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Eine problembehaftete Unbekannte
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17.05.19 12:53
Laufboden 

BZF-Master

17.05.19 12:53
Laufboden 

BZF-Master

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Hallo Sammelott,

Sammelott:
Moin Laufboden,
dann hab ich was an der Optik? Ich dachte da wären links und rechts auf dem Blech 2 breite,genutete Holzleisten aufgeleimt in denen die Scheibe gehalten wird...Wenn dem so gewsen wäre sehe ich kein Problem das Holz,angenommen 6mm dick,vom inneren Rand entlang der Nut,angenommen die ist 3mm tief,3mm abzusägen-dann läge die Scheibe in einem Falz. Aber anscheinend ist das anders,ich erkenne es auf den Fotos nicht gut genug!
Nö, Fehler in der Optik braucht man dafür keine - als früherer Schüler an einer HTL Maschinbau kenne ich das Phänomen, daß selbst gute Fotos und ausführliche Illustrationen in Werbebroschüren im Betrachter zwar das Gefühl auslösen, alles zu sehen, ein einfaches Nachkonstruieren jedoch unmöglich ist.
Erst eine technische Zeichnung - Grund-, Auf- und Seitenriß, ggf. Schnitte - zeigt die Konstruktion wirklich. So eine Zeichnung zu lesen braucht wiederum jahrelange Übung ...
... kann deshalb ein junger Ingenieur eher schlecht, braucht er auch wg. 3D-CAD nicht, außer er muß alte Konstruktionszeichnungen lesen.

Das, was Du siehst, ist etwas anderes. Die Mattscheibe ist, wie beschrieben, auf den Längsseiten am Untergrund, also am Gewebe, festgeklebt.
Zuerst aber muß man eines der hölzernen Seitenteile lösen, das sind die Teile, die die Mattscheibe immer noch halten, wenn jedweder Kleber entfernt ist.

Das kann man möglicherweise nur. erkennen, wenn man für möglich hält, daß die Bastelei so ist, wie sie ist - unglaublich bescheuert.

Grüße, Laufboden


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17.05.19 13:01
Laufboden 

BZF-Master

17.05.19 13:01
Laufboden 

BZF-Master

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Freier-Sascha:
Hoi Laufboden,
ich würde mit dem Schweizer Messer zwischen dem Mettallrand und dem Holz einschneiden, dann vorsichtig im Spalt hebeln, wäre doch gelacht wenn sich dieser Leim nicht löst!
Gruss
Freier-Sascha
Habe ich schon versucht - dauerhaft kleben konnte der Bastler leider ...
Die Klebung kann noch nicht wirklich alt sein - eine von vor WK II hätte ich längst gelöst ...

Es bleibt eher nichts als Wärme.
Weißt Du, ob alle Bastlern zugänglichen Kleber heiß lösbar sind?
Es kann schließlich ja auch gegenteilig sein.

Grüße, Laufboden

17.05.19 14:51
Sammelott 

BZF-Master

17.05.19 14:51
Sammelott 

BZF-Master

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Laufboden:

Erst eine technische Zeichnung - Grund-, Auf- und Seitenriß, ggf. Schnitte - zeigt die Konstruktion wirklich. So eine Zeichnung zu lesen braucht wiederum jahrelange Übung ...


Grüße, Laufboden

Ja dann her damit-technische Zeichnungen kann ich lesen,das trau ich mir auch in fortgeschrittenem Alter noch zu
Als ehemaliger Möbeltischler müßte mir das gelingen....
Eine grobe Skizze ( Querschnitt) würde auch genügen , mit Bezeichnung was da zu sehen ist....

Ansonsten kann ich Dir nicht weiterhelfen

PS. Wenn er sich nicht mit der Heißluftpistole lösen läßt kannst du es auch mit Einfrieren des Teils probieren-der Kleber kann dann verspröden und sich lösen. Versuch macht kluch! Nicht jeder Kleber reagiert auf Wärme und umgekehrt.
Das soll's jetzt von mir mal gewesen sein zu dem Thema......
lG-OTTI

Zuletzt bearbeitet am 17.05.19 15:07

17.05.19 15:43
Laufboden 

BZF-Master

17.05.19 15:43
Laufboden 

BZF-Master

Komm, lieber Mai ...

