Die Ilca von A. Walter Illing und ihre Nachfolgerin Iloca I (2. Version) von Wilhelm Witt sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden.
Links Ilca, rechts Iloca
Zunächst einige Informationen aus dem WEB: A. Walter Illing gründete 1947 im Hamburg eine feinmechanische Werkstatt. Die hauseigene Ilca Kleinbildkamera wurde wohl ab 1948 hergestellt. Es handelt sich um eine Kleinbildsucherkamera, die in ihrer Gestaltung stark an die Leica erinnert. Die Kamera wird von unten geladen. Sie besitzt einen Gehäuseauslöser und ist mit einem A.W. Illing Hamburg Illmar 2,9/5 im Prontor II Verschluss bestückt. Die Namensgebung von Kamera und Objektiv führte offenbar zu Konflikten. Der Kameraname „Ilca“ war für Zeiss Ikon zu ähnlich dem Namen „ICA“ und die Objektivbezeichnung „Illmar“ lag für Leitz zu nah an „Elmar“.
Für eine Serienfertigung fehlte Illing wohl das Geld, sodass der Hamburger Kaufmann Wilhelm Witt die Firma 1950 übernahm und noch im gleichen Jahr kam die Iloca I auf den Markt. Die Iloca I weist im Vergleich zur Ilca einige Veränderungen auf: In der ersten Version war di Iloca I noch mit Vario- oder seltener mit Prontor II-Verschluss ausgestattet und mit einer ähnlichen Verschlussabdeckung versehen wie die Ilca. In der hier gezeigten zweiten Version ist die Kamera mit einem Prontor-S mit moderner Verschlussabdeckung und mit einem vergüteten Illing Hamburg Ilitar 3,5/4,5 ausgestattet. Die Sucherpartie und das Zählwerk wurden moderner gestaltet. Außerdem wurde bei der Iloca I auf den unzuverlässig funktionierenden Gehäuseauslöser der Ilca verzichtet und vermutlich aus Kostengründen wurde auch von Schneckengangfokussierung auf Frontlinsenfokus umgestellt. Ebenfalls neu gestaltet wurde die abnehmbare Bodenplatte und beim direkten Vergleich fällt auch auf, dass das Gehäuse der Iloca etwas kleiner ist als das der Ilca.
Hier die allgemeinen Daten der Ilca und der Iloca I (bei Unterschieden: links Ilca/rechts Iloca I):
Art: Kleinbild-Sucherkamera
Baujahr: ca. 1948/49 / 1950 bis ca. 1953?
Gehäuse: Leichtmetall mit Kunstlederbezug
Aufnahmeformat: 24 mm × 36 mm auf 135er Kleinbildfilm
Objektiv/Fokus: A.W. Illing Hamburg Illmar 2,9/5 unvergütet, Gesamtobjektivverschiebung mittels Schneckengang 1 Meter bis unendlich / Illing Hamburg Ilitar 3,5/4,5 vergütet, Frontlinsenfokussierung (beide Objektive mutmaßlich von ISCO hergestellt)
Blenden: 2,9 – 16 / 3,5 – 16
Verschluss: Prontor II, 1 - 1/250 s, B (Gehäuseauslöser!) / Prontor-S, 1 - 1/300 s, B (Drahtauslöseranschluss)
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