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Kadlubeks Kamera-Katalog
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24.03.18 11:02
Rainer 

Administrator

24.03.18 11:02
Rainer 

Administrator

Kadlubeks Kamera-Katalog

Hallo zusammen,

leider wohl endgültig vergriffen: Der "Kadlubeks Kamera-Katalog", von Günter Kadlubek, hier die Auflage 5 von 2004 mit 984 Seiten, 4800 Fotos, 26000 Kameras.

So schön auch 26000 gelistete kameras sind, ist eine Bestimmung einer unbekannten Kamera ohne Foto oft nicht so einfach. Das gilt natürlich auch für andere Kataloge, wo nur ein Teil der gelisteten Geräte fotografiert wurde.







Hier die Auflage 4:
22000 Kameras gelistet, davon 3600 Fotos







Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Aus Negativ wurde Positiv. Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
Fotoapparate sind Zeitmaschinen, sie können die Vergangenheit erhalten.
Ein Leben ohne Facebook ist möglich, aber (und) sinnvoll.

Zuletzt bearbeitet am 29.03.18 11:37

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kadlubek-cover.jpg kadlubek-cover.jpg (173x)

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kadlubeks-kamera.katalog-cover-1.jpg kadlubeks-kamera.katalog-cover-1.jpg (209x)

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24.03.18 22:55
Laufboden

nicht registriert

24.03.18 22:55
Laufboden

nicht registriert

Re: Kadlubeks Kamera-Katalog

Hallo Rainer,

Rainer:
.. leider wohl endgültig vergriffen: Der "Kadlubeks Kamera-Katalog", von Günter Kadlubek, hier die Auflage 5 von 2004 mit 984 Seiten, 4800 Fotos, 26000 Kameras.

So schön auch 26000 gelistete kameras sind, ist eine Bestimmung einer unbekannten Kamera ohne Foto oft nicht so einfach. Das gilt natürlich auch für andere Kataloge, wo nur ein Teil der gelisteten Geräte fotografiert wurde.
So ist es.
Kadlubek hat, soviel ich gelesen habe, seine Rechte McKeowns verkauft, und letzerer hat in den Jahren keine Anzeichen zu einer Wiederauflage gezeigt.
Das heißt, daß vermutet werden kann, daß es entweder hauptsächlich um Marktbereinigung ging oder das Material die Daten McKeowns nicht auf eine solidere Basis gestellt hat.

Der Kadlubek ist zweifellos ein sehr wichtiger Baustein bei der Bestimmung einer Kamera.
Aber er provoziert selbst bei gewissenhaftem Vorgehen Fehlbestimmungen anhand der dürftigen und der für eine zuverlässige Bestimmung zu über 90% unzureichende Angaben enthält. An Daten steht im übrigen nur ein Bruchteil der leicht erhebbaren und ggf. ausschlaggebenden Merkmale bereit.
Über die für eine einigermaßen sichere Bestimmung notwendigen Merkmale herrscht sowieso Schweigen.
Unfähigkeit zur Zuordnung bis falsche Zuordnungen auch durch Leute, die eine deutlich bessere Übersicht in diesem Bereich haben als ich, sind deshalb nicht nur möglich - sie sind kaum vermeidbar.

Vergleicht man die Präzision mit der für Artenbestimmung im Pflanzen- und Tierreich üblichen, erreicht keines der Bestimmungsbücher das Niveau der Kosmos-Naturführer wie etwa "Was blüht denn da?". Eine Präzision wie etwa bei Garcke "Illustrierte Flora" oder "Stresemann Exkursionsfauna" ist nicht ansatzweise zu erkennen - abgesehen davon, daß, um dieses Garn weiterzuspinnen, diese nur ein erste Einstiege in Werke wie "Sebald, Seybold, Philippi - Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs"(8-bändig) sind ...
... allerdings ist das Risiko einer Fehlbestimmung kleiner als das bei Benutzung eines zweifelhaften Pilzbestimmungsbuchs

Zugleich ist auch der Kadlubek ziemlich unvollständig und enthält sogar die eine oder andere Fehlzuschreibung.
Eine Zuschreibung einer Kamera zu der von Kadlubek verwendeten Numerierung allein aufgrund dieses Katalogs halte ich für einen Kunstfehler.
Wobei eine Kadlubek-Nummer fast immer, aber keineswegs immer ein klar identifizierbares Modell eines Herstellers bezeichnet.
Es kommt hinzu, daß dieser Katalog eine starke normative Kraft entwickelt hat, wie sie eigentlich nur Originalbelegen zukommt.
Er erschafft sich durch dieses hohe Ansehen und diese Verwendung eine eigene Wirklichkeit.
Kadlubeks Erkenntnisse flossen in so hohem Maße - und undokumentiert! - in andere Werke ein, daß dies die Vertrauenswürdigkeit der Zuschreibungen anderer Bestimmungswerke und somit die jeder Recherche, die sich nicht auf Originalbelege stützen kann, relativiert.

