Im Web finden sich erstaunlich wenig Informationen zur Kodak Regent, obwohl die Kamera durchaus hochwertig, elegant und nicht übermäßig selten ist. Hier mal zusammengefasst einige Informationen: Die Regent ist eine Rollfilmkamera für Aufnahmen auf Rollfilm 620 im Format 6x9 (mit Maske 4,5x6). Hergestellt wurde die Kamera von Kodak in Stuttgart im Zeitraum von 1935 bis 1939 in einer Stückzahl von ca. 10.000 Exemplaren. Sie verfügt über einen gekoppelten integrierten Entfernungsmesser mit separatem Einblick (kein Messsucher). Folgende Bestückungsvarianten wurden angeboten: Xenar 3.8/10,5, Xenar 4.5/10,5 und Tessar 4.5/10,5 wahlweise in Compur oder Compur-Rapid Verschluss. Mein erster Eindruck, als ich ein Exemplar der Kamera im Web sah, war ungefähr folgender: „Wow, was für eine schöne Bakelit-Kamera“. Aufgrund der Form fühlt man sich sofort an eine Ebner-Kamera erinnert. Die Kodak Regent besitzt jedoch ein mit Leder bezogenes Metallgehäuse und das ganze in einer bemerkenswert ‚stromlinienförmigen‘ Gestalt. Bezüglich des Konstrukteurs der Regent ist auf der schönen WEB-Site von Mike Eckman folgendes zu lesen: „Although produced by the same factory where other Nagel designs were made, there is no supporting evidence showing Nagel’s direct involvement with this camera. If he did, sufficient documentation has never been found.“ (https://mikeeckman.com/2021/05/kodak-regent-1935/). Dem entgegen ergibt eine kurze Patentrecherche gleich zwei Patente (US2069968 und US2090063) von August Nagel, die seine Urheberschaft bei der Konstruktion der Regent belegen. Hier mal ein Auszug aus dem Patent US2090063:
Hier noch die allgemeinen Daten meiner Kodak Regent:
Art: Rollfilm-Sucherkamera
Baujahr: 1935 - 1939
Gehäuse: Metall mit Kunstlederbezug
Aufnahmeformat: 60 x 90 mm auf Rollfilm 120 (mit Maske 45 x 60 mm)
Objektiv/Fokus: Schneider-Kreuznach Xenar 4,5/10,5cm, Verschiebung der Standarte mittels Triebschraube 1 m bis unendlich, integrierter gekoppelter Entfernungsmesser
Blenden: 4,5 – 32
Verschluss: Compur-Rapid, 1 – 1/400, T, B
Filmzählwerk: nein, zwei Filmsichtfenster (verschließbar)
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