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[iIa] 5 klassische Pannen mit Balgenkameras — am Beispiel Ihagee „Ultrix Auto“
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23.08.20 23:37
Clack1967 

BZF-Meister

23.08.20 23:37
Clack1967 

BZF-Meister

[ iIa ] 5 klassische Pannen mit Balgenkameras — am Beispiel Ihagee „Ultrix Auto“

Liebe Photographica-Freunde,

gerade habe ich lehrbuchartig erlebt, welche Pannen man mit alten Balgenkameras erleben kann. Diese 5 Pannen möchte ich zur Information (und ‚Warnung‘... ) anderer ‚Antik-Fotografen‘ hier kurz präsentieren.

Die getestete Dresdner Kamera ist eine schöne und wertig verarbeitete Ihagee „Ultrix Auto“ von 1930 mit unvergütetem „Tessar“-Objektiv (1:4,5, 105 mm) und Zeiten von B/T bis 1/250 Sekunde und Blenden von 4,5 bis 32 (ohne Doppelbelichtungssperre) für das Format 6 x 9 (120er-Rollfilm) mit Klapp- und Brillantsucher, Drahtauslöseranschluss, Zubehörschuh, Stativgewinde (3/8 Zoll), verschließbarem Bildfenster, Filmandruckplatte, Standfuß und Vorlaufwerk. Der Fokusring reicht von 2 m bis ∞ (Schneckengangeinstellung).

Der „Compur“-Verschluss von F. Deckel mit Objektivauslöser schnurrt perfekt ab wie vor 90 Jahren, sogar die 1 Sekunde, und der Balgen wirkt augenscheinlich dicht. Das Besondere an der Kamera ist, dass man in ihr sowohl Rollfilme als auch Trockenplatten (6,5 x 9) verwenden kann: Sie hat im Rückendeckel eine Plattenrückwand mit Mattscheibenrahmen, die sich entriegeln, beiseite schieben und öffnen lässt.










Insgesamt also eine sehr schöne Kamera, die technisch einwandfrei zu funktionieren schien und die ich daher frohgemut mit in den Frankreich-Urlaub nahm. Ich habe drei Kodak-Farbfilme („Ektachrome“ 120, ISO 100) belichtet, d.h. 24 Aufnahmen. Die Bilder, die ich dann vom Labor bekam, waren leider fast alle misslungen. Was war passiert?

- Panne 1: Der Balgen ist offensichtlich löcherig. Viele Aufnahmen zeigten die typischen ‚Kometenschweife‘ und hellen ‚Wolken‘ (s. Abb. 1). Es gab also unerwünschten (und unerwarteten!) Lichteinfall in dem 90 Jahre alten Lederbalgen.

- Panne 2: Trotz Abdeckschieber drang durch das Rotfenster auf der Rückseite so viel Licht ein, dass sich auf vielen Bildern eine rötliche Tönung oder ein rötlicher Streifen am unteren Bildrand zeigt (s. Abb. 2 u. 3). Das war aber kaum zu vermeiden, denn beim Weitertransport musste ich den Schieber ja öffnen, um die Bildnummer zu erkennen, und das ging nur im Sonnenlicht, weil im Körperschatten die Nummer partout nicht zu erkennen war. Die Kamera wurde ursprünglich eben für Schwarzweiß-Film mit niedrigem DIN-Wert konstruiert, nicht für hochempfindlichen modernen Farbfilm.

- Panne 3: Die Bilder waren fast alle unscharf. Möglichweise ist der Schneckengang, die Optik (Linsen) oder der ganze Rahmen zum Aufspannen des Balgens dejustiert.

- Panne 4: Viele Bilder waren viel zu dunkel, d.h. unterbelichtet (s. Abb. 4). Das erkläre ich mir so, dass die Verschlusszeiten nicht mehr stimmen und die Kamera viel zu kurz belichtet hat (und das will schon etwas heißen, denn z.T. hatten wir gleißendes Mittagslicht).

