| Passwort vergessen?
Sie sind nicht angemeldet. |  Anmelden

Sprache auswählen:

WWW.BLENDE-UND-ZEIT-FORUM.DE und Online-Museum
Für Photographica-Sammler und Interessierte
Sie sind nicht angemeldet.
 Anmelden

[iIa] WEIMARLUX
 1 2 3
 1 2 3
09.05.18 12:18
Sammelott 

BZF-Master

09.05.18 12:18
Sammelott 

BZF-Master

Re: WEIMARLUX

Aber Rainer,
offiziell bestand doch damals nicht die geringste Gefahr und das bisschen Strahlung lies sich doch ganz leicht vom Gemüse abwaschen
Hab noch den Zimmermann im Fernsehen vor Augen-war sehr beruhigend
"Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung die aber trotzdem aufgefordert wurde sicherheitshalber Fenster und Türen geschlossen zu halten........
Mein Zynismus mkommt nicht von ungefähr.........
mit strahlenden Grüßen-OTTI


Hinweise:
---> Urheberrechte 1: Keine Scans von Prospekten, Bedienungsanleitungen oder Buch/Zeitschriften-Artikeln hochladen.
---> Urheberrechte 2: Nur selbst aufgenommene Photos hochladen. Keine Fotos auf und in fremden Grundstücken.
---> Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar oder zuordenbar sind !
---> Urheberrechte 3: Textpassagen von fremden Quellen vermeiden, höchstens einige Zeilen mit genauerQuellenangabe.
---> Der Zähler der Vorschaubilder zeigt NICHT die echte Zugriffzahl, die Bild-Anklicke direkt im Text werden nicht gewertet


09.05.18 15:31
Laufboden 

BZF-Master

09.05.18 15:31
Laufboden 

BZF-Master

Re: WEIMARLUX

Hallo miteinander,

Sammelott:
.. offiziell bestand doch damals nicht die geringste Gefahr .. ganz leicht vom Gemüse abwaschen
Hab noch den Zimmermann im Fernsehen vor Augen-war sehr beruhigend

Mein Zynismus mkommt nicht von ungefähr.........
Dieser Zynismus ist leider allzu berechtigt.

Als "Einjährig Freiwilliger" im österr. Heer vor 55 Jahren - also als gar nicht freiwilliger Präsenzdiener - habe ich zwei krass unterschiedliche Welten kennengelernt.
Zum einen den militärischen Strahlenschutz, zum anderen den zivilen (Ausbildung als Strahlenschutztechniker in einem Reaktorzentrum). Kurz gesagt - der militärische soll die Gefechtsbereitschaft schützen, der zivile das Leben. Und bei dieser Gelegenheit konnte ich auch viel über Menschen lernen - über ihr vor Idealen strotzendes Selbstbild und die im Gegensatz dazu stehende Realitätsverweigerung, die oft nicht nur zur Fremd- sondern auch zur Eigengefährdung führt.
Der Mensch neigt dazu, auch tödliche Risiken, die sich in den ersten Berufsjahren nicht materialisieren, nicht mehr ernstzunehmen. Erfahrene Sicherheitsingenieure in diesem Bereich halte ich deshalb für starke Sicherheitsrisiken.

Was mich 1986 erschüttert hat war, wie trotz freier Presse die Desinformation nahezu perfekt funktioniert hat.
Es gab eine bei freier Presse unvorstellbare, fast lückenlose Zensur. Alle sachdienlichen Hinweise habe ich damals inoffiziell oder einmal nachts im Rundfunk gehört, nur einen einmal im TV. Später erwiesen sich alle als eher untertrieben.
Als der Fachexperte per se wurde der Leiter der IAEA (Internationale Atomenergie-Agentur) Dr. Blix hofiert. Nein, das war kein Kernphysiker, kein Strahlenschutzingenieur - ein Jurist mit seichten Amateurkenntnissen im Fachgebiet. Also, da ahnungslos, der ideale Abwiegler.

