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Frage: altes Zeiss Ikon Filmschneidegerät?
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12.08.21 20:22
Tieks86 

BZF-Nutzer Stufe 1

12.08.21 20:22
Tieks86 

BZF-Nutzer Stufe 1

Re: Frage: altes Zeiss Ikon Filmschneidegerät?

Oh ja Hannes das mit dem Datum kann sehr gut sein. Was ich als "T" interpreiert habe ist warscheinlich eine 1 und würde auch zeitlich denke recht gut passen. Ich habe gerade mal meine Großmutter gefragt (97 Jahre alt) welche meinte, dass früher Leinwände zur Projektion aufgehangen wurden, aber sie sich nicht an einen Stativstrahler erinnern kann. Ich hab leider auch kein Gerät im Schrank, in welches diese Birne passen könnte.

Zu der Helligkeit: Verblitzen ist denke ich etwas zu stark ausgedrückt. Ich habe es gewagt ca. 2-3 Sekunden reinzuschauen und hatten dann eben für ca 3 Minuten einen riesigen grün-blauen Fleck im Sichtfeld, durch den ich auch nichts mehr erkennen konnte. Das hat sich für mich schon so angefühlt, als wenn ich bei längerem reinsehen echte Schäden davon tragen könnte. Aber ist ja auch nicht so wichtig und viellecht überschätze ich das ganze auch einfach.


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12.08.21 20:32
Rainer 

Administrator

12.08.21 20:32
Rainer 

Administrator

Re: Frage: altes Zeiss Ikon Filmschneidegerät?

Hallo Tieks,


die beiden Projektionslampen haben unterschiedliche Sockel, somit wird wohl nur eine Lampe in den Movector Record passen. Es gibt im WEB eine Bedienungsanleitung:

http://www.kinobauer.de/anleitungen/Movectorrecord.pdf

Dort gibt es auch ein Kapitel über das Tauschen der Lampe.

Du kannst das linke kleine Transportrad auch ausschwenken, dann sieht man dort ob die Zahnung doppelt (unwahrscheinlich) ist.

Doppelte Perforation liegt vor, wenn sich links und rechts vom Bildchen ein rechteckiges Performationsloch befindet:

http://www.olafs-16mm-kino.de/formate.htm

Warum reite ich auf der Performation herum? Weil Deine Zeiss-Ikon Klebepresse eine solche Doppelperforation hat und nur mit einem Projektor zusammen passt, wo eben auch ein Doppelperforation existiert. Es soll (hörensagen) auch solche Movector Geräte gegeben haben...







Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

12.08.21 20:40
RolandG 

BZF-Meister

12.08.21 20:40
RolandG 

BZF-Meister

110V Leuchtmittel Re: Frage: altes Zeiss Ikon Filmschneidegerät?

Hallo Tieks,

bitte die Leuchtmittel nicht in Betrieb nehmen.
50W / 0,45A = 110V
Die "Birnen" sind fuer 110V Netze gedacht, die es damals in Deutschland noch gab. Der Movector hat - soweit ich mich erinnere - keinen Trafo.
Der Motor wird ueber einen Regelwiderstand betrieben, das koennte evtl. mit 230V gut gehen. Die "Birne" gab es in den 70ern noch als 220V-Ausfuehrung. Ich habe als Kind so ein Teil mit den beiliegenden Western und Wochenschauen betrieben - vermutlich bis der Vorwiderstand durchgebrannt war. Also eher nicht nachmachen. Die Filme waren uebrigens beidseitig gelocht, das erinnere ich noch.

Mit freundlichen Gruessen
Roland

PS: Eigentlich toll, dass das mit der doppelten Spannung 10 sec lang gut ging.
Der Movector ist ganz sicher nicht mehr heutigen Sicherheits-Vorstellungen entsprechend. Da duerften bruechige Isolierungen - zum Teil mit Stoff-Ueberzug - drin sein und das im Metallgehaeuse. Das Teil gehoert vor dem Anschluss ans Lichtnetz in die Hand eines "Sachkundigen" (das muss jetzt nicht unbedingt ein Elektiker sein, zur Not jemand aus einem Repair-Cafe)

PS2 M.E. ist nur die untere Lampe mit Bajonett eine Projektionslampe und passt in den Movector.

