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[iIa] Voigtländer Vito BL / Vito II: Design und Fortschritt bis zum Nichtsein ...
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18.02.17 18:14
Laufboden 

BZF-Master

18.02.17 18:14
Laufboden 

BZF-Master

[ iIa ] Voigtländer Vito BL / Vito II: Design und Fortschritt bis zum Nichtsein ...

Hallo miteinander,

heute noch ein Detail zum Thema Glanz am Ende des deutschen Kamerabaus.

Ich hatte die Vito II von 1948. Eine KB-Kamera klassischen Aufbaus. Elegant, vorbildliche Haptik. Keine andere meiner Kameras war so ein Handschmeichler.
Als ich eine Vito BL sah, die sich zur Gewinnung diverser Ersatzteile - Objektiv, Anschraubring, .. - anzubieten schien, schlug ich zu - und erlebte eine faustdicke Überraschung. Und es war nicht nur die, daß das äußere Erscheinungsbild schnell wiederhergestellt werden konnte und die partiellen Funktionalität - alles außer dem defekten Selenbelichtungsmesser - nicht leicht wiederzuerlangen war.

Die Vito BL sieht wie eine stringente Weiterentwicklung der Vito II aus, hat aber bis auf Ähnlichkeiten der äußeren Gestaltung fast nichts mit ihr gemeinsam.

Äußerer Eindruck:
Vito II: 390g. Liegt sehr gut in der Hand, Materialien, Konstruktion, Formgebung, Finish und Gewicht vermitteln den Eindruck hoher Wertigkeit.
Vito BL: 520g. Liegt sehr gut in der Hand, Materialien, Konstruktion, Formgebung, Finish und hohes Gewicht vermitteln den Eindruck sehr hoher Wertigkeit.

Gemeinsame Eigenschaften:
KB-Rollfilm-Kamera, Color-Skopar, 50mm/1:3.5, Prontor-Verschluß, Bildzählwerk (36,..,1), Blitzsynchronisation, Zubehörschuh ("cold shoe"), Doppelbelichtungssperre.
Und diese gemeinsamen Eigenschaften sind schon mal sieben derbe Unterschiede.

Vito II:

  • Kamera zusammenklappbar
  • Im geschlossenen Zustand Objektiv durch Laufboden geschützt
  • Auslöser an Kameraoberseite, aber im Laufboden
  • Kabelauslösernippel weiter vorne im Laufboden
  • Bildzählwerk: waagrechtes Rädchen oben. Nummernbereich sichtbar (2-3 Zahlen, ca. 15 Striche)
  • Zubehörschuh optional und abnehmbar (frühe Vito II); später fest installiert. Zentral.
  • keine Befestigungsmöglichkeit für Trageriemen etc.
  • Durchsichtsucher mit hinten sehr kleinem, runden Fenster
  • Einklappbarer Balgen, Objektivstandarte selbstausfahrend
  • Öffnen des Rückteils wie bei den meisten Balgenkameras u.a. für 120er-Film
  • an der Oberseite zwei Drehknöpfe zum Spulen des Films (vor bzw. zurück)
  • der Film wird wie bei 120er-Film von einer Spule zur anderen transportiert und könnte dort entnommen werden
  • die zweite Spule sieht ähnlich aus wie die für 120er-Film
  • Doppelbelichtungssperre: nach dem Auslösen ist der Auslöser gesperrt und der Filmdrehknopf entsperrt. Wird dieser bis zum Anschlag gedreht, ist der Auslöser wieder frei (nur, wenn ein Film eingelegt ist!)
  • der Verschluß muß zum Auslösen extra gespannt werden. Er kann gespannt werden, wann immer er dies nicht ist
  • Hebel an der Rückseite ist zu schwenken, um rückspulen zu können
  • Objektiv und Prontor-S werden als Einheit an die Kamerastandarte geschraubt
  • VG des Skopar vorne in Verschluß geschraubt, HG hinten
  • Blenden- und Verschlußöffnung zwischen zentralHG und VG
  • zur Entfernungseinstellung wird die VG verschoben
  • Zeitauslöser: Hebelchen am Verschluß
  • Blitzbuchse firmenspezifisch(?), ähnlich PC-Buchse, aber inkompatibel dazu
  • Blitzsynchronisierung: fest vorgegeben, unabhängig von Zeitauslöser
  • kein Belichtungsmesser


