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"Geheimnis": Welche Holzsorten sind bei historischen Kameras verwendet worden?
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27.12.19 23:44
Laufboden

nicht registriert

27.12.19 23:44
Laufboden

nicht registriert

Re: "Geheimnis": Welche Holzsorten sind bei historischen Kameras verwendet worden?

Hallo Rainer,

Rainer:
... Gibt es Erfahrungen mit Holzwurmbefall, aktuv oder ehemaliger Befall.

Interessant wäre auch zu erfahren, ob es Hölzer gibt, die stärker als andere vom Holzwurm befallen werden (wurden).
Ja, ehemaligen Befall gibt es.
Eine meiner Kameras hatte Holzwurmbefall, und zwar eine Contessa-Nettel.
Aktiver Befall ist nicht zu erkennen. Ich hatte offenbar eine Stellen nicht verschlossen, nur die anderen, die durch das Bezugsleder ins Freie führten, aber Holzmehl ist nirgends erkennbar, obwohl die Kamera schon jahrelang in meinem Regalen herumlungert. Wäre auch unwahrscheinlich bei Lagerung in einem zentralgeheizten Raum.
Über die Holzart kann ich nichts sagen - sieht nach irgendeinem heimischen Hartholz aus - poliert, innen schwarz gelackt, außen Leder, kaum Stellen mit "Lack ab"*).

Grüße, Laufboden

*) definitiv helleres Holz und ohne Rotstich, also Hölzer wie Mahagoni. Kiefer und Lärche wohl ausschließbar.

Zuletzt bearbeitet am 28.12.19 09:53


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28.12.19 00:08
Willi 

BZF-Meister

28.12.19 00:08
Willi 

BZF-Meister

Re: "Geheimnis": Welche Holzsorten sind bei historischen Kameras verwendet worden?

Hallo Rainer

In meinem Lehrbetrieb als Fotograf gab es Holzkameras, die noch in Verwendung waren, aber Holzwurm war bei unseren Kameras nie ein Thema.
Auch an den zahlreichen am Dachboden gelagerten alten Holzkameras war nie Holzmehl durch Wurmbefall zu sehen.
Die Holzarten waren vermutlich meist Mahagoni oder Nußbaum ???

Liebe Grüße Willi

"Altes bewahren - Neues prüfen"

17.06.21 11:49
EagleEye72 

BZF-Nutzer Stufe 2

17.06.21 11:49
EagleEye72 

BZF-Nutzer Stufe 2

Re: "Geheimnis": Welche Holzsorten sind bei historischen Kameras verwendet worden?

Noch bissl was fürs Archiv..

ein Mitforent hat eine schöne alte ( und sehr leichte, unter 2 kg) Vageeswari 13x18. Gefertigt aus Teakholz.
Konstruktiv stark mit den englischen Watson & Son verwandt. Die Watsons gehören zu den leichtesten leichtesten Field Kameras .
ZB eine 10x12" Watson & Son Baujahr 1899 wiegt gerade mal 3,4 kg.

Grüße, Andreas

17.06.21 12:20
Rainer 

Administrator

17.06.21 12:20
Rainer 

Administrator

Re: "Geheimnis": Welche Holzsorten sind bei historischen Kameras verwendet worden?

Hallo Andreas,

diese Teakholz-Kameras werden auch durch dieses Material mit als Tropen-Kameras bezeichnet. Na und gut aussehen tut das auch

Ich hatte vor einiger Zeit mit einem Möbelrestaurator oder Einzelmöbeltischler gesprochen. Der meinte, dass es bei alten bearbeiteten Hölzern nicht einfach ist, einige Sorten auseinander zu halten. Schnittrichtungen und sonstige Behandlungen können dabei Bestimmungsprobleme bereiten.

Jedenfalls ein interessantes Thema.



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

18.06.21 11:03
sepplbauer 

BZF-Meister

18.06.21 11:03
sepplbauer 

BZF-Meister

Re: "Geheimnis": Welche Holzsorten sind bei historischen Kameras verwendet worden?

Hallo Leute,

Also ich befasse mich sehr viel mit Holz. Ist neben dem Kamerasammeln ein zweites Hobby von mir. Ich bin der Meinung dass sehr viele Kameras aus Mahagoni gefertigt wurden. Dieses Holz hat eine feine Struktur, wenig Verzug, lässt sich gut verarbeiten und sieht auch gut aus. Im europäischen Raum waren auch Kameras aus Nuss oder Eiche teilweise üblich (weil Mahagoni nicht immer verfügbar). Das gilt alles für sog. Reisekameras od. Tropenkameras.
Mahagoni wird auch sehr selten vom Wurm befallen, die Schellackoberfläche schützt das nochmal zusätzlich. Nuss haben die Würmer schon lieber. Generell ist es aber so, dass diese Hölzer teilweise Jahrzehnte lang gelagert wurden, vor der Verarbeitung und ein komplett durchgetrocknetes Holz ohne Rinde, mag der Wurm so wie so nicht so gerne. Ich kenne Wurmbefall nur bei Weichholzkameras (od. auch Nuss) welche meist einen Feuchtigkeitsschaden durch schlechte Lagerung hatten.

Die belederten Plattenkameras waren fast immer aus Weichholz wegen dem Gewicht (meist feine Fichte wie auch im Instrumentenbau oder auch Sperrholz).

Teakholzkameras kenne ich nur sehr wenige, möglicherweise japanische Modelle der gehobenen Klasse, da in Süd-Ost-Asien Teak beheimatet ist.

Daguerre ließ seine Kameras aus Zedernholz herstellen (günstig und in Europa verfügbar, trotz allem widerstandsfähig und verzugsfrei).

Korrigiert mich, wenn ich Blödsinn behaupte

LG Markus


Analoge Kameras sind zum sammeln gedacht, man kann aber auch damit fotografieren...

18.06.21 13:25
Rainer 

Administrator

18.06.21 13:25
Rainer 

Administrator

Re: "Geheimnis": Welche Holzsorten sind bei historischen Kameras verwendet worden?

Hallo zusammen,

ich habe auf Grundlage der Resistenzen-Angaben bei "holzwurm-page.de" einige Hinweise zu den Empfindlichkeiten der Hölzer gegenüber Holzwurmbefall in den Startbeitrag zugefügt.

@Sepplbauer: Danke auch für Deine Hinweise. Das alles rundet das Bild ab. Für mich als Laien auch interessant, dass man den Unterschied zwischen Kern- und Splint-Holz diesbezüglich machen muss. Das Kernholz ist also weniger anfällig und wird ja wohl hauptsächlich verwendet.



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

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Zuletzt bearbeitet am 18.06.21 13:45

25.07.21 23:01
Rainer 

Administrator

25.07.21 23:01
Rainer 

Administrator

Re: "Geheimnis": Welche Holzsorten sind bei historischen Kameras verwendet worden?

Hallo zusammen,

ich achte bei der Durchsicht alter Kamerakataloge auf (zumeist spärliche) Angaben zu verwendeten Hölzern. Im ICA-Katalog von 1913 fand ich bei der Vorstellung der ICA Tropica Plattenkamera den ausdrücklichen Hinweis auf Teakholz in Verbindung mit behandeltem Leder als Tropenfähigkeit der Kamera.



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

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