| Passwort vergessen?
Sie sind nicht angemeldet. |  Anmelden

Sprache auswählen:

WWW.BLENDE-UND-ZEIT-FORUM.DE (BZF)
Forum für Photographica-Sammelnde und Interessierte.
Virtuelles Kameramuseum
Sie sind nicht angemeldet.
 Anmelden

Gewinde-Durchmesser von KB-Systemkameras
 1 2 3
 1 2 3
05.01.22 00:41
mazdaro 

BZF-Meister

05.01.22 00:41
mazdaro 

BZF-Meister

Re: Gewinde-Durchmesser von KB-Systemkameras

Hallo Benno und Rainer,

danke für den interessanten Hinweis und das erste Bild der 24x24 Altix. Aus dieser Perspektive sieht sie richtig schön aus.
22,5 wäre für KB-Vollformat natürlich undenkbar. Ist also eine Sondergröße für die Breite^2.

Nachdem ich nun die ausgezeichnete Homepage "Dresdner Kameras" studiert habe, habe ich gewissermaßen ein Problem: die Vollformat-Kamera Altix III A mit M 29,5 Anschluss fürs Ludwig Meritar ist schwer zu kriegen. Das gilt erst recht für das Modell mit dem schärfer abbildenden Meyer Primotar. Es gibt zwei weitere Objektiv-Varianten, aber die sind fix verbaut.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich unter 30 mm noch etwas finden ließe. Schon ein leichtes Tele (80 oder 90 mm) könnte Vignettierung zeigen. Wahrscheinlich war man schon mit f/50 am Limit; denke ich mir zumindest. Wie man das berechnet, weiß ich nicht. Ich habe auch keine Lust, mich näher damit auseinanderzusetzen. Noch nicht.
Wichtiger wäre mir eine gut erhaltene III A mit Gewinde, um dieses Kapitel gebührend abschließen zu können.

Gruß Roland


Hinweise:

---> Urheberrechte 1: Keine Scans von Prospekten, Bedienungsanleitungen oder Buch/Zeitschriften-Artikeln hochladen.

---> Urheberrechte 2: Nur selbst aufgenommene Fotos hochladen. Keine Fotos auf und in fremden Grundstücken.

---> Urheberrechte 3: Textpassagen von fremden Quellen vermeiden, höchstens einige Zeilen mit genauer Quellenangabe.

---> Keine Fotos, auf denen Personen ohne deren schriftliche Genehmigung (DSGVO) erkennbar oder zuordenbar sind !

---> Fotos: Für beste Darstellung die Fotos (Thumbnails) unter den Textbeiträgen anklicken.

---> Der Zähler der Vorschaubilder zeigt NICHT die echte Zugriffzahl, die Bild-Anklicke direkt im Text werden nicht gezählt.


05.01.22 13:25
Rainer 

Administrator

05.01.22 13:25
Rainer 

Administrator

Re: Gewinde-Durchmesser von KB-Systemkameras

Hallo zusammen, hallo Benni,

ich habe bei der Gelegenheit gleich mal das Kleinbild-Museumsverzeichnis bei den Altissa-Kameras überarbeitet:

https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...ild.htm#Altissa





Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

05.01.22 17:28
mazdaro 

BZF-Meister

05.01.22 17:28
mazdaro 

BZF-Meister

Re: Gewinde-Durchmesser von KB-Systemkameras

Stehen geblieben waren wir bei M42 bzw. M40. Die Altix-Gewinde werden hier zuletzt besprochen (Kleiner geht's ja wirklich nicht mehr.)

Nun ist M39 (Synonym "Leica Thread Mount") an der Reihe. Wie M42 für SLR war M39 die gängigste (und ebenfalls weltweit kopierte) Größe für Sucherkameras.

39 mm (LTM): Leica, Fed, Zorki, diverse Kameras japanischer Firmen u. a.

