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Makro-Aufnahmen
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02.11.19 17:26
gewa13 

BZF-Master

02.11.19 17:26
gewa13 

BZF-Master

Re: Makro-Aufnahmen

Moin moin,

ich möchte auch mal Flechten fotografieren und war in Vorbereitung darauf gerade auf der Terrasse um das mal zu probieren ... puh ... ganz schön schwierig ohne Stativ ....



Pentax K5II mit Soligor C/D 7 Makro Tele-Converter 2x (1:1) und Hanimex MC Auto-Zoom 2,5-3,5/35-70mm in Makrostellung 1:2,7 70mm Blende 11 freihand, auf Serienbildaufnahme gestellt und das schärfste Foto von 10 Bildern rausgesucht ...

Ich werde wohl draußen ein Stativ brauchen und eine schärfere Makrolinse (habe ein Tamron 2,8/90mm in Japan bestellt)

Liebe Grüße Gerhard

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02.11.19 19:10
Laufboden 

BZF-Master

02.11.19 19:10
Laufboden 

BZF-Master

Re: Makro-Aufnahmen

Hallo Gerhard,

gewa13:
Moin moin,

ich möchte auch mal Flechten fotografieren und war in Vorbereitung darauf gerade auf der Terrasse um das mal zu probieren ... puh ... ganz schön schwierig ohne Stativ ....
..
Pentax K5II mit Soligor C/D 7 Makro Tele-Converter 2x (1:1) und Hanimex MC Auto-Zoom 2,5-3,5/35-70mm in Makrostellung 1:2,7 70mm Blende 11 freihand, auf Serienbildaufnahme gestellt und das schärfste Foto von 10 Bildern rausgesucht ...

Ich werde wohl draußen ein Stativ brauchen und eine schärfere Makrolinse (habe ein Tamron 2,8/90mm in Japan bestellt)
Die meisten Pflanzen sind im Gegensatz zu Insekten ja sehr geduldig, sie erlauben sogar das Aufstellen eines Stativs ohne sich zu verzupfen..
Normalerweise denkt man dann an ein Dreibeinstativ, und das hat durchaus Berechtigung - zum Halten einer Kamera, die ohne Stativ nicht sinnvoll benutzt werden kann, und für Langzeitaufnahmen.
Für den angegebenen Zweck denken Profis aber oft an andere Stative - und das mit gutem Grund.
Das klassische Dreibeinstativ wird oft als "Amateurstativ" bezeichnet - zumindest wenn es sich um keine extrastabile Ausführung handelt.
Es neigt jedoch sehr deutlich zum Schwingen, und zwar in alle Richtungen ziemlich gleich - keiner der sechs(!) Freiheitsgrade wird entschieden unterbunden (3 Translations- und drei Drehungsfreiheitsgrade).
Da die Belichtungszeit trotzdem nicht übermäßig lang sein dürfte, ist für obigen Zweck ein Einbeinstativ zu erwägen. Das unterbindet bei kürzeren Aufnahmezeiten wirksam 5 der 6 Freiheitsgrade - bei senkrechtem Aufstellen alle bis auf horizontale Drehung**), einen theoretisch perfekt, 4 in erster Ordnung.
Das gilt zumindest, solange es die eigene Körperbeherrschung erlaubt, und wenn es nicht in den Sekundenbereich geht.
Und es ist schneller und leichter aufstellbar.
Schulterstative sind eine andere Wahl, die gute Dienste leisten kann. Die könnte man im übrigen auch für Insektenfotografie nutzen. Da dabei jedoch sowieso möglichst kleine Belichtungszeiten zu verwenden sind und deshalb fast durchgehend Blitzlicht von Vorteil ist, ziehe ich anderes vor: Abstützen der Ellbogen auf dem Körper, Körper und Hände bis auf den Auslösefinger bewußt ruhig halten, Atem anhalten, kontrolliert auslösen.

Gut, etwas Körperbeherrschung ist für all das schon zu empfehlen ... und spätestens über 3:1 (also dreifacher Vergrößerung) ist trotzdem ein wenig mehr anzuraten, um die relative Bewegung zwischen Objekt und Kamera zu verringern (Kamera aufstützen, Stengel der Blüte halten ...*) ). Ein wenig Krafttraining kann zuvor nicht schaden ...

