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Eine problembehaftete Unbekannte
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21.05.19 18:56
Laufboden

nicht registriert

21.05.19 18:56
Laufboden

nicht registriert

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Hallo Rainer,

Rainer:
... ich gehe nach wie vor von einem Aufenthalt der Kamera in einer Verwesungs-Umgebung aus, besonders, wenn das eine feuchtere Umgebung war.

Das Leder der Kamera nimmt solche Gerüche bis in die Tiefe des Materials auf und das ist nur schwer wegzubekommen. Auch langes Lüften hilft da nur wenig. Essig, Kaffee, usw, usw, kommt dagegen kaum an.

Ich habe mich gerade mit einem mir bekannten Wohnungsauflöser /Antik-Händler unterhalten. Der meint, nur massiver Angriff gegen solche Gegenstände hilft. Wobei Kissen, Teppiche, Kleidung, Leder, unlackierte Möbel ein wirkliches Problem sein können.

Die gehen tatsächlich mit Chemie (siehe meinen vorigen Beitrag) daran. Bei empfindlicheren Materialien wird folgendes praktiziert:

Einen guten Erfolg kann mit mit Ozon-Behandlungen erzielen. Der Raum oder ein großer Karton mit dem Stink-Gerät innen wird vom Ozon-Generator (kann man auch mieten) beaufschlagt (Raumsättigung) . Solche Generatoren kann man auch mieten. Das Ozon zerschlägt Geruchsmoleküle in das Material eindringend, auch gerade bei Verwesungs-Ursachen und desinfiziert sogleich.

Aber auch hier gilt: Das ist ein massiver Angriff und erfordet gewisse Umsicht. Auch hiergegen kann man natürlich Bedenken vortragen.
Danke für diese profunde Antwort - so jemand weiß Bescheid.

Klar, Ozon ist giftig - aber die Lebensdauer gering.
Die zumindest früher so viel beworbene "gesunde, ozonreiche Bergluft" wäre demgemäß äußerst ungesund - wenn sie denn auch in Wirklichkeit so ozonreich wäre.

Das klingt danach, daß Ozon wirklich eine gute Lösung ist. Ausleihen eines Geräts - wüßte zusätzlich noch wo, wär's wohl meine mit Abstand teuerste Kamera.
Das Wegwerfen des Balgen wäre weit preisgünstiger ...
Andererseits hieße Ozon, daß auf Dauer(!) UV (Sonne, besonders im Sommer bei dünner(!) Ozonschicht) wohl irgendwann auch hinreichend wirksam sein sollte, schließlich ist's hauptsächlich der Balgen, und der ist nicht so dick. Natürlich wäre das für professionelle Zwecke und Möbel völlig unzureichend (keine Tiefenwirkung) und viel zu langwierig und aufwendig.

Hätte ich im letzten Zeitalter - also vor dem Internetzeitalter - von dieser Möglichkeit erfahren, extrem hartnäckige (und zudem höchst allergene!) Gerüche zu bekämpfen, hätte ich so ein Gerät benutzt. Damals hatte ich im Hochsommer an jedem(!) schönen Tag die meiste Kleidung ins Freie gehängt - und teils bis 10m rund ums Haus schwer atmen können. Seither kenne ich auch genau die lokalen Luftbewegungen bei sommerlichem Inversionswetter. ...

Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 21.05.19 19:08


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21.05.19 19:37
Michael-J. 

BZF-Meister

21.05.19 19:37
Michael-J. 

BZF-Meister

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Hallo,
Wenn du dir ohnehin eine UV Lampe besorgen willst, wozu noch einen Ozon Generator? Natürlich erzeugt der deutlich mehr Ozon, aber bei Dauerbehandlung dürfte die UV Lampe genug Ozon erzeugen ( das ist nämlich einer der springenden Punkte bei der UV Entkeimung ). Am besten mit der Lampe in eine große Kiste und ab dafür.
Ich denke man muss nicht dazu sagen das man nicht die Nase in die Kisten halten sollte wenn man sie öffnen, so gesund ist Ozon nicht, aber zumindest nicht Umweltschädlich . Ausserdem ist die geringe Menge für längere Zeit, vielleicht mehrmals, sicher schonender als die Hemmer Dosis mit dem Generator.
Gruß
Michael

21.05.19 22:48
Laufboden

nicht registriert

21.05.19 22:48
Laufboden

nicht registriert

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Hallo Sammelott,

Sammelott:
PS. dabei fallen doch bestimmt noch ein paar Luftbilder als Testfotos ab
... und was, wenn die Bits, aus denen diese Luftbilder bestehen, dann auch noch zu riechen anfangen?
Schließlich - das kann Dir jeder Bierkenner bestätigen - enthält ein Bit so einiges an organischem Material ...

Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 21.05.19 22:49

12.08.19 12:47
Laufboden

nicht registriert

12.08.19 12:47
Laufboden

nicht registriert

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Hallo miteinander,

da ist mal ein Zwischenbericht fällig

Nach diversen Entstinkungsaktionen - UV, Wärme (zum Teil mit Feuchtigkeit), Kaffeepulver ("Omas Rezept") ... - die den Geruch weitgehend gemindert haben, steht das Teil seit Monaten dauerhaft - also auch bei Wind und Wetter - außen auf meiner Fensterbank.
Und da sagte ein Besucher, der kürzlich auf meiner Terrasse saß: "da steigt gerade ein Geruch nach Gülle in meine Nase!". Hm - der kam von der Kamera, genauer aus deren Balgen ...

Wie ich anderswo im Forum schon geschrieben hatte, habe ich inzwischen Verschluß und Objektiv (Dagor) auf eine andere Kamera portiert, an der weit stärker gefehlt hatten - eine schöne Bülter&Stammer. Für den Ersatz habe ich ein paar (Un-)Möglichkeiten mit mehr oder weniger funktionierenden Verschlüssen, da bin ich unschlüssig. Ich habe immer noch keine Ahnung, was davon am wenigsten nicht passt
Zum anderen würde es mich überraschen, wäre das Dagor die Erstbestückung gewesen.

Das zeigt zum anderen, daß ich es nicht eilig habe mit einer Lösung - es handelt sich schließlich inzwischen um einen Langzeitversuch ... und der rechtfertigt auch meine Geduld in diesem Fall ... natürlich könnte man einen ohnehin porösen Balgen auch entsorgen - aber bevor ich das tue, möchte ich wissen, was ich da wegwerfe. Andererseits - wüßte ich das, würde ich mich eher für eine der mehr oder weniger zudeckenden Methoden zum Lichtdichtmachen entscheiden können ...

Aber noch warten drei Kameras auf ihr weiteres Schicksal, und daß sie schon lange warten zeigt, daß ihre Behandlung nicht einfach und unaufwendig ist und bei zweien ein Erfolg nicht besonders erhebend wäre - die Arbeit wäre durch einen einfachen, nicht teuren Griff in die Bucht z.T. sogar besser erledigbar ... (Anm.: es handelt sich um häufig in der Bucht herumschwimmende Objekte).

Grüße, Laufboden
.

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