| Passwort vergessen?
Sie sind nicht angemeldet. |  Anmelden

Sprache auswählen:

WWW.BLENDE-UND-ZEIT-FORUM.DE und Online-Museum
Für Photographica-Sammler und Interessierte
Sie sind nicht angemeldet.
 Anmelden

[iIa] Carl-Zeiss Jena Tessar 4.5/75mm N24
 1
 1
03.08.18 12:14
Sammelott 

BZF-Master

03.08.18 12:14
Sammelott 

BZF-Master

[ iIa ] Carl-Zeiss Jena Tessar 4.5/75mm N24

Hallo im Forum,
über diese Objektiv gibt es so gut wie keine Informationen , weder im Netz noch im Kadlubek.
Was ich gefunden habe ist folgende PDF : http://www.arnecroell.com/czj.pdf
Dort ist es als "nur Mittelformat" kurz aufgeführt.
hier erstmal das Teil(chen) :







Der Blendenbereich erstreckt sich stufenlos von 4.5-22. Brennweite 75mm. Der verlinkten PDF nach müßte es 1954 gebaut worden sein.
Beim hinteren Schraubgewinde messe ich 27mm , vorne hat es einen Außendurchmesser von 24mm.
In welcher Kamera könnte das verbaut gewesen sein ? Zweiäugige Spiegelreflex , Falter oder Vergrößerer?
Eventuell weiß hier ja irgendjemand etwas darüber?.....

Hier noch 2 Fotos mit Zwischenringen an die NEXC3 gebastelt :





Nur die Helligkeit wurde um eine Blendenstufe erhöht , sah auf dem Display nicht so dunkel aus wie am Bildschirm

mit gespannten Grüßen-OTTI

Zuletzt bearbeitet am 03.08.18 18:53

Datei-Anhänge
DSC00159.JPG DSC00159.JPG (29x)

Mime-Type: image/jpeg, 28 kB

DSC00160.JPG DSC00160.JPG (30x)

Mime-Type: image/jpeg, 27 kB

DSC00161.JPG DSC00161.JPG (32x)

Mime-Type: image/jpeg, 29 kB

DSC03577.JPG DSC03577.JPG (29x)

Mime-Type: image/jpeg, 244 kB

DSC03578.JPG DSC03578.JPG (44x)

Mime-Type: image/jpeg, 136 kB


Hinweise:
---> Urheberrechte 1: Keine Scans von Prospekten, Bedienungsanleitungen oder Buch/Zeitschriften-Artikeln hochladen.
---> Urheberrechte 2: Nur selbst aufgenommene Photos hochladen. Keine Fotos auf und in fremden Grundstücken.
---> Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar oder zuordenbar sind !
---> Urheberrechte 3: Textpassagen von fremden Quellen vermeiden, höchstens einige Zeilen mit genauerQuellenangabe.
---> Der Zähler der Vorschaubilder zeigt NICHT die echte Zugriffzahl, die Bild-Anklicke direkt im Text werden nicht gewertet


04.08.18 13:17
Laufboden 

BZF-Master

04.08.18 13:17
Laufboden 

BZF-Master

Re: Carl-Zeiss Jena Tessar 4.5/75mm N24

Hallo Sammelott,

Sammelott:
Hallo im Forum,
über diese Objektiv gibt es so gut wie keine Informationen , weder im Netz noch im Kadlubek.
Was ich gefunden habe ist folgende PDF : http://www.arnecroell.com/czj.pdf
Dort ist es als "nur Mittelformat" kurz aufgeführt.
...
Der Blendenbereich erstreckt sich stufenlos von 4.5-22. Brennweite 75mm. Der verlinkten PDF nach müßte es 1954 gebaut worden sein.
Beim hinteren Schraubgewinde messe ich 27mm , vorne hat es einen Außendurchmesser von 24mm.
In welcher Kamera könnte das verbaut gewesen sein ? Zweiäugige Spiegelreflex , Falter oder Vergrößerer?

Eventuell weiß hier ja irgendjemand etwas darüber?.....
Nun ja, über Erzeugnisse aus dem "Phänomen", dem "Gebilde", der "Zone" oder wie die DDR-Vermeidungsworte alle noch so hießen (schon die Bezeichnung "DDR" war schließlich ein unbedingt zu vermeidendes Ostprodukt!), aus einer Gegend also, die es offiziell nicht geben konnte und nicht geben durfte, ist im Westen naturgemäß wenig bekannt gewesen. Sicher, so mancher in Alleinvertretungsdeutschland hat sich gelegentlich dieser günstigen Teile bedient, aber sie waren in der DDR wohl Bückware und brauchten deshalb dort ja eigentlich auch nicht beworben werden ...
Daß sie nicht nur eine an sich schon eindeutige Bezeichnung trugen wie "N51" oder "R55", ist an sich schon als überflüssiger Luxus zu sehen ...
Als zusätzlichen, ja geradezu ungewöhnlichen Luxus kann man sehen, daß offiziell in den Westen exportierte Objektive über lange Zeit sogar zwei Frontringe trugen:
z.B.:
  • N51 ... Tessar 3.5/150. Nach dem Vademecum ein Objektiv mit doppelter Nutzungsmöglichkeit - Entfernung mit 1:3.5 eingestellt .. Portrait-Objektiv (Blende bis 1:6.3); mit 1:8 eingestellt: auch für professionelle Arbeiten wie Kopieren geeignet.
  • R55 ... "Apo-T 1:9 f=300 Jena". Schraubt man diesen Ring ab, erscheint "Apo-Tessar 1:9 f=300 Carl Zeiss, Jena"(das war die Ost-Bezeichnung).
    "Apo-T" und "Jena" zeigen, daß es sich um ein für den Export in den Westen bestimmtes Objektiv handelt. In diesem Fall wurde das Objektiv besonders gütekontrolliert.
    "R" könnte also für "Repro" stehen, "N" für "Normal".