Das allergrößte Sicherheitsrisiko aber war im Grunde genommen der Innenminister Zimmermann.
Der verwendete zu meinem Entsetzen haargenau die Einschätzungen und das Vokabular des militärischen Strahlenschutzes.
Wäre das verstanden worden, wäre eine allgemeine Panik unvermeidbar gewesen.
Z.B. "Es besteht keine akute Gefahr" - das heißt etwa, während der nächsten Tage dürfte die Strahlendosis für die meisten bei bis zu 25 rem liegen, Maximalbelastung etwa bei 50 rem (ab 25-30rem: Kotzen, Haarausfall).
Das Ausbreitungsszenarium für Radioaktivität hat das deutsche Innenministerium aus den militärischen Schätzwerten für Radioaktivitätsausbreitung nach Atombombenwurf herangezogen. Die gelten für Kampfeinsatz unter Inkaufnahme speziell des Ziviltodes eigener Soldaten - wer sich vier Wochen oder mehr Zeit zum Sterben nach Kampfeinsatz in verstrahlten Gebiet läßt, ist Ziviltoter, Kriegerswitwenrente gibt's für solche Lahmärsche natürlich nicht. Außerhalb des so "berechneten" Gebiets, also im "unverstrahlten Gebiet", und zusätzlich unterhalb gemessener 100mrem/h im verstrahlten Gebiet ist übrigens persönl. Strahlenschutz verboten, da das Moral und Kampfkraft beeinträchtigen könnte. Übrigens: nach vier Wochen in derart "unverstrahltem" Gebiet kann LD25 erreicht sein (also 25% der Bevölkerung stirbt an akuter Strahlenkrankheit) - dazu kommt die wesentlich bedenklichere Langzeitwirkung durch Inkorporation von Strahlern.

Es wurde möglichst wenig zum Schutz der Bevölkerung getan, aber alles gegen sachgerechte Information. Damit keine Panik aufkommt! Bei korrekter Information hätte es Grund zur Besorgnis und zur Vorsorge, aber kaum Grund zur Panik gegeben. Ich habe damals geschätzt, daß bei sachgerechter Information mit ganz einfachen Maßnahmen die durchschnittliche Strahlenexposition der ersten Wochen um ca. 30mrem geringer hätte sein können - aus Sicht des Strahlenschutzes unabdingbar, das Unterlassen der Information eine schwere Straftat gegen das Leben.
Stattdessen wurden seither die Grenzwerte und die Normalbelastungswerte nach oben "angepaßt". Vorher pro Jahr 60mrem natürlich + 50mrem künstlich (Röntgen, ..), danach "schon immer" 110mrem natürlich + 60mrem künstlich, weitere Anpassung(en) u.a. im Zuge der Einführung neuer Einheiten.
"Anpassung" der Grenzwerte für Nahrungsmittel um den Faktor ca. 162 (=600/3.7). Vorher: hatte ein Lebensmittel etwa im Zuge eines Experiments 3.7 Bq/kg, mußte es auf eine Deponie für schwach radioaktiv belastete Stoffe, seither "vertragen" Normalbürger regelmäßig 600Bq/kg.
Zweifellos hätte ein Grenzwert von 3.7 Bq/kg die Lebensmittelversorgung gefährdet, ohne Probleme machbar wäre aber ein Grenzwert von 50Bq/k oder 60Bq/kg gewesen. Skandalös ist jedoch, daß die 600Bq/kg seither unangetastet geblieben sind.
Naja, im Windschatten von Tschernobyl wurden im Lauf der Folgejahre klammheimlich sämtliche verbliebenen der anfänglich strikten hehren Prinzipien des zivilen Strahlenschutzes aufgegeben.

Grüße, Laufboden

09.05.18 16:32
Rainer 

Administrator

09.05.18 16:32
Rainer 

Administrator

Re: WEIMARLUX

Hallo Laufboden,

diese damals nur beruhigen Faselmeldungen von offizieller Stelle (und die plötzlich (von Dir erwähnte) Grenzwerthochsetzung fand ich unverantwortlich. Aber es blieb wohl nichts anderes übrig, sonst hätte man Teile von Deutschland für Nahrungserzeugung sperren müssen.

Ich dachte damals, wir hätten in Berlin wegen der Windrichtungsverhältnisse Glück gehabt. Erste eigene Messungen mit einem simplen Geiger/Müller-Zähler ergaben noch Tage danach keine Werte, die über die damalige Grundstrahlung aus der Zeit der Atombombenversuche hinaus gingen. Dann zog ein Regengebiet über Berlin hinweg.