Für Pflanzenfotografie - und manchmal auch für Insekten - ist es jedoch in der Regel sinnvoll, mit natürlicher Beleuchtung zu arbeiten, alternativ mit professioneller Lichtführung (Reflektoren etcpp.).

Mehr als ein Bild zu machen ist dabei zudem immer sinnvoll.

Wie sehr auch ein stabileres Dreibeinstativ wackelt, habe ich übrigens zuletzt heute erlebt (Aufnahmen mit der Canon M5 und einem Apo Ronar 480mm auf "unendlich" bzw. in relativer Nähe, also so etwa 3 bis 8 Meter).

Grüße, Laufboden

*) am besten mit der Hand, die auch die Kamera hält. Das Objekt von jemand anderem halten zu lassen ist zuallermeist deutlich schlechter, als es frei schwingen zu lassen.
**) weniger missverständlich: Drehung um die Längsachse des Einbeinstativs

Zuletzt bearbeitet am 02.11.19 19:28

02.11.19 21:03
gewa13 

BZF-Master

02.11.19 21:03
gewa13 

BZF-Master

Re: Makro-Aufnahmen

Moin Laufboden,

herzlichen Dank für die detaillierte Einführung in die Standsicherheit der Stative beim Makrofotografieren.

Mir sind schon 2 Stativ innerhalb kürzester Zeit kaputt gegangen... ich bin deshalb frustriert und versuche die kaputten Stative zu meiden ...obwohl sie noch funktionieren ... Holzstative sind mir zum teuer ... und zittern tue ich auch, wenn's drauf ankommt ... und dann ist da noch meine Faulheit zu schleppen und aufzubauen ...

... und dann habe ich noch einen chinesischen Makroschlitten ... noch nie benutzt ...

Wir werden sehen, was wird ...

Liebe Grüße Gerhard

02.11.19 22:15
Laufboden 

BZF-Master

02.11.19 22:15
Laufboden 

BZF-Master

Re: Makro-Aufnahmen

Hallo Gerhard,

gewa13:
... Holzstative sind mir zum teuer ... und zittern tue ich auch, wenn's drauf ankommt ... und dann ist da noch meine Faulheit zu schleppen und aufzubauen ...

... und dann habe ich noch einen chinesischen Makroschlitten ... noch nie benutzt ...
... ja, etwa so ein Berlebach ist wirklich nicht ganz billig - besser als Dreibeine aus Metall sind sie deshalb, weil Holz hervorragende dämpfende Eigenschaften mitbringt und soche Stative weit weniger zum Zittern neigen.
Menschen sind eben ziemlich wacklige und zittrige Wesen - aber ein Stück weit läßt sich das in den Griff bringen.
Bei Faulheit beim Schleppen und Aufbauen kann sich ein Einbein gut kombinieren lassen - wenn die Zittrigkeit z.B. wegen überlanger Belichtungszeiten nicht gar zu arg zu Buche fällt.

Was so ein chinesischer Makroschlitten leisten kann, wäre schon sehr interessant.
Wobei es schon genauer auf das Modell ankommt - schließlich kommt von dort schier alles von absolutem Schrott bis zum Spitzenprodukt. Im Web sieht man's dem Zeug natürlich nicht an, das ist oft erst nach einer Weile Nutzung erkennbar - oder offensichtlich ...

Z.B. als Heimwerker hatte ich früher mal gedacht, bei Geräten, die ich selten brauche, könnte ich ohne Probleme auf Billigzeug von dort zurückgreifen - das war ein grober Irrtum. Der extreme Qualitätsunterschied bringt große Verunsicherung und schadet letztlich den Herstellern besserer Waren am meisten.
Da greift man lieber doch zu Geräten, die als qualitativ hochwertig bekannt sind - und läßt sofort wieder die Finger davon, wenn man aufs Preisschild sieht ...
Bereits relativ billige Elektrogeräte aus deutscher Produktion sind im Vergleich zu hochwertigen - teils derselben Marke - krass überteuert ...

Grüße, Laufboden

03.11.19 08:35
Willi 

BZF-Master

03.11.19 08:35
Willi 

BZF-Master

Re: Makro-Aufnahmen

Hallö Makrofreunde!

