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Jeder kann Stereo
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Gestern 23:03
Scannerhannes 

600 und mehr Punkte

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Scannerhannes 

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Jeder kann Stereo

Moin,
es geht auch ohne all die teuren optomechanischen Zubehöre und unbequeme Brillen. Meine vielfach praktizierte Methode, seit 65 Jahren:
- Exa 1, möglichst mit Prisma, vor die Nase
- Bildlage (wie hoch ist der Horizont, welches Motiv wird vom linken oder rechten Bildrand geschnitten) merken
- Gewicht auf linkes Bein, abdrücken
- Gewicht auf rechtes Bein, vorige Bildlage möglichst einhalten, abdrücken
- Fotos entwickeln und klein (40mm breit, maximal den Augenabstand von 60mm) entwickeln. Nebeneinander einkleben bzw. in Libre Office plazieren.
- Den Zeigefinger hochhalten und eine knappe Handspanne vor die Nasenspitze halten. In Seh-Richtung muss das Bildpaar liegen.
- Wenn du Glück hast (und später immer, weil du an Übung gewinnst), findet dein Gehirn irgendwann mal die zwei fast identischen Bilder im Blickfeld interessant und die Augen-Achsen verschieben sich so lange, bis plötzlich aus den zwei Bilderrn des Bildpaares ein einziges, überlagertes wird. Und siehe da, auf diesem erscheinen die fotografierten Objekte, etwa ein Vordergrund aus Geäst und ein Hintergrund aus Häusern, schön voneinander in der Entfernung sortiert.
- Wenn's so garnicht klappt, links und rechts tauschen.

Dieses Posting ist nicht gemacht, um Leute mit Stereovorsatz etc. zu frustrieren, sondern um frustierte NIcht-Besitzer zurückzuholen

Greetz,
Scannerhannes

Zuletzt bearbeitet am 22.09.26 23:04


Hinweise:

  • These Notes in English here

  • Urheberrechte 1: Keine Scans von Prospekten, Bedienungs-Anleitungen, Prominentenfotos, Kunstobjekten oder Buch/Zeitschriften-Artikeln, die über begründete Bildzitate hinaus gehen.

  • Urheberrechte 2: Nur selbst aufgenommene Fotos. Keine Fotos auf und in fremden Grundstücken / Gebäuden / Museen, Ausstellungen, Theatern, usw.

  • Urheberrechte 3: Textpassagen von fremden Quellen vermeiden, höchstens einige Zeilen deutlich als Zitat erkennbar mit genauer Quellenangabe.

  • Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar oder zuord-bar sind, ohne deren schriftliche Genehmigung (DSGVO). Ebenso keine erkennbaren KFZ-Kennzeichen oder Fragmente davon! !

  • Fotos: Für beste Darstellung die Fotos (Thumbnails) unter den Textbeiträgen anklicken.

  • Der Zähler der Vorschaubilder zeigt NICHT die echte Zugriffszahl, die Bild-Anklicke direkt im Text werden nicht gezählt!


Heute 09:35
Rainer 

Administrator

Heute 09:35
Rainer 

Administrator

Re: Jeder kann Stereo

Hallo Hannes,


das ist so ungefähr die Vereinfachung der Cha cha Methode, geht, ist aber für Viele nicht praktikabel, weil es anstrengend ist, die Augen in die exakte Blickrichtung zu zwingen, zumeist ist das Betrachten damit nicht entspannt. Auch wird die Betrachtung mit Gleitsichtbrille als erschwerend wahrgenommen.

Ich hatte vor vor 30 Jahren Versuche mit Kollegen gemacht: Von 30 Personen konnten weniger als 50 Prozent sich auf Stereo synchronisieren.

Aber ein Versuch ist es alle mal wert...


Beste Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

vor 9 Stunden
Scannerhannes 

600 und mehr Punkte

vor 9 Stunden
Scannerhannes 

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Re: Jeder kann Stereo

Moin,
dann hätt' ich noch die Brillen mit zwei klaren, konvexen Gläsern für Leseentfernung (vielleicht 5 Dioptrien plus) anzubieten, die es in zahlreichen Stereobetrachtern usw. gibt. Hier dürfen die Einzelbilder des Stereopaars die 6cm Augenabstand schon mal gar nicht übertreffen und ihre Reihenfolge ist auszutauschen. Die Aufnahmetechnik bleibt die gleiche und das ist der wichtigere Teil der Methode - keine Gewinde anzupassen, keine extra Stereokamera. Die Verzögerung zwischen linker und rechter Aufnahme bleibt der Hauptnachteil und ihr Abstand ist natürlich immer noch schlechter kontrolliert als bei jeder Stereokamera, kann aber mit Stativ und Schlitten quer verbessert werden. Oder fußläufig bis auf Meter verlängert werden. (Notiz for me: mal mit Teleobjektiv experimentieren).

