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[iIa] Nagel Plattenkameras
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13.04.18 15:19
Laufboden 

BZF-Master

13.04.18 15:19
Laufboden 

BZF-Master

[ iIa ] Nagel Plattenkameras

Hallo miteinander,

es gibt mehr als eine Plattenkamera von Nagel, deshalb hier eine Oberüberschrift.

Meine drei, alle später "Recomar" genannt, sind die jeweils am besten ausgestatteten - und damit zwar selten, doch leider die vergleichsweise häufigsten.
Hier erst mal nur die Gruppenbilder. In der Mitte die Nagel 33 (Format 9x12, 1:4.5 Leitmayr Sytar. Fast wie neu), rechts die Nagel 18 (Format 6.5x9, Eurynar 3.8/105 hier schon vorgestellt; ungewöhnlich für diese Kamera ist der Lederbezug), links meine "neue" Nagel 18 (1:4.5 Nagel Doppel-Anastigmat, vollständig erhalten):




Grüße, Laufboden

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13.04.18 18:35
Laufboden 

BZF-Master

13.04.18 18:35
Laufboden 

BZF-Master

Nagel 18 (Recomar) mit Nagel Doppel-Anastigmat 1:4.5/105

Hallo miteinander,

Diese Kamera weinte mich lange genug in der Bucht an. Ihr Balgen war links und rechts mittels Leukoplast lichtdicht gemacht.
Als ich sie hatte, sah ich weitere Fehler: der Schlitten ließ sich nicht zurückschieben, die Gehäusezuhaltung war funktionslos, ein Stück des Bezugs des Rückteils war wegen Versprödung weggebrochen. Daß der Verschluß etwas hing, erschien als Normalfall. VG und HG des Objektivs jedoch, die merklich verpilzt waren, brauchten einige Überredungskunst, bis sie bereit waren, sich zur Reinigung öffnen zu lassen.

Wenn sich der Schlitten nicht verschieben läßt, kann dies verschiedene Gründe haben. Z.B. festsitzender Dreck oder sich z.T. lösende Verchromung in den Laufschienen, leicht verbogene Schlittenführungen, oder gar Laufschienen minimal verbogen. Braucht gar nicht zu sehen sein - da die Toleranzen prinzipiell äußerst gering sind, kann das reichen. Reinigung ist sowieso Routinesache. Nützte hier wenig. Schlitten gerichtet, klein wenig nachpoliert.
Im Prinzip lief er wieder, blieb aber an der Unterkonstruktion des Schlittens hängen, dem Blechstück, mit dem der Schlitten festgestellt wird. Auch das mit Gefühl biegen etcpp.
Balgen abnehmen: vorn wie üblich Objektiv abschrauben, am Gehäuse die Klebung lösen. Leukoplast gaaanz vorsichtig ablösen und dann Klebereste zart reinigen .. und reinigen (es waren wirklich Leukoplaststreifen!). Diese Streifen gaben die Vorlage für die 4 Ersatzflicken aus dem richtigen Material - zwei innen, zwei außen (hier: das richtige Kunstleder bzw. der richtige Stoff). Mit diesen die Löcher im Balgen außen und innen abkleben, dabei für genaues Passen sorgen.
Dann erstmal die Zuhaltung im Gehäuse reparieren - Blattfeder zurechtschneiden, biegen und befestigen.
Balgen wieder einkleben und Kamera zusammenbauen.
Mattscheibe schleifen und montieren.
Dann noch die ärgsten Fehler am Rückteil behandeln, und die Kamera auch sonst ein wenig aufpolieren.
Im wesentlichen war's das dann. Die Bilder dazu:

Am Anfang waren Leukoplast (und ein Schlitten, der an dieser Stelle festsaß ..

.. und eine etwas ausgefressenes Rückteil ..

.. dann war die Kamera wüst und leer ..

.. hatte aber noch keine Mattscheibe ..

(Hebel links umgelegt, Mattscheibenhalterung entnommen, neue Mattscheibe angelegt)
.. Mattscheibe vorsichtig unter die leicht anzuhebenden Federn einschieben ..

.. fertig! ..