- Panne 5: Die Parallaxe war furchtbar. Es ist eben nicht einfach, bei solch langer Brennweite mit einem schiefen Brillantsucher oder einem simplen Rahmensucher ohne Optik das gewählte Motiv gut zu treffen. Meine Bildausschnitte lagen meistens weit neben dem, was ich eigentlich fotografieren wollte: der Kirchturm abgeschnitten, dafür langweiliger Schotterweg davor zur Genüge (s. Abb. 5).

Einige wenige Aufnahmen waren dennoch einigermaßen brauchbar (s. Abb. 6 u. 7).

Insgesamt also eine enttäuschende Ausbeute. Aber so etwas kann passieren, wenn man mit uralten Kameras Experimente macht. Ich habe wieder etwas gelernt, und Spaß gemacht hat es ja eigentlich auch. Nur: Vor der Familie, die die Kamera-Oldies sowieso abschätzig als skurrilen alten Kram abtut, war es mal wieder eine Niederlage...


Herzliche Grüße in die Runde

Heiko

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2 Sucher.jpg 2 Sucher.jpg (60x)

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Aufnahmebereit.jpg Aufnahmebereit.jpg (57x)

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Tessar 4,5.jpg Tessar 4,5.jpg (57x)

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Abb. 6.pdf Abb. 6.pdf (53x)

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Abb. 1.pdf Abb. 1.pdf (60x)

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24.08.20 06:43
Scannerhannes 

BZF-Meister

24.08.20 06:43
Scannerhannes 

BZF-Meister

Re: 5 klassische Pannen mit Balgenkameras — am Beispiel Ihagee „Ultrix Auto“

Shit happens. Meine Gedanken:
1. Löcher im Balgen. Die 90 Jahre alten Schuhe von Opa sind inzwischen auch brüchig (obwohl gutgepflegtes Leder ewig hält, aber nicht, wenn es auf Knick und nicht nur auf Winkel, sondern auf Ecken gefaltet ist). Ich habe ca. zehn Jahre lang mit einer 6x6 Agfa Isolette fotografiert, an deren Balgen die vier Kanten mit sanfter Gewalt gestreckt und mit schwarzem textilem Isolierband verklebt waren. Sie ging zugegeben schwer zu schließen. Heute liegt bei mir immer noch unberührt (mir läuft irgendwie die Lebenszeit weg, all die Kameras, die ich gesammelt habe, auch in arbeitsfähigen Zustand zu versetzen und auszutesten) die vielfach empfohlene, elastische Reparaturmasse für Neopren-Tauchanzüge bereit, s. Anlage. Man muss nur darauf achten, die schwarze Variante zu erwischen.


2. Lichteinfall durch das rote Fenster. Seit meiner Jugendzeit habe ich ein ungutes Gefühl für die Minuten, in denen dieses Fensterchen dem Tageslicht ausgesetzt ist. Ausserhalb der Kameratasche im Hellen liegen lassen geht schon mal gar nicht. Inzwischen weiß ich aber auch, warum ich dieses Fensterchen sowieso hasse. Mein Farbempfinden ist anders als bei den meisten Leuten, wird unverschämterweise als Rot-Grün-Schwäche bezeichnet. Das ist Quatsch, aber in der Tat sehe ich rot viel dunkler als die meisten Menschen.

Schwarze Ziffern auf rotem Papier in einem dunkel gehaltenen roten Fensterchen sind für mich bisweilen gar nicht sichtbar. Manche Rollfilme haben heutzutage helles, gelbes Rückenpapier, das ist besser. Aber wie gesagt, diese Art Kameras mit ihren riesigen Objektiven und ihren kostbaren Compur-Verschlüssen nehme ich kaum mehr in die Hand, wenn sie nicht einen fortgeschrittenen Filmtransport haben.
3. Unschärfe. Ja, zumindest wenn ich oder ein unbekannter Vorgänger an Objektiven rumgefummelt habe/hat, ist es empfehlenswert, eine Kamera zum Spezialisten zu geben, der mit einem "Kollimator" die Justage vornehmen kann - insbesondere, wenn ein Entfernungsmesser oder etwa die Mattscheibe einer TLR mit eingebaut ist.