Ich hatte mir im Garten neben der Regenwassertonne einen Referenzpunkt gemerkt. Vor dem Regen zeigte das Gerät ca. 12 Ereignisse pro Minute nach dem Regengebiet waren es dann plötzlich 80 - 100 Klicks pro Minute. So ein simpler Zähler kann keine qualifizierte Messung machen, aber Gamma-Ereignisse kann es schon detektieren und in Grenzen den Anstieg darlegen.

Als ich ca 14 Tage danach beruflich nach Bad Wörrishofen (Bayern) musste, habe ich überall an der Autobahn Pausen gemacht und gemessen, das war schon beeindruckend. Es gab dort im Süden Stellen, wo ich die Ereignisse pro Minute nicht mehr mitzählen konnte und mich auf das Anzeigeinstrument verlassen musste. Das müssen deutlich mehr als 120 Ereignisse pro Minute gewesen sein.

Auch an einigen Seen (z.B. Schmalensee) in der Nähe von Plön (Schleswig-Holstein) legte der Zähler so richtig los...



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Analog: Aus Negativ wird Positiv.
Digital: Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.

Zuletzt bearbeitet am 09.05.18 16:35

09.05.18 22:04
Laufboden 

BZF-Master

09.05.18 22:04
Laufboden 

BZF-Master

Re: WEIMARLUX

Hallo Rainer,

Rainer:
diese damals nur beruhigen Faselmeldungen von offizieller Stelle (und die plötzlich (von Dir erwähnte) Grenzwerthochsetzung fand ich unverantwortlich. Aber es blieb wohl nichts anderes übrig, sonst hätte man Teile von Deutschland für Nahrungserzeugung sperren müssen.
Ja, eine vorübergehende Erhöhung auf allgemein etwa 60 Bq/kg war nötig. Nach den damals gültigen ethischen Prinzipien des Strahlenschutzes hätte sie laufend überprüft werden müssen und je nach Nahrungsmittel gestaffelt in den Folgemonaten bzw. -jahren angemessen zurückgefahren werden müssen.
Stattdessen müssen sich Menschenwürde und Gesundheitsschutz bis heute kommerziellen und populistisch-politischen Gesichtspunkten unterordnen.
Niedrigere Werte hätten zweifellos deutlich mehr Aufwand bedeutet und gewisse Einschränkungen bedeutet.
Als zynisch-kuriose Pseudoaktivität empfand ich die Behandlung des verstrahlten Trockenmilchpulvers (Hin- und Herschieben des Milchpulverzugs). Zu erwarten wäre gewesen, daß in der Folge die Hauptbelastungsträger Strontium und Caesium ersteinmal chemisch abgeschieden werden (klar, Konzentration durch Isotopentrennung wäre die bessere Lösung, aber sehr aufwendig). Klar ist, daß der Wasserentzug die nominelle Belastung erheblich erhöht - unüberbietbar zynisch aber, daß künftig vor allem darauf geachtet wurde, kein Milchpulver zu erzeugen, weil das die nominelle(!) Belastung erhöht, und stattdessen die "geringbelastete" Milch für menschlichen Verzehr freizugeben.
Rainer:
Ich dachte damals, wir hätten in Berlin wegen der Windrichtungsverhältnisse Glück gehabt. Erste eigene Messungen mit einem simplen Geiger/Müller-Zähler ergaben noch Tage danach keine Werte, die über die damalige Grundstrahlung aus der Zeit der Atombombenversuche hinaus gingen. Dann zog ein Regengebiet über Berlin hinweg.
Ja, ich habe gehofft, daß es trocken bleibt. Aber Fernsehkommentatoren sehnten Regen herbei, damit die Luft reingewaschen werde ...
Im übrigen - 1964 im Reaktorzentrum blieb uns kein russischer Atombombentest im Ural verborgen. Je nach Wetterlage ergab das nach spätestens 3 Wochen Belastungsspitzenwerte - mindestens das Zehnfache - bei den Routinemessungen auf dem Reaktorgelände, und man mußte ausschließen, daß das ein eigenes Problem ist.