Als bestes Objektiv für Makros hat sich bei mir immer eine lichtstarke Festbrennweite (Nikon 50 oder 135 mm mit Zwischenringen) und ein solides Gitzo Studex Alu- Stativ bewährt.
Ich fotografiere dann, wenn es herbstlich Düster ist, mit ISO 400 und Blende 22 mir Spiegelvorauslösung oder mit Livewiew.


Gute Tiefenwirkung mit Blende 22. Aufhellung mit einem Rasierspiegel.
EOS 7D, Nikon 50 mm, Zwischenringe, Gitzo Stativ, ISO 400, Blende 22, 1/10 sek.

Link zum Stativ: https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...4&thread=12

Mit dem Nikon 50mm Objektiv und Zwischenringsatz kommt man auf 1;1 Abbildung auf dem Chip. Das ist bei APS-C schon ganz schön groß für die Flechten im Wald.

Liebe Grüße
Willi

Zuletzt bearbeitet am 03.11.19 08:53

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191029_07.jpg 191029_07.jpg (4x)

Mime-Type: image/jpeg, 456 kB

07.11.19 23:12
Laufboden 

BZF-Master

07.11.19 23:12
Laufboden 

BZF-Master

Re: Makro-Aufnahmen

Hallo Willi,

Willi:
Als bestes Objektiv für Makros hat sich bei mir immer eine lichtstarke Festbrennweite (Nikon 50 oder 135 mm mit Zwischenringen) und ein solides Gitzo Studex Alu- Stativ bewährt.
...
Mit dem Nikon 50mm Objektiv und Zwischenringsatz kommt man auf 1;1 Abbildung auf dem Chip. Das ist bei APS-C schon ganz schön groß für die Flechten im Wald.
Deine Fotos schätze ich sehr.
Aber wenn's möglichst billig sein soll, noch alte Weitwinkel ohne oder mit abschaltbarer Springblende vorhanden sind (optimal wäre ein WW-Zoom dieser Art, aber die sind eher selten) empfiehlt sich für Aufnahmen nahe an 1:1 oder darüber eher ein Retroring, alternativ einfach ein Vergrößerungsobjektiv (ohne Retrostellung) mit voreinstellbarer Blende, also der Möglichkeit, für die Einstellung aufzublenden und schnell definiert zu schließen.

Warum?
Normale KB- Objektive - auch und insbesondere lichtstarke Standardobjektive sind für unendlich gerechnet und schwächeln spätestens bei 1:4 deutlich.
Das kann man zwar durch stärkeres Abblenden ausgleichen, dann ist man aber bereits in Bereichen der Beugungsunschärfe.
Bei 1:1 kommt man mit Blende 11 noch gut hin, darüber hinaus sollte man theoretisch weiter aufblenden - das Canon MP-E 65mm (1:1 bis 5:1) hat deshalb als Blendenbereich 1:2.8 - 1:16 - mehr ist unnötig, die 16 ist schon bei 1:1 suboptimal.
Abblendung über 1:11 bringt praktisch nichts an Schärfentiefe, nur eine Verringerung der Auflösung im Schärfebereich.

Zu beachten ist: die Verhältnisse drehen sich in Retroeinstellung quasi um - je größer die Brennweite, desto kleiner der Abbildungsmaßstab.
Die Entfernungseinstellung läßt man am besten auf unendlich - näher bringt kleineren Maßstab bei merklich schlechterer Qualität.

Je kürzer die Brennweite des in Retrostellung verwendeten Objektivs, desto größer ist der Abbildungsmaßstab, ansonsten ist der Maßstab von der Brennweite des Objektivs abhängig - außer wenn Zwischenringe oder Balgen verwendet werden.

Ich selbst habe bis einschließlich der Canon 400D für Aufnahmen bis gut 1:1 den für Canon erhältlichen Retroadapter von Novoflex*) (volle Einstellungsübertragung) zusammen mit einem alten Standardzoom verwendet. Der kameraseitige Ring wirkt da als Zwischenring. Mit diesem zusammen wurde 1:1 etwa bei Brennweite 28mm erreicht, mehr als 50mm waren sinnlos.
Mit mehr Ringen den Maßstab vergrößern wäre wenig sinnvoll (das geht schnell in Richtung Beugungsunschärfe!).
Die Ergebnisse waren gut, die Handhabung naturgemäß nicht perfekt.

