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Fuehren Aktion-Kameras zum Verfall der Moral?
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07.05.16 08:24
Rainer 

Administrator

07.05.16 08:24
Rainer 

Administrator

Fuehren Aktion-Kameras zum Verfall der Moral?

Hallo zusammen,

man sieht immer mehr im Stadtgebiet Radfahrer, Autos, ja sogar Fußgänger mit Aktionkameras, die alles und jeden gnadenlos aufzeichnen. Dabei scheint der Begriff Privatsphäre bei vielen "Kameramännern" (es sind zumeist Männer) völlig verloren gegangen sein. Privatsphäre im öffentlichen Strassenland? Ja, ich denke das gibt es auch. Ich möchte z.B. nicht beim Niesen formatfüllend gefilmt werden oder aus dem Auto / Motorrad hinter mir im Strassenverkehr beobachtet werden.

Hier in Berlin fallen mir insbesondere in der Innenstadt rasende Radfahrer auf, die ohne JEGLICHE Kenntnisnahme der Strassenverkehrsordnung "wilde Sau" spielen und sich dabei stolz aufnehmen.

Später findet man dann bei youtube, usw diese Videos. Je gnadenloser gegen Rechtsvorschriften verstossen wird, desto begeisteter die Reaktion der Betrachter.

Man möge sich z.b. bei youtube nur mal die Raser-Videos (Motorrad mit 350 kmh über normale Strassen) ansehen: Verantwortungslose Menschen, die Tot und Verletzung anderer Menschen billigend in Kauf nehmen, zeigen stolz ihre perversen Videos.

Einer dieser Turbo-Rider ist bei der Ausübung ihrer Kriminalität auf der "Strecke geblieben, meine Trauer hält sich durchaus in Grenzen, wenn man bedenkt, wieviel Menschen der in unmittelbare Lebensgefahr gebracht hat.

Unverantwortliches Handeln, dokumentiert durch kleine moderne Aktion Cams (vom Typ Go Pr) und "geliked" durch Tausende Betrachter in den sozialen Medien belegen - aus meiner Sicht - den Verfall der Moral.

Das Thema Quadrocopter mit Kamera zum Ausspionieren der Privatheit ist nur der nächste folgerichtige Schritt der Generation "Was kümmern mich die Rechte Anderer?". Ich musste mich schon mit einem Grün-Laserpointer gegen eine Videodrohne wehren , die um mein Wohnhaus herumschwebte.

Ich befürchte hier eine unmoderne Minderheitenmeinung vorzutragen, aber damit muss ich dann eben leben ...



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)


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07.05.16 11:25
Willi 

BZF-Master

07.05.16 11:25
Willi 

BZF-Master

Re: Fuehren Aktion-Kameras zum Verfall der Moral?

Rainer:
...Ich musste mich schon mit einem Grün-Laserpointer gegen eine Videodrohne wehren , die um mein Wohnhaus herumschwebte.
Hallo Rainer!

Ist ja auch nicht ganz legal - und hat sich die Drohne dann gefürchtet oder ist sie gar abgestürzt - nach deiner "Laserattacke"?

lg. Willi

Zuletzt bearbeitet am 07.05.16 11:26

07.05.16 12:12
Klaus 

Administrator

07.05.16 12:12
Klaus 

Administrator

Re: Fuehren Aktion-Kameras zum Verfall der Moral?

Hallo zusammen,

solange es Menschen gibt, die sich diese Videos/Bilder im Netz ansehen und auch "liken", wird sich an dem Verhalten der Fotografen/Filmer nichts ändern. Bestes Beispiel stellen die Gaffer bei Unfällen dar, die offenbar jeglichen Respekt vor der Not der Betroffenen verloren haben.

Ich denke, dieser Trend ist der Zeit geschuldet und aufgrund der techn. Möglichkeiten kaum um zu kehren - bedauerlicherweise.

Sonne lacht - Blende 8
Viele Grüße Klaus

07.05.16 17:29
Rainer 

Administrator

07.05.16 17:29
Rainer 

Administrator

Re: Fuehren Aktion-Kameras zum Verfall der Moral?

Hallo zusammen,

die besagte Drohne versuchte zweimal meine und die der Nachbaren meines und anliegender Häuser Privatsphäre zu verletzen. Sie stieg aus einem Hinterhof in ca. 300 Meter Entfernung auf, flog ca. 30 Meter hoch in der Gegend herum und zwar so, dass sie nur über die eingebaute Kamera kontrolliert werden konnte, im Stadtgebiet eine Unmöglichkeit. Als sie ungefähr in 15 Meter vor unserem Haus auftauchte (ich wohne in der obersten Etage), setzte ich in der Abenddämmerung meine Fenix TK40 im Flackerlichtmodus zur "Verteidigung" ein. Das führte zum Notprogamm der Drohne: Sie stieg auf 50 Meter hoch und flog dann genau (GPS-gesteuert) auf Ihren Startpunkt zu und verschwand dann nach unten.

Nach einigen Tagen wiederholte sich das. Diesmal kam mein zugelassener Grün-Laser-Pointer zu Einsatz. Der hat eine Nachtreichweite von über 500 Meter.

Die Drohne wurde angezielt, beleuchtet, das Notprogramm aktiviert, automatische Rückreise zum Startpunkt. Von nun an gab es keine weiteren Ausspähversuche. Spionagereisen gingen nunmehr nur noch in andere Richtungen.



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

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