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Kleinbild-Stereo-DIAs an "die Wand werfen".
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22.12.19 10:48
Rainer 

Administrator

22.12.19 10:48
Rainer 

Administrator

Kleinbild-Stereo-DIAs an "die Wand werfen".

Hallo zusammen,

in lange vergangenen Analog-Zeiten hatte ich eine Zeitlang gern Stereo-Fotos per DIA-Projektoren auf "Leinwand" geworfen und mit selbst gebastelten Polarisations-Brille betrachtet. Das war garnicht so einfach, weil ich zwei DIA-Projektoren (unterschiedlichen Fabrikats) verwenden musste.



Prinzip:

Die beiden DIA-Paare (aufgenommen mit der Three Dimension Company Stereo-Colorist) im Format 24 x 24 wurden in Dia-Rahmen gesetzt. Zwei Dia-Projektoren mussten mühsam auch zwei Projektor-Tischen nebeneinander so platziert werden, dass beide Flächen sich möglichst exakt deckten. In meinem Fall musste der eine Projektor 30 cm neben und vor dem anderen Projektor stehen.

Ich hatte dafür zur Einkalibrierung zwei exakte gleiche Mono-Dias, die zuerst eben diese Ausrichtung der Projektoren sicherstellten. Allerdings gelang das natürlich nicht komplett durch die leichte Winkelung der Projektoren zur "Leinwand". Aber zur "schmerzfreien" Betrachtung reichte das doch völlig aus. Das quadratische Filmformat half dabei.

Warum Leinwand in Anführungszeichen? Weil es natürlich keine Leinwand war, sondern eine sogenannte Silberwand. Diese hatte eine aufgezogene Metallfolie. Die Lichtausbeute war geringer, aber es reichte doch zur Betrachtung aus. Die Metalloberfläche hielt die polarisierte Lichtebene bei der Rückstrahlung aufrecht. Nur so funktionierte das Verfahren.

Der Trick bei der Dia-Betrachtung lag in der Verwendung von Polarisations-Folien vor den beiden Dia-Projektor-Objektiven, wobei die Polarisationsebenen um 90 Grad verkippt waren.

Meine selbst gebauten Polarisationsbrillen hatten statt dem Brillenglas jeweils eine eingepasste 90 Grad verkippte Polarisationsfolie. Der große Vorteil des Polarisation-Verfahrens war die Eignung für echte Farbendarstellung. Und zwar im Gegensatz zum Anaglyphenverfahren mit den farb-verfälschenden Farbfolien.


Trotz der Simple-Technik und dem etwas umständlichen Handling war das Ergebnis bei der Betrachtung gut und lösten doch bei so manchen Gästen ein "Ahh" und "Uhh" aus.

Damals war es ....


Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
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Zuletzt bearbeitet am 22.12.19 10:52


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