Zuletzt bearbeitet am 12.08.21 20:50

12.08.21 21:43
Tieks86 

BZF-Nutzer Stufe 1

12.08.21 21:43
Tieks86 

BZF-Nutzer Stufe 1

Re: Frage: altes Zeiss Ikon Filmschneidegerät?

Danke dir Rainer mein Onkel kam eben ins Haus und der hat sofort die Klappe aufgemacht, welche ich einfach nicht erkannt habe. Es ist definitiv eine einfache Perforation so wie ich das sehe. Siehe Bild. Also die Verzahnung ist nur auf einer Seite. Wundert mich zwar warum dann die Klebepresse in dem Koffer lag, aber vielleicht wurde auch schon eine anderes Gerät verschenkt oder entsorgt.

Ich werde das ganze definitiv nicht anschliessen. Ich hatte zwar vor, die Funktion zu Prüfen aber bei dem Netzunterschied werde ich das ganze dann nicht machen. Für den Movector ist dann definitiv die untere Birne die richtige (Siehe Bild). Es sind auch noch einige 16mm Ozaphan- Filmrollen im Schrank. Des Weiteren lag in dem Koffer des Movectors ein offizielles Schreiben des Medienzentrums meiner Stadt, dass mein Großvater (lebt nicht mehr) 20x 16 -mm Stummfilme der alten Wochenschauen an dieses als Dauerleihgabe übergeben hat. Also irgendwas passt noch nicht zusammen. Entweder ich bin zu Blöd zu erkennen, dass der Movector doch für Doppelperforation geeignet ist oder das entsprechende Gerät ist nichtmehr im Haus. Oder aber die doppelt perforierten Filme wurden einfach unsachlich mit dem vorhandenen Projektor abgespielt, wenn das überhaupt möglich ist.

Aber danke euch beiden für eure nette und professionelle Hilfe. Ich denke ich hab jetzt alle Informationen, welche ich grob brauche. Bei der Birne werde ich noch etwas recherchieren.

Datei-Anhänge
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12.08.21 22:32
Scannerhannes 

BZF-Meister

12.08.21 22:32
Scannerhannes 

BZF-Meister

Re: Frage: altes Zeiss Ikon Filmschneidegerät?

Hallo nochmal!

RolandG:
50W / 0,45A = 110V
Die "Birnen" sind fuer 110V Netze gedacht, die es damals in Deutschland noch gab.

Oh ja. Das sieht definitiv wie ein "A" aus. Gut gesehen, das Zahlenverhältnis mit 110:


Zur Helligkeit: meine Kochnische, ohne Außenfenster, dürfte in Größe und Bauart ungefähr der Kochecke auf der Internationalen Raumstation entsprechen und die Beleuchtung geht seit 1998 per Bewegungsmelder an, weil ich sonst hundertmal am Tag, vielleicht noch mit klebrigen Fingern, einen Schalter bestätigen müsste. Man kann also nicht anders, als erstmal in das Licht zu sehen, wenn es angeht. Eine mattierte Birne, wie zuerst verwendet, in geschlossenem Gehäuse brachte eine unzureichende Helligkeit und brannte dauernd durch, daher die Konstruktion mit der Klarglasversion. Das sind 10 Watt mehr als die nominal 50 Watt von Tieks86 und dennoch konnte von einem Nachbild usw. keine Rede sein.
Kein Wunder, bei gut doppelter Spannung... gibt bestimmt auch eine optimale Farbtemperatur. Jedenfalls für ein paar Sekunden oder Minuten .

Ich bin jetzt auch ziemlich sicher, daß es sich um keine Projektionslampe handelt. Die haben alle eine Glühwendelkonstruktion, die für irgend ein optisches System, im Fokus liegend, wie eine punktförmige oder jedenfalls eine gleichmäßige Lichtquelle aussieht, ein Längswendel, ein winziger Parabolspiegel, wasweissich. Da passen vier Wendel schon mal garnicht.

