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Trockenplatten: wo ist die Schichtseite?
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03.02.24 00:53
AWR59 

BZF-Meister

03.02.24 00:53
AWR59 

BZF-Meister

Re: Trockenplatten: wo ist die Schichtseite?

Hallo Axel,

so einen Beipackzettel habe ich leider nicht. Mal schauen ob das INet Hinweise zu meinen Agfa-Platten geben kann.

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Mit besten Grüßen aus dem "echten Norden"
Andreas


Hinweise:

  • Urheberrechte 1: Keine Scans von Prospekten, Bedienungs-Anleitungen, Prominentenfotos, Kunstobjekten oder Buch/Zeitschriften-Artikeln.

  • Urheberrechte 2: Nur selbst aufgenommene Fotos. Keine Fotos auf und in fremden Grundstücken / Gebäuden / Museen, Ausstellungen, Theatern, usw.

  • Urheberrechte 3: Textpassagen von fremden Quellen vermeiden, höchstens einige Zeilen deutlich als Zitat erkennbar mit genauer Quellenangabe.

  • Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar oder zuord-bar sind, ohne deren schriftliche Genehmigung (DSGVO). Ebenso keine erkennbaren KFZ-Kennzeichen oder Fragmenten davon! !

  • Fotos: Für beste Darstellung die Fotos (Thumbnails) unter den Textbeiträgen anklicken.

  • Der Zähler der Vorschaubilder zeigt NICHT die echte Zugriffszahl, die Bild-Anklicke direkt im Text werden nicht gezählt!


03.02.24 19:06
Rainer 

Administrator

03.02.24 19:06
Rainer 

Administrator

Re: Trockenplatten: wo ist die Schichtseite?

Hallo Axel,

sehr interessant, auch die Hinweise zur Entwicklung. Danke für Dein Projekt. Ist auf der Verpackung irgend ein Ablaufdatum zu finden?

Ich finde das Motiv selbst hat auch was. Habe mal auch eine Ausschnittsvariante probiert, falls genehm, sonst lösche ich den Fotoausschnitt wieder.



Beste Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

Zuletzt bearbeitet am 03.02.24 21:23

Datei-Anhänge
8-2.jpg 8-2.jpg (12x)

Mime-Type: image/jpeg, 202 kB

03.02.24 20:22
Sammler 

BZF-Meister

03.02.24 20:22
Sammler 

BZF-Meister

Re: Urheberrecht

Hallo

hier im Forum sind doch eigentlich nur Sammler unterwegs und diese benötigen dann evtl. eine Bedienungsanleitung für eine Kamera die schon seit Großvaters Zeiten nicht mehr gebaut wurden.

Nach meinem Wissensstand läuft doch das Urhenerrecht niach 70 Jahren ab und damit wären alle Bedienungsabweisungen für Kameras von vor 1950 frei.

Bedienungsanweisungen (die nicht unverwechselbarer Stil/aus der Masse herausragend) waren doch sowieso nicht geschützt es sei denn es darauf hingewiesen.

Wer kann denn heute auch bei jüngeren Artikel wenn wie bei unserem Sammelgebiet fast schon üblich ist das der Hersteller schon längst das zeitliche gesegnet hat noch Forderungen stellen?

Das sind bei mir aber nur Gedanken und die müssen nicht richtig sein, wie sieht man das im Forum ???

Auch so ein Gedanke wie kann Butkus ungehindert Bedienungsanleitungen ungestraft ins Netz stellen?

Am Fall der Perutz Anleitung würde ich davon ausgehen das so ein Zettel Immer frei sein muss da nach X Jahren sonst jemand irgendeine Chemie zusammen rühren kann und das zu einem Chemiecoktail führt der nicht vorhersehbare Folgen haben kann, also evtl. gefährlich, im richtigen Verhältniss gemischt ungefährlich wie ein Bonbon.


Gruß
Wolfgang der Sammler

03.02.24 22:31
Rainer 

Administrator

03.02.24 22:31
Rainer 

Administrator

Re: Trockenplatten: wo ist die Schichtseite?

Hallo Wolfgang,

dass mit dem Urheberrecht ist ein weites Feld und noch dazu stark vermint.

Schon die Sache beim allgemeinen Urheberrechts mit den 70 Jahren ist problematisch, denn es heißt sinngemäß bis 70 Jahre nach dem Ableben des Rechteinhabers.

Dann das Thema mit dem Unterschied zwischen Lichtbild und Lichtbildwerk. Wann hat ein Foto gestalterische Tiefe und wird somit urheberrechts-fähig?