Hallo miteinander,

heute hat die Mittagssonne besonders heftig auf die Kamera, die ich immer noch zum Auslüften (besser: Entstinken) in die Sonne stelle, gebrannt.
Unbeabsichtigt diesmal heftiger als ich sonst gewagt hätte.

Wieder einmal bin ich dem Rückteil mit dem Zahnarztstichel zu Leibe gerückt, die Seitenteile rührten sich um nichts.
Der Vollständigkeit halber probierte ich es auch unter der Mattscheibe.
Der Stichel hat sich verbogen, fast hätte ich ihn abgebrochen - plötzlich hörte und spürte ich etwas. Ich machte weiter.
Nach ein paar Minuten ließ die Sonne nach. Um noch etwas zu versuchen, versuchte ich, die Glasplatte zu verschieben, so, wie man's bei vielen Rückteilen tut, um sie abzuheben - einen Hauch Bewegung gab's. Noch klebte sie fest.
Bei noch mehr Nachdruck sah ich bald, daß sie sich genügend bewegt hatte, ich konnte sie ein wenig anheben und die restliche Klebung lösen.

Dem Ergebnis nach dürfte der Klebemeister etwa wie folgt vorgegangen sein (auch wenn's sich's schwer vorstellen läßt):

Die Mattscheibe dürfte einen Längsriß gehabt haben.
Der Klebemeister wollte sie ersetzen. Er fand keinen Weg, die alte herauszunehmen. Da hat er wohl die vier Nieten (Holzschrauben?) abgemacht, damit die Seitenteile abfielen. Die herausfallende Feder beachtete er nicht weiter, oder er verstand nicht, wozu sie gut ist. Nach Entfernen der alten Mattscheibe klebte er die Seitenteile fest. Die Ersatzmattscheibe war zu dick, sie paßte nicht in die Schlitze. An den Schmalseiten schliff er sie deshalb beidseitig schräg an. Natürlich paßte sie immer noch nicht hinein. Da fernkte(Dialekt, mit Brutalität statt Gefühl arbeiten) er die Unterseite der Schlitze ab. Vermutlich merkte er, daß seine Mattscheibe (natürlich ohne die Feder) beliebig herausfiel.
Zur Sicherheit trug er rundherum millimeterdick(!!) Klebstoff auf, extra viel dort, wo der Schlitz tiefer ist (deshalb konnte ich mit dem Stichel nicht orten, daß der Schlitz nicht am Mattscheibenende endete). Dann legte er die Mattscheibe verkehrt herum ein und fixierte die Klebung.
Er war vermutlich stolz wie Oskar über seinen Erfolg. Schließlich hatte er es geschafft, eine neue Mattscheibe anzubringen. Daß seine Bilder danach oft nicht richtig scharf waren - ach, soetwas kommt immer vor (siehe mein Foto der Mattscheibe - das ist ja auch nicht scharf).

Das Problem, die Klebereste ohne weitere Schäden zu entfernen, und das, die Schlitze wiederherzustellen (oder eher eine Ersatzhalterung) und natürlich die Beschaffung einer Feder bleiben mir.
Die Seitenteile abzulösen werde ich mir wohl ersparen. Und natürlich muß ich eine neue Mattscheibe machen.

Dort, wo der leicht opake Klebstoff besonders dick ist, sieht man im Bild weiße Stellen.





Die anfangs so befremdlich aussehenden hölzernen Seitenteile sind dem Anschein nach original. Vielleicht könnte ich mehr erkennen, würde ich sie ablösen. Ist mir aber das Risiko und die Folgeprobleme nicht wert (habe keine so kleinen Schrauben mehr). Sie stammen zumindest praktisch sicher nicht von dem Klebemeister

Grüße, Laufboden

P.S.: ich danke Euch für Euer geduldiges Mitleiden

Zuletzt bearbeitet am 17.05.19 15:51

Datei-Anhänge
IMG_5428_NNR.jpg IMG_5428_NNR.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 102 kB

IMG_5429_NNR.jpg IMG_5429_NNR.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 363 kB

IMG_5430_NNR.jpg IMG_5430_NNR.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 328 kB

IMG_5432_NNR.jpg IMG_5432_NNR.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 363 kB