4. Verschlußzeit. Mir macht es bei antiken Rollfilmkameras inzwischen keinen Spaß mehr, mit den hochentwickelten Zentralverschlüssen a la Prontor oder Compur zu arbeiten, dann doch lieber maximal einen Pronto Vierzeitenverschluß (wer von Euch hat wirklich in nennenswertem Ausmaß die 1/2 Sekunde oder die 1/500stel Sekunde verwendet?!). Kenne allerdings keine, die zu schnell ablaufen, sondern nur welche, deren lange Zeiten stehen bleiben. Aber in den End-70ern habe ich meine Adox Golf mit Dreizeitenverschluß z.B. für den Arbeitsaufenthalt in Algerien (Salzluft in der Hafenstadt...) oder den Urlaub auf Ceylon mitgehabt, mit bestem Erfolg. Sie ist dann irgendwann den Rost-Tod gestorben, als auch das schwarzgenarbte D-C-Fix nichts mehr kaschieren konnte.

5. Parallaxe. Was willst du, der kleinfingernagelgroße Sucher soll doch nur allgemeine Empfehlungen geben, damit du z.B. nicht die Sonne mit im Bild hast und dir ein Loch in den Film brennst ;) . Auf meiner Nachkriegs-Ercona ist zwar noch eine Halterung für so einen Winzling vorhanden (da ist nichts kaputt oder abgeschraubt, das gehört so und der Sucher war als Zubehör aufsteckbar), aber sie hatte schon einen optischen Durchsichtssucher verpasst gekriegt, der allen Leuten ausser Brillenträgern wie mir anzeigte, was ungefähr auf dem Bild sein würde.


Kein Wunder, daß die Welt dann mit fliegenden Fahnen von den praktischen, zwei Zentimeter dünnen und taschentauglichen Hochleistungs-Kameras (ernstgemeint, mit Vierlinsern usw. usf.) zum Backsteinformat der Rollei oder zum Intelligenztest, wie man einen Film in eine Leica reinpraktiziert, übergelaufen ist ;) .
Der auf Deinem dritten Foto von oben abgebildete ist sowieso verbogen. Jedenfalls kommt mir der an meiner Wirgin Auta präziser ausgerichtet vor:


Kann übrigens deine Scans in diesem und anderen Beiträgen nicht sehen. Das tue ich mir nicht an, auf meinem Computersystem suchen, wo es eigentlich diesmal wieder die PDF bei Anklicken hingeladen hat, und angezeigt im Text werden sie mir nicht.

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DSCN6450.JPG DSCN6450.JPG (49x)

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DSCN6451.JPG DSCN6451.JPG (43x)

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DSCN6452_640.JPG DSCN6452_640.JPG (57x)

Mime-Type: image/jpeg, 32 kB

24.08.20 08:27
Prakticafan 

BZF-Meister

24.08.20 08:27
Prakticafan 

BZF-Meister

Re: 5 klassische Pannen mit Balgenkameras — am Beispiel Ihagee „Ultrix Auto“

Hallo Heiko,

als Erstes nur nicht entmutigen lassen und die Leidenschaft weiter vor der missmutigen Familie verteidigen! Zu deinen „Pannen“, ich glaube teilweise gar nicht dass es an den von dir aufgeführten Punkten liegt.

Zu 1.: Kann es sein dass das Bild mit den Schleiern recht am Ende (oder evtl. Anfang) des Filmes war? Das sieht mir eher nach seitlichem Lichteinfall bei zu locker oder zu weit auf- bzw. abgewickeltem Film aus. Hast du denn den Film in relativ dunkler Umgebung eingelegt beziehungsweise heraus genommen?

