heutzutage hat man(n) sein Smartphone in der Hosentasche, falls es gerade noch so hinein passt. In den Siebziger Jahren, waren Kleinbildkameras zwar kompakt, aber eben doch so groß, dass es für eine "Immer dabei" - Kamera nicht reichte. Es gab zwar die Minox 8x11, dann die Pocket-Kameras und die 16 mm Fotokameras, aber deren erreichbare Bildqualität war hinsichtlich der Auflösung doch etwas begrenzt.
So kämpften sich die Konstrukteure langsam an die ECHTE T
aschkamera-Fähigkeit im Bereich Kleinbild (135 Film) heran. Die
Rollei 35 war ein gutes Beispiel dafür:
https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...mp;thread=236#1Allerdings zog dann 1974 die erste
Minox 35EL daran vorbei.
Während sie Rollei 35 noch empfindliche Bauteile aussen hatte, die leicht in der Hosentasche (auch durch dort noch andere Gegenstände) die Kamera beschädigen konnten, hatte die Minox 35 diesen Mangel nicht, war sie zugeklappt, waren alle wesentlichen Bauteile geschützt. Die Kamera glitt leicht in besagte Hosentasche und war genau so leicht zu entnehmen.
So erfüllte die Minox 35 die Vorgaben für eine Taschenkamera. Das Kunststoffgehäuse (Makrolon) war recht widerstandsfähig. Trotz der Kompaktheit konnten recht gute Weitwinkel-Objektive (Minotar) in der Minox 35 eingebaut werden, die durchaus auch noch für 30x40 cm Papierabzüge oder gar für DIAs gut waren.
Ich halte die Minox 35 für einen
Meilenstein der Kompakt-35-mm-Kamerageschichte, ähnlich relevant wie die Leitz Leica als Vorreiter für das Kleinbildformat.
Einige Zeit warb Minox berechtigter weise damit, dass die Minox 35 die kleinste Kleinbildkamera der Welt wäre. Wohl erst 1996 unterbot die Minolta TC-1 *** die Abmessungen der Minox 35.