Vito BL:
  • Kamera nicht zusammenklappbar
    [*Objektiv ungeschützt
  • Auslöser auf Kameraoberseite
  • Kabelauslöseranschluß im Auslöser
  • Bildzählwerk: senkrechtes Rad. Bildstand von vorne sichtbar (1 Zahl, kopfstehend)
  • Zubehörschuh fest installiert, zentral
  • Befestigungsmöglichkeit für Trageriemen etc.
  • Durchsichtsucher mit im Vergleich großen, rechteckigen Fenstern
  • feststehendes Objektiv
  • Rückteil doppelt hebelgesichert. Für Filmpatronenentnahme eingerichtet, aber für Spulen etc.
    Rückspulknopf mit dem einen Hebel ausfahrbar, das hebt zugleich Rückspulsperre auf
  • Schnellschalthebel an der Rückseite
  • der Film wird von der Spule bzw. Patrone auf einen Zylinder gespult, zur Entnahme ist er zurückzuspulen
  • die zweite 'Spule' ist ein dicke Zylinder mit Schlitz für den Filmanfang
  • Doppelbelichtungssperre: nach dem Auslösen ist der Auslöser gesperrt und der Schnellschalthebel entsperrt.
  • Schnellschalthebel spannt den Verschluß und gibt den Auslöser wieder frei (nur, wenn ein Film eingelegt ist!)
  • Rückspulknopf ist hochzufahren, um rückspulen zu können
  • Prontor-SVS ist fest mit Kameragehäuse verbunden
  • Skopar inklusive zentraler Blende bildet eine Montageeinheit
  • Hinterlinsenverschluß
  • zur Entfernungseinstellung wird das gesamte Objektiv verschoben (Schneckengang)
  • trickreicher Mechanismus (Zentralelement eine sehr spezielle Feder!) hält das Skopar im Objektivgehäuse
  • Zeitauslöser: gehäusenahes Hebelchen in Stellung "V" (Vorlauf)
  • Blitzbuchse: PC-Buchse
  • Blitzsynchronisierung: Hebel X,M,V (Vorlauf verhindert Wahl der Synchronisierung. Anscheinend M gewählt)
  • Blitzsynchronisierung vermutlich unabhängig von Zeitauslöser
  • ungekuppelter Selen-Belichtungsmesser


Bilder und Text dazu folgen

Grüße, Laufboden


Hinweise:
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18.02.17 18:44
Sammelott 

BZF-Master

18.02.17 18:44
Sammelott 

BZF-Master

Re: Voigtländer Vito BL (+II): Design und Fortschritt bis zum Nichtsein ...

Hallo Laufboden,
mit Fotos beider Modelle kann ich schonmal in Vorlage treten :




schönen Gruß-OTTI

Datei-Anhänge
sta72865.jpg sta72865.jpg (68x)

Mime-Type: image/jpeg, 619 kB

sta73482.jpg sta73482.jpg (75x)

Mime-Type: image/jpeg, 712 kB

18.02.17 19:02
Laufboden 

BZF-Master

18.02.17 19:02
Laufboden 

BZF-Master

Re: Voigtländer Vito BL (+II): Design und Fortschritt bis zum Nichtsein ...

Hallo miteinander,

es zeigte sich, daß entgegen meiner Erwartungen die Vito BL (von 1956) völlig ungeeignet dazu war, auch nur das allermindeste von mir gesuchte Ersatzteil zu liefern. Und das, obwohl die Vito B, das Folgemodell der Vito II, 1954 auf den Markt kam.








Die folgenden Teile, die gar nicht so einfach zu lösen sind, haben mir beim Wiederzusammenfügen durchaus Rätsel aufgegeben.
Im Bild sieht man alles wesentliche (ein kleiner Abdeckring ohne wesentliche Funktion ist nicht abgebildet).
Richtig zusammengefügt

  • paßt das erstens zusammen
  • funktioniert wie gewünscht
  • und drittens hält das alles perfekt zusammen

Ist aber irgendetwas falsch, funktioniert es beinahe, paßt nicht wirklich, fällt auseinander, und es sieht nicht so aus, als ob das mit diesen Teilen überhaupt klappen könnte. Ist es richtig zusammengefügt, fehlt aber noch ein kleiner Kniff - desgleichen.
Ich habe das auseinandergenommen, um an den Prontor heranzukommen. Aber leider - die eine kleine - sagen wir - Schraube, die man da um 180° drehen müßte, ließ das nicht zu, die ist voll vernudelt. Die hätte ich zerstören müssen.
Anbei diese genial-verrückte Konstruktion ... sie braucht zum Zusammenfügen wohl nur eine auf ein paar Handgriffe geschulte Hilfskraft und sitzt dann präzise und fest .. aber ich kann mir nicht vorstellen, daß man nicht besser auf solche Tricks verzichtet ...