Für eine einigermaßen(!) zuverlässige Bestimmung halte ich den Kadlubek zwar für wichtig, aber den Kerkmann für den besseren Ausgangspunkt.
Immerhin enthält letzterer wenngleich schlechte und nicht immer aussagekräftige Kopien aus selbst im Original bei weitem nicht immer eindeutig zuordenbarem zeitgenössischem Werbematerial, das zudem meist auch nur ein Bild eines Modell aus einer sich über die Jahre veränderbaren Modellreihe enthält.

Die Bestimmung einer Kamera wird zwar meist gelingen, beruht jedoch auf einer Art schwarzer Magie, deren Zuverlässigkeit im Einzelfall im Ungewissen bleibt.

Grüße, Laufboden

Ein Leben ohne Kadlubek ist möglich, aber sinnvoll.

Zuletzt bearbeitet am 24.03.18 23:10

25.03.18 10:16
Rainer 

Administrator

25.03.18 10:16
Rainer 

Administrator

Re: Kadlubeks Kamera-Katalog

Hallo Laufboden,

ja, es ist schon so: In dem Maße wie wir uns nicht mehr auf eigene erlebte Erfahrungen beziehen können, werden sich fast zwangsläufig Fehler bei der Bestimmung und Zuordnung von Geräten einschleichen.

Je länger die Produktionszeiten der Kameras zurückliegen, desto schwieriger werden solche Zuordnungen.

Ich denke, dass das Abschreiben von anderen Quellen oft nicht böswillig erfolgt, sondern eher dem Mangel an Informationen geschudet ist. Auch ich bin mir nicht sicher, falsche daten "abgeschrieben" zu haben.

Ist eben alles bei den Geräten (in meinem Fall) vor 1960 das Nutzen von zumeist Sekundärquellen.

Ist auch so, dass Firmen in der Serienproduktion plötzlich (bei Beibehaltung eines Modellnamens) die Daten änderten. Dann bringt viel Mißverständnis die Angebote von Geräten mit unterschiedlichen Objektiven und / oder Verschlüssen.

Ich versuche, wenn möglich, verschiedene Quellen zu nutzen, ist aber wohl auch nicht der Königsweg.

Als Fazit: In Kenntnis der Mängel bleibt kaum was anders machbar, als mit dem Restzweifel bei der Bestimmung von historischen Geräten zu leben.

Ich kenne das Problem auch aus meiner "Welt der alten Radios": Hier gibt es ein Extrembeispiel für Falschzuordnung: Für viele Menschen ist JEDES altes Radio ein "Volkempfänger", obwohl das nur für die VE301-Varianten rischtig ist. Gern wird der "Deutsche Kleinempfänger (DKE) auch als Volksempfänger benannt. Leider wird das bald dann die "Wahrheit" sein, da die rekalmieren könnten, nicht mehr da sind.



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Aus Negativ wurde Positiv. Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
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29.03.18 11:41
Rainer 

Administrator

29.03.18 11:41
Rainer 

Administrator

Re: Kadlubeks Kamera-Katalog

Hallo zusammen,

bei Wiedermal-Herumblättern im Kadlubek (4. Auflage) (siehe weiter oben im Startbeitrag dieses Threads) fiel mir auf dem Frontdeckel im englischen Text statt "22000 cameras" das Wort "lenses" auf. Ist das ein Druckfehler oder nennt man im Englischen Kameras Linsen?