("ursprüngliche" Leukoplastverzierung im Vordergrund)
Man sieht durchaus, daß die Kamera eine reiche Geschichte hatte.
Den Lichtschacht habe ich, wohl passend dazu, nur mäßig bearbeitet:


Ein Profi könnt's schneller. Aber zahlen möchte ich die Arbeitszeit nicht .

Grüße, Laufboden

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13.04.18 19:18
Laufboden 

BZF-Master

13.04.18 19:18
Laufboden 

BZF-Master

Nagel 18 + 33 - unterschiedliche Schlitten

Hallo miteinander,

die Nagel 18 und die Nagel 33 (beide hießen später Recomar, also eigentlich dieselbe Baureihe) haben völlig unterschiedliche Schlittengestaltung.
Das könnte alllerdings an unterschiedlichen Modelljahren liegen - es ist zu sehen, daß die "neu" aussehende 33er früher entstanden ist - das kann man an der Kameranummer sehen, aber auch daran, daß die 33 einen Rädchencompur und die 18 einen Radcompur trägt.

Die 18 hat etwas, was bei Zeiss "Umlegestandarte" heißt - im zusammengelegten Zustand ist die Standarte nach wie vor mit dem Laufboden verbunden, der vordere Teil des Schlittens sitzt nach wie vor in der Laufschiene.
Die 33 zeigt eine ungewöhnliche, ja einzigartige Konstruktion. Zusammengelegt ist die Standarte ganz konventionell mit dem Gehäuse verbunden. Während dies aber normalerweise über einen quasi unterbrochene Schlittenführung geschieht, erfolgt das hier über eine recht schmale Führung.
Das vermeidet Probleme, wie sie bei der klassischen Konstruktion oft auftreten und zu Hakeleien führen.

Nagel 18, Schlitten von unten:

Man sieht hier auch das mit dem Knopf oben verschraubte Blech der Schlittenfeststellung, das durch - kaum sichtbare! - Verformung anfangs den Schlitten blockiert hatte.

Nagel 33, Schlitten von unten (man beachte die Führung im Gehäuse):


Zum Vergleich: der zweiteilige Umlegeschlitten der 18 (links) und der klassische einteilige der 33:


Grüße, Laufboden

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15.04.18 13:33
Freier-Sascha 

BZF-Master

15.04.18 13:33
Freier-Sascha 

BZF-Master

Re: Nagel Plattenkameras

Hallo,
Ein interessanter Beitrag Herr Laufboden!

Ich habe zwei 18er, und zwar Eine von Nagel, und Eine von Kodak. Die Kameras sind nahezu identisch (bis auf Verschluss und Objektiv).
Die feinen Unterschiede die ich entdeckt habe:
1.) Die Standarte der Kodak ist vorne nicht schwarz, sondern angeschliffen, sodass die eleganten hellen Streifen entstehen, die die Kodak Plattenkameras oft auszeichnet.
2.) Der Unendlichkeits-Anschlag ist verschieden gelöst: bei der Nagel befindet sich der Mechanismus das Anschlags und der Entriegelung an / in der Entfernungsskala. Bei der Kodak ist nur der Anschlag an der Skala. Zum Entriegeln muss ein Knopf auf der anderen Laufbodenseite gedrückt werden: durch ein Gestänge wird diese Bewegung auf die Skala übertragen. Dadurch ist auch die Blockierung des Entfernungs-Knopfes verschieden gelöst: bei der Nagel muss vor dem Bewegen des Knopfes dieser als Ganzes herausgezogen werden. Bei der Kodak dient der Knopf zum "Unendlichkeits-Anschlag" -lösen, gleichzeitig als Entriegelungsknopf für den Entfernungsknopf. Durch diese Unterschiede ist auch der Entfernungsanzeiger am Schlitten unterschiedlich gebogen.
3.) Die Nagel hat das grosse Stativ-Gewinde, die Kodak hingegen das Kleine.

Ansonsten sind die Kameras identisch.

Technische Daten:
Nagel 18, 6,5x9, Nr. 135973, Ring-Compur Nr. 2390927 = 1933 / Nagel Laudar-Anastigmat 4,5 / 10,5cm No. 469776.
Kodak 18, 6,5x9, Nr. 16229Z, Compur Rapid Nr. 6045556 = 1939 / Xenar 4,5 / 10,5cm No. 856942.