Billige geeignete Objektive für Retro wären z.B. die älteren ostdeutschen Weitwinkel für M42 zusammen mit Retroring und einem Filterringsatz.

Grüße, Laufboden

*) inzwischen sind die Kontakte zwischen Objektiv und Adapter nicht mehr perfekt, die Einheit blieb also zuletzt möglichst zusammen.
Neue derartige Adapter gibt es wohl keine mehr - die waren damals auch nicht gerade billig, für den Preis gibt es heute zumindest für die Spiegellosen ein echtes Makro-Objektiv.

07.11.19 23:25
Laufboden 

BZF-Master

07.11.19 23:25
Laufboden 

BZF-Master

Re: Makro-Aufnahmen

Hallo miteinander,

anbei noch ein Objekt, von dem Kenner sofort sehen, daß da etwas ein wenig verwirrt ist.

Aber worum handelt es sich?!*)

Hinweise: Aufnahmemaßstab war 3:1 (von Hand gehalten); der Durchmesser des Objekts ist etwa 1.5mm

Bei diesem Bild hat sich etwas um ca. 0.7mm bewegt - entweder war ich das, oder ein ganz leichter Luftzug. Die Schärfeebene liegt etwa in "Kugelmitte".




Grüße, Laufboden

*) irreführender Hinweis: die Dateinamen sind *(A)*isch
(geschrieben hatte ich etwas wie: nicht in die Irre führend ...)

Zuletzt bearbeitet am 07.11.19 23:30

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IMG_8989_erotisch.jpg IMG_8989_erotisch.jpg (3x)

Mime-Type: image/jpeg, 234 kB

IMG_8997_erotisch.jpg IMG_8997_erotisch.jpg (1x)

Mime-Type: image/jpeg, 273 kB

08.11.19 07:35
Willi 

BZF-Master

08.11.19 07:35
Willi 

BZF-Master

Re: Makro-Aufnahmen

Hallo im Forum!
Hallo Laufboden!

Lauboden:
Hinweise: Aufnahmemaßstab war 3:1 (von Hand gehalten); der Durchmesser des Objekts ist etwa 1.5mm
Bei diesem Bild hat sich etwas um ca. 0.7mm bewegt - entweder war ich das, oder ein ganz leichter Luftzug. Die Schärfeebene liegt etwa in "Kugelmitte".

Danke für die viele Theorie zur Technik bei Makrobildern. Aber grau ist bekanntlich alle Theorie.

Bei meinem Flechten-Makro ging es mir um möglichst ausreichende Schärfentiefe um die Details der Flechte gut darzustellen. Die Beugungsunschärfe bei Blende 22 in der 1:1 Abbildung ist nicht so gravierend zu bewerten wie der Schärfentiefegewinn.
Viel wichtiger ist die genaue Fokussierung vom stabilen Stativ aus.
Ein 3:1 Makro aus freier Hand ist meiner Erfahrung nach kaum zufriedenstellend auf den Punkt fokusierbar.

Liebe Grüße
Willi

08.11.19 09:55
Blende-11 

BZF-Master

08.11.19 09:55
Blende-11 

BZF-Master

Re: Makro-Aufnahmen

Rainer:

Ein Stück nicht von dieser Welt:









Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)



Hey Rainer

was hat so ein Stück gekostet? Hast du das in den USA am Ort gekauft?

lg Peter

08.11.19 19:28
Laufboden 

BZF-Master

08.11.19 19:28
Laufboden 

BZF-Master

Re: Makro-Aufnahmen

Hallo Willi,

Willi:
Danke für die viele Theorie zur Technik bei Makrobildern. Aber grau ist bekanntlich alle Theorie.

Bei meinem Flechten-Makro ging es mir um möglichst ausreichende Schärfentiefe um die Details der Flechte gut darzustellen. Die Beugungsunschärfe bei Blende 22 in der 1:1 Abbildung ist nicht so gravierend zu bewerten wie der Schärfentiefegewinn.
Viel wichtiger ist die genaue Fokussierung vom stabilen Stativ aus.
Ein 3:1 Makro aus freier Hand ist meiner Erfahrung nach kaum zufriedenstellend auf den Punkt fokusierbar.
zuerst mal: in aller Regel denke ich beim Fotografieren auch nicht an die Theorie.

