die Plaubel Makina war schon früh als Systemkamera ausgelegt; bereits für das Modell I (--> https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...=1&thread=6) war ein Teleobjektiv lieferbar, das einteilige Makinar 6,3/200, das anstelle des vorhandenen Anticomar-Vorderteils in den Compur eingeschraubt werden kann. Auch das rückwärtige Element muss entfernt werden. Die Brennweite wird nicht explizit angegeben, ergibt sich aber daraus, dass eine zweifache Vergrößerung erreicht wird.
Die Handhabung wird in der zeitgenössischen Bedienungsanleitung ausführlich erklärt; zu berücksichtigen ist nämlich, dass es eine eigene Einstellfassung besitzt. Daher muss beim ersten Gebrauch des Makinars die passende Unendlich-Einstellung der Kamera ermittelt und auf der Entfernungsskala markiert werden. Die Kamera wird, wenn das Makinar benutzt wird, auf die ermittelte Position eingestellt; die Fokussierung erfolgt dann über die Einstellfassung des Makinars. Es handelt sich nicht um eine gefettete Einstellschnecke, sondern um „Schneckenzüge“, in denen „Führungen des schwarzlackierten Hauptkörpers“ laufen, daher ist beim Drehen lt. Anleitung ein gewisser Druck bzw. leichtes Ziehen erforderlich. Das kann ich nicht unbedingt bestätigen; der Fokus läuft ein bisschen hakelig wie ein modernes Objektiv mit trockengelaufenem Schneckengang. Das Objektiv besitzt eine eingebaute Irisblende (f 6,3–36).
Die Anleitung weist darauf hin, dass sich bei nahen Aufnahmeentfernungen „eine gewisse Weichheit der Schärfe“ ergebe, die aber eine gerade für Porträts „erwünschte malerische Wirkung“ habe. Für gestochene Schärfe bei Entfernungen um 1,50 wird eine „Vorschaltlinse T 1,5“ empfohlen, die bei Einstellung auf unendlich „präzise Schärfe“ im Bereich um 1,50 m gewährleiste.
Für den Rahmensucher war eine entsprechende Maske vorgesehen (die leider verlorengegangen ist).
Das Teleobjektiv ist im Porst-Katalog von 1929 mit 96 RM gelistet.
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