Ganz eindeutig sind unsere Forschungsergebnisse noch nicht. Tieks86 hat doch "220 V" am Sockel entziffert:
Tieks86:
Allerdings lässt sich im richtigen Licht doch noch ein Wenig erkennen:
- 220V
- Fo(t?)o - Spe ...
Das Fragment "Fo(t)o - Spezial ..." deutet aber auch auf etwas wie eine Atelierbeleuchtung hin.

Gruß, Hannes

Zuletzt bearbeitet am 12.08.21 22:47

Datei-Anhänge
0,45A.jpg 0,45A.jpg (19x)

Mime-Type: image/jpeg, 8 kB

12.08.21 23:56
Tieks86 

BZF-Nutzer Stufe 1

12.08.21 23:56
Tieks86 

BZF-Nutzer Stufe 1

Re: Frage: altes Zeiss Ikon Filmschneidegerät?

Ok, die Abrechnung bezieht sich also garnicht auf die große Birne, sondern auf die kleine Birne, welche in den Movector gehört. Das ergibt natürlich jetzt vollkommen Sinn und die Daten stimmen absolut überein. Aber 110 Mark für die kleine Birne ist natürlich eine Hausnummer. Wenn ich das denn so richtig interpretiere. Die Große Birne hat also mit der ganzen Sache erstmal nichts zu tun.

Eine Verbindung, welche ich gerade erst bemerke. Die kleine Tischlampe, in welcher ich die große 100mm Birne getestet habe war mit einem Bewegungsmelder (für Oma) verbunden, welcher zwischen Steckdose und Lampen-Stromkabel angeschlossen war. Ein paar Tage nach dem Testen der Birne, hat es beim automatische aktivieren der Lampe (wieder normale Birne) einen Knall gegeben und der Bewegungsmelder war hinüber und die Sicherung des Raumes raus. Ich habe zwar eine technische Ausbildung (Industreimechaniker) und ein halb technische Studium (Master) hinter mir, aber ich hab keine Ahnung von Elektrik. Vielleicht besteht da ein Zusammenhang? Ich bin da wohl zu leichtsinnig herangegangen, obwohl man ja gerade mit Elektrizität zwingend so sehr aufpassen muss (was ich normalerweise auch mache).

Vielen Dank an euch alle. Ich hab jetzt schon sehr viel gelernt und Wissen ist so wertvoll.

Zuletzt bearbeitet am 13.08.21 00:03

13.08.21 00:55
Blende_8 

BZF-Einsteiger

13.08.21 00:55
Blende_8 

BZF-Einsteiger

Re: Frage: altes Zeiss Ikon Filmschneidegerät?

Hallo Tieks,

wenn Du an einer Ersatzlampe für den Projektor interessiert bist , so schau Dir das Angebot von dem Link an. Zu der 110 Volt Lampe ist noch folgendes zusagen, wird sie an 230 Volt betrieben, so wird die Lampe sich sofort für immer verabschieden. Denn die Verdoppelung der Stromversorgung führt zu einer vierfachen Leistung, die dieser Glühfaden nicht verkraftet. Aus den 50 Watt werden 200 Watt, aber nur sehr kurzzeitig. Das besondere an den Angaben der Lampe ist, das es dazu keinen Spannungswert angegeben ist. Ich vermute, das der begrenzende Parameter die 0,45 Ampere sind, und die können nur durch eine Regelung eingestellt werden, sofern die Versorgungsspannung groß genug ist.
Ist die Versorgungsspannung nicht groß genug und der Strom von 0,45 A wird nicht erreicht, so ist die Lampe zwar nicht so hell, aber auf der sicheren Seite. Mit dem Betrieb an einer 230 Volt Quelle, muss ein Regeltransformator vor geschaltet werden.

mit freundlichen Grüßen

Manfred

https://www.ebay.de/itm/284296273355?has...QsAAOSwT3ZgoSH6

14.08.21 09:32
Scannerhannes 

BZF-Meister

14.08.21 09:32
Scannerhannes 

BZF-Meister

Re: Frage: altes Zeiss Ikon Filmschneidegerät?

