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[iIa] Ernemann Bob 1
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17.11.18 18:41
Sammelott

nicht registriert

17.11.18 18:41
Sammelott

nicht registriert

Re: Ernemann Cronos B

Hallo Rolf,
ich bin gerade etwas am Schleudern weil mir nicht in den Kopf will, warum eine reine Rollfilmkamera ein Mattscheibenrückteil hat
Wie soll denn,bei mit Rollfilm bestückter Kamera, der Film vor Belichtung geschützt werden??????
Entweder gibt es eine Entfernungseinstellung an der Schienem oder es müßten jeweils die Rückteile gewechselt werden?!
Das würde aber bedeuten das der Film im Rückteil geladen wird und mittels Schieber vor Belichtung geschützt wäre.....das kann ich bei der Kamera in keinster Weise erkennen oder ich hab "Mattscheibe".......

Gruß-ITTI


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18.11.18 12:13
Freier-Sascha 

BZF-Meister

18.11.18 12:13
Freier-Sascha 

BZF-Meister

Re: Ernemann Cronos B

Hallo allerseits,
Das ist eine Bob 1 (einfacher Auszug, Objektivbrett lässt sich zwar hoch-und seitwärts verstellen aber ohne Feintrieb, Radialhebel zur Scharf-Einstellung) im Format 6x9, letzte Version (1913-1922) für Rollfilm und Platten / Planfilm.
Zum fotografieren mit Film fehlt noch eine passende Filmrolle (Holz oder Metall) und das belederte Holzbrett mit Rotfenster, welches hinten in den Falz (anstatt dem Mattscheibenrückteil) geschoben wird. In der einen Filmkammer liegt dann die unbelichtete Filmrolle, in der Kammer mit dem Transportschlüssel liegt die leere Spule auf die der belichtete Film nach und nach aufgerollt wird.
Zum fotografieren mit PLatten / Planfilm wird wie bei Plattenkameras anstatt dem Mattscheibenrückteil der Plattenhalter eingeschoben und wie üblich belichtet.
Das ist bei dieser Kamera alles etwas kompliziert, vor allem die passenden Teile zu finden, und ob dann alles dicht ist?
Einem Anfänger würde ich eher sowas wie eine Agfa "Billy" oder Zeiss Ikon "Ikonta" oder einer Voigtländer "Bessa" jeweils im Format 6x9 für 120iger Rollfilm empfehlen: Die findet man preiswert, sie funktionieren meist noch gut und man kann ohne Umschweife anfangen zu experimentieren: Film rein und los...
Gruss
Freier-Sascha

18.11.18 12:26
Sammelott

nicht registriert

18.11.18 12:26
Sammelott

nicht registriert

Re: Ernemann Cronos B

Guten Tag Freier Sascha,
Wie wird dann aber bei Rollfilm die passende Entfernung ermittelt? Bleibt ja dann nur der Brillantsucher.
Das ist mir nach wie vor unklar....
Denn wenn der Rollfilm mal drin ist kann man ja das Mattscheibenrückteil nicht mehr benutzen,oder?

lg-OTTI

Ps. In dem von mir geposteten Link steht bei der "BOB I " nur für Rollfilm mit verschiedenen Formaten-nichts von Platten???

Zuletzt bearbeitet am 18.11.18 12:34

18.11.18 16:12
Freier-Sascha 

BZF-Meister

18.11.18 16:12
Freier-Sascha 

BZF-Meister

Re: Ernemann Cronos B

Hallo Otti,
Die Entfernung überträgst du, genau wie bei den anderen Rollfilmkameras, über die Entfernungsskala am Laufboden. Die Mattscheibenkontrolle besitzen normale Rollfilmkameras ja auch nicht. Die Skala ist meist so verschraubt, dass man sie justieren kann (bzw. wurde sie vom Werk her justiert). Die Entfernung selbst wurde geschätzt oder mit einem externen Entfernungsmesser ermittelt.

Meine Quelle zu den Ernemann-Rollfilmkameras ist in diesem Fall das Buch: "Ernemann Kameras, Die Geschichte des Dresdner Photo-Kino-Werks" von Peter Göllner. Hier sind alle je produzierten Modelle beschreiben, und eben auch alle Bob 1 Modelle, die alle "für Rollfilm und Platten" gekennzeichnet sind. Man konnte an diese Kamera entweder eine normalen runde Rollfilm-Rückteil klicken, oder dasjenige für Rollfilm und Platten (so wie es oben beschrieben ist). Auch in den Abdrucken der Ernemann Kataloge in Klaus-D. Müllers Buch "Ernemann Kameras 1892-1926" ist die Bob 1 als Kamera mit der Möglichkeit für Rollfilm- und Platten beschrieben.

Gruss
Freier-Sascha

18.11.18 17:37
Sammelott

nicht registriert

18.11.18 17:37
Sammelott

nicht registriert

Re: Ernemann Cronos B

Hallo Freier Sascha,
danke für Deine Ausführung. Die Entfernungsskala am Laufboden konnte ich den Fotos leider nicht entnehmen. Hätte ich das sehen können wäre es mir auch klar gewesen. Deshalb die Nachfrage.

wünsche einen schönen Restsonntag-OTTI

Zuletzt bearbeitet am 18.11.18 17:37

19.11.18 14:41
RolfMg 

BZF-Nutzer Stufe 1

19.11.18 14:41
RolfMg 

BZF-Nutzer Stufe 1

Re: Ernemann Cronos B

Nochmals besten Dank an alle für den hilfreichen und regen Austausch. Es scheint so, wie ich ursprünglich vermutet hatte - eine "normale" 6x9 mit Entfernungseinstellung via Laufboden. Das ist übrigens alles noch sehr gängig und lässt sich perfekt bewegen/einstellen an meiner Kamera. Der fehlende Einschub (Lichtschutz ) und der noch fehlende Filmhalter sind nun das Problem. Beim genauen Hinsehen, sollte ich diese Teile nicht durch Zufall noch bekommen, sind mit etwas Tüftelei auch selber herzustellen - zur Zeit nicht meine erste Priorität aber aufgeben tue ich nicht. Ich werde davon berichten und die Fotos einstellen...LG
Rolf