1931 - 1960: Leica (Deutschland)
1934 - 1990: FED (USSR (Ukraine))
1934 - 1968: Kwanon, später Canon (Japan)
1940 - 1961: Leotax (Japan)
1947 - 1959: Minolta-35 (Anfangs 24×32 mm!) (Japan)
1947 - 1954: Kardon (USA)
1948 - 1959: Nicca (Japan)
1948 - 1977: Zorki (KMZ, USSR)
1951 - 1964: Reid (England)
1953 - 1959: Tanack IIC (Japan)
1953 - 1961: Corfield Periflex (England)
1958 - 1963: Shanghai (China)
1959 - 1960: Yashica YE (Übernahme von Nicca)

Natürlich muss an dieser Stelle auch die russische Zenit von KMZ erwähnt werden, die einzige SLR-Kamera mit 39 mm Gewinde.
Für die Start (ebenfalls von KMZ) gab es einen Adapter für die Verwendung von M39-Objektiven.

1952-1956: Zenit
1955-1961: Zenit C
1959-1962: Zenit 3
1961-1962: Zenit Crystall
1962-1970: Zenit 3M

Sollte beim einen oder anderen Bild der Typ nicht hervorgehen (und eine Aufnahme ins virtuelle Museum geplant sein), kann ich natürlich gerne (nähere) Angaben machen. Sorry für die "Kraut und Rüben - Reihenfolge".
































Gruß
Roland

Datei-Anhänge
P1650656.jpg P1650656.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 1.000 kB

Leica II.jpg Leica II.jpg (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 393 kB

K800_IIIb2.jpg K800_IIIb2.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 41 kB

P1570002.jpg P1570002.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 177 kB

Minolta 35.jpg Minolta 35.jpg (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 178 kB

P1540107.jpg P1540107.jpg (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 111 kB

P1540103.jpg P1540103.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 81 kB

LeoM.jpg LeoM.jpg (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 257 kB

17314135_K800_Zorki3_5.jpg 17314135_K800_Zorki3_5.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 57 kB

1213237702_K800_Zorki2.jpg 1213237702_K800_Zorki2.jpg (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 83 kB

514589453_K800_Zenit3MZorki2.jpg 514589453_K800_Zenit3MZorki2.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 55 kB

Leotax_1.jpg Leotax_1.jpg (9x)

Mime-Type: image/jpeg, 168 kB

858636690_K800_Nicca_IIIa_2.jpg 858636690_K800_Nicca_IIIa_2.jpg (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 74 kB

P1650235.jpg P1650235.jpg (9x)

Mime-Type: image/jpeg, 684 kB

920546193_K800_Zorki3.jpg 920546193_K800_Zorki3.jpg (9x)

Mime-Type: image/jpeg, 52 kB

P1570340.jpg P1570340.jpg (12x)

Mime-Type: image/jpeg, 202 kB

05.01.22 17:51
mazdaro 

BZF-Meister

05.01.22 17:51
mazdaro 

BZF-Meister

Re: Gewinde-Durchmesser von KB-Systemkameras

Die Bezeichnungen der Bilder geben ja bereits eine Hilfe. "LeoM" steht für die Leotax Merit, die sicher zu den schönsten Leica-inspirierten Kameras gehörte. Wie man aus dem einen oder anderen Bild hervorgeht, haben sowohl die Russen als auch die Japaner das sklavische Kopieren allmählich aufgegeben und sind selbstbewusst eigene Wege gegangen.