17.05.19 17:42
Laufboden 

BZF-Master

17.05.19 17:42
Laufboden 

BZF-Master

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Hallo Otti,

Sammelott:
.. Ja dann her damit-technische Zeichnungen kann ich lesen,das trau ich mir auch in fortgeschrittenem Alter noch zu
Als ehemaliger Möbeltischler müßte mir das gelingen....
Eine grobe Skizze ( Querschnitt) würde auch genügen , mit Bezeichnung was da zu sehen ist....
Das merke ich mir auf alle Fälle für spätere Nutzanwendungen

Grüße, Laufboden

17.05.19 19:01
Laufboden 

BZF-Master

17.05.19 19:01
Laufboden 

BZF-Master

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Hallo Sammelott,

Sammelott:
Als ehemaliger Möbeltischler müßte mir das gelingen....
als solcher wirst Du auch mühelos einsehen, daß ich bald 60 Jahre nach einem 6 Wochen-Kurs in der Modelltischlerei-Lehrwerkstatt und ohne einschlägige Maschinen, also per Hand, kein wirklich perfektes Ersatzteil aus Holz herstellen kann ...
Ich hätte zwar immer noch eine starke Neigung in Richtung kleines Metallbearbeitungszentrum (kombiniert Leitspindeldrehbank und Fräsmaschine), damit ginge selbst das zur Not, aber die Neigung wird platonisch bleiben - meine Frau würde angesichts so einer Konkurrenz ja doch nervös werden, sage ich mal (naja, eher der früher blauen Scheinchen wegen) ...

Der Kleber ist also weiß, dünne Schichten transparent, wird auch nach langer Zeit "warm" weich, ist mehr oder weniger wasserlöslich - das sieht mir nach irgendeinem "modernen" Holzleim aus (kennst Du anderen mit diesen Eigenschaften?).
Größere Reste dieses Klebers sollen - hauptsächlich von Stoff, lackiertem Stoff, sowie Holz - möglichst weitgehend entfernt werden, alles fast 100 Jahre alt, empfindlich und eher stärker abgenutzt als üblich, sehr bedingt hitzeresistent, leicht wasserlöslich geklebter Stoff in der Nähe, der nicht nennenswert beeinträchtigt werden darf.

Wie würdest Du da vorgehen?

Grüße, Laufboden

17.05.19 19:57
Sammelott 

BZF-Master

17.05.19 19:57
Sammelott 

BZF-Master

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Hallo Laufboden,
gehärteten Weißleim aus Textilien bekam ich eigentlich nie ganz unsichtbar aus Kleidungsstücken raus.
Hier mal ein paar Tipps dazu : https://www.befestigungsfuchs.de/blog/ho...er-wieder-raus/
Aus Holzverbindungen werden alte Reste , z.Bsp. für eine Neuverleimung einer Holzverbindung ( Zapfen und Schlitz, Überblattung etc.), normalerweise ausgeschliffen!
Dübellöcher werden z.Bsp. ausgebohrt bevor sie mit neuen Dübeln bestückt, neu verleimt werden.
Zu Deinem speziellen Fall kann ich da kaum konkretes äußern , es scheint mir aber eher nicht möglich ohne was anderes anzugreifen....

Gruß-OTTI

Zuletzt bearbeitet am 17.05.19 20:05

Gestern 00:37
Laufboden 

BZF-Master

Gestern 00:37
Laufboden 

BZF-Master

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Hallo Sammelott,

Sammelott:
.. gehärteten Weißleim aus Textilien bekam ich eigentlich nie ganz unsichtbar aus Kleidungsstücken raus.
Hier mal ein paar Tipps dazu : https://www.befestigungsfuchs.de/blog/ho...er-wieder-raus/
Aus Holzverbindungen werden alte Reste , z.Bsp. für eine Neuverleimung einer Holzverbindung ( Zapfen und Schlitz, Überblattung etc.), normalerweise ausgeschliffen!
Dübellöcher werden z.Bsp. ausgebohrt bevor sie mit neuen Dübeln bestückt, neu verleimt werden.
Zu Deinem speziellen Fall kann ich da kaum konkretes äußern , es scheint mir aber eher nicht möglich ohne was anderes anzugreifen....
Danke für die durchaus nützlichen Infos, speziell der Link hat einiges zum Ausprobieren.
Außerdem ist schon ein "geht wirklich nicht perfekt und ist in jedem Fall mühsam" ein nützlicher Hinweis - es ist sagen wir mal unbefriedigend, wenn man sich mit großem Aufwand für eine schlechte Lösung abmüht und dann erfährt "mit ... wäre das im Nu und perfekt gegangen".