Zu 2.: Ich gehe mal davon aus das du einen relativ modernen Farbfilm verwendet hast. Die heutigen Filme sind so abgedunkelt von der Papierseite her dass dort durch das Rotfenster nur wenig durchkommen kann. Die Ihagee Ultrix waren ja aus Aluminium, das ist leider sehr weich und verbiegt sich leider sehr schnell. Ich vermute eher dass deine Rückwand nicht zu 100 % lichtdicht ist, mir sieht das sehr nach Streulicht aus.

Zu 3.: Das kann natürlich gut sein wer weiß was in den knapp 100 Jahren schon alles mit der Kamera passiert ist. Ich habe mir angewöhnt wenn ich mit Kameras fotografiere bei denen die Entfernungseinstellung möglicherweise nicht exakt ist stärker abzublenden und länger zu belichten um so die Tiefenschärfe auszunutzen.

Zu 4.: Da vermute ich auch eine dejustierung des Verschlusses, aber normalerweise läuft der erfahrungsgemäß langsamer als angegeben ab nicht schneller.

Zu 5.: Ja so ein kleiner Brilliantsucher verbiegt natürlich auch ganz schnell und der Rahmensucher gibt natürlich auch nur Richtwerte, aber das ist eine Übungssache.


Grüße, Benni.

Alles verlief nach Plan - nur der Plan war Mist!

24.08.20 11:32
Rainer 

Administrator

24.08.20 11:32
Rainer 

Administrator

Re: 5 klassische Pannen mit Balgenkameras — am Beispiel Ihagee „Ultrix Auto“

Hallo Heiko,

die Lichtundichtigkeiten kenne ich (leider) auch. Du hast ja schon auf die Problemlage mit den heutigen hochlichtstarken Farbfilmen verwiesen und der damit verbundenen Wirkung der Zählfenster.

Besagte Kameras von 1930 wurden mit schwach bis mittel-empfindlichen SW-Filmen bestückt, teilweise noch mit orthochromatischen Material.

So gesehen, wäre das "richtige" Material heutzutage eigentlich nicht der Farbfilm. Aber das würde nicht die bei Dir aufgetretenen Lichteinfälle komplett erklären.

Ich habe im Unterforum "Reparaturen" einen Beitrag zur Ermittlung von Lichteinfallstellen geschrieben, der vielleicht auch Dir weiterhelfen könnte:


https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...6&thread=82

Zur Parallaxe: Das hatte ich auch schon, Bei mir war die Frorntstandarte etwas verbogen, nur dort wo der kleine Winkelsucher sich befand. Habe das mit geöffneter Kamera und eingelegtem Transparentpapier nachjustieren können. Wie Hannes schon ausgeführt hat, ist der Winkelsucher bei Deiner Kamera nicht im Winkel.

Mir ist aufgefallen, dass die Fotos Deiner PDF-Dateien Längstlinienstrukturen aufweisen, die ich als Scanner-Effekte oder als Fotos gedruckt mit Tintenstrahldrucker deute?

p.s. Lass Dir von der Familie nicht Deine Fotoexpeditionen in die Foto-Vergangenheit verdriessen, denn sie wissen es nicht besser

p.s. 2: Hannes, ich habe eigentlich keine Probleme mit der Anzeige von PDFs, ein Klick und mein Browser zeigt die PDF brav ohne Tamm Tamm an.




Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

Zuletzt bearbeitet am 25.08.20 10:01

24.08.20 12:26
Scannerhannes 

BZF-Meister

24.08.20 12:26
Scannerhannes 

BZF-Meister

Re: 5 klassische Pannen mit Balgenkameras — am Beispiel Ihagee „Ultrix Auto“

Rainer:
p.s. 2: Hannes, ich habe eigentlich keine Probleme mit der Anzeige von PDFs, ein Klick und mein Browser zeigt die PDF brav ohne Tamm Tamm an.

Wie schön für Dich ;) .
Meinem PC beizubringen, mit welchem Programm er welche Datei-Endungen aufrufen soll, gehört halt nicht zu meinen momentanen Prioritäten und wenn dann nicht einmal eine Vorschau besteht, die mir sagen könnte, ob auf dem Bild etwas ist, was mich interessiert oder wo ich weiterhelfen könnte, gehe ich eben achselzuckend zum nächsten über. Ich kann dann schweigen oder mich unbeliebt machen, indem ich andeute, daß sich Scan-Programme auf Output als Bilddatei konfigurieren lassen und mancher in einem fotobezogenen Forum das erwarten könnte.