Datei-Anhänge
1070531608_K800_Zorki2.jpg 1070531608_K800_Zorki2.jpg (10x)

Mime-Type: image/jpeg, 26 kB

06.01.22 22:09
mazdaro 

BZF-Meister

06.01.22 22:09
mazdaro 

BZF-Meister

Re: Gewinde-Durchmesser von KB-Systemkameras

37 mm: Asahiflex

https://blende-und-zeit.sirutor-und-comp...mp;thread=150#7

Die Behauptung, dass kurz vor dem Erscheinen der ersten Asahi Pentax eine Asahiflex IIa mit M42-Gewinde (in extrem geringen Stückzahlen) am Markt erschien, wage ich zu bezweifeln. Die Rede ist von der klassischen Asahiflex ohne Pentaprisma. Die hier gezeigte Asahiflex (mit Pentaprisma) ist eine Pentax H2, die unter dem Namen "Asahiflex" nach Südafrika exportiert wurde, da dort der Name "Pentax" immer noch C. Zeiss Jena bzw. dem VEB Pentacon gehörte. Da man diesen Namen an Asahi Optical Co. verkauft hatte, konnte man die eigene Pentaprisma-Kamera, die "Spiegelcontax", nicht "Pentax" nennen, sondern gab ihr denselben Namen wie der Messsucherkamera. Erst später entstand das Kunstwort "Pentacon".

Dass es private Sonderanfertigungen gab - die Objektivflansch-Platte der Pentax passt exakt auf das Asahiflex-Gehäuse -, nachdem die rot markierten Kanten des Spiegelkastens abgefeilt wurden, will ich nicht bestreiten: das lässt sich sehr einfach realisieren.




Datei-Anhänge
Asahiflex-M42.jpg Asahiflex-M42.jpg (14x)

Mime-Type: image/jpeg, 68 kB

P1610784a.jpg P1610784a.jpg (12x)

Mime-Type: image/jpeg, 86 kB

09.01.22 01:13
mazdaro 

BZF-Meister

09.01.22 01:13
mazdaro 

BZF-Meister

Re: Gewinde-Durchmesser von KB-Systemkameras

Von nun an wird es magisch.

36 mm: Foca

Der französische Hersteller OPL (Société Optique et Précision de Levallois, S.A.) nannte seine ersten KB-Kameras, die kriegsbedingt erst nach 1945 am Markt erschienen, "Foca PF". Die beiden Buchstaben bedeuten KB (petit format). Die verschiedenen Modelle erhielten eine unterschiedliche Anzahl an Sternen (Pentagrammen). Das war mit "magisch" gemeint.

Das einfachste Modell (PF1, Bild 1) wies einen Stern auf (une étoile) und bekam in der Folge den Namen "Standard". Es hatte keinen Messsucher wie die anderen Modelle und das Objektiv war anfangs fix verbaut (OPLAR 1:3.5 F= 3.5 cm). Bei dieser Brennweite konnte man auf einen Entfernungsmesser verzichten. Das war die "schnellste" Foca. Dass der Begriff "schnell" auch für lichtstarke Objektive Verwendung findet, kann in diesem Zusammenhang für Verwirrung sorgen.

Die PF2 und die PF3 (mit langen Zeiten) wiesen eine, gelinde gesagt, gediegene Schärfentiefenskala auf. Wie man anhand der Bilder sehen kann, ist diese halbrunde Skala mechanisch mit dem Schneckengang für das Objektiv verbunden, sodass sie unabhängig von der eingestellten Entfernung immer dieselbe Höhe wie der Zahlenring rund um das Objektiv aufweist. Als Stadnardobjektiv gab es das OPLAR 1:3.5 F= 5 cm oder das ausgezeichnet korrigierte OPLAREX 1:1.9 F= 5 cm. Die Vergütung ist leider nicht besonders gut haltbar. Ansonsten sind die Objektive (Alu) ausgezeichnet und naturgemäß sehr leicht. Im Prinzip handelt es sich bei den Objektiven mit 36 mm Anschluss nur um Objektivköpfe: der Schneckengang ist im Gehäuse integriert.

Spätere Modelle erhielten den Namen "Universel" und wiesen einen Schnellspannhebel und ein Bajonett auf, das einen reichlich filigranen Eindruck macht. Die Franzosen, die ohnehin sehr auf Eigenständigkeit bedacht sind, wären wohl die Letzten gewesen, die ihre Kameras mit LTM (39 mm) ausgerüstet hätten.


