Greetz,

Scannerhannes

vor 8 Stunden
irifue 

600 und mehr Punkte

vor 8 Stunden
irifue 

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Re: Jeder kann Stereo

Hallo Hannes,

bei meinem Mann klappt 3-D-Bilder-Anschauen gar nicht, kann ihn deshalb auch gar nicht dafür begeistern. Bei Gleitsichtbrillen benötigt man etwas Abstand. Bei mir funktioniert es jedenfalls bei starren Motiven. Es gab mal ihm Kino - ich glaube Avatar - einen 3D-Film, den man mit Polarisationsbrille anschauen konnte. Ich erinnere mich, das das Verfolgen der recht schnell wechselnden Szenen für mich ungemein anstrengend war.
Ich glaube ich habe noch einen 3D-Film zu Hause und auch noch Polarisationsbrillen - da müssten die Batterien wohl leer und hoffentlich nicht ausgelaufen sein.

Beste Grüße
Ingrid

vor 7 Stunden
Rainer 

Administrator

vor 7 Stunden
Rainer 

Administrator

Re: Jeder kann Stereo

Hallo zusammen,

ja leider ist das so: Ca. 5 - 10 Prozent (einige Quellen nennen sogar 15 Prozent) können 3D-Bilder nicht im Gehirn synchronisieren. Zumeist sehen diese Menschen auch anders räumlich im normalen Leben. Sie analysieren Schatten, Bewegungen und Perspektiven im Gehirn und bilden daraus eine abgeschwächte Art von räumlichen Sehen aus. Der Effekt wird auch Stereo-Blindheit genannt.

Gibt ja viele solcher Besonderheiten, wie Farbfehlsichtigkeit / Farbblindheit insbesondere bei ca 8-10 Prozent der Männer.

Auch Farbverknüpfung mit Texten, Musik usw ( Farb-Synästhesie) bei ca. 1 - 5 Prozent der Menschen ist ein interessanter Effekt.



Beste Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

Zuletzt bearbeitet am 23.09.26 21:03

vor 6 Stunden
Scannerhannes 

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vor 6 Stunden
Scannerhannes 

600 und mehr Punkte

Re: Jeder kann Stereo

Hallo,

Rainer:
Hallo zusammen,

Ca. 5 - 10 Prozent (einige Quellen nennen sogar 15 Prozent) können 3D-Bilder nicht im Gehirn synchronisieren.

Es könnten auch Schutz-Mechanismen eine Rolle spielen. Diese Art, Stereobilder zu betrachten, setzt voraus, daß man schielt, und zwar willentlich. Es fallen auch die Fokussierung und die Überdeckung auseinander. Die Seh-Achse muss parallel gehalten werden, wie sonst nur bei Ansehung des Horizontes oder weit entfernter Objekte, während die Fokussierung auf z.B. zwanzig Zentimeter vor der Nasenspitze das scharfe Bild liefert. Ich erinnere mich, daß ich als junger Fotoamateur wochenlang brauchte, bis ich, ohne gerade Stereobilder zu betrachten, wieder spontan und unterbewusst die Bilder jeden Auges sofort zur Deckung brachte. Bei sechs bis acht Dioptrien hat das bald auch nichts mehr gestört.

Das Überkreuz-Sehen (Konzentrtion auf die Fingerspitze ein paar Zentimeter vor dem Gesicht) ist übigens schneller erlernt als das Parallel-Sehen, wie es die meisten Stereobetrachter mit einer Linse im Lupen-Bereich erfordern. Es wäre interessant, ob Menschen, die mit Stereo-Fotos nichts anfangen können, auch keine Stereo-Auflichtmikroskope (die haben ebenfalls die parallele Sichtachse) gebrauchen können.

Gleitsichtbrillen sind bei so unterschiedlichen Augen (6-8 Dioptrien plus kräftig verschiedener Astigmatismus auf beiden Seiten - und sowohl in der Jugend als auch im Alter auch Änderungen von Woche zu Woche) sowieos nicht brauchbar. Man hat mich einmal im Leben mit so einer Brille betrogen, weil sie dem Optikgeschäft ein halbes Wochengehalt einbrachte statt vielleicht 2...300 Mark. Dafür hat man bei diesen Glasstärken und -Dioptrien einen scharfen Fleck von weniger als dem Durchmesser eines Hemdknopfes und erheblichen Schwindel, wenn man die Augen oder sich selber bewegt. Ich habe sie weggeschmissen und bin nie wieder hingegangen. Irgendwann kam Fielmann auf und die haben bisher eine reele Art der Augenglasbestimmung und Beratung an den Tag gelegt.

Daß fünf Prozent aller Männer, ein halbes Prozent aller Frauen (Du, Rainer, hast sogar Quellen mit einem Mehrfachen davon zitiert) Farben anders sehen als normal, ist mindestens seit 60 Jahren bekannt. Es gab z.B. bei IBM Untersuchungen darüber für ihre Monitore. Nicht bekannt war dieser Fehler z.B. bei Redaktionen. Die Zeitschrift "Hobby" brachte mit Vorliebe ihre wichtigen Artikel in schwarzem Druck auf dunkelrotem Untergrund. Heute haben selbsternannte Webdesigner, auch großer Portale und Zeitschriften, keine Ahnung davon.

Greetz,

Hannes

Zuletzt bearbeitet am 23.09.26 17:16

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