Gruß, Laufboden

Datei-Anhänge
1064172Vito_BL.jpg 1064172Vito_BL.jpg (60x)

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1064186VitoBL.jpg 1064186VitoBL.jpg (60x)

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1064180VitoBL.jpg 1064180VitoBL.jpg (66x)

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1064182VitoBL.jpg 1064182VitoBL.jpg (69x)

Mime-Type: image/jpeg, 366 kB

1064181VitoBL.jpg 1064181VitoBL.jpg (76x)

Mime-Type: image/jpeg, 407 kB

1064177VitoBL.jpg 1064177VitoBL.jpg (63x)

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1064187VitoBL.jpg 1064187VitoBL.jpg (63x)

Mime-Type: image/jpeg, 279 kB

1064190VitoBL+II.jpg 1064190VitoBL+II.jpg (67x)

Mime-Type: image/jpeg, 240 kB

19.02.17 10:38
Rainer 

Administrator

19.02.17 10:38
Rainer 

Administrator

Re: Voigtländer Vito BL (+II): Design und Fortschritt bis zum Nichtsein ...

Hallo Laufboden,

der Wiederzusammenbau kann wirklich problematisch sein. Ich hatte mal einen Kollegen, der hatte sehr sorgfältig und mit genauer selbst erstellter schriftlicher Dokumentation eine Kamera demontiert (ich glaube, es war eine Zeiss-Ikon 6x9 Klappbalgen-Kamera) und das Konstrukt nicht mehr original zusammenbekommen.

Er bat mich um Hilfe, aber auch mir gelang das nicht mehr richtig, denn der Entfernungsmesser zeigte anschließend falsch an. Der Kollege hat versichert, dass er an keinem Teil der Entfernungs-Mess-Mechanik während der Demontage oder Montage gedreht hätte.

Letztlich waren wir gescheitert...

Möge die Belichtung immer kürzer als 1/30 Sekunde sein. Aus Negativ wurde Positiv.
Photoapparate sind Zeitmaschinen, sie können die Vergangenheit erhalten.

19.02.17 14:16
Laufboden 

BZF-Master

19.02.17 14:16
Laufboden 

BZF-Master

Re: Voigtländer Vito BL (+II): Design und Fortschritt bis zum Nichtsein ...

Hallo Rainer,

Rainer:
.. Er bat mich um Hilfe, aber auch mir gelang das nicht mehr richtig, denn der Entfernungsmesser zeigte anschließend falsch an. Der Kollege hat versichert, dass er an keinem Teil der Entfernungs-Mess-Mechanik während der Demontage oder Montage gedreht hätte.
.. Letztlich waren wir gescheitert...
Ich will da ja gar nichts unterstellen
Aber es gehört zu den allergrößten und allerwichtigsten Stärken des Menschen, zu abstrahieren.

Und das hat die Nebenwirkung, daß sich das nicht ändert, was von dieser Abstraktion nicht modelliert wird.
Wie oft hat sich schon irgendetwas beim Reparieren 'grundlos' und 'ohne mein Zutun' verändert ...
... oder, obwohl ich 'nichts' verändert habe, hat sich etwas verändert ...

Oft hilft Zurückbauen und Überlegen. Meist war's dann eine 'unbedeutende' Kleinigkeit ...
Im übrigen von wegen 'gescheitert': das ist man erst dann, wenn irgendetwas kaputtgegangen ist.
Ihr seid einfach den Weg nicht weitergegangen - nochmal aufmachen, überprüfen, nachdenken, nochmal zumachen

Physiker wissen, daß im Zweifelsfall immer das Experiment zählt, nicht die Theorie.

Um ein Beispiel zu nennen: seit jeher notieren Physiker die Versuchsbedingungen während eines Versuchs.
Um die Zeit von Galilei gehörten dazu nicht nur Größen wie Luftdruck, Temperatur, Seehöhe, Datum und Uhrzeit, sondern u.a. auch die Planetenkonstellation.
Nicht nur Auswirkungen der Planetenkonstellation könnte man heute, wenn sie wider Erwartens eine Rolle spielen sollten, aus den Aufzeichnungen zu einem Versuch nicht ersehen
Klassische Mechanik ist allzu bekannt und simpel, die beherrscht man längst sicher und fehlerfrei.
Im Prinzip ja. Bis auf katastrophale Fehler.
Da gab's z.B. einen Versuch von Forschern der NASA. Zur Erforschung des damals weitestgehend unbekannten Van-Allen-Gürtel wurde trotz schärfsten Protests vieler hochrangiger Physiker eine Wolke feinster Kupfernadeln eingebracht. Es wurde befürchtet, der Van-Allen-Gürtel und mit ihm das Leben auf der Erde könne zusammenbrechen. Die Wolke sollte danach einige Monate lang beobachtet werden, daraus glaubte man, Schlüsse ziehen zu können.
Das tatsächliche Versuchsergebnis hatte kein einziger der beteiligten Physiker erwartet. Nach zwei Wochen war die Kupfernadelwolke nicht mehr zu finden.
Lösung des Rätsels: der Versuch zeigte etwas völlig Anderes, Unerwartetes, und längst Bekanntes - die Tatsache, daß in einem in*(S)*genen Schwerefeld Schwerpunkt und Massenmittelpunkt der Kupfernadeln ungleich sind. Das führt dazu, daß sie um den Massenmittelpunkt schwingen. Diese Schwingung wird durch Reste von Gasen abgebremst, die Nadeln stellten sich senkrecht.

