Moin, eigentlich bin ich allergisch gegen die Wortfolge "Künstliche Intelligenz", die in meinen Augen nur dafür erfunden wurde, einem als Besucher von Hilfsseiten noch blödere Antworten zu geben als von menschlichen Gesprächspartnern. Die Allergie zeigt sich in Quaddeln und unqualifzierten Wutanfällen, nicht anders als weiland Sätze, die anfangen mit "die Menschen in der DDR sind/können/tun ..." etc oder wenn ein Politiker am Morgen nach einem Unglück "schnelle und unbürokratische Hilfe" sagt, worauf garantiert nichts passsiert (von den privaten Millionenspenden anläßlich des Ahr-Hochwassers ist ein großer Teil bis heute nicht ausgezahlt worden).
Dennoch, habe ich mich dazu geprügelt, eine Neuerung im Update der Scanner-Software Vuescan auszuprobieren. Versprochen wurde eine Verdoppelung der Bildschärfe. Wie soll das funktionieren?
Es funktioniert. Ich habe immer noch keine Ahnung, wie. Wirkungslos ist die Programmfunktion bei sehr unscharfen Ausgangsbildern, soviel weiß ich bereits. Bei anderen Voraussetzungen ist zwar eine Wirkung zu sehen, aber keineswegs eindrucksvoller als die in jeder Bildbearbeitung oder Smartphone vorhandene Schärfungsfunktion.
Wie die herkömmliche Schärfung funktioniert, weiß ich nicht. Man kann aber erkennen, was sie tut. "Scharf" definiert sich in der Fotografie dadurch, daß benachbarte Bildpartien sich deutlich unterscheiden, nicht verwaschen ineinander übergehen. Diese Software scheint bei nebeneinander liegenden Bildpartien auf einer gewissen Breite die helle noch heller, die dunkle noch dunkler zu machen. Kriegt AI das besser hin?
So habe ich mit einem alten Smartphone "HTC Incredible S", welches Bilddateien bis zu acht Megapixel liefert, ein Foto gemacht, hier verkleinert:
Habe ihm erstmal eine höhere Farbsättigung verpasst (hat nichts mit dem Thema zu tun, aber bei den fast rein schwarz-weißen Winterfotos kommt ein buntes Bildteil immer gut), einen Ausschnitt stark vergrößert und dann zwei Versionen davon gefertigt: mit meinem gewohnten Bildbearbeitungsprogramm gThumb im "Schärfe verbessern" mit den Standardwerten angewandt, die ich bei dieser Ausgangsgröße optimal finde, und die zweite Version mit -->Datei -->Superauflösung produziert. Nachstehend links das beste, was die konventionelle Methode zustande bringt, rechts die Version aus Vuescan (hat übrigens mit der Scanfunktion der Programms nichts zu tun), beide Bilder auf den gleichen Abbildungsmaßstab gebracht und in Geeqie Seite an Seite zeigen lassen. Hier der Bildschirmabdruck:
Fazit: nun, seht selbst. Man achte auf die Uhrzeiger, auf die feinen Zweige, die im rechten Bild auf den gröberen Ästen zu erkennen sind, wo sie im linken Teilbild nur als verwischter Fleck erscheinen, und auf die Kirchturmspitze. Schöner noch, es fehlen in der Vuescan-Version die hellen Säume längs der Konturen, an denen man die herkömmliche Schärfungsfunktion garantiert erkennt.
Urheberrechte 1: Keine Scans von Prospekten, Bedienungs-Anleitungen, Prominentenfotos, Kunstobjekten oder Buch/Zeitschriften-Artikeln, die über begründete Bildzitate hinaus gehen.
Urheberrechte 2: Nur selbst aufgenommene Fotos. Keine Fotos auf und in fremden Grundstücken / Gebäuden / Museen, Ausstellungen, Theatern, usw.
Urheberrechte 3: Textpassagen von fremden Quellen vermeiden, höchstens einige Zeilen deutlich als Zitat erkennbar mit genauer Quellenangabe.
Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar oder zuord-bar sind, ohne deren schriftliche Genehmigung (DSGVO). Ebenso keine erkennbaren KFZ-Kennzeichen oder Fragmente davon! !
Fotos: Für beste Darstellung die Fotos (Thumbnails) unter den Textbeiträgen anklicken.
Der Zähler der Vorschaubilder zeigt NICHT die echte Zugriffszahl, die Bild-Anklicke direkt im Text werden nicht gezählt!
das ist wahrlich beeindruckend, werde ich demnächst ausprobieren. Ich besitze einen Diasscanner - schon älter - und hatte keine Treiber für die neueren Windows-Versionen. Plustek OpticFilm 7200 wurde von VueScan sofort erkannt. Die Dias aus dem Jahr 1975 von Pompeji und Herculaneum waren so blass und rotstichig, dass das Ergebnis sehr enttäuschend war. Ich habe gerade das Update von VueScan heruntergeladen.
nachdem ich mit VueScan ein 50-Jahre altes Dia - total verblasst - eingescannt hatte, half nur die KI von Copilot ein fast brauchbares Bild zu erzeugen.
das ist gut brauchbar, ich habe mich getraut (für meinen Geschmack (Geschmäcker sind unterschiedlich )) noch händisch Helligkeit und Kontrast nacharbeiten. Zu viel Nachbesserung?
Beste Grüße von Haus zu Haus Rainer (Forumbetreiber)
Analog: Aus Negativ wird Positiv. Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.