Ein Foto einer Agfa Clack auf dem Küchentisch, wo das Licht von rechts oben kommt und vor der Kamera der Schatten fällt, könnte in ein Lichtbildwerk (um)gedeutet werden, ist also kein reines Knippsbild der Wirklichkeit mehr. Kann zumindest so gedeutet werden. Gerichte entscheiden hier mal so, mal so, Richterrecht quasi.

Ist ein irgendwann veröffentlichtes Lichtbild (wenn es denn sicher kein Lichtbildwerk ist) wirklich 50 Jahre nach Veröffentlichung frei?

Manche Rechtskundige sagen Bedienungsanleitungskopien sind 50 Jahre nach Veröffentlichung frei, andere sagen nein, weil hier eine gestalterische Tiefe zu Grunde liegt,


Wie schon erwähnt, ein weites Feld.

Ach so, man muss sogar in Beiträgen wie dieser hier aufpassen, dass man nicht aus Versehen Rechtsrat erteilt, das dürfen Laien nämlich nicht. Also was ich hier soeben sagte, ist Laien-Meinung ... (So kann ich nicht abgemahnt werden)





Verzweifelte Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

Zuletzt bearbeitet am 04.02.24 11:32

04.02.24 14:03
AWR59 

BZF-Meister

04.02.24 14:03
AWR59 

BZF-Meister

Re: Trockenplatten: wo ist die Schichtseite?

Hallo zusammen,

so ein "Waschzettel" wie Axel ihn bei seinen Perutz Platte gefunden hat liegt meinen Agfa Exemplaren leider nicht bei. Neben vielen Angeboten habe ich im Netz u. a. die Seite des Industrie- und Filmmuseum Wolfen

https://st.museum-digital.de/object/10326

gefunden.

Demnach sollen die Platten eine Empfindlichkeit von 18 Grad Scheiner haben / im Neuzustand gehabt haben. Das wären dann ca. 8 DIN.
Das heißt, die Platten verlangen recht viel Licht. Im weiteren Verlauf des Artikels wird noch auf die Rezeptur und Begussnummer (bei meinem Plattenpäckchen A 1397) hingewiesen. Ist diese Nummer für die spätere Entwicklung von Bedeutung?

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Mit besten Grüßen aus dem "echten Norden"
Andreas

04.02.24 21:00
axel 

BZF-Meister

04.02.24 21:00
axel 

BZF-Meister

Re: Trockenplatten: wo ist die Schichtseite?

Hallo Andreas,

zu dieser aufgedruckten Nummer kann ich nichts sagen, aber der Agfa-Katalog berichtet:

„Die Agfa-Extrarapid-Platte und die Agfa-Roll- und Filmpacks sind als Standard-Aufnahmematerial anzusprechen.
Wenn keine besonderen Zwecke verfolgt werden, kann ohne Sorge bei Freilichtaufnahmen zu diesem Material gegriffen werden.
Obgleich es sich hier um das billigste "Agfa"-Aufnahmematerial handelt, wird jede Aufnahme gut ausfallen. Selbst Fehlexpositionen werden weitgehendst automatisch ausgeglichen und es entstehen brillante, gut kopierbare Negative.
Infolge der guten Orthochromasie werden die Farbtöne schon ziemlich farbtonwertrichtig wiedergegeben. Jede Aufnahme auf diesem Material gelingt und zeigt lebenswahre Darstellung.
Extrarapid-Platten und Agfa-Filme sind in der Dunkelkammer leichter und mit weniger Vorsicht zu verarbeiten als die höchstempfindlichen Materialien es erfordern."

Ab 1935 sind die Extrarapid-Platten nicht mehr im Katalogangebot. Vermutlich wurde die Produktion zu diesem Zeitpunkt eingestellt.

Grundsätzlich würde ich meinen, dass man bei Agfa-Platten mit Rodinal nicht falsch liegen kann. Die Extrarapid-Platten sind orthochromatisch – Du kannst also bei Rotlicht auf Sicht entwickeln. Wobei man bei den alten Platten wohl nicht zu viel erwarten sollte. Ich habe beim Entwickeln mit Rotlicht teilweise nur ganz schwache Konturen erkannt, wenn ich die Platten direkt gegen das Licht gehalten habe. Es gab schon so etwas wie einen Grundschleier, der die Konturen überdeckte. Der Scanner kann am Ende aber manchmal noch ein wenig mehr rausholen.

Auf der Auktionsplattform (Nr. 256258877331) gibt es die Agfa-Vorschriften zur Entwicklung für teuer Geld. Soweit dort auf der ersten Seite zu lesen ist, wird für Extrarapid-Entwicklung auch Rodinal 1:20 empfohlen (was heute 1:25 entspricht).

