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[iIa] Von Lomografen geliebt: Revue (Diana)
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09.08.17 09:47
Tengor

nicht registriert

09.08.17 09:47
Tengor

nicht registriert

[ iIa ] Von Lomografen geliebt: Revue (Diana)

Liebe Foristen,

oh, eine Kamera im Quelle-Katalog für vier Mark, und das mit dem wirtschaftlichen Format von sechzehn Bildern 4x4 auf 120 Film? Das gab der Taschengeld-Etat noch her. Es handelt sich um eine "Diana", als Revue gelabelt.


Daten:

Hersteller, Modell: Great Wall (Hongkong) zugeschrieben, Modell dann Diana
Baujahr: Von mir erworben 1966, aus dem Quelle-Katalog 1965/66
Format: 4 x 4 cm auf Rollfilm 120
Objektiv: einlinsiges Plastik-Objektiv
Aufnahmen: 16
Blenden: 2 kleine eingestanzte Lochblenden, ergibt 11, 14 und 22
Verschluss: selbstspannender Verschluß ohne Doppelbelichtungs- oder Leerlaufsperre, betätigt durch Hebel am Objektiv, 1/100, B
Blitz: nein
Belichtungsmesser: nein
Filmzählwerk: ja, auf Film
Sucher: Durchsichtsucher ohne optische Elemente
Filmtransport: Transport-Drehknopf.
Entfernungsmesser: nein
Selbstauslöser: nein
Film-Empfindlichkeiten: alle
Filmtyp-Merkscheibe: nein
Gewicht: 139 Gramm


Niemand, der sie nur von weitem vorzeigte, brauchte sich ihrer zu schämen, hatte sie doch einen Fake-Belichtungsmesser-Ring um's Objektiv und lässt eine Linse von 19 Millimeter Durchmesser erkennen, was einer Lichtstärke von 2.4 entspräche. Optisch wirksam ist natürlich als größte Lichtstärke die Öffnung im Strahlengang für Blende 11 "Wolken".
Dieses Exemplar ist etwas mitgenommen, vermutlich durch einen festen Griff oder ein sonstiges Mißgeschick waren mal die planen Plastikscheiben im Sucher herausgeflogen.


Bis auf zwei Nieten und, vermutlich, die Feder im Verschluß eine reine Plastik-Bauweise, was zu einer Kratz-Filmführung ohne Rollen, einer Rückwand ohne Formstabilität und daher mit Fremdlicht-Garantie sowie einer festen Fake-Filmandruckplatte führte.


Dennoch, was den Unterschied in der Brauchbarkeit gegenüber vielen Box- und Pocketkameras ausmacht: sie hat eine Entfernungseinstellung von ein Meter bis unendlich.


Drei aussagefähig bezeichnete Blenden runden die professionelle Ausstattung ab. Mit der Leica hat sie die Bezeichnungen open/Auf - lock/zu am Entriegelungshebel gemeinsam.


Lomografen lieben sie, hier sieht man, warum: die Bauweise bewirkt authentische Vignettierung, typischer Lichteinfall, sphärische Aberration, Verzerrung in Richtung der Ecken und unleugbare Ecken-Unschärfe, die auf diesem Bild noch die Freistellung durch löblicherweise vorhandene Entfernungseinstellung verstärkt.
Foto: Herbst 1966, die Bauernfamilie B. auf ihrem Acker in Kappel/Schwarzwald, heute ein Ortsteil von Freiburg i.Br. Bei ihnen holte ich als Kind jeden Abend eine Kanne frische warme Milch und spielte mit ihren Katzen. Ich gönne es ihnen herzlich, daß sie im Laufe der Jahre zu Wohlstand gekommen sind - der Acker ist auf einigen meiner, in diesem Forum veröffentlichten Bildern voll bebaut zu sehen und muss hohe Grundstückspreise erbracht haben.


Viele Grüße,

Hannes :)

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DSCN6001.JPG DSCN6001.JPG (114x)

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DSCN6002.JPG DSCN6002.JPG (111x)

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DSCN6003.JPG DSCN6003.JPG (113x)

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Film032-10_640.jpg Film032-10_640.jpg (106x)

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09.08.17 11:01
Sammelott

nicht registriert

09.08.17 11:01
Sammelott

nicht registriert

Re: Von Lomografen geliebt: Revue (Diana)

Hallo Hannes und Mitleser,
was ergaben sich denn da so für Belichtungszeiten?
Bei Lochblenden denke ich mal bei voller Sonne trotzdem so um ne 1/2 Sekunde?
Das dann freihand......
geblendete Grüße-OTTI

09.08.17 11:08
Tengor

nicht registriert

09.08.17 11:08
Tengor

nicht registriert

Re: Von Lomografen geliebt: Revue (Diana)

Lieber Sammelott,

die Qual der Wahl gab es nicht - die Kamera hat als Momentzeit 1/100 Sekunde.
Dachtest Du an eine Lochkamera? Die sind doch nur ein müder Trick, um von den Millionen Agfa Clack, die gebaut wurden, noch welche für teures Geld an Lomo-Begeisterte zu verscherbeln . Nein, ich kenne Iris- und Lochblenden an Kameras (und übrigens an Mikroskopen).



Viele Grüße,

Hannes :)

09.08.17 11:21
Sammelott

nicht registriert

09.08.17 11:21
Sammelott

nicht registriert

Re: Von Lomografen geliebt: Revue (Diana)

Hllo Hannes,
versteh ich nicht so ganz. In Deiner "Beschreibung steht doch " 2 kleine,eingestanzte Lochblenden".
Ah ja, 1 linsiges Plastikobjektiv......hatte ich überlesen, sorry.
gestanzte Grüße-OTTI

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veröffentlichten   Doppelbelichtungs-   Entfernungsmesser   wirtschaftlichen   selbstspannender   Entfernungseinstellung   Fake-Filmandruckplatte   Kratz-Filmführung   Belichtungsmesser   Belichtungszeiten   Ecken-Unschärfe   Plastik-Bauweise   Fremdlicht-Garantie   Transport-Drehknopf   Entriegelungshebel   Grundstückspreise   Film-Empfindlichkeiten   Durchsichtsucher   Fake-Belichtungsmesser-Ring   Filmtyp-Merkscheibe