[ iIa ] loca-Kamerawerk Wilhelm Witt, Hamburg, Iloca IIa
Hallo im Forum!
Ein ´Beifang´, eine Kamera aus dem Iloca-Kamerawerk Wilhelm Witt, Hamburg, Nachfolger der 1948 bis 1950 bestehenden Ilca-Illing Kamerawerke. Iloca fertigte unter den Namen Iloca einige preiswerte Fotokameras sowie Stereokameras. Ein großer Teil der Fertigung ging unter verschiedenen Handelsmarken in den Export, an Fremdfirmen und Versandhäuser.1960 musste die Firma Illing, obwohl sehr gut im Geschäft, wegen Lieferengpässen einer Zuliefererfirma und dadurch Mangel an Teilen Insolvenz anmelden. Agfa übernahm 1962 die Firma und brachte die bei Witt neu entwickelten Kameras mit geringfügigen Änderungen unter ihrem Namen heraus.
Die vorliegende Iloca IIa ist eine kleine 35mm -Kamera mit Sucher-Entfernungsmesser aus den frühen 1950er Jahren. Der Entfernungsmesser hat eine Basis von 40mm, leider ist bei meinem Exemplar ist das Doppelbild bei der Einstellung schlecht zu erkennen, es scheint die Teilverspiegelung des festen Sucherspiegels zu fehlen.
Die Kamera ist sonst gut verarbeitet, bis auf die unglückliche Materialauswahl der Abdeckung des Objektivtubus, sie weist Spannungsrisse auf. Der Verschluss ist ein Prontor –SV, der manuell mit einem Hebel gespannt werden muss, die Auslösung erfolgt oben am Gehäuse, die Doppelbelichtungssperre wird durch den anschließenden Filmtransport frei gegeben. Die Objektivbestückung ist ein Triplett Iltar 3,5/45mm, vermutlich von den Optischen Werken Göttingen. Interessanterweise ist das einfache Modell ohne Entfernungsmesser, die Iloca I, mit einem höherwertigen Objektiv 2,8/45mm ausgestattet.
In einem Beitrag im Forum wurde das Einlegen des Films in Leica ähnlicher Form angesprochen. Bei der Iloca ist das Einlegen ähnlich. Die Filmpatrone mit einem 2cm breiten und 10cm langen Filmanschnitt wird mit der Leerspule in die auf dem Kopf stehende Kamera geschoben, dabei muss unbedingt eine Markierung beachtet werden, damit die Filmtransportwalze sicher in die Perforation greift.
Auf der Rückwand der Iloca IIa befindet sich eine Tiefenschärfentabelle, wird diese entfernt, ist das Bildfenster zugänglich.
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Re: loca-Kamerawerk Wilhelm Witt, Hamburg, Iloca IIa
Ilocca war ein Kamerawerk das eine ordentliche Größe hatte und sehr gut im Export war
das hat wohl einigen Konkurenten nicht gepasst und da wurde dann einiges gedreht. aber da steht einiges bei wikipedia
Untergang
Iloca entschied sich im Frühjahr 1959 für einen neuen Verschluss von Compur, nachdem man die letzten vier Jahre ausschließlich Prontor-Verschlüsse eingesetzt hatte. Man hatte die Kamerakonstruktion auf die neuen Verschlüsse umgestellt und sollte 1200 Verschlüsse im August und 2000 Verschlüsse im September 1959 bekommen, die aber nicht eintrafen. Dadurch stand die Produktion für drei Monate still, woraus die Insolvenz resultierte. Ilonca vermutete Absicht hinter dem Verhalten, da beide Zulieferer im Besitz von Carl Zeiss waren, musste aber vor der gerichtlichen Entscheidung aufgeben.
Agfa hat dann aus der Konkursmasse ds Werk gekauft.
Eigentlich gab es Gauthier und Deckel nur auf dem Papier da Zeiss und Co an beiden Unternehmen beteiligt waren
Es gab auch angeblich einen Vertrag das Compur Verschlüsse vorrangig an Zeiss zu liefern seien.