Beste Grüße
Axel

06.02.24 14:14
AWR59 

BZF-Meister

06.02.24 14:14
AWR59 

BZF-Meister

Re: Trockenplatten: wo ist die Schichtseite?

Hallo Axel,

den von Dir zitierten Text habe ich jetzt auch in einem Agfa Katalog, Druckdatum Mai 1933, der sich als pdf Datei auf meinem Rechner tummelt gefunden. Weiterhin findet sich folgender Hinweis (Zitat aus dem Katalog, Seite 44):

"Welchen "Agfa"-.Entwickler Sie auch nehmen, Sie werden immer nur das
beste Material erhalten. Für den Anfang dürfte es ratsam sein, den als Universal:
entwickler anzusprechenden "Agfa-Rodinal"-Entwickler zu wählen. Dieser liefert
bei einer Verdünnung von 1 : 20 in ca. 5 Minuten ein schön gedecktes, harmonisch
abgestuftes Negativ."


Dieser Ratschlag dürfte sich natürlich auf frisches Material beziehen. Ausgehend davon, dass die Platten ab 1935 nicht mehr im Programm gewesen sind kann man von einer Überlagerung von ca. 89 Jahren ausgehen.

Die nächste Frage wäre, wie diese Platten mit 18 Grad Scheiner / 8 DIN zweckmäßiger Weise zu belichten sind? Für Vorschläge bin ich sehr dankbar.

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Mit besten Grüßen aus dem "echten Norden"
Andreas

06.02.24 20:10
Scannerhannes 

BZF-Meister

06.02.24 20:10
Scannerhannes 

BZF-Meister

Re: Trockenplatten: wo ist die Schichtseite?

Hi,
die Umrechnung der Verdoppelung für je drei Grad (Zehntelgrad?) DIN ist ja nicht das Problem. Was in der jetzigen Jahreszeit mittags bei matter Sonne auf siebzehn DIN mit acht/sechzigstel fotografiert wird, bräuchte bei einer 8-DIN-Platte (neun weniger, also drei Stufen von jeweils halb so empfindlich) zwei hoch drei gleich achtmal so viel Licht, also eine Sechzigstel durch acht gleich 1:7,5 = 0,13 Sekunden, oder drei Blendenstufen kleiner = Blende 16 einstellen und man kommt auf eine 1/2 Sekunde, kommod von Hand mit "B" oder mit Uralt-Verschlüssen zu erreichen, wenn sie die langen Zeiten noch präzise schaffen. Ich schildere das nicht, um Euch zu belehren, sondern um darzustellen, was ich meine.
Bloß, daß man nicht davon ausgehen kann, daß die 8° DIN noch gültig sind. Hat es nicht hier Erfahrungsberichte gegeben, nachdem bei Uralt-Platten die Belichtung um ein paar Stufen länger sein musste?
Vielleicht eine Platte opfern und eine Probeaufnahme bei Tageslicht machen? Bsp. 0,5 - 1,0 - 1,5 und 2,0 Sekunden erreichen, indem man den Schieber jeweils ein Viertel weiter rauszieht und immer eine halbe Sekunde dazu belichtet. Im Sommer kann man dann eine Blenden- oder Zeitstufe weniger nehmen, im offenen Schatten eine weitere zugeben, nach der hellen Mittagsstunde nochmal eine usw. usf., wenn man wenigstens eine Ahnung hat, was der Startpunkt ist.
Habe ich bei einer Plattenkamera nie gemacht, in der Tat nie Platten oder Planfilme in meine eingelegt, aber so ähnlich sind meine Belichtungs-Proben beim vergrößern mit Probestreifen erfolgt, mit einer selbstgemachten Schieber- oder Klapp-Konstruktion aus Pappe. Ähnlich unter https://www.fotopaed.de/schwarzweissfotos-im-eigenen-labor-vergroessern/. Das erlaubte gleich auch die Beurteilung, ob der Kontrast wunschgemäß wiedergegeben wurde.

Greetz,

Hannes

Zuletzt bearbeitet am 06.02.24 20:15

07.02.24 23:02
axel 

BZF-Meister

07.02.24 23:02
axel 

BZF-Meister

Re: Trockenplatten: wo ist die Schichtseite?

Hallo Andreas,

ich hätte in Anbetracht des Alters der Platten wie 2 DIN oder noch ein wenig länger belichtet. Der Vorschlag einer Testreihe von Hannes hat aber auch viel für sich! Von Vorteil ist mit Sicherheit die Wahl eines kontrastreichen Motivs.

Beste Grüße und maximale Erfolge!

Axel

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