Datei-Anhänge
P1650670v.jpg P1650670v.jpg (5x)

Mime-Type: image/jpeg, 173 kB

P1650672v.jpg P1650672v.jpg (5x)

Mime-Type: image/jpeg, 296 kB

P1650673v.jpg P1650673v.jpg (4x)

Mime-Type: image/jpeg, 357 kB

P1650688.jpg P1650688.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 573 kB

P1650685.jpg P1650685.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 876 kB

P1650679v.jpg P1650679v.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 572 kB

P1650678.jpg P1650678.jpg (5x)

Mime-Type: image/jpeg, 912 kB

P1650680.jpg P1650680.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 1.214 kB

P1650683.jpg P1650683.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 669 kB

12.01.22 16:43
mazdaro 

BZF-Meister

12.01.22 16:43
mazdaro 

BZF-Meister

Re: Gewinde-Durchmesser von KB-Systemkameras

Bevor es mit 32 mm (Feingewinde, Steigung 0,7) weitergeht, noch schnell ein Foto von den Foca-Sternen, damit man nicht meint, der mazdaro wäre völlig irre - in gewissem Ausmaß ist er es nämlich - bzw. dass man nachvollziehen kann, was mit "magisch" gemeint war. Würde ich über magische Kräfte verfügen, würde ich nun eine Altix III A herbeizaubern. Auf die Schnelle ist da leider nichts zu finden; nicht mal eine III mit quadratischem KB-Format, wie sie von Rainer bereits vorgestellt wurde. Eine Gewinde-Altix scheint ziemlich rar zu sein, insbesondere im Vollformat. Sollte ich irgendwann eine ergattern können, wäre das der endgültige Abschluss dieses KB-Gewinde-Fadens.

Bis dahin müssen wir uns mit dem wohl kleinsten Gewinde-Durchmesser begnügen, der je an einem Kamera-Gehäuse mit Schlitzverschluss bzw. an dazu passenden Objektiven zur Verwendung kam. Die Rede ist von der Wiener Camera, zu der ich eine ganz besondere Beziehung pflege: zum einen halte ich sie (entgegen der Lobhudelei eines Wiener Nobelladens) für den typischen "1948- Nachkriegsschrott", zum anderen ist diese Kamera aus mehreren Gründen wirklich einzigartig, die ich in der Folge aufführen möchte.

32 mm: Wica

Beginnen wir einmal damit, dass die Firma "Raimund Gerstendörfer" - ursprünglich (ab 1921) führte man nur Reparaturen für diverse Kameras durch - nach der schönen Picoflex (eine Kleinformat-TLR-Kamera, die es mit Rodenstock-, Schneider- od. Steinheil-Optik gab (1931)) die einzige ernst zu nehmende österreichische Kleinbildkamera baute, die über einen gekuppelten Entfernungsmesser a la Leica verfügte. Das traf (wie auch bei der "Gewinde-Foca) allerdings nur auf das Normalobjektiv (50 mm) zu. Wenn man eine andere Brennweite verwenden wollte - es gab ohnehin keine 32 mm - Wechselobjektive! -, musste man wie bei der Foca vorgehen, zu der es sehr wohl unterschiedliche Brennweiten gab: Die Messung erfolgte mit dem Normalobjektiv. Der am Objektiv abgelesene Abstand in m musste dann am eingeschraubten Objektiv mit abweichender Brennweite eingestellt werden. Klingt umständlich? War es auch - mit Sicherheit.

Jede Kamera wurde in Handarbeit hergestellt. Das ist für diese Zeit nicht unbedingt etwas Besonderes. Das war auch in der Schweiz so (Alpa Reflex) und in Japan, als man noch "in den Kinderschuhen steckte". Etwas Besonderes allerdings ist es, dass keine Wica exakt gleich wie die andere aussieht: bedingt durch Materialmangel wurden die Materialien verwendet, die gerade verfügbar waren. An Objektiven gab es eine erstklassige Auswahl: Angenieux, Berthiot, Rodenstock, Steinheil und Schneider. C. Zeiss (Tessar) gab es nie, auch wenn von gewissen Wienern etwas anderes behauptet wird.

