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Für alle Fälle (meine Reinigungsphilosophie)
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07.02.11 13:00
torfmauke 

BZF-Meister

07.02.11 13:00
torfmauke 

BZF-Meister

Für alle Fälle (meine Reinigungsphilosophie)

Neben der für's Fotografieren wichtigen Ausrüstung, die ich, Stative und Makroausrüstung ausgenommen, in meinem Alukoffer aufbewahre und meistens auch dabei habe, wenn ich auf Jagd gehe, sind zwei Etuis für mich wichtig, die ich gerne als "Für alle Fälle"-Etuis bezeichne. Auch sie haben ihren festen Platz im Koffer.

Das Etui mit den Werkzeugen und Ver- bzw. Gebrauchsmaterial erklärt sich von selber. Sind Akku oder Batterien leer, oder ist etwas defekt oder bedarf der Um-/Aufrüstung, braucht man Teile und eventuell Werkzeug. So muss es nicht irgendwo vorgekramt werden, sonder befindet sich hier versammelt.

Das Etui mit Reinigungsequipment ist noch wichtiger. Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, an die Glasflächen all meiner Optiken möglichst nur die Umgebungsluft zu lassen. Sollte es dennoch mal geschehen, das Fingerspuren, Staub oder anderer Unrat sich darauf niedergelassen hat, befindet sich alles Nötige zur Entfernung in meinem Reinigungsetui. Staub wird mit vorsichtigen Pinselstrichen entfernt, hartnäckigere Beläge und Fingerabdrücke mit Reinigungsknete abgenommen. Wenn das alles nicht hilft, wird vorsichtig mit einem weichen Baumwolltuch geputzt, notfalls unter Zuhilfenahme von destilliertem Wasser, sehr kleine Flächen, wie Okulare, putze ich mit Optikpapier.

Die Regeln sind einfach:

  • Geputzt wird nur, wenn es unbedingt erforderlich ist und nicht vor jeder Aufnahme.
  • Es wird immer nur mit dem leichtesten Mittel geputzt, welches für die Verschmutzung unbedingt erforderlich ist und die Optik am wenigsten belastet.
  • Reibendes Putzen ist zu vermeiden, Wischbewegungen immer vorsichtig und erst, wenn man sicher ist, das kein Staub oder andere Fremdkörper mehr auf der Linse sind.
  • Chemische Mittel sind tabu, wenn unbedingt nötig, nur reines, destilliertes Wasser verwenden.
  • Alle Hilfsmittel zum Reinigen sind sauber zu halten und müssen nach Gebrauch wieder gereinigt werden, insbesondere benutzte Pinsel*. Nicht mehr Vertrauen erweckende Hilfsmittel immer ersetzen, hier ist falscher Geiz unter Umständen teuer.

*) Ich verwende eine spezielle Bürste mit statischer Aufladung und sehr feinen Spezialborsten, die Staub und Flusen in einer Streichrichtung extrem festhalten und in die andere sich leicht wieder entfernen lassen. Damit reinige ich die feinen Pinselborsten nach Gebrauch, damit ich den Staub des einen Objektivs nicht wieder auf die anderen verteile.

Zur Sensorreinigung:

Sensorreinigung sollte nur von denjenigen vorgenommen werden, die genau wissen, was sie tun. Wenn, dann auch nur in geschlossenen, möglichst sauberen Räumen, in denen möglichst lange kein Staub aufgewirbelt wurde (Fegen, Putzen, Staubsaugen, Herumgerenne). Auch während der Reinigung möglichst kein Publikumsbetrieb im Raum, zugelassene Beobachter zum Stillsitzen ermahnen, Türen und Fenster geschlossen halten und selber wenig Staub aufwirbeln. Nur mit zugelassenen Hilfsmitteln nach Anleitung arbeiten! Auf keinen Fall während des Reinigens oder kurz zuvor am Arbeitsplatz Essen, Trinken oder Rauchen. Vorher alles bereitstellen und einen Moment warten, bis sich eventuell aufgewirbelter Staub in der Luft gesetzt hat. Vor allen Dingen darauf achten, das die Batterie voll geladen ist. Manche schlagen die Benutzung eines Netzteils vor, aber was ist, wenn Muttern grade den defekten Toaster einschaltet oder der Nachbar ein Loch in euer Zuleitungskabel bohrt? Dann ist der Metalllamellenverschluss hinne und die Kamera ein teurer Reparaturfall oder gar ein Fall für die Tonne! Also nur dann verwenden, wenn parallel ein voller Akku in der Kamera ist und der Hersteller garantiert, das dieser unterbrechungsfrei übernimmt.