Je nun - ich hatte immer mal wieder und unter sehr unterschiedlichen Umständen die Aufgabe, Hilfestellung zu geben, wenn jemand mit einem von ihm selbstgeschriebenen Softwareprogramm nicht mehr weiterkam. Es erwies sich immer wieder, daß keine Nachfrage bei dem Hilfesuchenden zu trivial oder zu blöd war. Einer behauptete steif und fest, er hätte keinerlei Veränderung an seinem Programm gemacht, mit der alten Systemversion wäre alles richtig gelaufen. Ergebnis: vor keiner Veränderung war das Programm 200 Zeilen lang, nach keiner Veränderung 5000. ...

Was ich mit dem Sermon sagen möchte - als Mensch sieht man nie die Realität, sondern immer eine Abstraktion davon.
Geht mir nicht anders. Zerlegt ich eine Kamera und habe den Eindruck, ich könne eine Gedächtnisstütze brauchen, fotografiere ich. Meist brauche ich das nicht. Oft, aber bei weitem nicht immer hilft es. Hilft es nicht, gibt es viele Möglichkeiten: es war gar nicht erkennbar abbildbar, ich hatte die kritische Stelle nicht erkannt, keines der Bilder zeigt die Situation nicht genau genug, ein Bild zeigt die Situation perfekt - aber hilft überhaupt nicht.

Ich denke in dem Zusammenhang an die kleine, leicht gebogene Sicherungs-Unterlegscheibe z.B. am Zeitenrad eines Rädchen-Compur. Falsch herum eingelegt, wirkt das nicht als Sicherung gegen Aufdrehen, auch wenn die Schraube noch so sehr zugeteufelt wird, daß damit u.U. ein Reparateur, der damit umzugehen weiß, vor ein unerwartetes Problem gestellt wird ...
Wer nicht damit rechnet, daß es darauf ankommt, wie herum die Sicherungsscheibe eingelegt wird, findet nichts, was verändert wurde.

Man muß bei diesen alten Schätzchen damit rechnen, daß beim Zerlegen oder beim Zusammenbau irgendetwas(!) schiefgeht. Also das, was sonst auch mal Schwierigkeiten macht oder etwas völlig Unerwartetes. Handgriffe, die längst Routine geworden sind, können nicht durchführbar sein. Jede Art von Schraubverbindung kann sich als unlösbar erweisen. Ein Teil, das 'nie kaputt geht', kann kaputt gehen. Die Wiederholung einer Tätigkeit kann anders verlaufen.

Aber solange nichts kaputt gegangen ist, kann man's nocheinmal versuchen - wenn man's will und sich traut

Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 19.02.17 14:21

19.02.17 14:30
Laufboden 

BZF-Master

19.02.17 14:30
Laufboden 

BZF-Master

Re: Voigtländer Vito BL (+II): Design und Fortschritt bis zum Nichtsein ...

Hallo miteinander,

das obige Experiment zeigt, daß irgendetwas - vermutlich der Server - im obigen Text an einer bestimmten Stelle in*(S)*gen reproduzierbar durch in*(S)*genen ersetzt
Dieses in*(S)*genen steht dann auch in dem Text, den ich zum Bearbeiten geliefert bekomme.
Es nützt aber nichts, diese falschen Zeichen zu korrigieren ...

Grüße, Laufboden

P.S.: kann es sein, daß die Zeichenkombination '*(S)*' - also ' h o m o ' wie Mensch auf Latein - als illegale Zeichenfolge korrigiert wird?!

Zuletzt bearbeitet am 19.02.17 14:33

19.02.17 14:39
Laufboden 

BZF-Master

19.02.17 14:39
Laufboden 

BZF-Master

Re: Voigtländer Vito BL (+II): Design und Fortschritt bis zum Nichtsein ...

