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Kordellichtdichtung
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23.03.23 18:42
AWR59 

500 und mehr Punkte

23.03.23 18:42
AWR59 

500 und mehr Punkte

Kordellichtdichtung

Hallo zusammen,

endlich ist eine funktionstüchtige Revue ML / Praktica MTL 5B bei mir eingetroffen. Zu den Lichtdichtungen habe ich noch eine Frage:

Die Deckeldichtung ist aus Schaumstoff, sieht ziemlich fertig aus und wird erneuert. Als Gehäusedichtungen sind Kordeln eingeklebt (bei meiner defekten ML ebenfalls).

In den Erklärvideos zur Thematik "Lichtdichtung wechseln" wird bisweilen auf die Kordelvariante hingewiesen, weil angeblich langlebiger. Nun stellt sich die Frage, woher erkenne ich, ohne Probefilm, ob die Kordeldichtung noch in Ordnung ist? Bei Schaumstoff ist dies ja relativ leicht festzustellen.

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Mit besten Grüßen aus dem "echten Norden"
Andreas


Hinweise:

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23.03.23 23:04
Rainer 

Administrator

23.03.23 23:04
Rainer 

Administrator

Re: Kordellichtdichtung

Hallo Andreas,

eine Option ist der umgekehrte Weg, Lichtundichtigkeiten entdecken ohne Probefilm:

Eine Mikro-Taschenlampe in den Schacht der Kamera zwischen Objektiv und Filmebene einlegen, Kamera schließen, in absolut dunklen Raum gehen, 5 Minuten im Dunkel warten, dann prüfen ob irgendwo und wo genau Licht austritt.

Solche Mini-Lämpchen gibt es eigentlich überall. Beispiel eine mit weniger als 4 cm Länge:





Beste Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

Zuletzt bearbeitet am 23.03.23 23:05

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minitaschenlampe.jpg minitaschenlampe.jpg (101x)

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23.03.23 23:26
AWR59 

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23.03.23 23:26
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Re: Kordellichtdichtung

Moin Rainer,

mir fehlt gerade die Phantasie, wie ich das bei einer Spiegelreflex machen soll?

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Mit besten Grüßen aus dem "echten Norden"
Andreas

24.03.23 10:54
Rainer 

Administrator

24.03.23 10:54
Rainer 

Administrator

Re: Kordellichtdichtung

Hallo Andreas,

na ja, das Lämpchen muss hinein passen. Als Beispiel habe ich eben mal meine Praktica PL nova 1 genommen. Bei der kann ich in Stellung B mittels arretierbaren Drahtauslöser auslösen, zuvor das Objektiv mit Haushalts-Alu-Folie dicht umhüllen, dabei den Verschluss offen lassen , Spiegel ist oben, Lämpchen von hinten einlegen und einschalten, Objektiv wieder anschrauben, Haushalts-Alufolie über das Objektiv legen und andrücken. Das Lämpchen so legen, dass der Lichtkegel zur Kamerarückseite strahlt, dann ein Streichholz so legen, dass die Filmplanplatte etwas angehoben wird, Kamera schließen.

Auch das Einlegen des Lämpchens in den Raum der Filmpatrone wäre eine weitere Option um große Bereiche der Kamera-Hinterseite zu prüfen.

Dann zur Sichtprobe im Dunklen.

Ist eben ein Weg ohne Opfer-Film Lichtdichtigkeit zu testen, der bei so einigen Kameras funktionieren kann.



Beste Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

Zuletzt bearbeitet am 24.03.23 11:07

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24.03.23 12:22
AWR59 

500 und mehr Punkte

24.03.23 12:22
AWR59 

500 und mehr Punkte

Re: Kordellichtdichtung

Hallo Rainer,

so könnte es natürlich gehen. Einen arretierbaren Drahtauslöser habe ich allerdings derzeit nicht zur Hand. Die Deckeldichtung ist gewechselt und bei der Kordel verlasse ich mich einfach mal auf deren bessere Haltbarkeit.

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Mit besten Grüßen aus dem "echten Norden"
Andreas

14.06.26 14:05
Malifaux 

Einsteiger

14.06.26 14:05
Malifaux 

Einsteiger

Re: Kordellichtdichtung

Hallo liebe Nutzer,

nach Jahrzehnten der Abstinenz im analogen Bereich (80er Jahre mit der Dacora dignette Pronto aus dem Nachlass meiner Mama), digitaler Ausflüge in den Nullerjahren (Sony Cyber-Shot W150) und ab Beginn der Smartphone-Ära mit unzähligen Handys mit Prämissen auf die Kamera (Zeiss-/ Leica-Branding und seit 2019 vorrangig iPhone Pro Modelle) bin ich über die Ricoh ZF und Ricoh 500 me kürzlich bei 2 Prakticas gelandet.

BC-1 und BCA.

„Schuld“ daran ist zum einen die wohl leider defekte und bemängelte Praktica EE2 aus dem Nachlass vom Stiefvater und der Bericht hier im Forum über die B-Serie vom prakticafan. Beide Ricohs brauchten natürlich neue Lichdichtungen (ausgeknipst und vorgeschnittene Schaumstofflichtdichtungen „ Quality Japan Importen Foam“.

Dies vorab und nun zu meinen drei Fragen:

Bei der EE2 ist in der Nut für den Kameradeckel oben und unten eine sichtbare Kordel eingelassen. Bei der BCA und BC-1 scheint es ein Wollfaden oder eine weichere Kordel zu sein, da im Dichtungsmaterial die Nut vom Kameradeckel noch gut erkennbar ist.

1.) Kann daher davon ausgegangen werden. Dass die Dichtung im Gehäuse noch lichtdicht sein könnte? Zum Test hatte ich von dem Dichtungsset von ausgeknipst den dünnsten Streifen mit einem kleinen Holzspachtel und noch mit Klebefolie dran eingesetzt. Der Deckel ließ sich nur bis halboffen/ eindrittel ohne Widerstand schließen. Also gelassen und wieder entfernt. Entweder muss erst sie Alte raus oder das Futter ist noch gut genug.

2.) Bei der BC-1 links im Bild Nr. 569 sieht m.E. die Dichtung am Deckelscharnier noch gut aus. Bei der BCA rechts Nr. 570 im Bild hat sich an der Innenkante vom Dichtstreifen, wenn der Deckel zu ist, vom Schaumstoff minimal etwas gelöst. Kann eurer Meinung nach die Deckeldichtung bei beiden verbleiben bzw. sollte bei welcher erneuert werden?

Im Zweifel würde ich die im Deckel mit 1 mm von ausgeknipst in selber Breite und Länge erneuern.

3.) Bei notwendiger Erneuerung in der Gehäusenut: kann man dort einen Baumwollfaden drüberlegen? Welche Dicke meint Ihr und habt Ihr ggf. einen Link oder Bezugsquelle zur Verfügung?

Danke für Eure Tips und Unterstützung.

Obwohl die Prakticas ggü. den Ricohs weiter verbreitet sein sollten, findet sich im Netz zu den Lichtdichtungen weniger brauchbares als bei den Ricohs. Vermutlich weniger Mainstream oder gehypt.





Grüße

Frank

2 Bilder angehangen

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Klein (IMG_0569).jpeg Klein (IMG_0569).jpeg (2x)

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Klein (IMG_0570).jpeg Klein (IMG_0570).jpeg

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14.06.26 16:02
Rainer 

Administrator

14.06.26 16:02
Rainer 

Administrator

Re: Kordellichtdichtung

Hallo Frank, hallo zusammen,

da ich die Kameras nicht habe, kann ich konkret dazu nichts sagen, aber etwas generalisierend kann ich eine zweite skurrile Methode zur Lichtdicheitsprüfung vortragen :

Auf Verdacht irgendein Füllmaterial verwenden, kann funktionieren oder eben auch nicht. Entweder geht u.U. die Kamera nicht mehr zu oder die Lichtschutzwirkung ist zu gering. Letztlich hilft hier nur: Versuch macht klug.

Wobei das teuer werden kann, wegen der zu opfernden Filme...

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Wer die Nerven hat und Probefilme sparen will, kann auch bei Prüfung einer Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiv folgendes probieren:

(Ich wollte eine Skizze anfertigen, ist aber zu umständlich) Also man baut sich eine Versuchsanordnung, bestehend aus...

Ein Pappe (Karton) möglichst groß (1 Meter x 1 Meter nicht schlecht), in die Mitte kommt ein Loch mit möglichst kleinem Durchmesser, so dass gerade noch vom Motiv aus betrachtet, die Öffnung der Kamera ohne eingesetztem Objektiv zu sehen ist.

Die Kamera steht auf einem Stativ, ist geschlossen, dahinter steht eine möglichst LED-Leuchte die mit starken Fokus und Abblendung zu den Seiten (Papptrichter) auf die Kamerarückseite gerichtet ist.

Die Kamera wird in Stellung Verschluß offen ausgelöst (notfalls mit feststellbaren Drahtauslöser).

Der Aufbau befindet sich in einem dunklen Raum, man nimmt vor dem Objektivloch der Kamera platz und
gewöhnt seine Augen an die Dunkelheit. Sollte die Kamera lichtundicht sein, könnte man in der Kamerarückwand innen Lichtspuren sehen.

Der kritische Punk bei dem Aufbau ist möglichst wenig Umweglicht von vor zu hinter der Pappe zuzulassen,


Klingt komplizierter als es ist und man braucht keine weiteren Filme zu opfern. Na ja, ist nichts für "Warmduscher" .



Beste Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

Zuletzt bearbeitet am 14.06.26 20:45

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