Als unabdingbar hatte 1964 gegolten, daß im Umkreis von - als zu klein eingeschätzten - 25km rund um KKWs jede Feuerwehr geschulte und gut ausgerüstete Strahlenschutztrupps hat. Geschockt hat mich, daß es 1986 (und wohl bis heute!) weder solche gab noch normierte Probenentnahmeverfahren in der Umwelt.
Ohne letztere sind Meßwerte für konkrete Maßnahmen unbrauchbar - je nach konkreter Probennahme kann derselbe Belastungswert um weit über Faktor 100 unterschiedlich ausfallen (z.B.: die einen maßen Kehrricht, andere schnitten Gras ab, wieder anderen entnahmen den Boden bis in 10cm Tiefe).
Rainer:
Ich hatte mir im Garten neben der Regenwassertonne einen Referenzpunkt gemerkt. Vor dem Regen zeigte das Gerät ca. 12 Ereignisse pro Minute nach dem Regengebiet waren es dann plötzlich 80 - 100 Klicks pro Minute. So ein simpler Zähler kann keine qualifizierte Messung machen, aber Gamma-Ereignisse kann es schon detektieren und in Grenzen den Anstieg darlegen.
Ihr habt viel Glück gehabt ... bei Euch wären eher deutlich höhere Werte als in Bayern zu erwarten gewesen.
Aus dem Osten Polens, 500km von Tschernobyl enfernt, kam eine Absage der Teilnahme an einer staatlichen Umweltschützerkonferenz in Deutschland. Den Zensoren entging mangels Fachkenntnissen die Begründung. Die Teilnehmer berichteten, sie hätten gerade Haarausfall und keine Haare (mind. 50 rem akute Strahlenaufnahme). Das wurde hier übrigens als Staatsgeheimnis behandelt ... Eine nicht viel kleinere Belastung wäre in Berlin übrigens durchaus möglich gewesen.
Bayern hatte nur relativ dazu gesehen Pech.

Soviel zur Aussage von Zimmermann, nach Deutschland käme nachgewiesenermaßen sowieso nichts (dabei lagen militärische Ausbreitungsrechnungen nach A-Bomben-Abwurf zugrunde).
Rainer:
Als ich ca 14 Tage danach beruflich nach Bad Wörrishofen (Bayern) musste, habe ich überall an der Autobahn Pausen gemacht und gemessen, das war schon beeindruckend. Es gab dort im Süden Stellen, wo ich die Ereignisse pro Minute nicht mehr mitzählen konnte und mich auf das Anzeigeinstrument verlassen musste. Das müssen deutlich mehr als 120 Ereignisse pro Minute gewesen sein.
Klar. Professionelles Messen erfordert zumindest dreistufiges Messen. Zuerst Meßgerät unempfindlich einstellen, dann immer empfindlicher. Bei Übersteuerung können falsch zu niedrige Messwerte angezeigt werden.

Lebensmittelmessung erfordert andere Meßverfahren (Low-Level-Counter). 0-Anzeige mit Geigerzähler heißt da gar nichts.

Grüße, Laufboden

10.05.18 11:31
Sammelott 

BZF-Master

10.05.18 11:31
Sammelott 

BZF-Master

Re: WEIMARLUX

Hallo zusammen,
hier nochmal etwas zur Beruhigung wegen der giftigkeits und deren relevanter Menge die aufgenommen werden müßte:

Zitat : "
Selen oder die Mär von der Giftigkeit
By Postina-PR on April 22, 2017 in biosyn-Pressemitteilungen

Fellbach – Die Menge macht’s: Sechs Gramm Kochsalz sind der Tagesbedarf eines Erwachsenen. Nimmt jemand 210 Gramm zu sich, also das 35-fache, kann dies tödlich enden. Dennoch käme niemand auf die Idee, Salz als giftig zu bezeichnen. Beim ebenfalls lebensnotwendigen Selen dagegen ist dies anders. 70 Mikrogramm werden als Tagesdosis empfohlen, erst das 3200-fache wäre lebensgefährlich. Eine versehentliche Selenvergiftung ist also nahezu ausgeschlossen, zumal sie sich ankündigt: Knoblauchartiger Atemgeruch, Durchfall, Übelkeit oder Bauchschmerzen können bei Überdosierungen auftreten."