Ein paar davon habe ich auch in meiner Sammlung.
Hier geht es um Objektive für so ziemlich jede Art professioneller Verwendung.

Ansonsten sollten Bezeichnungen wie "Tessar" hinreichend klar sein.
Die Qualität braucht sich hinter West-Produkten kaum zu verstecken, allerdings gab es anscheinend keine in der DDR hergestellten Verschlüsse zumindest für GF-Objektive.
Der Entwicklungstand kann zeitlich hinter i.w. baugleichen Westprodukten etwas hinterherhinken.

Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 04.08.18 13:51

04.08.18 14:10
Sammelott 

BZF-Master

04.08.18 14:10
Sammelott 

BZF-Master

Re: Carl-Zeiss Jena Tessar 4.5/75mm N24

Hallo Laufboden,
ja....."N" steht für Normal. Das geht auch aus der verlinkten PDF-Datei hervor

Bezüglich dieses Objektivs hilft mir das aber auch nicht wirklich weiter

zerfließende Grüße-OTTI (im Rhein-Main gebiet schon seit Tagen die heißesten Temperaturen in Deutschland.)
Schlafen Nachts trotz Durchlüften bei 29°C........

04.08.18 14:33
Laufboden 

BZF-Master

04.08.18 14:33
Laufboden 

BZF-Master

Re: Carl-Zeiss Jena Tessar 4.5/75mm N24

Hallo Sammelott,

Sammelott:
Hallo Laufboden,
ja....."N" steht für Normal. Das geht auch aus der verlinkten PDF-Datei hervor

Bezüglich dieses Objektivs hilft mir das aber auch nicht wirklich weiter
..
.. dann noch eine, wenn auch winzig kleine Irritation :
Nach dem Vademecum gilt für Carl Zeiss Jena nach WW2 (also DDR) u.a.:
1952-1955 345,000-4.0 million
1955-1958 4.0-5.0 million
Also eher 1955 als 1954 ... - also vermutlich Ende 1954 oder Anfang 1955

Aber was genau fehlt Dir noch an Daten?
Tessar ist klar, außer man sucht nach Mikroentwicklungsschritten - dann wird's so ziemlich bei allen Produkten zappenduster.
Einsatzbereich universell - genauer: lieber professioneller Kunde oder engagierter Amateur, kümmere dich selbst darum, was du damit machst. Solltest Du gar noch einen Verschluß brauchen, gilt dies erst recht ...

Da ein 4.5/75er kein so herausragendes Produkt war - in der DDR gab es schließlich auch lichtstärkere Tessare in MF-Brennweiten in Verschluß - ist anzunehmen, daß es eher als Vergrößerungs- oder sonstiges technisches Objektiv eingesetzt worden ist.

Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 04.08.18 14:47

04.08.18 15:59
Sammelott 

BZF-Master

04.08.18 15:59
Sammelott 

BZF-Master

Re: Carl-Zeiss Jena Tessar 4.5/75mm N24

Hallöchen Laufboden,
mich würde schlicht interessieren wo das mal verbaut gewesen sein könnte , war ja meine Ausgangsfrage.
Habe gerade mal nach Zentralverschluß mit 27mm Objektivaufnahme gegoogelt---ohne Erfolg....

Was ein Tessar ist und daß es mehrere Lichtstärken gab ist mir schon geläufig.
Wie schon geschrieben steht in der verlinkten PDF wo es ganz kurz erwähnt ist : "nur Mittelformat".
In meine vorhandenen alten Rolleiflexe läßt es sich schonmal nicht einschrauben-zu winzig!
Blieben noch alte MF-Falter....
Objektivplatinen für Vergrößerer mit 27mm Objektivaufnahme sind mir ebenfalls nicht bekannt-daher meine Ausgangsfrage.

lG-OTTI

04.08.18 19:57
Laufboden 

BZF-Master

04.08.18 19:57
Laufboden 

BZF-Master

Re: Carl-Zeiss Jena Tessar 4.5/75mm N24

Hallo Sammelott,

Sammelott:
Hallöchen Laufboden,
mich würde schlicht interessieren wo das mal verbaut gewesen sein könnte , war ja meine Ausgangsfrage.
Habe gerade mal nach Zentralverschluß mit 27mm Objektivaufnahme gegoogelt---ohne Erfolg ....
Kann den Wunsch gut nachfühlen, ihn zu erfüllen ist aber oft kaum möglich.
Außer man findet das Objektiv anderswo eingebaut.
Habe eine ganze Reihe von Objektiven.
Bei vielen kann man die frühere Verwendung ablesen, aber bei weitem nicht bei allen.
Die meisten ließen sich nicht in Verschlüsse einbauen, höchstens unter Verwendung einer guten Drehbank.