Man baute auch einen KB-Vergrößerer und Dia-Projektoren. Der hier gezeigte Projektor ist für Kleinbild und die beiden Objektive von der Wiener Fa. Kahles sind gewiss nicht minder selten als die Wica.

Bei der hier vorgestellten Kamera handelt es sich um das sogenannte "Short Top Modell", das einer klassischen Leica ähnlicher sieht als das spätere "Long Top Modell" mit 39 mm - Gewinde, bei dem der Rückspulknopf in der langen Entfernungsmesser-Haube integriert war und mithilfe eines Hebels hochgehoben werden konnte. Die meisten "Short Top Modelle" wiesen ein fix verbautes Objektiv auf. Mit 32 mm Gewinde gab es nur wenige Exemplare. Insgesamt wurden nicht viel mehr als 150 Stück gebaut.

Und schon sind wir beim dritten Punkt angelangt, warum eine Wica etwas Besonderes ist: sie ist extrem selten. Man schätzt, dass es weltweit jeweils nur ein Dutzend Exemplare von beiden Modellen gibt. Das gezeigte Exemplar trägt die Seriennummer 20 (In der Rückwand ist die Nr. 19 eingestanzt). Auch das Angenieux Type S ist äußerst selten. Möglicherweise handelt es sich bei dem hier gezeigten Exemplar um das einzige noch existierende mit Wica-Gewinde.

Hier sind sämtliche Exemplare aufgelistet, die jemals versteigert oder verkauft wurden:

No.12 mit Xenon 5 cm, f 2, 1942 (#1800997)
No.15 mit Steinh. Culminar 5 cm, f 2.8; 2400 € +22,5% (2005)
No.20 mit Angenieux S1 5 cm, f 1.8 (#140719*); 4000 € (2020)
33.5/32 mm Feingew. (Mit Bereitschaftstasche)
No.116 mit Rodenst. Heligon 5 cm, f 2 (?)
No.117 mit Heligon 5 cm, f 2; 2000 € +23% (2016)
No.120 mit Heligon 5 cm, f 2 (?)
No.129 mit Ang. S1 5 cm, f 1.8 (#140745*); 3400 € +25% (2017)
No.130 mit Berthiot Flor 5 cm, f 2.8 (2002)
No. 139 mit Heligon 5 cm, f 2; 2138 GBP (1995)
No.156 mit Heligon 5 cm, f 2; 2000 € +25% (2018)
32 mm Feingew. (Mit Bereitschaftstasche)
2 x No.? mit Ang. S 1 5 cm, f 1.8 (?)

Der Name "Wica" wird viel eher mit neuheidnischen Hexenzirkeln in Verbindung gebracht - ursprünglich wurde "Wicca" mit nur einem "c" geschrieben - als mit einer Kamera. Es gibt einen vagen Hinweis darauf, dass das zweite "c" in späteren Veröffentlichungen von G. Gardner (also nach 1948) nur deshalb eingefügt wurde, weil der englische Autor von der Existenz der "Wiener Camera" erfahren hatte. Aber das nur am Rande.

