die linke Tabelle zu konsultieren. Bei Diafilm beispielsweise darf der Abstand nicht weniger als 1,20 Meter, nicht mehr als 1,70 Meter betragen.


Gruß,

Hannes

Zuletzt bearbeitet am 19.07.17 12:43

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19.07.17 19:09
Rainer 

Administrator

19.07.17 19:09
Rainer 

Administrator

Re: Der Blitz-Blender: Minolta Autopak 430EX

Hallo Hannes,

schon ein wenig skurril: Sensor zur Warnung vor drohender Unterbelichtung. Zumindest wusste man so, wann man nicht fotografieren konnte oder den Blitz zuschalten sollte.

Es scheint über das Erscheinungsjahr unterschiedliche Angaben zu geben. Ich habe im WWW 1977 und 1978 gefunden. Im "Internationaler Photokatalog" von 1977 findet sich aber nur eine "Minolta 430E".

Hast Du genauere Quellen?





Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Aus Negativ wurde Positiv. Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
Fotoapparate sind Zeitmaschinen, sie können die Vergangenheit erhalten.
Ein Leben ohne Facebook ist möglich, aber (und) sinnvoll.

19.07.17 22:37
Tengor

nicht registriert

19.07.17 22:37
Tengor

nicht registriert

Re: Der Blitz-Blender: Minolta Autopak 430EX

Hallo, Rainer!

(Grins) Ich musste meinen Beitrag vor Absendung editieren, nochmal editieren und wieder editieren, um nicht anstatt der Beschreibung eine Wertung durchscheinen zu lassen. Bis zur ungefähr viertletzten Zeile des Haupttextes habe ich das ja auch durchgehalten ... mehr oder weniger (mal abgesehen von der Überschrift).
Die 430EX ist ein typisches Beispiel für Marktsegmentierung: man lässt das eine oder andere Feature weg, das für dieselben Herstellungskosten drin sein könnte, und verkauft die Vollversion an reiche Leute, die "kastrierte" an die, die weniger ausgeben wollen. So kriegt man mehr Geld von denen, die es sich leisten können, ohne auf die Verkäufe an diejenigen verzichten zu müssen, die ein niedrigeres Limit haben. Zum Glück für den Verbraucher ist die billigere Version oft genauso tüchtig wie die teure, ich denke da an Jahrzehnte der Philips Elektrorasierer, die in schwarz und mit viereckigem Querschnitt der drei Scherköpfe stets ca. halb so viel kosteten wie mit Verchromung und gerundeten Kanten. Bei Minolta ist das nicht so, die 430EX hat weniger Anpassungsmöglichkeiten als meine Tengor Boxcamera von vor 85 Jahren mit ihren drei Blenden, dem Stativgewinde und so weiter.
Sie ist die Nachfolgerin der Minolta Autopak 430E, die vier Jahre früher auf den Markt gekommen ist. Der Fortschritt bei der 430EX liegt darin, daß die Unterbelichtungswarnung akustisch ist. Die 430E hatte noch keinen akustischen Signalgeber. Darüber hinaus beleuchtet die 430EX die Entfernungs-Skala, wenn der Blitz aktiviert wird. Schön mitgedacht - wenn man blitzt, ist es vielleicht sonst zu dunkel, um die Entfernung abzulesen, die man einstellt.

Und Du hast recht, bei meiner abgebildeten dürfte es sich um ein frühes ca. 1980er Modell handeln, denn sie trägt noch die Bezeichung: "Minolta Pocket" auf der Vorderseite neben dem Blitz. Irgendwann in 1981 wurde das Logo geändert in nur noch "Minolta". Nachlesen kann man dies u.a. auf http://www.collection-appareils.fr/x/htm...pak%20430E.html. Diese Seite erklärt die Entwicklung, ist aber die Modellseite für die 430E (ohne das "X"). Eine wunderschöne Abbildung der 430EX, neuere Version ohne das Wort "Pocket", findet sich auf der Beschreibungsseite für die EX, http://www.collection-appareils.fr/x/htm...20430%20EX.html. Für dieses Exemplar ist als Serien-Nummer angegeben: 1376943, bei meiner lautet diese 1022455.

Eine andere ausführliche Beschreibung kann man auf https://austerityphoto.co.uk/one-hand-in...k-430ex-review/ nachlesen. Diese Seite ist vor allem sehenswert, weil ihr Autor der 430EX fantastische Fotos entlockt hat.

Bei dem Baujahr 1982 bin ich auf http://www.emtus.ch/minolta-pocket-autopak-430ex.html hereingefallen, die sich dasselbe haben zuschulden kommen lassen wie ich - ein 1980er Exemplar abgebildet, kenntlich an dem Schriftzug "Pocket", und das Baujahr für die neuere Version ohne dieses Wort angegeben .

Ich bin neu in Deinem Forum aktiv und habe die Gebräuche noch nicht fest verinnerlicht. Wenn Du die Links auf die Fremdquellen nicht hier stehen haben willst, nimm sie ruhig raus oder lösche den Beitrag. Ich habe meinen Originalbeitrag nur deshalb (noch) nicht präzisiert, damit eventuell mitlesende Foristen die Sachfrage nachvollziehen können .

Gruß, Hannes

19.07.17 23:12
Rainer 

Administrator

19.07.17 23:12
Rainer 

Administrator

Re: Der Blitz-Blender: Minolta Autopak 430EX

Hallo Hannes,

das ist ein schönes Beispiel für klammheimliche Feinstanpassungen eines Modells unter selben oder ähnlichen Modell-Namen über die Jahre. Das haben auch andere Firmen immer wieder mal praktiziert. Ich kenne das auch aus dem Bereich der Radio-Oldtimer (einem weiteren Interessengebiet von mir).


Ist aber auf der anderen Seite auch interessant, diese Unterschiede aufzuspüren. Vielleicht ist so auch mal eine Art "Blaue Mauritius" unter den Kameras zu finden.




Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

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