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

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Zuletzt bearbeitet am 29.03.18 11:42

29.03.18 12:14
Blende-11 

BZF-Meister

29.03.18 12:14
Blende-11 

BZF-Meister

Re: Kadlubeks Kamera-Katalog

Hey Rainer

Ich habe gehört der Kadlubek wiegt zwei Kilogramm?

lg Peter

29.03.18 12:41
Laufboden

nicht registriert

29.03.18 12:41
Laufboden

nicht registriert

Re: Kadlubeks Kamera-Katalog

Hallo Rainer,

Rainer:
.. bei Wiedermal-Herumblättern im Kadlubek (4. Auflage) (siehe weiter oben im Startbeitrag dieses Threads) fiel mir auf dem Frontdeckel im englischen Text statt "22000 cameras" das Wort "lenses" auf. Ist das ein Druckfehler oder nennt man im Englischen Kameras Linsen?
ich habe nur die 2. Auflage - rein deutsch - aber dazu auch die zweite Auflage des - in seiner grandiosen Unvollständigkeit ziemlich sinnleeren - "Kadlubeks Objektiv-Katalog".
Ich nehme an, daß in der 4. Auflage jemand treudoof von der Titelseite dieses im englischen Text "Kadlubek's Lens Cataloque" abgeschrieben hat.
Denn dort steht "Over 12.000 lenses and more than 2.000 photographs .. modern lenses"
Immerhin sind sowohl die Zahlen als auch das letzte "lenses" angepaßt worden.

Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 29.03.18 13:45

29.03.18 13:00
Rainer 

Administrator

29.03.18 13:00
Rainer 

Administrator

Re: Kadlubeks Kamera-Katalog

Hallo Peter, hallo zusammen,

die 4. Auflage wiegt ziemlich genau 2 kg. Abmessungen 29,5 x 21 x 3,8 cm, ein echtes Schwergewicht. Der reinen Listenteil ist im Querformat, der Rest im Hochformat gedruckt. Ist also ein Buch, welches man am Besten auf dem Tisch aufliegend betrachtet.



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Zuletzt bearbeitet am 29.03.18 13:05

29.03.18 14:26
Laufboden

nicht registriert

29.03.18 14:26
Laufboden

nicht registriert

Re: Kadlubeks Kamera-Katalog

Hallo Rainer,

Rainer:
.. die 4. Auflage wiegt ziemlich genau 2 kg.
Die zweite Auflage ist dagegen ein Leichtgewicht mit 1040g.
Ich vermute allerdings, daß in meinem Sammelgebiet - Kameras von ca.1900 - ca.1950 - nicht viel dazugekommen sein dürfte, die vierte Auflage für mich also hauptsächlich dicker und schwerer geworden wäre.
Mehr würde mich jedoch interessieren, ob es besseres gibt. Für die Katze im Sack möchte ich nicht zuviel Geld verschwenden.
Steimer etwa glaubt selbst so wenig an seine Liste, daß er nicht bereit ist, sie so bewerben, daß potentielle Käufer einen realen Eindruck bekommen.
Abring Band 1-3 ist ja schön gemacht - trifft aber höchstens 3% meines Bestandes, also kein Grund, Band IV und den Index zu suchen, und ein Bild pro Kamera ist sowieso oft zuwenig. Der McKeowns (1992/93) hilft auch nur sehr beschränkt - zwar sind u.a. Kodaks dick vertreten, die sammle ich aber mit einer Ausnahme nicht, denen aus Stuttgart. Und die sind im McKeown unterbelichtet.

Grüße, Laufboden

29.03.18 14:55
Rainer 

Administrator

29.03.18 14:55
Rainer 

Administrator

Re: Kadlubeks Kamera-Katalog

Hallo Laufboden,

es ist sicher für Deinen Sammelbereich schwieriger an verläßliche Daten heranzukommen. Mein Sammel-Fokus liegt so eher auf die Jahre ab ca. 1950. Aber auch dafür findet man relativ wenig Kataloge (bis ca. 1960), Fachzeitschriften, Testberichte.

Wenn ich das mit meinem Radio-Sammelbereich vergleiche, ist dort alles etwas besser. Schon seit ca 1927-1990 gibt es Großhandelskataloge, die viele Grunddaten bereit stellen.

Bei den Kameras ist das mit solchen Katalogen wohl nicht günstig oder besser gesagt, ich habe bisher für die Zeit 1900 bis 1930 nicht viel gefunden. Der Hausmann 1927 ist da schon eine gewisse Ausnahme.

So bleibt oft nur das Herumsuchen, mal hier mal da, ist mühsam....



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

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