RolfMg

20.11.18 22:37
Laufboden

nicht registriert

20.11.18 22:37
Laufboden

nicht registriert

Re: Ernemann Cronos B

Hallo miteinander,

fast alle "Ernemänner" - zumindest die "jungen" nach dem ersten Weltkrieg - haben eine besonders nette Eigenheit, sie stellen sich mit vollem Namen vor .
Diese Offenheit war damals alles andere als allgemein üblich. Viel prominenter angebracht waren zuallermeist die Verschluß- sowie oft auch die Objektivbezeichnung. Und deshalb werden in der Bucht u.a. so viele angebliche Compur-, Vario-, Cronos-Kameras angeboten.
Ihre Bescheidenheit gebietet den Ernemännern aber, ihren Namen möglichst diskret zu zeigen, also so, daß viele nicht merken, daß es sich um die Kamerabezeichnung handelt .
Man sieht man dann auf dem Laufboden bei aufgeklappter Kamera den Familiennamen "Ernemann" und irgendwo auch den Rufnamen, zart aufgemalt (z.B. Bob III, Heag XV). Beides ist u.U. nur bei zurückgefahrener Standarte erkennbar.

"Bob"s gab's recht unterschiedliche in unterschiedlichen Formaten. Die meisten, aber nicht alle Ernemänner, die Bob hießen, hatten Ähnlichkeit mit der hier vorgestellten Kamera. Leider habe ich keine dieser stark abweichenden Formen, weder eine Bob (Spionagekamera) noch eine Bob 0 (Ausführung als Spreizenkamera).

Ich selbst habe eine Bob 0, eine Bob I und eine Bob V, alles ganz biedere "Falter".

Bob 0 und Bob I sind sowohl für Rollfilm Format 8x10,5 als auch Platte 9x12 cm. Vermutlich, weil dieses Rollfilmformat recht früh vom Markt verschwunden ist, ist jeweils nur das Plattenrückteil erhalten, obwohl meine Bob I ansonsten fast wie neu aussieht. Wenn bei so einer Kamera beide Rückteile (gekauft wurden und) erhalten sind, ist das ein Glücksfall.

Die Bob 0 ("1-facher Auszug") wird durch Verschieben fokussiert, die Bob I mittels Feintrieb (1 1/2-facher Auszug). Von der Bob I gab's auch 'ne Abart mit Radialhebel.
Beide haben Höhen- und Seitshift, aber ohne Feintrieb.
Die Platte lag, wenn verwendet, in größerer Entfernung als der alternativ verwendete Rollfilm, das wurde durch einen Korrekturhebel für die Entfernungseinstellung kompensiert.

Entfernungseinstellung mittels Radialhebel hat nur meine Bob V (Format 6,5x11 cm), eine reine Rollfilmkamera mit ebenfalls längst obsoletem Filmformat.
Und die hat wiederum auch Seit- und Höhenverstellung; die letztere mit Feintrieb. Wie man dann aber nur mit Brillantsucher, also ohne wenigstens ein Ikonometer, vernünftig einstellt, ist mir schleierhaft.
Naja, Film war eben billig - oder die damaligen Fotoamateure waren Alleskönner. Wenn ich so die Fotos ansehe, die mein Vater gemacht hat - immer mal wieder abgeschnittene Köpfe wegen allzu verständlicher Visierprobleme - habe ich aber eher den Verdacht, die einfacheren Kameras wie etwa die Agfa Billy waren sowieso eher als Filmvernichtungsmaschinen gedacht ...

Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 20.11.18 23:07

20.11.18 23:06
Laufboden

nicht registriert

20.11.18 23:06
Laufboden

nicht registriert

Re: Ernemann Cronos B

Hallo Sammelott,

Sammelott:
Hallo Rolf,
ich bin gerade etwas am Schleudern weil mir nicht in den Kopf will, warum eine reine Rollfilmkamera ein Mattscheibenrückteil hat
Wie soll denn,bei mit Rollfilm bestückter Kamera, der Film vor Belichtung geschützt werden??????
Entweder gibt es eine Entfernungseinstellung an der Schienem oder es müßten jeweils die Rückteile gewechselt werden?!
Das würde aber bedeuten das der Film im Rückteil geladen wird und mittels Schieber vor Belichtung geschützt wäre.....das kann ich bei der Kamera in keinster Weise erkennen oder ich hab "Mattscheibe".......
Wie nicht nur KB-Kameras, sondern auch viele neuere Rollfilmrückteile für GF-Kameras zeigen, braucht es nicht unbedingt ein Rotlichtfenster, um Rollfilme richtig vorschieben zu können. Der 220er-Film - also einer ohne Rückseitenbeschichtung mit Papier, dafür doppelt so vielen Bildern bei gleicher Dicke - verbietet ja auch offene Rotlichtfenster, und bei panchromatischen oder gar Farbfilmen gäb das trotz Papierbeschichtung auch einen satten Schleierstreifen.
Zur Not geht es auch bei alten Rollfilmkameras ohne, aber dann gibt's ggf. Überschneidungen, alternativ werden die Bildstände größer.
Per Mattscheibe durch den Film zu schauen ist aber zweifellos nicht die beste Idee ...

Grüße, Laufboden

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