die kleinste Kamera aus dem Ihagee Auto-Ultrix Sortiment, die 2850, soll an dieser Stelle kurz vorgestellt werden.
Die Auto-Ultrix 2850 (Westentaschen Auto-Ultrix) für Aufnahmen im Format 4x6,5 auf Rollfilm 127 wurde 1932 vorgestellt. Angeboten wurde die kleine Kamera in zwei Modellen mit unterschiedlichen Ausstattungen und Bestückungen. Die hier gezeigte Auto-Ultrix 2850 ist das besser ausgestattete Modell. Die Auto-Ultrix 4850, die nur Frontlinseneinstellung, den Ihagee Anastigmat 6.3 und einen einfachen Klapprahmensucher bot, war das Low-Budget-Modell. Auto-Ultrix 2850 ist eine recht kompakte und gut ausgestattete Kamera. Auf Knopfdruck öffnet ich der Frontdeckel und die Kamera springt in Gebrauchsstellung, wobei sich der Newton-Sucher selbsttätig aufrichtet. Fokussiert wird durch Gesamtobjektivverschiebung mittels Schneckengang. Bestückt ist mein Exemplar in der einfachsten Ausstattungvariante der 2850 mit einem Ihagee Anastigmat 1:4,5/70 mm im S-Pronto-Verschluss. Das Ausstattungsangebot reichte bis zum Tessar 3,5 im Compur-Verschluss. Bei meinem Exemplar fehlt leider ein Teil des Sucherglases, was sich durchaus nachteilig auf die Motivsuche auswirkt.
Hier die allgemeinen Daten der Auto-Ultrix 2850:
Art: Rollfilm-Sucherkamera
Baujahr: 1932 – ca. 1939
Gehäuse: Metall mit Lederbezug
Aufnahmeformat: 40 mm × 65 mm auf Rollfilm 127
Objektiv/Fokus: Ihagee Anastigmat 1:4,5/ 70 mm, Gesamtobjektivverschiebung mittels Schneckengang 1 Meter bis unendlich
Blenden: 4,5 - 22
Verschluss: Gauthier S-Pronto, 1 - 1/100 s, B, T mit Drahtauslöseranschluss und Selbstauslöser
Bildzählwerk: nein, Vorspulen über Filmsichtfenster
Sucher: klappbarer Newtonsucher, selbsttätig aufrichtend beim Öffnen der Kamera
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da mir das Gehäuse bekannt vorkommt, habe ich mal meine Parvola 1450 (3x4) herausgeholt, die ja auch den 127er Film verwendet und mit gleichem Gehäuse als Mod. 1350 auch im Format 4x6,5 angeboten wurde. Zu meiner Überraschung sind die Gehäusemaße nicht identisch, die Parvola ist mit 11,2 cm etwas kleiner. Ich hätte gedacht, dass man bei konstruktiv ähnlichen Kameras gleiche Gehäuse/Bauteile verwendet hätte...
der Gedanke ist logisch. Vielleicht sollten wir zunächst unsere Messparameter vergleichen, bevor wir Schlüsse ziehen. Ich messe die Größe der Kamera über längste Entfernung, also im vorliegenden Fall vom Scharnier auf der einen Seite bis zum Öffnungsknopf auf der anderen Seite. Wenn ich Scharnier und Öffnungsmechanismus außeracht lasse, dann komme ich genau auf 11,2 cm Gehäuse.
Du hast natürlich völlig recht; wir haben offenbar unterschiedlich gemessen. Ich habe jetzt mal den Ihagee-Katalog 1932 konsultiert; demnach sind die Gehäuse mit jeweils 11,2 x 6 x 2,8 tatsächlich gleich groß: