endlich ist eine funktionstüchtige Revue ML / Praktica MTL 5B bei mir eingetroffen. Zu den Lichtdichtungen habe ich noch eine Frage:
Die Deckeldichtung ist aus Schaumstoff, sieht ziemlich fertig aus und wird erneuert. Als Gehäusedichtungen sind Kordeln eingeklebt (bei meiner defekten ML ebenfalls).
In den Erklärvideos zur Thematik "Lichtdichtung wechseln" wird bisweilen auf die Kordelvariante hingewiesen, weil angeblich langlebiger. Nun stellt sich die Frage, woher erkenne ich, ohne Probefilm, ob die Kordeldichtung noch in Ordnung ist? Bei Schaumstoff ist dies ja relativ leicht festzustellen.
-------------------------------------------------- Mit besten Grüßen aus dem "echten Norden" Andreas
Urheberrechte 1: Keine Scans von Prospekten, Bedienungs-Anleitungen, Prominentenfotos, Kunstobjekten oder Buch/Zeitschriften-Artikeln, die über begründete Bildzitate hinaus gehen.
Urheberrechte 2: Nur selbst aufgenommene Fotos. Keine Fotos auf und in fremden Grundstücken / Gebäuden / Museen, Ausstellungen, Theatern, usw.
Urheberrechte 3: Textpassagen von fremden Quellen vermeiden, höchstens einige Zeilen deutlich als Zitat erkennbar mit genauer Quellenangabe.
Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar oder zuord-bar sind, ohne deren schriftliche Genehmigung (DSGVO). Ebenso keine erkennbaren KFZ-Kennzeichen oder Fragmente davon! !
Fotos: Für beste Darstellung die Fotos (Thumbnails) unter den Textbeiträgen anklicken.
Der Zähler der Vorschaubilder zeigt NICHT die echte Zugriffszahl, die Bild-Anklicke direkt im Text werden nicht gezählt!
eine Option ist der umgekehrte Weg, Lichtundichtigkeiten entdecken ohne Probefilm:
Eine Mikro-Taschenlampe in den Schacht der Kamera zwischen Objektiv und Filmebene einlegen, Kamera schließen, in absolut dunklen Raum gehen, 5 Minuten im Dunkel warten, dann prüfen ob irgendwo und wo genau Licht austritt.
Solche Mini-Lämpchen gibt es eigentlich überall. Beispiel eine mit weniger als 4 cm Länge:
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
Analog: Aus Negativ wird Positiv. Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
na ja, das Lämpchen muss hinein passen. Als Beispiel habe ich eben mal meine Praktica PL nova 1 genommen. Bei der kann ich in Stellung B mittels arretierbaren Drahtauslöser auslösen, zuvor das Objektiv mit Haushalts-Alu-Folie dicht umhüllen, dabei den Verschluss offen lassen , Spiegel ist oben, Lämpchen von hinten einlegen und einschalten, Objektiv wieder anschrauben, Haushalts-Alufolie über das Objektiv legen und andrücken. Das Lämpchen so legen, dass der Lichtkegel zur Kamerarückseite strahlt, dann ein Streichholz so legen, dass die Filmplanplatte etwas angehoben wird, Kamera schließen.
Auch das Einlegen des Lämpchens in den Raum der Filmpatrone wäre eine weitere Option um große Bereiche der Kamera-Hinterseite zu prüfen.
Dann zur Sichtprobe im Dunklen.
Ist eben ein Weg ohne Opfer-Film Lichtdichtigkeit zu testen, der bei so einigen Kameras funktionieren kann.
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
Analog: Aus Negativ wird Positiv. Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
so könnte es natürlich gehen. Einen arretierbaren Drahtauslöser habe ich allerdings derzeit nicht zur Hand. Die Deckeldichtung ist gewechselt und bei der Kordel verlasse ich mich einfach mal auf deren bessere Haltbarkeit.
-------------------------------------------------- Mit besten Grüßen aus dem "echten Norden" Andreas
nach Jahrzehnten der Abstinenz im analogen Bereich (80er Jahre mit der Dacora dignette Pronto aus dem Nachlass meiner Mama), digitaler Ausflüge in den Nullerjahren (Sony Cyber-Shot W150) und ab Beginn der Smartphone-Ära mit unzähligen Handys mit Prämissen auf die Kamera (Zeiss-/ Leica-Branding und seit 2019 vorrangig iPhone Pro Modelle) bin ich über die Ricoh ZF und Ricoh 500 me kürzlich bei 2 Prakticas gelandet.
BC-1 und BCA.
„Schuld“ daran ist zum einen die wohl leider defekte und bemängelte Praktica EE2 aus dem Nachlass vom Stiefvater und der Bericht hier im Forum über die B-Serie vom prakticafan. Beide Ricohs brauchten natürlich neue Lichdichtungen (ausgeknipst und vorgeschnittene Schaumstofflichtdichtungen „ Quality Japan Importen Foam“.
Dies vorab und nun zu meinen drei Fragen:
Bei der EE2 ist in der Nut für den Kameradeckel oben und unten eine sichtbare Kordel eingelassen. Bei der BCA und BC-1 scheint es ein Wollfaden oder eine weichere Kordel zu sein, da im Dichtungsmaterial die Nut vom Kameradeckel noch gut erkennbar ist.
1.) Kann daher davon ausgegangen werden. Dass die Dichtung im Gehäuse noch lichtdicht sein könnte? Zum Test hatte ich von dem Dichtungsset von ausgeknipst den dünnsten Streifen mit einem kleinen Holzspachtel und noch mit Klebefolie dran eingesetzt. Der Deckel ließ sich nur bis halboffen/ eindrittel ohne Widerstand schließen. Also gelassen und wieder entfernt. Entweder muss erst sie Alte raus oder das Futter ist noch gut genug.
2.) Bei der BC-1 links im Bild Nr. 569 sieht m.E. die Dichtung am Deckelscharnier noch gut aus. Bei der BCA rechts Nr. 570 im Bild hat sich an der Innenkante vom Dichtstreifen, wenn der Deckel zu ist, vom Schaumstoff minimal etwas gelöst. Kann eurer Meinung nach die Deckeldichtung bei beiden verbleiben bzw. sollte bei welcher erneuert werden?
Im Zweifel würde ich die im Deckel mit 1 mm von ausgeknipst in selber Breite und Länge erneuern.
3.) Bei notwendiger Erneuerung in der Gehäusenut: kann man dort einen Baumwollfaden drüberlegen? Welche Dicke meint Ihr und habt Ihr ggf. einen Link oder Bezugsquelle zur Verfügung?
Danke für Eure Tips und Unterstützung.
Obwohl die Prakticas ggü. den Ricohs weiter verbreitet sein sollten, findet sich im Netz zu den Lichtdichtungen weniger brauchbares als bei den Ricohs. Vermutlich weniger Mainstream oder gehypt.
da ich die Kameras nicht habe, kann ich konkret dazu nichts sagen, aber etwas generalisierend kann ich eine zweite skurrile Methode zur Lichtdicheitsprüfung vortragen :
Auf Verdacht irgendein Füllmaterial verwenden, kann funktionieren oder eben auch nicht. Entweder geht u.U. die Kamera nicht mehr zu oder die Lichtschutzwirkung ist zu gering. Letztlich hilft hier nur: Versuch macht klug.
Wobei das teuer werden kann, wegen der zu opfernden Filme...
-----------------------------
Wer die Nerven hat und Probefilme sparen will, kann auch bei Prüfung einer Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiv folgendes probieren:
(Ich wollte eine Skizze anfertigen, ist aber zu umständlich) Also man baut sich eine Versuchsanordnung, bestehend aus...