Ich denke nicht daß 0,2 Gramm nötig sind um eine Zelle zu beschichten.....

Quelle : http://www.postina-pr.de/selen-oder-die-...-der-giftigkeit

beschichtete Grüße-OTTI

13.05.18 13:03
Laufboden 

BZF-Master

13.05.18 13:03
Laufboden 

BZF-Master

Re: WEIMARLUX

Hallo Sammelott,

Sammelott:
... Quelle : http://www.postina-pr.de/selen-oder-die-...-der-giftigkeit
Kommentar dazu aus dem Web: Die biosyn Arzneimittel GmbH ist ein Pharma- und Biotech-Unternehmen mit Sitz in Fellbach. Es ist spezialisiert auf Spurenelemente, Weltmarktführer bei hochdosierten Selen-Injektionen... ... Die Firma sei Marktführer im Bereich hochdosierter Selen-Präparate.

Ihre Entwarnung möchte ich nicht anzweifeln, sie stimmt wohl vollumfänglich - sie sagt jedoch nichts aus über das, was ich ausgesagt habe (mögliche Hautreizungen, Lungenprobleme beim Einatmen) +).
Die Selenzellen waren zudem sicherlich gut geschützt, ein Austauschen war problemlos möglich.
Aber: wir Sammler sammeln Teile, deren Nutzungszeit vor Jahrzehnten abgelaufen ist. Da garantiert niemand mehr dafür, wie weit ihnen z.B. Rostfraß zugesetzt hat, und das kann auch niemand mehr. Starke Hautirritationen und Lungenschäden gibts auch weit, weit unter einer letalen Dosis .*)
Alle Metalle außer Edelmetalle rosten (naja, auch Silber rostet. Edelstahl gab's erst noch nicht, aber der kann auch prächtig rosten). Auch "nichtrostende" Metalle wie z.B. Zink und Aluminium - der Rost ist weißes Pulver - haben manchmal millimetertiefe Rostlöcher, besonders unter einer Belederung.
Klar, auch mit anderem Substanzen, die nicht gerade als Lebensmittel geeignet sind, kommt ein Sammler alter Kameras immer wieder in Berührung, wie z.B. Grünspan(da habe ich wohl schon ein paar Kubikzentimeter "geerntet"). Auch die Substanzen, die man zum Reparieren braucht, sind nicht ohne - Klebstoffe, Löse- und Reinigungsmittel, vor allem aber Schleifpulver für Mattscheiben (Korund - Lungenschäden beim Einatmen der Stäube), ggf. Lederpflegemittel (harmlose wie Bioöle verwenden, selbst da auf Inhaltsstoffe achten. Schuhcreme stinkt und ist wegen Silikon lungenschädigend. Speiseöl ist potentiell rostfördend, Mineralöl ungesund. Säurefreies Rapsöl, als Maschinenöl verwendbar, ist wohl optimal). Auch hier gilt "die Dosis machts" - viele Kameras auf engem Raum sind etwas anderes als eine im großen Wohnzimmer).

Grüße, Laufboden

+) Nachdem ich vor Jahrzehnten Probleme am Laser-Kopierer bekommen hatte, habe ich beim Toner-Hersteller bezüglich allergischer Reaktionen nachgefragt. Bekommen habe ich stattdessen eine ausführliche wissenschaftliche Studie über ein angeblich nichtexistentes Krebsrisiko dabei. Das machte mich mich hellhörig. Inzwischen ist klar, dieses Krebsrisiko ist real, es gibt jetzt deshalb auch Aufstellungsvorschriften (Be-und Entlüftung!).
*) als empfindlicher Mensch habe ich erhebliche Probleme beim Kauf konventioneller Kleidungsstücke. Nach Anfassen von höchstens 6 Teilen ist Schluß - ich muß einen Tag Pause einlegen, bis die Fingerkuppen nicht mehr irritiert sind. Die Fingerkuppenprobe ist für mich die wichtigste - neue Kleidung, deren Berührung zu stumpfen Gefühl oder gar Schmerzen an den Fingerkuppen führt, ist für mich auch nach mehreren Wäschen ungeeignet. Nur'n Hinweis: zur "Textilveredelung" kommen mindestens 6000 chemische Substanzen zur Verwendung, darunter auch solche, die unter anderem Namen als Rattengift dienen. Solche Kleidung sollte nie ungewaschen verwendet werden. In der Zwischenzeit verwende ich nur Biokleidung, die ist für mich meist harmlos. Das gilt, solange ich intensive Farbtöne vermeide. Die und/oder die zur Stabilisierung der Farben verwendeten synthetischen Hilfsstoffe haben bei mir selbst bei ausgewiesener Bioware zu hartnäckigen Hautausschlägen geführt. Ein ansonsten sehr angenehm zu tragendes Hemd mußte ich aufgeben, da auch 6 Wäschen keine Besserung brachten.

Zuletzt bearbeitet am 13.05.18 13:08

13.05.18 14:35
Sammelott 

BZF-Master

13.05.18 14:35
Sammelott 

BZF-Master

Re: WEIMARLUX

Tja Laufboden,
das Leben ist sehr riskant. eigentlich dürfte man sich nicht nach Draußen begeben-wegen der "gesunden Luft".....
und in der Wohnung ist man auch nicht sicher......

Das was du über Kleidung anmekrst ist bei mir ähnlich-z,B. bin ich sehr T-Shirt empfindlich und bekomme nicht selten bei Neuware einen starken Juckreiz-selbst wenn vorm ersten Tragen mehrmals gewaschen.

mit gereiztem Gruß-OTTI

PS. habe im Netz irgendwo gelesen daß die Selenbelis (Zelle) mit einem speziallack abgedichtet wurden.
Das soll auch der Grund dafür sein daß die Zellen im Laufe der Zeit abbauen-weil Luftsauerstoff durch den "porösen" Lack eindringt.
PPS. In meiner Zeit als Chemielaborant (ich arbeitete in einer Lackfabrik) hatte ich mit allen erdenklichen lösungsmitteln zu tuen-von Xylol / Toloul über Essigester bis Aceton........ich lebe noch und werd wohl auch nie wissen wieviel Lebenszeit mich das gekostet hat

13.05.18 16:00
Laufboden 

BZF-Master

13.05.18 16:00
Laufboden 

BZF-Master

Re: WEIMARLUX

Hallo Sammelott,

Sammelott:
Das was du über Kleidung anmekrst ist bei mir ähnlich-z,B. bin ich sehr T-Shirt empfindlich und bekomme nicht selten bei Neuware einen starken Juckreiz-selbst wenn vorm ersten Tragen mehrmals gewaschen.

mit gereiztem Gruß-OTTI
Vielleicht mal Bio-Shirts probieren ... sind n'Stück teurer, aber nicht mit allen Künsten der Chemieindustrie vertraut ...
Dagegen, was mir ein Chemiker unter vier Augen vertraulich erzählt hat, haben wir beide keinerlei Probleme. Er sei seit einem Unfall bei einem Versuch mit Waschmittelenzymen extremer Allergiker. Alles habe er richtig gemacht, aber der Architekt habe aus ästhetischen Gründen die Luftansaugung der Klimaanlage direkt neben den Abluftauslaß angebracht ... Bei ihm ginge alles seither nur ums Überleben einschließlich des Urlaubs(Kurklinik in Davos), Partnerin ertrüge das keine. Kam mir bekannt vor. Die nachträgliche Klimaanlage im Radionuklidlabor "atmete" nicht seitlich nach außen, das ließ der Architekt aus ästhetischen Gründen nicht zu, sondern übers Flachdach. Direkt daneben lag der Abzug für die Laborabzüge .. gibt'n schönen Kreislauf ... . Merke: die ästhetische Befindlichkeit des Architekten eines Gebäudes ist juristisch gesehen weit wichtiger als die Gesundheit der dort Arbeitenden. Die Welt ist ein Affenzirkus.
Sammelott:
PPS. In meiner Zeit als Chemielaborant (ich arbeitete in einer Lackfabrik) hatte ich mit allen erdenklichen lösungsmitteln zu tuen-von Xylol / Toloul über Essigester bis Aceton........ich lebe noch und werd wohl auch nie wissen wieviel Lebenszeit mich das gekostet hat
Mein Bruder, damals Chemielaborant im 1. Lehrjahr, griff eines Morgens nach seinen wie neu aussehenden, über dem Stuhl hängenden Strümpfen - da zerfielen sie zu einem Haufen millimeterlanger Fädchen. Am Tag zuvor hatte er, wie sonst auch regelmäßig, viel mit konzentrierter und rauchender Schwefelsäure gearbeitet. Daraufhin wechselte er den Beruf.

