[ iIa ] Erka (Erko) Plattenkamera, unbekanntes Modell 9x12
Hallo zusammen,
zur Firma Erko in Freital finden sich hier im Forum schon einige Informationen. Ein frühes Kameramodell der Firma soll an dieser Stelle kurz vorgestellt werden.
Bevor ich die Kamera selbst vorstelle, möchte ich die derzeit bekannten Informationen zur Firma Erko mal zusammenfassen. Die Firma wurde am 1. Januar 1923 unter der Bezeichnung „Erka-Photo-Werke Freital, Spezialfabrik für Kameras und Optik“ zur Eintragung ins Handelsregister angemeldet. Die eigentliche Eintragung erfolgte dann aber unter der Bezeichnung „Erko-Photo-Werk Radewenki & Koszuszek“ (wahrscheinlich im März 1923). Der Name „Erka“ war vermutlich bereits anderweit geschützt. Den Namenzusatz „Spezialfabrik für Kameras und Optik“ durfte die Firma nach Prüfung durch das Amtsgericht Freital ebenfalls nutzen. Inhaber der Firma waren Waldemar Kurt Radewensky aus Hainsberg (1914 Mitgründer von Weeka) und Karl Georg Arno Koszuszek aus Freital. Die ursprüngliche Bezeichnung „Erka“ leitete sich von den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Inhaber ab: Radewensky = R = gesprochen „Er“ und Koszuszek = K = gesprochen „ka“. Bereits vor der handelsgerichtlichen Eintragung stellte das Unternehmen Kameras unter der Bezeichnung „Erka“ her, wahrscheinlich auch schon vor 1923. Am 3. März 1924 musste die Firma Konkurs anmelden. Einer der zwei Firmenstandorte in Freital wurde unter der neuen Firma „Erkos“ weitergeführt. Hier zum Vergleich die Plakette der Erka und die Plakette einer Erko:
Von den verschiedenen von Erko (Erka) hergestellten Kameramodellen sind leider keine Modellnamen überliefert. Man kann ganz grob vier verschiedene Plattenkamera-Modelle unterscheiden: eine Zweiverschlusskamera (https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...&thread=379), eine Kamera mit doppeltem Auszug, eine Kamera mit Radialhebel-Fokussierung und die hier gezeigte Kamera ohne jeglichen Laufbodentrieb.
Hier die Daten zur Kamera:
Art: faltbare Laufbodenkamera für Platte/Planfilm (Aufnahmeformat: 90 x 120 mm) Objektiv: Erko Spezial-Aplanat 13,5 cm f/8 F Verschluss: ähnlich Vario, Z-B-25-50-100, mit Drahtauslösergewinde Blende: 8, 11, 16, 23, 32 Fokussierung: Standarte über Laufboden verschiebbar; 1,2 Meter bis unendlich Gehäuse: Holzgehäuse mit schwarzem Lederbezug Sucher: offener Brillantklappsucher drehbar sonst. Ausstattung: 2mal Stativgewinde 3/8 Zoll, Metalllaufboden, Trageschlaufe (nur noch Halterung vorhanden), einfacher Auszug, Einstellskala mit Unendlichkeitsanschlag, Holzmattscheibenrahmen, Objektivträger seitlich und höhenverschiebbar Bemerkungen: Firmenschild an der Gehäuseinnenseitenwand Maße, Gewicht: ca. 170 x 125 x 55 mm, 675 g Baujahr: um 1923
Ein bemerkenswertes Detail ist sicherlich, dass die Kamera eine „Erka“-Plakette besitzt, während das Objektiv bereits mit „Erko“ bezeichnet ist.
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