Für Dich als Site-Betreiber hat das auch Einfluss auf die Bandbreite. Mit
"pdfimages -j abb7.pdf abb7.jpg" und Größenveränderung auf eine maximale Seitenlänge von 1600 Pixel ziehe ich aus dem 1.130 Kilobytes großen PDF ein JPG von 126 Kilobytes heraus, wie es der Scanner sowieso zuerst produziert, wobei die sich auf ca. ein Zehntel verminderte Ladezeit auch nervenberuhigend auf Inhaber eines langsamen Internetanschlusses wie mich auswirkt ;) .

Prioritäten am PC sind ca., die Festplattentemperatur unter 40 Grad zu prügeln (je 15 Grad mehr bedeuten eine Halbierung der Lebensdauer - erledigt mit einem 3.99 Euro Teil), meine Festplatte, die jetzt 64702 Laufstunden hinter sich hat, durch eine neue zu ersetzen und die Daten darauf logischer als bisher z.B. für Backup zu organisieren, zu gucken, ob ich irgendwo einen mehr oder weniger hilfreichen Einwurf posten kann, und nicht zuletzt, überhaupt mit Antworten beizutragen, dass nicht jemand Stunden, Scans und Nachdenken auf einen Artikel verwendet und kriegt tagelang nur Schweigen zur Antwort.

24.08.20 18:00
Rainer 

Administrator

24.08.20 18:00
Rainer 

Administrator

Re: 5 klassische Pannen mit Balgenkameras — am Beispiel Ihagee „Ultrix Auto“

Hallo Hannes,

zum Thema Festplatten. Da habe ich wohl in meiner Computer-"Kariere" bisher Glück gehabt. Seit meiner ersten Festplatte (1982) mit 5 MB Volumen habe ich so ungefähr 30-40 Platten im Einsatz gehabt. Oft waren die ca 3-4 Jahre im Einsatz. Davon sind nur zwei ausgefallen, eine davon durch einen Sturz durch mich verursacht. Derzeit nutze ich drei USB-Festplatten als Backup-Systeme und zwei SSDs ohne rotierende Teile.

Bin also ganz gut an Plattenverschleiß vorbei geschrammt.

Nochmal zum Thread-Thema: Ich habe leichte Dejustagen öfters gerade bei den kleinen Brillant-Winkelsuchern bei alten Kameras beobachtet. Vielleicht sollte man also seinen Blick mal auch auf diese Konstrukte in der Sammlung richten.

Mir ist jedenfalls gerade wieder an einer Kamera die blind gewordene Spiegelfläche eines Winkelsuchern aufgefallen ..... Nun glänzt die Fläche wieder ...






Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

Zuletzt bearbeitet am 25.08.20 10:01

24.08.20 18:25
Scannerhannes 

BZF-Meister

24.08.20 18:25
Scannerhannes 

BZF-Meister

Re: 5 klassische Pannen mit Balgenkameras — am Beispiel Ihagee „Ultrix Auto“

Verrat' uns doch - nur für die Statistik - wie Du die Spiegeloberfläche sauber gemacht hast :) .
An der Reflekta II (TLR, nicht ganz vergleichbar) ist mir trotz behutsamster Behandlung die Verspiegelung einfach davongeschwommen. Bei den Winz-Suchern der Balgenkameras wird's wohl ein Oberflächenspiegel sein? Ich glaube, an der abgebildeten Wirgin Auta hab' ich todesmutig den Sucher (2 Linsen und den Spiegel) mit einem Wattestäbchen und was Spiritus wieder durchsichtig gekriegt.
Die Auta ist übrigens diejenige unter meinen Oldies, mit der _ich_ die meisten "lehrbuchartigen Pannen" mit Lichteinfall usw. hatte... mit einem Foto wie dem angehängten ist das, incl. der total flauen Abbildung, für immerhin ein Schneider Radionar so peinlich wie eine Prinzessin mit einem F...z bei der Live-Übertragung ;) .