Moin :) ,

Tieks86:
Ok, die Abrechnung bezieht sich also garnicht auf die große Birne, sondern auf die kleine Birne, welche in den Movector gehört. Das ergibt natürlich jetzt vollkommen Sinn
... und auch ein anderer Sachverhalt gibt jetzt vollkommen Sinn: Dass man in das Licht der großen Birne nicht reinschauen kann. Wenn es sich bei der 50-Watt-Birne um die kleine, innenverspiegelte Projektorbirne handelt, kann und wird die große kugelrunde Birne bis zu mehrere hundert Watt haben, und das bei einer Überspannung von 230/220stel (die die Birne nichtlinear heller laufen lässt - mehr als plus ein Zweiundzwanzigstel).
Mir scheint es sogar logisch, dass auch diese Birne, da im gleichen Haushalt und wohl aus der gleichen Lebensphase, Fotograf, gefunden, entsprechend unserer ursprünglich erarbeiteten Annahme für 110 Volt gewesen ist.
Kein Wunder, dass man da weniger gerne direkt hineinguckt wie ich mit meinen 60 Watt in der Kochnische.
Dann allerdings ist es auch sehr gut verständlich, daß der Bewegungsmelder einen Hau abgekriegt hat. Die sind oft "nur" für 300 Watt oder so ausgelegt. Wenn die, sagen wir, hundert Watt bei 110 Volt hatte, wurde mit 230/110tel der gut doppelte Strom durchgejagt und als Anlaufstrom für die paar Millisekunden, bis der Wendel glühte, vermutlich der -zigfache.
Gut, daß die Birne nicht gleich durchgebrannt ist. Bei den stärkeren kann das manchmal recht spektakulär werden.
Bevor die Reflektorleuchten mit Halogenstäben aufkamen, hatte ich mir als Werkstattlampe eine Bank mit fünf Klarglaslampen a 200 Watt gebastelt. Die waren schon im Normalbetrieb als Heizung ganz gut brauchbar.

Gruß, Hannes :)

Zuletzt bearbeitet am 14.08.21 09:36

16.08.21 23:40
Tieks86 

BZF-Nutzer Stufe 1

16.08.21 23:40
Tieks86 

BZF-Nutzer Stufe 1

Re: Frage: altes Zeiss Ikon Filmschneidegerät?

Danke dir nochmal Hannes.

Dann ist ja jetzt fast alles aufgeklärt. Ich bin froh, dass die große Birne nicht durchgebrannt ist. Ich werde die nächsten Tage, wenn ich Zeit finde, mal versuchen noch mehr über die große Birne herauszufinden. Da ich sie verkaufen will (neben anderen Gegenständen aus dem Schrank), werde ich natürlich beim Verkauf genau beschreiben was passiert ist. Ich hoffe dass ich damit die Lebensauer damit nicht allzusehr beeinträchtig habe, auch wenn dies ja der Fall zu sein scheint. Da sie die beiden kurzen Einsätze ja überlebt hat, ist eine korrekte Einschätzung (Wechselbelastung, Belastung durch Überspannung etc.) ja leider fast unmöglich. Wegschmeißen will ich sie natürlich auch nicht. Ich hoffe ich finde noch den gauen Zweck heraus und versuche dann mein bestes mit präziser Aufklärung. Wenn es überhaupt noch einen Verwendungszweck für solch eine Birne gibt oder sie tatsächlich nur noch Schrott ist.

Danke nochmal an Alle für den Einsatz und die Mühe.

Zuletzt bearbeitet am 16.08.21 23:46

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Anlaufstrom-Begrenzung   Doppelperforation   Temperaturerhöhung   Empfangsbestätigung   Spannungserhöhung   Atelierbeleuchtung   Doppelperforation-Format   Sicherheits-Vorstellungen   Regeltransformator   Versorgungsspannung   Doppel-Perforation   Bewegungsmelder   Forschungsergebnisse   Bedienungsanleitung   Glühwendelkonstruktion   60-Watt-Klarglasbirne   Industreimechaniker   Filmschneidegerät   Produktbezeichnung   Doppeltperforation