Ein Pappe (Karton) möglichst groß (1 Meter x 1 Meter nicht schlecht), in die Mitte kommt ein Loch mit möglichst kleinem Durchmesser, so dass gerade noch vom Motiv aus betrachtet, die Öffnung der Kamera ohne eingesetztem Objektiv zu sehen ist.
Die Kamera steht auf einem Stativ, ist geschlossen, dahinter steht eine möglichst LED-Leuchte die mit starken Fokus und Abblendung zu den Seiten (Papptrichter) auf die Kamerarückseite gerichtet ist.
Die Kamera wird in Stellung Verschluß offen ausgelöst (notfalls mit feststellbaren Drahtauslöser).
Der Aufbau befindet sich in einem dunklen Raum, man nimmt vor dem Objektivloch der Kamera platz und gewöhnt seine Augen an die Dunkelheit. Sollte die Kamera lichtundicht sein, könnte man in der Kamerarückwand innen Lichtspuren sehen.
Der kritische Punk bei dem Aufbau ist möglichst wenig Umweglicht von vor zu hinter der Pappe zuzulassen,
Klingt komplizierter als es ist und man braucht keine weiteren Filme zu opfern. Na ja, ist nichts für "Warmduscher" .
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
Analog: Aus Negativ wird Positiv. Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
leider komme ich jetzt erst dazu, Dir zu antworte und Dankeschön für Deine Beschreibung.
Ich habe es mal umgekehrt versucht und bin mir aber nicht sicher, ob es als Anhaltspunkt herhalten kann .
Taschenlampenfunktion iPhone aktiviert, Kamerabody ohne Objektiv mit der Bajonettöffnung genau auf die Kameralinsen mit dem Blitzlicht gelegt.
Umgebungslicht mit einem lichtdichten Lappen um das Bajonett gewickelt. Zur Kontrolle Kamerarückseite geöffnet. B eingestellt und ausgelöst. Licht strömt durch die Öffning bei hochgeklappten Spiegel. Kameradeckel geschlossen. Bei B Auslöser betätigt und gehalten. Kein Lichtaustritt entlang des geschlossenen Filmdeckels an den Aussenkanten sichtbar. Insbesondere nicht im Bereich des Scharniers. Die ganze Konstruktion im Dunkeln in einer Kammer aufgebaut und die Augen an die dunkle Umgebung gewöhnt.
Im kommenden Sommerurlaub werde ich ein Film einlegen und durchjagen. Die BC-1 ist wegen etwaiger touristischer Hotspots als mein Herzensgerät weniger tauglich. Meine BCA leicht ungeeignet, da nur Blende eingestellt werden kann, anhand der ISO die Zeit automatisch ermittelt wird und ich mich dann auf die automatische Zeit verlassen muss, ohne zu Wissen, welche genommen wurde. Ich warte gerade auf eine BMS, bei der beide LED plausibel sein sollen, dann kann ich neben Blende und der gewählten ISO vom Film noch die Zeit übernehmen und sehen, ob die Belichtungemessung und Deckung mit den beiden LED ähnlich der digitalen Werte sind. Bei meiner Ricoh 35 ZF funktioniert das sehr gut so.
Als Anfänger mache ich parallel dazu ja Bilder mit meiner Sony RX100 M5A (eher, weil kleiner) oder Canon EOS R50. Dann sind nicht alle Erinnerungen weg, sondern „lediglich“ nur die analogen versaut.
fein daß Du Dich nochmal gemeldet hast. Das Einlegen eines schwarzen Wollfades kann schon helfen. Die Kameras sollte ruhig einen Hauch eines Hauches "schwergängig" beim Schließen sein. Problem ist allerdings das Einkleben eines solchen Fadens, viel hilft hier nicht viel
Jedenfalls wünsche ich Dir Erfolg bei der geplanten Reise. Da hast Du mit der RX100M5A eine gute Kamera als Backup.
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
Analog: Aus Negativ wird Positiv. Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.