Grüssle

Freier-Sascha

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15.04.18 15:59
Laufboden 

BZF-Master

15.04.18 15:59
Laufboden 

BZF-Master

Re: Nagel Plattenkameras

Hallo Freier-Sascha,

Freier-Sascha:
Ich habe zwei 18er, und zwar Eine von Nagel, und Eine von Kodak. Die Kameras sind nahezu identisch (bis auf Verschluss und Objektiv).
die - mit vollem Namen - Kodak Vollenda Recomar 18 ist zwar, wie alles bei Kodak, wohl in größerer Stückzahl entstanden als die mit Nagel beschriftete.
Merkt man in Deutschland nur nicht, hier ist die Kodak-Version rarer, da habe ich keine davon.

Der Unterschied meiner zwei Nagel-18er ist noch kleiner - die ältere hat das seltene 1:3.8/105 Eurynar, Lederbezug und Lederbalgen (ist unter den Recomars auffällig), die andere Kunstlederbezug, Kunstlederbalgen und den "biederen" Nagel-Doppel-Anastigmat 1:4.5/105.
Ansonsten sind sie baugleich.
Bis auf die Tragegriffe.
Der der neueren hat die Aufschrift "18" und die bei Nagel übliche Befestigung, der der älteren "Nagel" und Ringe zur Befestigung. Ob das beides original ist oder ob es ein Ersatzgriff ist, bleibt offen.

Grüße, Laufboden

Hinzugefügt: Unterschied Tragegriffe

Zuletzt bearbeitet am 15.04.18 17:18

16.04.18 15:18
Laufboden 

BZF-Master

16.04.18 15:18
Laufboden 

BZF-Master

Re: Nagel Plattenkameras

Hallo miteinander,

die vorderen Rahmen der Ikonometer - Zeiss-Ikon nennt sie jedenfalls so und meint das, was andere als Sportsucher bezeichnen - bei beiden meiner 18er haben einen Mangel, den die 33er nicht hat.
Bei den 33ern hält er präzise in der aufgeklappten Stellung, bei den 18ern nicht (im Bild ist er bei der 18 nach hinten verschwenkt, könnte auch nach vorne sein):

Üblicherweise werden diese Rahmen von einer Federhalterung gehalten, die etwa in halber Höhe des Rahmens an der Standarte montiert ist. Hier ist bei den Recomars aber kein Drahtbügel.
Auch hier ist die Feder zu- und aufgeklappt entspannt und wird auf dem Weg diesen Endstellungen gespannt.
Aber der Mechanismus mit der Feder ist seitlich unterhalb des Fußes der Standarte verdeckt montiert. Klappt man den Bügel um 90°, kann man sehen, daß die Blattfeder etwas heruntergedrückt wird (an den Endstellungen hebt sie sich wieder):

Jetzt zu den 18ern.
Inspektion zeigt, daß bei der 18 und der 33 zwar derselbe Mechanismus verwendet wird, doch mit einem kleinen entscheidenden Unterschied:
bei der kleineren 18 ist das unterste Stück ein Extrateil, eine Hülse, in die der Drahtrahmen gesteckt und dann wohl mit ihr hartverlötet wurde, bei der 33 gibt's diese Zweiteilung nicht (im nächsten Bild habe ich, nur wg. der besseren Verständlichkeit, Feder und Montageschrauben unten auf den Laufboden gelegt. Das ist natürlich keine sinnvolle Plazierung für so kleine Teile).

Bei meinen beiden 18ern hat sich diese Verbindung gelöst, und der Bügel dreht sich in der Hülse, statt den Zapfen zu drehen. Da könnte man z.B. mit ein wenig Hartlöten bzw. (Mini-)Punktschweißen u.ä. nachhelfen. Mechanisch ist da wenig zu machen - bei 1.5mm Drahtdicke wäre schon eine 0.5mm-Bohrung eher zu dick. Und woher z.B. einen geeigneten unauffälligen, aber umso verwindungssteiferen Schrumpfschlauch mit 2mm Lochdicke nehmen?


Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 16.04.18 17:31

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16.04.18 20:36
Freier-Sascha 

BZF-Master

16.04.18 20:36
Freier-Sascha 

BZF-Master

Re: Nagel Plattenkameras

Hallo Laufboden,
ich habe mir das bei meinen Beiden 18er angeschaut: Es ist so wie von ihnen beschrieben, nur sind meine Beiden Hülsen noch fest mit dem Drahtbügel verbunden, sodass der (sehr raffinierte) Mechanismus tadellos funktioniert.
Ich kann mir gut vorstellen dass sie das Löten können. Reinigen, Lötfett drauf, dann Draht und Hülse erhitzen, Lötzinn drauf - der verteilt sich dann in kleinsten Ritzen - wenn der Draht und die Hülse heiss genug sind verteilt sich der Lötzinn so dünn, dass er kaum mehr sichtbar ist. Die Verbindung müsste sehr gut halten so. Es stellt sich aber die Frage ob sich das Material löten lässt (ohne es anzuschleifen). Das müssten sie ausprobieren.
Ich denke kleben wäre keine Option - da ist die Fläche zu klein und die mechanische Belastung zu gross.
Oder die Hülse mit einer Zange o.ä. auf den Draht pressen? Nein, ich würde es mit Löten versuchen...
Gruss
Freier-Sascha

16.04.18 21:47
Laufboden 

BZF-Master

16.04.18 21:47
Laufboden 

BZF-Master

Re: Nagel Plattenkameras

Hallo Freier-Sascha,

Freier-Sascha:
Ich kann mir gut vorstellen dass sie das Löten können. Reinigen, Lötfett drauf, dann Draht und Hülse erhitzen, Lötzinn drauf - der verteilt sich dann in kleinsten Ritzen - wenn der Draht und die Hülse heiss genug sind verteilt sich der Lötzinn so dünn, dass er kaum mehr sichtbar ist. Die Verbindung müsste sehr gut halten so. Es stellt sich aber die Frage ob sich das Material löten lässt (ohne es anzuschleifen). Das müssten sie ausprobieren.
werde das bei Gelegenheit nochmal probieren.
Bei der einen hatte ich es schon mal, aber es hat genauso wenig funktioniert wie kleben. Gut, es war vielleicht mit zuwenig Nachdruck, weil's auch im Erfolgsfall nur ein Provisorium ist. Da muß man schon den Rahmen abnehmen und eine geeignete Vorrichtung basteln. Allzu gern mag das Lötzinn auch nicht in das Loch, und dann muß alles warm genug sein .. Feinlötgerät habe ich, aber keinen Brenner, den brauche ich sonst nie. Zinn hatte ich schließlich im Loch, aber das Ganze warm genug zu bekommen und so dann auch noch zusammenfügen, was durchaus hakelig geht, wenn's gerade zu schwer zum anfassen ist ..
Natürlich muß man gleichzeitig peinlich darauf achten, daß der Querbolzen in der Hülse richtig steht.
Jedenfalls hat's dann kein einzigesmal gehalten - kein Wunder, da treten sicher erhebliche Spannungen auf.
Freier-Sascha:
Ich denke kleben wäre keine Option - da ist die Fläche zu klein und die mechanische Belastung zu gross.
Oder die Hülse mit einer Zange o.ä. auf den Draht pressen? Nein, ich würde es mit Löten versuchen...
Kleben hält viel, hier aber bestenfalls, solange es Sekundenkleber ist, und hier ziemlich sicher auch der nicht. Wobei Sekundenkleber in so einem Fall nicht ohne Risiko ist - er müßte, um alles zu füllen, aus dem Loch herausspritzen (voller Gesichts- und Hautschutz! Und dann noch genügend Gefühl in den Fingerspitzen aufbringen .. hatte schon mal eine Hautverletzung mit einem spritzenden winzigen Tropfen. Im Zweifelsfall ist die einzige Stelle, auf der zuwenig von dem ekligen Zeug ist, die zu klebende). Da der Draht recht hart ist und die Hülse, da dünn, vergleichsweise biegsam, schadet Pressen allenfalls - die Hülse weitet sich, der Draht bleibt, wie er ist. Verformbar wäre er nur mit kräftigen Hammerschlägen. Besser würd's sitzen, wären Hülse und Draht von vornherein nicht rund ...

Grüße, Laufboden

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