Zuletzt bearbeitet am 16.01.22 17:49

Datei-Anhänge
P1650710.jpg P1650710.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 99 kB

P1650747.jpg P1650747.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 827 kB

P1650751.jpg P1650751.jpg (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 737 kB

P1650753.jpg P1650753.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 1.070 kB

P1650754.jpg P1650754.jpg (9x)

Mime-Type: image/jpeg, 901 kB

P1650755.jpg P1650755.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 922 kB

P1650723.jpg P1650723.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 884 kB

P1650724.jpg P1650724.jpg (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 775 kB

P1650741.jpg P1650741.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 211 kB

P1650742.jpg P1650742.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 150 kB

P1650743.jpg P1650743.jpg (9x)

Mime-Type: image/jpeg, 242 kB

P1650728.jpg P1650728.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 372 kB

1944292599_K800.jpg 1944292599_K800.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 55 kB

12.01.22 17:45
mazdaro 

BZF-Meister

12.01.22 17:45
mazdaro 

BZF-Meister

Re: Gewinde-Durchmesser von KB-Systemkameras

Nun zeige ich noch einige Bilder vom Innenleben. Ich bin für diese Kamera extra von Köln nach Wien geflogen, weil der ungarische Trödler (eBay) nicht verschicken und Bargeld sehen wollte. In Wien vertraute ich die nicht funktioniernde Kamera - die Flachfeder für die Sperrklinke war in zwei Teile zerbrochen und ein Teil davon wurde verkehrt aufmontiert! - einem mir bekannten Leica-Spezialisten mit ungeheurem Fachwissen und sehr viel Erfahrung an, weil ich mir die Reparatur des Halbspiegels für den Entfernungsmesser - der war, wie sich noch herausstellen sollte, ebenfalls in zwei Teile zerbrochen - nicht zutraute. Er hat das störrische Ding, das sich partout nicht einstellen lassen wollte (Verschlusszeiten) bis auf den schweren Metallblock zerlegt, alles gereinigt, eine russische Sperrklinke, eine provisorische Flachfeder und neue Tücher eingebaut...

Im Vergleich zu einer Leica ist die Wica ziemlich primitiv aufgebaut (ideal zum Lernen!), aber genau das ist der Pferdefuß: die Einstellarbeiten sind die reinste Qual. Dazu kommen ausgeschlagene Lager, ungenaue Teile und die Reparaturversuche von Leuten, die alles nur noch viel schlimmer gemacht hatten. Mein Freund, von dem ich sehr viel über das Innenleben einer Leica gelernt hatte, war der Verzweiflung nahe. Ich habe dann die Wica nochmals aufgemacht, um mit seiner Hilfe (Fernwartung) eine bessere Einstellung zu versuchen. Wie nicht anders zu erwarten, war auch das vergebliche Liebesmüh. Inzwischen bin ich draufgekommen, woran es liegen könnte, dass nach jedem zweiten Auslösen zwar der Film beim Aufziehen transportiert wird, aber der Verschluss ungespannt bleibt (Dadurch geht der halbe Film flöten). Es muss an der Aufzugsbegrenzung liegen, die sehr wahrscheinlich etwas ausgeschlagen ist. Wenn ich das Ding, zu dem ich eine ausgeprägte Hassliebe entwickelt habe, nochmals öffne, baue ich auch die originalen Tücher wieder ein. Schlechter können die Zeiten sowieso nicht mehr werden. Das Blöde bei der Sache ist nur, dass man dazu den Entfernungsmesser abbauen und dann wieder neu mit drei Stellschrauben einstellen muss. Das ist genau die Art von Arbeit, die ich eigentlich nicht machen wollte. Auch das Verschlusszeiten-Einstellrad macht Probleme, sobald man die Abdeckhaube für den Entfernungsmeseer aufsetzt. Ohne Haube lässt sich ohne Widerstand in beide Richtungen verstellen. Das kannte ich bereits von einem andern Exemplar, das ich in meinen Fingern hatte.




