Die, die in keinen Verschluß eingebaut sind und nicht zu den klassischen Vergrößerungsobjektiven zählen, haben fast durchgehend Gewinde, die, außer soweit unvermeidbar, zu nichts anderem dazupassen. Fast bei jedem "neuen" Sammelobjektiv finde ich neue Gewindegrößen. Es sieht schier so aus, als wären die Hersteller bemüht gewesen, jede schon irgendwo existierende Gewindegröße zu vermeiden. Neben metrischen Maßen finden sich zöllige und Mischformen. Genormte Standardgewinde sind eher selten. Wenn der Außendurchmesser eines Gewindes z.B. 39mm ist, kann schließlich die Steigung u.a. 0.75mm, 1mm, oder "fast genau" 1mm sein. Bevor Deckel Präzisionswerkzeugmaschinen entwickelte und gegen heftigen Widerstand der meisten Objektivhersteller eine gewisse Standardisierung erzwang - die meisten(!) Compure haben Standardmaße - waren irreguläre Gewinde nicht völlig vermeidbar (frühe angloamerikanische Drehmaschinen erlaubten keine metrischen Steigungen, zudem war die Wiederholungsgenauigkeit zu gering). Frühe, in Compur gemountete Objektive passen oft nicht oder nur nach Nacharbeit in "gleichgroße", "identische" Compure. Einmal mußte ich einen defekten Compur ersetzen. Ich hatte zwar einen. Doch es erforderte einen Ringtausch mit zwei weiteren Objektiven in Compur ähnlichen Alters und geduldiges Anpassen (Einschleifen), bis alles wieder paßte. Und natürlich war vorher zu prüfen, ob der Abstand zwischen VG und HG gleich war - mancher Hersteller sorgte lieber für einen angepaßten Compur statt sein Objektiv anzupassen,
Gut, das war lang vor 1954. Doch außer Schneider-Kreuznach haben fast alle Hersteller ihre Gewohnheit beibehalten, nicht für Montage in Verschluß vorgesehene Objektive mit Gewinden und/oder Auflagemaßen so auszustatten, die niemand anderer so verwendete. Das sicherte Erbhöfe . Und z.B. Vergrößererobjektive konnten nicht in Aufnahmeobjektive verwandelt werden.

Für geduldige Sammler bietet das unter Umständen eine gewisse Chance, herauszufinden, wo das Teil ursprünglich möglicherweise verbaut war ... wenn es denn ursprünglich verbaut war. Das ist aber eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Viel Glück dabei
Denn in der DDR waren mangelbedingt viele bereit, das, was sie irgendwo ergattern konnten, selbst anzupassen oder von Bekannten mit Drehmaschine etc. anpassen zu lassen. Das ergab durchaus sehr kreative Konstruktionen ... .

Grüße, Laufboden

Tip: mancher Hersteller hat eine historische Abteilung, die Hinweise geben kann.
So habe ich z.B. mehr über eines meiner Objektive erfahren - die Auflage, und daß es sich um ein einmaliges Batch für einen Kopiererhersteller gehandelt hat. Das Objektiv fand und findet sich deshalb in keinem einzigen Katalog ... (den Käufer, also den Kopiererhersteller, erfuhr ich jedoch nicht, habe allerdings einen Verdacht).

Zuletzt bearbeitet am 04.08.18 20:06

07.08.18 01:28
zeissikonveb.de 

BZF-Nutzer Stufe 2

07.08.18 01:28
zeissikonveb.de 

BZF-Nutzer Stufe 2

Re: Carl-Zeiss Jena Tessar 4.5/75mm N24

Hallo zusammen,

Ich hab mal nachgefragt, es wurde gerne zur Vergrößerung verwendet, z.B. am Multifoc. Am Objektiv fehlt der Adapter-Ring, mit welchem es an der Objektivplatte des Vergrößerungsgerätes angeschraubt wurde.


Gruß, Yves

zeissikonveb.de

 1
 1
Objektiv   Präzisionswerkzeugmaschinen   Alleinvertretungsdeutschland   gütekontrolliert   Nutzungsmöglichkeit   Objektivaufnahme   Mikroentwicklungsschritten   Aufnahmeobjektive   DDR-Vermeidungsworte   Vergrößererobjektive   Vergrößerungsobjektiven   angloamerikanische   Objektivhersteller   Schneider-Kreuznach   Wiederholungsgenauigkeit   Portrait-Objektiv   Außendurchmesser   Vergrößerungsgerätes   Zentralverschluß   Kopiererhersteller