Ungarn ist nun nicht gerade für seine Kameraindustrie bekannt, aber einige Kameras wurden auch hier produziert. Eine dieser durchaus interessanten Kameras – die Mometta II – soll im Folgenden kurz vorgestellt werden.
Die Mometta II wurde im Zeitraum von 1957 bis 1958 in 12.220 Exemplaren hergestellt. Hersteller war die Firma „Magyar Optikai Művek“ (Ungarische Optische Werke) oder kurz MOM. Einzelne Betriebsabteilungen dieser Firma existieren heute noch als private Unternehmen. Vorläufer der Mometta II war die ab 1954 hergestellte Momikon, die vermutlich aus namensrechtlichen Gründen 1955 Mometta umbenannt wurde. Die Mometta II wies im Unterschied zur Mometta eine abnehmbare Rückwand auf, was den Filmwechsel deutlich erleichterte. Im Jahr 1958 folgten noch später Mometta III und Mometta Junior, die nun die Möglichkeit des Objektivwechsels (M42) boten. Die Mometta Kameras werden auch gern als ungarische Leicas bezeichnet, da sie nicht nur dem Leica-Design ähneln, sondern sich auch technisch an der Leica orientieren.
Hier die allgemeinen Daten Mometta II:
Art: Kleinbild-Messsucherkamera
Baujahr: 1957 bis 1958
Gehäuse: Leichtmetall mit Kunstlederbezug
Aufnahmeformat: 24 mm × 36 mm auf 135er Kleinbildfilm
Objektiv/Fokus: MOM Ymmar 3,5/50 vergütet, 1 m bis unendlich, fest verbaut
Blenden: 3,5 – 16
Verschluss: Tuchschlitzverschluss, 1/25 – 1/500, B
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