Grüße, Laufboden

15.05.18 13:18
Laufboden 

BZF-Master

15.05.18 13:18
Laufboden 

BZF-Master

Re: WEIMARLUX

Hallo miteinander,

Sammelott:
Aber Rainer,
offiziell bestand doch damals nicht die geringste Gefahr und das bisschen Strahlung lies sich doch ganz leicht vom Gemüse abwaschen
Hab noch den Zimmermann im Fernsehen vor Augen-war sehr beruhigend
"Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung die aber trotzdem aufgefordert wurde sicherheitshalber Fenster und Türen geschlossen zu halten........
Es wurde absichtlich(!) weitestgehend unterlassen, auf angemessene Maßnahmen hinzuweisen.
Die wären in den ersten Wochen i.w. gewesen:
  • kein Blattgemüse verzehren, dieses als Hausmüll entsorgen (also nicht etwa auf den Kompost!)
  • Gemüse und Obst gründlich waschen (Spülmittel), danach schälen, Schalen im Hausmüll entsorgen
  • Wohnung nie in Straßenschuhen betreten, Straßenschuhe und Hausschuhe getrennt abstellen (immer dieselbe Stelle!), Mit Hausschuhen nie ins Freie - Balkon, Terrasse - gehen. Bereiche, in denen Hausschuhe verwendet werden, nicht mit Straßenschuhen betreten (mit Mitbewohnern absprechen)
  • Soweit irgend möglich in Innenräumen aufhalten
  • insbesondere Oberbekleidung täglich wechseln + waschen
  • Haare täglich waschen
  • Öfter als sonst duschen
  • Türen und Fenster soweit irgend möglich geschlossen halten
  • Sorgfalt beim Wechseln von Luftfiltern (PKW, Wohnung) - Atemmaske, Einmalhandschuhe
  • Staubaufwirbeln unterlassen (keine Kehrwoche! Notfalls Naßreinigung)
  • Nicht blind auf angeblich importierte strahlenfreie Lebensmittel vertrauen (oft genug wurde z.B. Salat aus stark belasteten Gebieten exportiert und umgehend reimportiert - erhebliche Gewinnmargen!)
  • Möglichst Lebensmittel, die vor dem Unfall hergestellt wurden, verwenden
  • Ansonsten wie gewohnt leben

Diese einfachen Maßnahmen zusammen hätten die Belastung in den ersten Wochen grob geschätzt um 90% verringern können.

Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 15.05.18 13:20

16.05.18 11:58
Sammelott 

BZF-Master

16.05.18 11:58
Sammelott 

BZF-Master

Re: WEIMARLUX

Hallo im Forum,
hier mal ein ganz Verwegener : http://elekm.net/zeiss-ikon/repair/meter-repair/
Lass das mal unkommentiert

giftige Grüße-OTTI

Zuletzt bearbeitet am 16.05.18 12:00

 1 2 3
 1 2 3
Belastungsspitzenwerte   Strahlenschutztechniker   WEIMARLUX   Realitätsverweigerung   Lebensmittelversorgung   Selen-Belichtungsmessern   Hauptbelastungsträger   Strahlenschutzingenieur   Probenentnahmeverfahren   populistisch-politischen   Aufstellungsvorschriften   Windrichtungsverhältnisse   Radioaktivitätsausbreitung   Ausbreitungsrechnungen   Cäsium-Gamma-Stahlung   Grenzwerthochsetzung   Armbanduhr-Zifferblätter   Selenbelichtungsmesser   Umweltschützerkonferenz   biosyn-Pressemitteilungen