Gruß Roland

Datei-Anhänge
DSCF9371.JPG DSCF9371.JPG (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 249 kB

DSCF9372.JPG DSCF9372.JPG (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 231 kB

DSCF9271.JPG DSCF9271.JPG (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 248 kB

DSCF9272.JPG DSCF9272.JPG (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 264 kB

DSCF9263.JPG DSCF9263.JPG (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 161 kB

WmT8.jpg WmT8.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 127 kB

WmT2.jpg WmT2.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 92 kB

WmT5.jpg WmT5.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 83 kB

WmT7.jpg WmT7.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 189 kB

12.01.22 18:39
mazdaro 

BZF-Meister

12.01.22 18:39
mazdaro 

BZF-Meister

Re: Gewinde-Durchmesser von KB-Systemkameras

Das letzte Bild oben zeigt die intakte Flachfeder eines späteren (wegen diverser Mängel retournierten) Exemplars, die vom Auslöserstift nach unten gedrückt wird, und dadurch keinen Druck mehr auf die Sperrklinkenwelle ausübt, sodass diese von der oberen Feder nach unten durch das Loch hindurchgedrückt werden kann. Auf diese Weise wird der zweite Vorhang angehalten. Wenn die Sperrklinke nicht greift, laufen beide Tücher gleichzeitig (also ohne Schlitzbildung) ab.
Zum Glück wusste ich (Foto), wie das Teil ursprünglich aussah und konnte es mithilfe einer Schmucksäge und einer Feile exakt nachbilden. Die helle kupferfarbene Bronze wurde mit HAuCl4 behandelt (das man erhält, wenn man Gold in Königswasser auflöst). Auf diese Weise wurde das Teil passend patiniert. Alles Handarbeit.

Das erste (nun folgende) Bild zeigt die zerbrochene Feder, das zweite die provisorische Feder, die mein Freund angefertigt hatte. Das dritte Bild zeigt die exakte Nachbildung. Ich habe auch die originale Sperrklinke wieder eingebaut und sie oben so nachgebildet (gelötet), dass sie wieder greift. Wenn dieser Aufwand keine Liebe ist...

Der vordere Knopf, der dem Langzeiten-Einstellrad einer Leica gleicht und möglicherweise ein solches vortäuschen soll , ist nichts anderes als der A/R-Umschalter oder Rückspulknopf. Auf der Innenseite befindet sich eine kleine exzentrisch montierte Kupferscheibe (Siehe Bild), die durch das Verdrehen des A/R-Rades die Film-Transport-Walze entkoppelt.

Die zwei letzten Bilder zeigen die liebevolle Handarbeit der Fa. Gerstendörfer unterm Leder. Selbst auf der verchromten Haube mit dem Namenszug kann man auf einigen Exemplaren die Schleifspuren einer groben Feile erkennen. Die Verchromung war wohl nicht ganz so dick und füllend wie vielleicht geplant.














Gruß Roland

Datei-Anhänge
Gebrochene Flachfeder f. Sperrklinke.jpg Gebrochene Flachfeder f. Sperrklinke.jpg (9x)

Mime-Type: image/jpeg, 443 kB

DSCF9151.JPG DSCF9151.JPG (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 144 kB

P1560890.jpg P1560890.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 319 kB

WmT28.jpg WmT28.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 415 kB

Zwischenablage01.jpg Zwischenablage01.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 176 kB

Zwischenablage02.jpg Zwischenablage02.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 232 kB

12.01.22 18:50
mazdaro 

BZF-Meister

12.01.22 18:50
mazdaro 

BZF-Meister

Re: Gewinde-Durchmesser von KB-Systemkameras

Auch dazu noch ein Foto:

Datei-Anhänge
Stempel.jpg Stempel.jpg (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 95 kB

 1 2 3
 1 2 3
Soligor-50mm-Objektiven   Copyright-Verletzungen   Langzeiten-Einstellrad   Bereitschaftstasche   Mirroscope-Spiegelkasten   Entfernungsmesser-Haube   Kleinbild-Museumsverzeichnis   type=image&id=1641247375[   „Praktica-Gewinde“   Kleinformat-TLR-Kamera   Entfernungsmesser   Gewinde-Durchmesser   KB-Systemkameras   Rückschwingspiegels   auseinanderzusetzen   Verschlusszeiten-Einstellrad   Gewinde   Film-Transport-Walze   Objektivflansch-Platte   Schärfentiefenskala