| Passwort vergessen?
Sie sind nicht angemeldet. |  Anmelden

Sprache auswählen:

WWW.BLENDE-UND-ZEIT-FORUM.DE und Online-Museum
Für Photographica-Sammler und Interessierte
Sie sind nicht angemeldet.
 Anmelden

[iIa] Photos Kopieren, Kopierrahmen
 1
 1
17.11.12 06:46
Rainer 

Administrator

17.11.12 06:46
Rainer 

Administrator

[ iIa ] Photos Kopieren, Kopierrahmen

Hallo zusammen,

vor der Zeit der Kleinbild-Negative (aber auch danach) war es nicht unüblich, dass im Hobby-Labor mit Kopierrahmen gearbeitet wurde. Negativ-Größen ab 4,5 x 6 cm aufwärts ließen brauchbare 1:1-Kopien zu. Kleinbild-Kopien sind zu klein.

Das ging so (in der Dunkelkammer bei Rot/Orangelicht):

in einen Holzrahmen mit Glasplatte wurde das Negativ in eine Randmaske eingelegt, dann das unbelichtete Photopapier. Dabei war darauf zu achten, dass Schicht zu Schicht zeigte. Nun wurde ein Hintergrund-Holz (Rückdeckel, oft samt-bezogen und mit Klappscharnier) aufgelegt und mechanisch fixiert.

Man arbeitete bei rotem /orangenem Dunkelkammerlicht. Der Rahmen wurde nun mit der Glasseite nach oben gelegt. Kurz wurde das Raumlicht eingeschaltet (Dauer durch Tests ermitteln, zumeist 1-5 Sekunden).

Wichtig: Die Lichtquelle soll diffus sein und genau über dem Rahmen mittensymmetrisch platziert sein, also kein strukturiertes Licht ausstrahlen, auch nicht die Lichtquelle bewegen, sonst werden die Fotos u.u. unscharf und es gibt Helligkeitsschwankungen.

Die Belichtung war vollzogen. Das belichtete Papier kam in die Positiv-Entwicklungsbäder (Entwickler, Wässerung, Fixierer, Wässerung, Trocknung).

Die erzielte Bildqualität war recht gut bei den Kontaktkopien. 6 x 9 Photos waren gut zu betrachten und zeigten alle Bild-Details.

Plattenkamera-Formate von 9 x 13 oder gar 13 x 18 cm waren in der Auflösungs-Qualität Spitze.

Leider finde ich meinen Kopierrahmen nicht mehr... Foto im nächsten Beitrag.



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)


Hinweise:
---> Urheberrechte 1: Keine Scans von Prospekten, Bedienungsanleitungen oder Buch/Zeitschriften-Artikeln hochladen.
---> Urheberrechte 2: Nur selbst aufgenommene Photos hochladen. Keine Fotos auf und in fremden Grundstücken.
---> Urheberrechte 3: Textpassagen von fremden Quellen vermeiden, höchstens einige Zeilen mit genauer Quellenangabe.
---> Der Zähler der Vorschaubilder zeigt NICHT die echte Zugriffzahl, die Bild-Anklicke direkt im Text werden nicht gewertet


11.01.14 10:02
Rainer 

Administrator

11.01.14 10:02
Rainer 

Administrator

Re: Photos Kopieren, Kopierrahmen

Hallo zusammen,

als Nachtrag noch ein Photo eines solchen Kopierrahmens:


Es handelt sich um einen 6 x 9 cm Kopierrahmen



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Datei-Anhänge
kopierrahmen.jpg kopierrahmen.jpg (140x)

Mime-Type: image/jpeg, 107 kB

09.02.17 09:36
Rainer 

Administrator

09.02.17 09:36
Rainer 

Administrator

Re: Photos Kopieren, Kopierrahmen. Beispiel

Hallo zusammen,

hier ein Beispiel, was sogar nur 4,5 x 6 cm große Papierbilder bieten können, die wohl als echte Kontaktabzüge auf Fotopapier entstanden sind.

Es gab um 1932 sogenannte Zigaretten-Bildchen, die man in Sammel-Alben einkleben konnte, in dem Fall Zigarettensorten Club und Liga. Hier das Album "Zeppelin-Weltfahrten". Die dort eingeklebten Fotos haben ungefähr das Format.







Aufgenommen mit Sony DSC-HX90

Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Datei-Anhänge
zeppelin-4-5-01.jpg zeppelin-4-5-01.jpg (31x)

Mime-Type: image/jpeg, 427 kB

zeppelin-4-5-02.jpg zeppelin-4-5-02.jpg (24x)

Mime-Type: image/jpeg, 518 kB

zeppelin-4-5-03.jpg zeppelin-4-5-03.jpg (24x)

Mime-Type: image/jpeg, 452 kB

11.10.17 10:49
Rainer 

Administrator

11.10.17 10:49
Rainer 

Administrator

Re: Photos Kopieren, Kopierrahmen mit Lichtkasten

Hallo zusammen,

als kleine Ergänzung: Es gab Kopierrahmen und Kopierappate in diversen Formen. Als Bedienungskomfort-Steigerung kann der Kopierapparat angesehen werden.

Hier gab es Modelle, wo eine Lichtquelle (zumeist Glühbirne) in einem Kasten so eingebaut wurde, dass das Licht über einen Umlenkspiegel (auch mit Streulichtfilterung zur Erzeugung von unstrukturiertem Licht) von unten auf die Auflegeplatte gelenkt wurde. Das Negativ wurde bei Dunkelkammer-Farblicht eingelegt und mit der Deckelklappe fixiert.

Nun konnte mit dem Schnurschalter kurz das Weisslicht zur Belichtung eingeschaltet werden.

Diese Lichtkästen brachten auch gegenüber dem kurzzeitigen Einschalten einer Zimmerlampe den Vorteil, dass das Licht ohne Abschattungen einwirken konnte.

Es gab auch Kopierapparate, die über eine Schaltuhr verfügten. Damit konnte man die Belichtung noch exakter als mit Zählen (21, 22 , 23, usw) gestalten.

Mein Onkel Willi hat in den Zwanziger Jahren alle sein Fotos mit Kopierrahmen und Kopierapparat erzeugt. 6 x 9 und 9 x 11 waren wohl seine Formate. Er braucht also niemals einen Vergrößerungsapparat.

Zwei Nachteile hatten die Kopierapparate aber schon:
1) Man konnte nicht "abwedeln", also bestimmte Bereiche das Fotos schwächer belichten.
2) Man musste zumeist Filme in Einzelnegative zerschneiden.

Hier ein Prinzipbild eines einfachen Kopierapparates:





Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Aus Negativ wurde Positiv. Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
Fotoapparate sind Zeitmaschinen, sie können die Vergangenheit erhalten.
Ein Leben ohne Facebook ist möglich, aber (und) sinnvoll.

Zuletzt bearbeitet am 11.10.17 10:51

Datei-Anhänge
kopierapparat.jpg kopierapparat.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 35 kB

 1
 1
mittensymmetrisch   Helligkeitsschwankungen   Dunkelkammerlicht   Hintergrund-Holz   Negativ-Größen   Forumbetreiber   Zigaretten-Bildchen   Auflösungs-Qualität   Kleinbild-Negative   Kopierrahmen   Vergrößerungsapparat   Kleinbild-Kopien   unstrukturiertem   Zigarettensorten   Streulichtfilterung   Zeppelin-Weltfahrten   Plattenkamera-Formate   Positiv-Entwicklungsbäder   Bedienungskomfort-Steigerung   Dunkelkammer-Farblicht