Aber Dein Beitrag war für mich doch ein Anlass, wieder einmal etwas zur Theorie zu lesen ...
... und das habe ich heute noch weiter getan.

Und so grau ist die Theorie auch wieder nicht ...
Deine Angaben ergeben eine effektive Blende von 44. Das ist, wie auch das Ergebnis zeigt, und in Anbetracht aller Umstände (verwendetes Objektiv ..) noch gerade am Opttimum - was Du offenbar durch Erfahrung wußtest ... man sieht's ja auch am Ergebnis
Der Zerstreuungskreis ist dann ca. 0.03 mm, das wäre theoretsch eine leichte Schärfeminderung - naja, das verwendete Setting erlaubt aber auch nicht mehr.
Über 1:1 sähe das sehr schnell anders aus.

Für mich - ich fotografiere im Makrobereich hauptsächlich Insekten - sähe die Sache anders aus: bei diesen meist überaus flüchtigen und zudem oft in Bewegung befindlichen Objekten - sehr oft ist ständiges "Nachlaufen" nötig - ist oft nur ein - möglichst groß gewählter - Bildausschnitt nutzbar, sonst ist auf dem Bild nur ein Teil oder nichts vom Objekt. Für mich ergibt die Theorie deshalb auch ein anderes Optimum - und das stimmt recht gut mit der von mir - und so etwa auch einem Sohn von mir - auch ohne Theorie ermendelten Blende 11 überein ...
... und das, was für einen selbst (meist) optimal ist, neigt man gerne, für allgemein gültig zu halten.

Wobei wiederum mein Sohn der bessere Insektenfotograf ist -
Willi:
Viel wichtiger ist die genaue Fokussierung vom stabilen Stativ aus.
Ein 3:1 Makro aus freier Hand ist meiner Erfahrung nach kaum zufriedenstellend auf den Punkt fokusierbar.
.. naja, Insekten pflegen nicht darauf zu warten, bis jemand sein Stativ aufgestellt hat. Das gibt so viel Unruhe, daß nur sehr, sehr wenige abwarten.
Selbst Raupen hätten sich da längst verzupft.
Mein Sohn ist jahrelang bei jeder möglichen Gelegenheit mit einer Fotoausrüstung mit ca. 10 kg gaaanz langsam durch interessante Gebiete gepirscht.
Ein Stativ gehört nicht zu dieser Ausrüstung - es wäre nutzloser Ballast.
Das Gewicht der Ausrüstung ist dabei weniger das Problem. Gaaanz langsame und ruhige Annäherung an das Objekt der Begierde, absolut keine schnelle Bewegung - und das mit z.B. 3 kg Kamera, die minutenlang ruhig gehalten werden muß. Ganz langsame Bewegung am Auslöser, ja nichts verwackeln.
Gut, ab etwa dreifacher Vergrößerung*) ist irgendeine Unterstützung sehr sinnvoll - die findet sich manchmal in der Umgebung, zumindest durch Abstützen der Ellbogen am Körper.
Zugegeben - mein Sohn hat dafür intensiv Krafttraining gepflegt ... und natürlich ist Equilibristik sehr sinnvoll.

Wie wär's mit etwas einschlägigem Training?

Grüße, Laufboden

*) ist 'ne kleine Untertreibung - über 3:1 schaffe ich nicht mehr ohne Abstützung.

P.S.: dieser Sohn hält schon mal, wenn anders nicht 'ranzukommen ist, beide Arme gestreckt vor sich samt Kamera, MP-E 65, Makroblitz - geht dabei aber nur bis 1:1. Bis zur "Schußposition" kann das schon mal Minuten in dieser Haltung dauern. Denn interessante, aber äußerst schreckhaft reagierende Insekten stecken schon mal tief im Gebüsch - und bei jedem Berühren eines Zweiges wären sie weg. Da bräuchte man schon ein Stativ mit längerem Galgen, das in wenigen Sekunden aufbaubar ist, mit dem man dann ganz langsam und ruhig näherfahren kann, und das ggf. nachfahrbar ist.

Zuletzt bearbeitet am 08.11.19 22:24

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