Datei-Anhänge
301-14-Orscheid-Siebengebirge_800.jpg 301-14-Orscheid-Siebengebirge_800.jpg (59x)

Mime-Type: image/jpeg, 78 kB

24.08.20 18:47
Scannerhannes 

BZF-Meister

24.08.20 18:47
Scannerhannes 

BZF-Meister

Re: 5 klassische Pannen mit Balgenkameras — am Beispiel Ihagee „Ultrix Auto“

Rainer:
Hallo Hannes,

zum Thema Festplatten. Da habe ich wohl in meiner Computer-"Kariere" bisher Glück gehabt. Seit meiner ersten Festplatte (1982) mit 5 MB Volumen habe ich so ungefähr 30-40 Platten im Einsatz gehabt.
Im laufenden Einsatz ein katastrophaler Festplattencrash ist mir bisher erspart geblieben, aber das soll auch so bleiben.
Mangels Angehörigen usw. steckt ja mein Sozialleben mit im Computer, aber auch praktisch alle Interessen. Wofür man früher die Schreibmaschine und die Briefpost, eine Bücherwand, Büchereikarte, Leseplatz und ein Verkehrsmittel, eine Kleinbildkamera und ein Fotolabor, das Telefon und wiederum ein Verkehrsmittel, einen Fernseher, eine Hi-Fi-Anlage mit Platten- bzw. CD-Spieler, einen Videorecorder, eine Reprokamera bzw. Zusatz für den Vergrößerer im Fotolabor, Land- und Wanderkarten, Messtischblätter und Generalkarten für dreistellige Summen, CB- oder Amateurfunkgerät samt Antennenanlage, teure Zeitungs- und Zeitschriften-Abos, Kochbücher, Kurse incl. Verkehrsmittel, eine Buchungsplatte oder Buchungsmaschine mit Kontenkarten aus dünner Pappe, Journalpapier und Blaupapier oder ein Amerikanisches Journal, teure Doppelordner für Bankauszüge, Steuerformulare, Mal- und Zeichenausrüstung wie Stifte, Wörterbücher und Lexika, Taschenrechner oder wenigstens Addiermaschinchen, Rechenmaschinen einschließlich Rechenschieber, einen teuren Organizer-Kalender, Wahl- und Infoveranstaltungen samt Verkehrsmittel und ausserdem Verzehr, Walkman, Musikinstrumente von der Mundharmonika bis zum Klavier usw. usf. hatte, ist heute allein der Computer zuständig.

Ja, und Paranoia haben heisst ja nicht, dass "Sie" nicht wirklich hinter einem her sind ;) . Obwohl ich mich zu pünktlichen Backups immer noch prügeln muss, werkelt dazu hier am USB seit längerem eine WD "rot" Platte in einem Gehäuse samt Lüfter. Sehr beruhigend, wenn man z.B., wie Ihr da draussen es mitkriegen konntet, Monate damit verbracht hat, seine Negative aus 60 Jahren zu digitalisieren.
In PCs baue ich die mechanische Festplatte möglichst freischwebend (also von Luft umströmt, die vom Netzteil abgesaugt wird) an Winkeln in einem offen gelassenen Einbauschacht, und die Systemplatte ist eine SSD von Intel mit SLC-Speicherzellen, die ungefähr zehnmal so lange halten wie die nächstbilligeren MLC. Aber auch die hat inzwischen 30488 Betriebsstunden auf dem Buckel, entspricht dreieinhalb Jahren ununterbrochener Laufzeit und obwohl ich den Meldungen zustimmen muss, dass die SSD generell nicht unbedingt ausfall-anfällig sind, macht mich sowas nervös ;) .