Ich habe meinen Sensor bereits öfter (nur mit Akku) gereinigt, denn ich hasse Retuschen, es ist nicht ganz so problematisch, als manche behaupten (vermutlich zum Wohle derjenigen, die ihr Geld damit verdienen). Man reinigt auch gar nicht den eigentlichen Sensor, sondern das davor sitzende Infrarot-Sperrfilter, also ein optisches Glas ähnlich dem eurer UV-Filter. Aber man sollte schon wissen, was man tut und auch nur erprobte, zugelassene Hilfsmittel verwenden. Für die Reinigung von Staub reicht ein antistatisches Spezial-Pad, bei hartnäckiger Verschmutzung empfehle ich die Verwendung von Sensorfilm, früher auch bekannt als Discofilm. Der wird zusammen mit einer Abziehhilfe auf die Oberfläche aufgetragen und nach dem Abtrocknen zusammen mit den Verunreinigungen wieder abgezogen. Eine umfassende Beschreibung findet ihr hier:

http://www.gletscherbruch.de/foto/sensor...rreinigung.html (keine kommerzielle Seite)

Es gibt noch weitere Möglichkeiten der Sensorreinigung und jeder muss selber herausfinden, welche ihm am besten gefällt.
Wer Genaues wissen möchte: googeln!



"Gut Licht" wünscht KP

[i]"Sind die Fotos gut, lag's am Fotografen; sind sie schlecht, lag's an de

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07.02.11 14:12
Willi 

BZF-Meister

07.02.11 14:12
Willi 

BZF-Meister

Re: Meine Reinigungsphilosophie

Hallo Klaus Peter!

Da schreibst du aber vollmundig über deine Reinigungsphilosophie.

Zitat:
Die Regeln sind einfach:
* Geputzt wird nur, wenn es unbedingt erforderlich ist und nicht vor jeder Aufnahme.
* Es wird immer nur mit dem leichtesten Mittel geputzt, welches für die Verschmutzung unbedingt erforderlich ist und die Optik am wenigsten belastet.
usw.

Wie ist dann möglich, das du uns so viel Dreck zumutest?



Man sollte schon auch die Objekte reinigen, bevor man sie photographiert!

Liebe Grüße
Willi

"Altes bewahren - Neues prüfen"

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07.02.11 14:39
torfmauke 

BZF-Meister

07.02.11 14:39
torfmauke 

BZF-Meister

Re: Für alle Fälle (meine Reinigungsphilosophie)

Hallo Willi,

leider muß ich Dich enttäuschen, aber was Du da siehst ist bis auf ein paar ganz kleine Staubkörnchen, die man ohne Blitz kaum sieht, kein Dreck. Da ist der Lack abgeschlagen und gekratzt und diese Marken werden durch das Licht extrem hervorgehoben. Man hätte natürlich neu lackieren können, aber dann wären es ja keine Originale mehr, ausserdem sieht man es in der Vitrine wirklich kaum!
Damit Dein Reinlichkeitsgefühl aber nicht dauerhaft verletzt wird, habe ich mir die Mühe gemacht, die Kamera nocheinmal zu fotografieren, dieses mal mit dem Originalobjektiv. Ich hatte es erst ohne die vorgeschraubte Nahlinse versucht, aber da sah es noch kathastrophaler aus als mit.

Guckst Du hier:




"Gut Licht" wünscht KP

"Sind die Fotos gut, lag's am Fotografen; sind sie schlecht, lag's an der Kamera."

Zuletzt bearbeitet am 07.02.11 16:54

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Streichrichtung   Metalllamellenverschluss   Makroausrüstung   Reinigungsetui   Gebrauchsmaterial   unterbrechungsfrei   Verschmutzung   Zuleitungskabel   Reinlichkeitsgefühl   Reinigungsknete   kathastrophaler   Sensorreinigung   Verunreinigungen   Infrarot-Sperrfilter   erforderlich   Reinigungsphilosophie   Wischbewegungen   Reinigungsequipment   Originalobjektiv   Publikumsbetrieb