Ich werde ja nicht unbedingt dem Vorschlag "Holzleim einige Stunden in warmem Wasser einweichen, dann mit Fleckentferner in der Waschmaschine waschen" folgen ...

Wenn's nur imperfekt weggeht, danach aber sicher nie mehr klebt, geht's letztlich zur Not auch - wenn's im montierten Zustand nicht sichtbar ist.

Grüße, Laufboden

P.S.: wohl als Nebeneffekt der langen Lüftung an der Sonne geht der Verschluß (ein IBSO) jetzt zu meiner Freude auch bei den langen Zeiten, zwar nicht immer und dann mit größerer Schwankungsbreite, demonstrationsreif ist's allemal. Ist eben einigermaßen abgenutzt - Federn altersschwach, Hebel abgewetzt ...

Zuletzt bearbeitet am 18.05.19 00:47

Gestern 14:55
Sammelott 

BZF-Master

Gestern 14:55
Sammelott 

BZF-Master

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Hallo Laufboden
gern geschehen--wenn's denn der Wahrheitsfindung dient

Gruß-OTTI

Gestern 21:52
Laufboden 

BZF-Master

Gestern 21:52
Laufboden 

BZF-Master

Re: Eine problembehaftete Unbekannte

Hallo miteinander,

letztlich mußte ich mich mit einem Kompromiss bescheiden.
Zumindest den einen der hölzernen Halter hätte ich gern abgenommen, um halbwegs vernünftig arbeiten zu können -das hatte ich mir nach Entfernen der Mattscheibe einfach vorgestellt. Entweder Halter oder Stoff wäre ziemlich sicher k.o. gegangen. Das Holz war überaus rüde bearbeitet worden, ein genügend genaues Ansetzen für Werkzeuge wie Stechbeitel erwies sich als nicht möglich.
Dann habe ich den Leim so weit entfernt - naja, nach anderen Versuchen, mit denen ich trotz Erhitzung wenig abbekommen hatte, eher überwiegend durch eine Lötspitze etwas verschmurgelt) , daß ich die Lage beurteilen konnte. Half nichts. Allerdings konnte ich so weit ausräumen und glätten, daß durch Ankleben von ca. 2x3 mm Leisten, leider wohl hauptsächlich an den Stoff, wieder Schlitze entstanden sind. Die Leisten habe ich mit Stechbeitel und Schleifpapier aus dem Stiel von Eis am Stiel gemacht ...
Der eine Schlitz hält jetzt wieder eine Blattfeder, die dient wie üblich dazu, daß die Mattscheibe zwar entnehmbar und wieder einsetzbar ist, aber nicht von alleine abfällt.
Von außen sieht man die Imperfektion der Lösung nicht.
Um nicht ein X für ein U vorzumachen, verzichte ich auf eine wesentliche Verbesserung des Aussehens des Lichtschachts.
Im übrigen habe ich sogar die Mattscheibe wiederverwendet, ich war einfach etwas zu bequem. Sie ist übrigens horrende 3mm dick, also vermutlich aus Fensterglas mittels eines Silberschnitt-Dünnschnitt-Glasschneiders hergestellt. Üblich sind 1.5mm, höchstens 2mm-Glas, da geht das nicht so.

Alles zusammen nicht die wahre Lösung, das wäre aber auch nur die originale, und ist sowieso nicht erreichbar.
Die zu große Dicke der Mattscheibe erforderte naturgemäß, daß der Klebemeister den Deckel entsprechend angehoben hat. Zum Glück fällt das nicht auf, und so eine Anhebung kommt auch original vor. Um das rückgängig zu machen müßte ich alles zerlegen ...

Noch ein Bild nach der Reparatur:


Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 18.05.19 22:20

Datei-Anhänge
IMG_5441_repariert.jpg IMG_5441_repariert.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 107 kB

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