24.08.20 22:39
Clack1967 

BZF-Meister

24.08.20 22:39
Clack1967 

BZF-Meister

Re: 5 klassische Pannen mit Balgenkameras — am Beispiel Ihagee „Ultrix Auto“

Guten Abend in die Runde,

na, da habe ich ja etwas losgetreten! --

Aber ganz herzlichen Dank für die wertvollen Hinweise und Ermutigungen!

Ich werde die alte Ihagee sicher nicht reparieren, dazu gibt es zu viele Mankos, und bei wichtigen Gelegenheiten (100. Geburtstage, Hochzeit des besten Freundes usw.) nehme ich natürlich eine andere (analoge) Kamera mit, keine 90 Jahre alte Balgenkamera...

Pronto ist tatsächlich völlig ausreichend. Meistens braucht man doch nur 1/60, 1/125 und 1/200. Alles andere ist dann schon spezieller und seltener und macht die Mechanik nur diffiziler und anfälliger.

Der rote Streifen am unteren Bildrand scheint mir ziemlich eindeutig zu sein und auf Lichteinfall durch das Bildfenster beim Filmtransport hinzudeuten. Aber der seitliche Lichteinfall könnte tatsächlich noch eine andere Ursache haben: die Plattenrückwand. Ich befürchte, dass sie nicht mehr richtig schließt, denn sie verdeckt ja eine riesige Öffnung in der Rückwand. Und in Frankreich (Loire-Tal) hatten wir z.T. gleißendes Mittagslicht.

Der Brillantsucher ist in der Tat ein Thema. Das Oberteil ist beweglich, damit der Sucher sich beim Schließen des Balgens einfalten kann. Das führt aber eben auch zu der aktuellen 'Schieflage' bei ausgezogenem Balgen.

Die Längsstreifen kommen von meinem (mäßigen) Epson-Scanner und vom Tintenstrahldrucker. Sie sind nicht auf den Negativen.

Solche Lichteinfälle hatte ich jetzt schon bei mehreren alten Balgenkameras, am schmerzlichsten bei einer schönen Balda "Glorina" mit Schneider "Radionar". Es ist halt immer sehr schade, wenn die Optik eigentlich hochwertig ist und der Verschluss nach Jahrzehnten noch tadellos funktioniert, aber das Gehäuse und der Balgen durch Verschleiß und Undichtigkeit die Aufnahmen ruinieren.

Andererseits: Sind es nicht genau diese Experimente und 'kleinen Abenteuer', die das Hobby so spannend machen? Wenn ich Perfektion wollte, würde ich mir eine moderne Digitalkamera kaufen, aber das ist nicht das, was ich suche.

Die Ihagee "Ultrix" wird also in meiner Sammlung künftig zu den schönen 'Ansichtssachen' gehören, nicht aber zu den Kameras für den aktiven Einsatz.

Danke Euch allen für das bereichernde Gespräch und herzliche Grüße

Heiko

25.08.20 10:09
Rainer 

Administrator

25.08.20 10:09
Rainer 

Administrator

Re: 5 klassische Pannen mit Balgenkameras — am Beispiel Ihagee „Ultrix Auto“

Scannerhannes:
Verrat' uns doch - nur für die Statistik - wie Du die Spiegeloberfläche sauber gemacht hast :) .

Hallo Hannes,

ich habe das Thema im Forum schon mal angesprochen. Die Diskussion dazu ist auch hier nachzulesen:

https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...&thread=1



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

Zuletzt bearbeitet am 25.08.20 10:16

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‚Kometenschweife‘   Dreizeitenverschluß   Hochleistungs-Kameras   „Tessar“-Objektiv   Längstlinienstrukturen   Doppelbelichtungssperre   Brillant-Winkelsuchern   kleinfingernagelgroße   Photographica-Freunde   ‚Antik-Fotografen‘   Schneckengangeinstellung   Festplattentemperatur   Größenveränderung   „Compur“-Verschluss   Drahtauslöseranschluss   klassische   Balgenkameras   Entfernungseinstellung   „Ultrix   Lichtundichtigkeiten