Hallo miteinander,

Anscheinend ist es genauso: das lateinische h o m o wie gleich ist irgendeinem abgewrackten Programmierfuzzi hier suspekt!
Ich versuche es mal:
Homologation, Homolog, Homomorph, Homotypie

Grüße, Laufbden


Admin: Der "abgewrackte Programmierfuzzi" bin ich. Das Wort wurde mal vor Jahren in die "Bad word list" aufgenommen, weil mehrmals nachts ein Witzbold sich registrierte und dann sofort Erotik-Pöbeleien vom Stapel ließ. Ich habe das Wort Homo erstmal wieder aus der Liste herausgenommen.

Es gibt nach wie vor eine gewisse Zahl von gesperrten Worten aus diesem Themen-Bereich.

19.02.17 14:47
Laufboden 

BZF-Master

19.02.17 14:47
Laufboden 

BZF-Master

Re: Voigtländer Vito BL (+II): Design und Fortschritt bis zum Nichtsein ...

Hallo miteinander,

klassisch heißt es *(S)* hominem lupus.
Ich pflege diese unberechtigte Behauptung zu korrigieren zu *(S)* hominem *(S)*.
Hier könnte es jedoch heißen calculus hominem *(S)*

Auch wenn so ein grotesk-idiotischer Eingriff in einen Text erstmal einfach nur ratlos macht, kann ich da dem Sysadmin nur raten: "Wehre den Anfängen der Zensur".

Ich grüße in der Hoffnung, daß dieser alberne Bockmist umgehendst abgestellt wird, weil sich der Verantwortliche für so einen Eingriff einsichtig zeigt, zumindest, weil er zur Gattung *(S)* sapiens zählen möchte

Laufboden

Hinweis: ein Eingriff wie dieser verhindert wissenschaftliche Texte auf diesem Server. Altsprachliche, anthropologische und naturwissenschaftliche Texte sind auf disem Server nicht ernsthaft formulierbar, mathematische würden bis zur Unkorrigierbarkeit verstümmelt.

Zuletzt bearbeitet am 19.02.17 15:31

19.02.17 18:57
Rainer 

Administrator

19.02.17 18:57
Rainer 

Administrator

Re: Voigtländer Vito BL (+II): Design und Fortschritt bis zum Nichtsein ...

Hallo Laufboden,

es gibt kein deutsches Forum ohne Sperrworte-Liste. Das hängt mit der Anzeige-Wut und dem deutschen Rechtssystem zusammen. Forenbetreiber sind primär für die Inhalte haftbar. Haftbar ist hier wörtlich zu nehmen.

Auch ich wurde schon mal diesbezüglich in Anspruch genommen. Deshalb muß auch die Sperrwortliste aktiv bleiben, obwohl sie nicht alles verhindern kann.

Der Nachteil einer Sperrwortliste ist es, dass auch schon mal harmlose Worte wegen gesperrten Wortbestandteilen zerhackt werden. Bisher haben die Nutzer diese seltenen Zerhackungen duldend in Kauf genommen.

Mit Zensur hat das gar nichts zu tun, sondern es ist lediglich ein Baustein zur rechtlichen Absicherung des Forenbetreibers. Ich denke, das können Forum-Nutzer akzeptieren ohne Sorge um Meinungsfreiheit zu haben.

Es ist vielleicht nicht so bekannt, aber auch dieses Forum ist immer wiedermal Ziel von Verwirrten, die alles Mögliche probieren, um Ärger zu provozieren oder skurrile Beiträge einzustellen, bis hin zu Porno-Bildern. Ich handle hier immer recht schnell, sodaß nicht alles offensichtlich wird.


Möge die Belichtung immer kürzer als 1/30 Sekunde sein. Aus Negativ wurde Positiv.
Photoapparate sind Zeitmaschinen, sie können die Vergangenheit erhalten.

Zuletzt bearbeitet am 19.02.17 19:02

19.02.17 19:39
Blende-11 

BZF-Master

19.02.17 19:39
Blende-11 

BZF-Master

Re: Voigtländer Vito BL (+II): Design und Fortschritt bis zum Nichtsein ...

Hey Rainer

Interessante Infos. Ich kenne andere Foren wo entweder strenge Sperrwortlisten da sind oder die Moderatoren Sachen weg löschen. Im BZF bin ich selbst noch nicht in die Sperrwortfalle geraten.

Ich verstehe deinen Standpunkt, besser so als wenn geistiger Unflat auftaucht.

lg Peter

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